Ein kleiner Bericht zu meinen Tortenkursen an der Mannheimer Abendakademie

Manche Sachen sind total anstrengend und nehmen viel Zeit in Anspruch und insgesamt sitzt man 6 Stunden im Auto und trotz angemessener Bezahlung hat man ein bißchen das Gefühl, dass das alles zu viel ist. Genau so habe ich mich beide Male gefühlt, als ich mich im April und Mai auf den Weg nach Mannheim gemacht habe. Es war 7:30 Uhr, als ich mich ins Auto setzte. Beim ersten Mal begleitet von meiner Freundin Jessi von Luxuria als Teilnehmerin und beim zweiten Mal begleitet von meinem Mann, der sich dann einen schönen Tag in Mannheim gemacht hat. Beide Mal war ich froh, dass ich nicht alleine fahren musste, denn um ehrlich zu sein, bin ich schlecht im (lange und müde) allein Auto fahren.

Aber bevor es nach Mannheim ging, machte ich noch einen Stop bei Silvia von Torten-art.de in Viernheim. Ich durfte mir ein, zwei Utensilien von ihr leihen, wofür ich ihr sehr dankbar bin. Denn wer hat schon 8 Drehteller daheim im Keller stehen? Also an dieser Stelle noch mal einen dicken Dank an dich, liebste Silvia! Wer Interesse an einem Kurs mit mir hat, bei Silvia werde ich noch je einen im Juni und im November geben. Schaut euch doch mal die tolle Kursauswahl auf ihrer Homepage an.

Torten-Art.de

Und dann saß ich da um Viertel vor 11 Uhr (in ein paar Minuten sollte es los gehen), langte noch mal ordentlich in meine Vesperbox und dachte mir: „Was, wenn die mich nicht mögen? Oder wenn sie nicht mögen, wie ich das mit den Torten mache? Was mache ich, wenn sie eine Frage haben, für die mein Wissen nicht ausreicht?“ Ich gebe monatliche Seminare in meinem Vollzeitjob, veranstalte mit meinem Mann zusammenn Bloggerworkshops und hatte zu dem Zeitpunkt auch schon bei Silvia einen gegeben, aber hier war ich gaaaaanz alleine. Ich konnte niemanden fragen und auch die Leitung nicht mal für 5 Minuten abgeben. Ich war der „Experte“ und sollte auf alle Fragen eine Antwort haben. Uiuiuiui, da geht einem der Popo dann doch mal auf Grundeis.

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Carrot Cake Gugl zu Ostern

Huhu ihr Lieben,

derzeit bekommt man Ostern ja überall um die Hasenohren gehauen 😉 Selbst in der Parfümerie wird mit Osterhasen geworben. Finde ich seltsam. Wobei ich mich an ein Ostern erinnern kann, an dem mein Papa Samstags erstaunlich lang Getränke holen war und meine Mama, meine beiden Schwestern und ich am Tag darauf superschöne Parfüms vom Osterhasen bekamen. Ich weiß noch, dass es dieses Apfelparfum in einem Apfelflakon war. Hach, das muss so mit 15 gewesen sein, denn als ich das erste Mal mit einem Jungen im Kino war……. Ach, ich schweife schon wieder ab.

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Naja, jedenfalls ist Ostern ja überall und auch wenn ich weiß, dass es nächste Woche schon wieder rum ist, bin ich dieses Jahr nicht so angefixt bis hin zu genervt. Vielleicht weil der Frühling noch so weit weg scheint oder vielleicht, weil ich im letzten Jahr der Kirche so vollständig abgeschworen habe. Aber der Blogger in mir möchte dann doch nicht so gar nichts machen. Deswegen gibt es diese Woche ein paar Osterbäckereien für euch.IMG_0184

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Für mich gibt es ein paar typische Ostergeschichten. Mittagessen bei den Eltern am Ostersonntag, danach Minigeschenke für die Kinder, in den Wochen davor schon jede Menge Osternaschi in Körben im Büro (wie soll man da sein Brautkleidgewicht halten?) und natürlich gefärbte Eier. Als Kinder haben wir Eier für den Strauß ausgepustet und angemalt, manchmal auch beim hart kochen eingefärbt. Das ist deswegen ganz praktisch, weil man sie dann auch noch Tage später essen kann oder erstmal für die Deko und dann auf’s Vesperbrot oder eben für Blogfotos verwenden kann.

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Seht ihr die Farben der selbst gefärbten Eier? Ich hätte es ja nicht gedacht, aber die sind fast genauso so, wie die Bilder auf der Packung es versprochen habe. Das war dann aber auch das einzig Positive an dieser Eierfärbgeschichte. Man stelle sich vor: Anna im Supermarkt „Okay, dann mach ich halt ein paar Ostersachen auf dem Blog…..dann will ich aber auch Eier selber färben….ui, das sind super Farben, die knallen richtig…heißen ja auch ‚Farbenrausch’….na, ob die was können….ach, für 2€ kann man nix falsch machen“ Daheim, es ist Samstag vormittag, der halbe Tag ist für Backen, Fotos machen und Bloggen reserviert, weil ich abends noch verabredet war. Es durfte also nichts dazwischen kommen. Anna öffnet die Packung von ‚Farbenrausch‘ „Ach, praktisch, da sind Handschuhe mit drin…okay, man muss die Eier zusammen mit der Farbe in Tüten geben und dann alles zusammen im heißen Wasser kochen….aber was ist dieses Tuch? benutzt man das vorher?…oder hinterher…da muss doch irgendwo ne Anleitung sein….“ Packung schüttel „Du, da ist keine Anleitung drin!“ Herr M. schüttelt die Packung. „Kann doch gar nicht sein…..“ „So ein Sch****…..jetzt muss ich nochmal los, eine zweite Packung kaufen, damit ich die Anleitung hab!“ „Warte, wir googeln erst, vielleicht ist das schon mal jemandem passiert.“ ‚keine Anleitung‘, ‚wo finde ich die Anleitung‘, ‚hat jemand noch die Anleitung für diese Packung?‘  Ganz offensichtlich hält die Firma nicht so viel von Anleitungen, vielleicht sind sie Verfechter des learning by doing…

Aber von sowas lasse ich mich nicht unterkriegen. Also Farben angemischt, Eier gefärbt, nebenher den Teig für die Gugl angerührt und die Fotomaschinerie aufgebaut. Herr M. und ich haben uns nach und nach verschiedenes Zubehör für das Fotografieren von Kuchen und für das Fotografieren an sich zugelegt. Wir sind jetzt beispielweise Besitzer eines hammermäßigen Stativs, mit dem wir einige Experimente zum Thema Overheadshots gemacht haben:IMG_0152

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Dazu haben sich noch schöne Makrolinsen und ein Polfilter gesellt. Lauter gute Anschaffungen, laut Herrn M 🙂

So, jetzt kommen wir aber auch noch zum Wesentlichen dieses Artikels, dem Rezept. Das ist letztendlich das Gleiche, das ich für den Lebkuchenrübli im Glas verwendet habe. Und das geht so:

Für 3-4 Bleche Mini-Gugl

  • 5 Eier
  • 250gr brauner Zucker
  • 1TL Zimt
  • 1Pck Lebkuchengewürz
  • Salz
  • Mark von einer Vanilleschote
  • 250gr geraspelte Karotten
  • 250gr gemahlene Haselnüsse
  • 250gr Mehl
  • 1TL Backpulver
  • Vollmilch-Kuchenglasur zum Dekorieren

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Die Möhren raspeln. Den Backofen auf 170° O/U-Hitze vorheizen. Die Eier und den Zucker mit dem Zimt, dem Salz und dem Vanillemark schaumig rühren. Mehl, Haselnüsse und Backpulver vermischen. Abwechselnd die Karotten und das Mehl-Nuss-Gemisch unter die Eiermasse rühren. Die Mini-Gugl-Form mit Sprühfett einsprühen oder ausbuttern und mit Mehl einstreuen. Die Masse in einen Gefrierbeutel füllen und die Spitze abschneiden. Die Masse in die Formen füllen. Bei 170° ca. 15 Minuten backen. Nach dem Backen kurz abkühlen lassen und stürzen, die Gugl auf einem Kühlgitter vollständig auskühlen lassen. Wer mag, kann die Gugel noch mit Vollmilch-Kuchenglasur verzieren oder auch nur Puderzucker drüber streuen.

Und morgen zeige ich euch, was man mit einem Blech verunglückter Gugl anstellen kann 🙂

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