Große Erdbeerliebe bei Karls in Zirkow auf Rügen

Wer mir auf Instagram folgt und auch hier auf dem Blog über die Jahre mitgelesen hat, der weiß, dass der Mann und ich eine große, große Liebe zur Insel Rügen entwickelt haben. Unser erster Urlaub dort ging nur über 5 Tage, aber die haben gereicht, damit wir immer, immer dorthin zurück wollen.

Unser zweiter Besuch auf der Insel ist nun ziemlich genau ein Jahr her. Zuerst haben wir Sarah besucht und sind dann noch ein paar Tage nach Rügen. Ich war damals im 7. Monat schwanger und hätte eigentlich nicht gedacht, dass ich es so lange im Auto aushalte. Es sind immerhin 950 Kilometer von Stuttgart nach Rügen. Es war unser sogenannter Babymoon. Der letzte Urlaub zu zweit für eine lange Zeit.

Leider liegt der März außerhalb der Inselsaison, so dass viele Touristenattraktionen (wie die Tauchglocke an der Seebrücke Sellin) und auch einige Restaurants geschlossen waren. Ein bißchen komisch ist es, wenn man nach 19:30 Uhr nirgends mehr was zu essen bekommt. Da wir ja aber zum Ausspannen da waren, haben wir uns eben im Supermarkt eingedeckt und haben uns abends vor dem Fernseher einen schönen Schnittchenteller gemacht. Zum Frühstück sind wir immer zum Bäcker Peter, wo es ganz tolles Frühstück und Brezel am Kaffeetassenhenkel gibt.

Anna im Backwahn Karls Zirkow Rügen (1)

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Impressionen von Rügen – Der Rasende Roland und Binz

Unser Ausflug nach Binz während unserer Woche auf Rügen sollte mit einer Fahrt auf dem „Rasenden Roland“ beginnen. Der rasende Roland ist eine Dampflok, die im südöstlichen Teil von Rügen zwischen den Orten Putbus und Göhren und zurück fährt. Die Züge kommen in der Hauptsaison im Stundentakt (zwischen 8 und 21 Uhr) und haben teilweise eigene kleine Bahnhöfe. Mit dem Rasenden Roland zu fahren ist vor allem mit Kindern ein großer Spaß, denn es gibt zwei „Cabrio-Abteile“, in denen man ohne Dach fährt und man darf unter Aufsicht auch auf den Plattformen am Ende der Abteile stehen. Auf dem Weg nach Binz fuhren wir in erster Linie durch den Wald und kamen auch am Jagdschloß Granitz vorbei, das uns aber weniger interessierte.

Anna im Backwahn Rügen Rasender Roland Binz (1)

In Binz angekommen, stiegen wir an einem kleinen Bahnhof, ca. 20 Minuten vom Zentrum entfernt aus und hätten auch mit einem kleinen Züglein bis ins Zentrum fahren können. Da dies aber ratz-fatz voll war und wir nicht warten wollten, sind wir immer an der Hauptstraße entlang bis zur Einkaufstraße gelaufen, die zur Binzer Seebrücke führt.

Auf dem Weg zur Seebrücke kommt man an ein paar kleinen Läden und Cafés vorbei und läuft dann schnurstracks auf die Seebrücke zu. Links und rechts sieht man den recht belebten Strand, der um einiges größer ist als der Hauptstrand in Sellin.

Die Seebrücke in Binz ist schön lang und man kann ganz bis nach vorne laufen, sich den Wind um die Nase wehen lassen und von dort aus auch auf ein Schiff gehen, das eine Besichtigungsfahrt entlang der Küste und den Kreidefelsen macht. Wie schon im letzten Artikel erwähnt, ist das aber niocht so ganz meine Sache.

Wenn man dann von der Seebrücke wieder runter kommt und nach rechts geht, kommt man auf die Promenade, von der aus man an den sehr langen Strand kommt. Wir sind also entlang geschlendert, haben uns die Villen angeschaut und zwischendurch immer mal wieder taggeträumt, wie es wohl wäre, hier eine Ferienwohnung zu haben. In Hinsicht auf unser Konto haben wir uns dann aber dagegen entschieden 🙂

Binz mochten wir ganz gerne, sind aber trotzdem noch größere Fans von Sellin. Bevor wir wieder mit dem Roland dorthin zurück „rasten“, haben wir uns noch in einer Bäckerei eine Kleinigkeit auf die Hand geholt und Herr M. war überüberglücklich, dass es Mettbrötchen mit Zwiebeln gab.

Anna im Backwahn Mettbrötchen in Binz

Ein weiteres Highlight in Binz, das wir uns am Tag unserer Abreise anschauten, ist das Sandskulpturenfestival auf der Festwiese Binz. Das diesjährige Thema ist „Zeitreise durch die Gecshichte“ und die 45 Sandskulpturen zeigen Persönlichkeiten, Orte und Ereignisse aus den letzten Jahrhunderten der deutschen Geschichte. Das Festival geht noch bis zum 9. November 2014 und man zahlt als Erwachsener 8 Euro. Für die gesamte Ausstellung könnt ihr ne knappe Stunde einrechnen. Wer schnellen Fußes durchläuft, braucht vielleicht auch nur eine halbe Stunde. Herr M. und ich hatten viel Spaß und haben die Kunstwerke ausgiebig bewundert.

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Selfie-Alarm 🙂

Das war’s mit unseren Urlaubsimpressionen von Rügen. Wie schon einmal erwähnt, haben wir diese Insel sehr ins Herz geschlossen und wollen wieder kommen, vielleicht schon am Ende des Jahres. Mal schauen.

Impressionen von Rügen – Sassnitz

Anna im Backwahn Rügen Sassnitz (1)

Wie ich euch in meinem Reisebericht über Sellin schon erzählt habe, haben wir neben unserer Zeit am Strand auch ein paar Ausflüge gemacht. Der erste hat uns nach Sassnitz geführt. Ich hatte im Reiseführer nachgelesen, dass die Kreidefelsen die Attraktion schlechthin seien und sowohl per Schiff als auch gut zu Fuß zu besichtigen seien. Da ich kein Freund von Schiffen bin (Reiseübelkeit und so), haben wir den Weg über den Nationalpark gewählt. Wir haben das Auto am Parkplatz Tierpark gewählt und sind von dort die 2 Kilometer durch den Wald spazieren gegangen. Man kommt hinten am Tierpark vorbei und kann ein paar Blicke auf die Schweinchen ergattern.

Läuft man dann weiter bis zum Wasser, kommt man an einem schönen, naturbelassenen Küstenteil raus, bei dem die Kreidefelsen einen fast schon bedrohliche Hintergrund bilden. Im Reiseführer habe ich gelesen, dass der Nationalpark alle Bereiche so belässt, wie die Natur sie formt. Wenn also ein Stück aus der Wand bricht, ist das dann so. Natürlich ist damit auch das Betreten aller Küstenabschnitte auf eigene Gefahr.

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Der Abschnitt, den wir besucht haben, ist allerdings noch gar nicht die größte Ansammlung der Kreidefelsen. Dafür hätten wir weiter müssen bis zum Königstuhl. Aber dafür hätten wir weitere 9 Kilometer hin und 11 wieder zurück müssen und da wir beide nicht auf größere „Wanderungen“ vorbereitet waren, haben wir uns das für ein anderes Mal aufgehoben.

Außerdem hatte ich Hunger. Und mein Mann weiß, was er tun muss, wenn ich Hunger habe: Essen ranschaffen. Also sind wir zum Auto zurück, haben erstmal jeder ordentlich Wasser getankt und sind nach Sassnitz rein und haben den Stadthafen aufgesucht.

Dort gibt es ein Tourizentrum mit öffentlicher Toilette, Souvenirshop, Infotheke und kleine Boote, die im Wasser stehen und Fish und Chips verkaufen. Booyah, Volltreffer!

Dort saßen wir dann, haben Menschen beobachtet, Möwen verscheucht und sind bis zum Ende des Piers vorgelaufen, um noch ein bißchen mehr Meer zu genießen. Danach sind wir wieder Richtung Sellin gefahren und haben uns bis zum Sonnenuntergang in unseren Strandkorb gelegt. Sassnitz steht auf jeden Fall wieder auf unserer Liste, denn der Königstuhl und die Innenstadt fehlen uns ja noch.

Am Mittwoch gibt es den letzten Nericht unserer Rügenreise über unseren Ausflug nach Binz.

 

Impressionen von Rügen – Sellin

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Wir sind mitten in der Urlaubszeit angekommen. Das heißt zum einen, dass ich im Büro ein paar Kollegen vertreten musste und zum anderen, dass Herr M. und ich eine Woche Urlaub nach der pinken Hochzeit kürzlich drangehängt haben. Beides führte dazu, dass ich die letzten  Freitagsrunden ausgelassen habe. Dafür gibt es für euch aber ein paar Urlaubserinnerungen von der Ostseeinsel Rügen für euch.

Als Anfang des Jahres klar war, dass wir ein Wochenende in Leipzig verbringen würden, hatte ich die Idee, noch eine Woche Ostsee dran zu hängen. Also sind wir weiter gebraust und freuten uns auf ein paar Tage auf Rügen, genauer gesagt im Ostseebad Sellin. Die Auswahl dieses Urlaubsortes basierte auf zwei Faktoren: 1. Strand und 2. „Oh, guck mal, da gibt’s aber hübsche Häuschen!“

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Und wir waren vollauf zufrieden mit unserer Entscheidung. Sellin liegt ganz im Südosten der Insel, man fährt ab der Rügenbrücke Stralsund noch ca. 40 Minuten bis zur Stadt. Mit knappen 2 400 Einwohnern ist Sellin recht klein, aber fein. Klar, dass die meisten Leute, die man auf der Straße trifft, eher Touristen sind.

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Die meisten trifft man auf der Wilhelmstraße, das ist sowas wie die Haupt- und Touristraße in Sellin. Zum einen führt diese Straße direkt zur Seebrücke, dem Tourimagnet schlechthin. Zum anderen ist sie gepflastert mit Hotels, Restaurants und Ferienwohnungen. Das mag für manche ganz furchtbar klingen, wir haben uns aber sehr wohl gefühlt, da die Menschenmengen trotz Ferienzeit recht erträglich waren. Ich vergleiche es mal mit einem normalen Nachmittag auf einer belebten Shoppingmeile.

Anna im Backwahn Sellin

Unser Hotel war abseits dieser Hauptstraße und trotzdem super zentral. Zum Hauptstrand und der Seebrücke haben wir ca. 8 Minuten gebraucht. Zum Südstrand wäre es ähnlich weit gewesen. Da Herr M. uns aber einen Strandkorb am Hauptstrand gemietet hatte, waren wir natürlich immer dort zum Baden und Faulenzen.

Das war nämlich unsere Priorität: Faulenzen, Runterkommen, Alltag vergessen. Und so haben wir zwei Tage einfach den ganzen Tag im Strandkorb verbracht. Wasser, Kekse und Würstel wurden noch schnell im Supermarkt besorgt und dann haben wir uns nur zwischen Strandkorb, Wasser und Klohäuschen bewegt. Letzteres könnt ihr übrigens in eurem Urlaubsort mit eurer Kurkarte kostenlos aufsuchen; ein nicht zu verachtendes Detail für einen Schwaben wie mich 🙂 Es ist lange her, dass ich ein Buch von vorne bis hinten durchlesen konnte und wir uns lediglich Gedanken darüber machen mussten, wann wir denn das nächste Mal was essen sollten. Und ob dies Fischbrötchen oder Bratwurst sein sollte.

Das Thema Supermarkt war ein kleiner, dunkler Fleck in diesen schönen Tagen. Ich bin sehr anfällig für laute, hektische Menschen im Supermarkt. Und da es in Sellin nur einen gibt und die vielen Ferienwohnungen ja irgendwie versorgt werden müssen, standen wir ungelogen 30 Minuten am Pfandautomaten an und in den Gängen scheuchten sich gegenseitig die Familien bis zu den 4 Kassen, die somit immer eine lange Schlange bildeten. Da wir aber im Hotel Übernachtung mit Frühstück gebucht hatten, mussten wir nur zwei Mal hin, um unsere Wasser- und Snackvorräte aufzustocken.

Anna im Backwahn Sellin StrandLeider war unser Hotelfrühstück nur mittelmäßig. Es gab genug Auswahl, aber die Zutaten waren nicht besonders ausgefallen, es gab leider nur Filterkaffee und der Frühstücksraum war ein bißchen muffig von der Einrichtung her. Deswegen haben wir es zwei Mal ausfallen lassen und sind im Frühstückscafé gut untergekommen. Beim nächsten Besuch auf Rügen wollen wir auf jeden Fall wieder nach Sellin, aber in eine Ferienwohnung.

Anna im Backwahn Sellin FrühstückWas Restaurants angeht, empfehle ich an dieser Stelle kein Bestimmtes. Jedoch haben wir die Erfahrung gemacht, dass manche Gerichte recht einfach gestaltet werden (Salate, Grillteller), aber wenn es um Fisch geht, punktet so ziemlich jedes Restaurant. Richtig, richtig gute Qualität findet ihr erstaunlicherweise im touristischsten Restaurant schlechthin: auf der Seebrücke am Hauptstrand. Zwar ist es erwartungsgemäß recht hochpreisig (Rumpsteak 25€, Schweinemedaillons 16€, Caesar’s Salad 12€), aber wer wie wir in Stuttgart lebt, ist solche Preis gewohnt. Das Restaurant hat auch eine schöne Eiskarte, die wir aber leider nicht mehr testen konnten.

Sellin war also unser Headquarter und von dort aus haben wir auch ein paar schöne Ausflüge gemacht. Von denen erzähle ich euch auch bald!