Miri im Motivtortenwahn – Das Bake off [Gastbeitrag]

Ich steh ja auf Crossover-Zeug. Wenn Mac Taylor und Horatio Caine gemeinsam durch die Straßen von New York rennen, dem Mörder direkt auf der Spur, und man beides in einem haben kann: Die Coolness von New York und die Coolness von Horatio Caine (an die Sonnenbrille tipp). Ganz ähnlich ging es mir, als Miri auf Periscope ein Bake off mit Motivtorten gegen ihren Mann Michael ankündigte. Erst dachte ich mir „Geht’s den beiden gut? Ist der Kaffee alle?“ Denn Motivtorten sind so wenig Miris Ding wie meins Möbel bauen. Aber bei diesem Bake off, also einem Wettkampf, kommen zwei gute Dinge zusammen: der Witz der beiden und die vielen kreativen Möglichkeiten der Tortenkunst. Klar war auch, dass diese Torten einen eigenen Artikel verdienten. Mehr oder weniger gegen den Willen von Miri. 

Und ja, die beiden sind genau so, wie im Artikel beschrieben.

Hallo,

vor etwa einem Jahr habe ich hier schon mal einen Gastpost geschrieben. Darin habe ich mich vorgestellt als Miri, die noch nie eine Motivtorte gebacken hat.

Die Miri bin ich immer noch, allerdings habe ich jetzt schon mal eine Motivtorte gebacken – und das, obwohl ich doch die Aufmerksamkeitsspanne eines Eichhörnchens habe und Motivtorten auch gar nicht sooo dufte finde.

Wie es dazu kommen konnte, wie es war und wie das Ergebnis aussah, zeige ich Euch heute. Mit von der Partie ist mein Mann Michael (aka uberhusband) – der hat jetzt nämlich auch schon mal eine Motivtorte gebacken.

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Alles begann damit, dass wir aus einigen Goodiebags Fondant hatten. Vor allem weißen, aber auch in verschiedenen Farben, u.a. Rot, Blau, Gelb und Schwarz. Diesen räumten wir erstmal in unseren Kuchenschrank, wo er zu vergammeln drohte – bis ich eines Tages einen Entrümplungsanfall hatte und beschloss: „Der Fondant muss weg.“ Wegwerfen wäre zu schade, unsere Freunde wollten ihn auch nicht haben, also blieb uns keine Wahl: Wir mussten Motivtorten machen.

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Um meinen Mann mit an Bord zu holen, beschloss ich, ihn mit einem Motivtorten-Battle zu locken. Er gegen mich. Sein Motiv gegen mein Motiv. Ein Duell auf Augenhöhe, die Waffe der Wahl: Fondant. Ein Bake off.

Das Thema stand auch schnell – Superhelden. Und so wählte er Batman in sein Team und ich Captain America in meins. Das passte auch gut mit den verfügbaren Farben.

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Als Kuchenbasis dienten uns je ein Schokorührkuchen mit 18cm Durchmesser. Nachdem diese gebacken und ausgekühlt waren, sollte es losgehen. Ich hatte mich im Internet ein wenig schlau gemacht und meinen Kuchen zugeschnitten und sorgsam mit Marmelade eingestrichen (was angeblich auch nicht die tollste Lösung ist, aber besser als nichts), während Michael sich auf seine uberhusband skills verließ und einfach behauptete, er könne das schon. Psychologische Kriegsführung, die doch besser wirkte, als man glauben sollte. Irgendwann entschied er sich dann doch noch dazu, doch wenigstens den hubbeligen Deckel des Kuchens abzuschneiden – und ihn einfach umzudrehen.

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Da wir kein fancy Tortenwerkzeug besitzen, bewaffneten wir uns mit normalen Nudelhölzern und normalen Küchenmesserchen und hofften das Beste. Da wir auch keine Cake Boards besitzen, umwickelten wir kurzerhand zwei in der Größe passende Kork-Topfuntersetzer mit Alufolie und zweckentfremdeten diese. Man muss sich ja nur zu helfen wissen.

Wie es losgehen sollte, war uns schnell klar: Fondant ausrollen und über diesen Kuchen schmeißen. Das würde schon klappen. Wir rollten aus, schätzten mit einer Papierschablone ab, ob die Größe schon ausreichte, und legten den Fondant dann doch vorsichtig auf unsere Kuchen statt ihn zu werfen. So weit so gut. Leider entschied sich dieses Teufelszeug dazu, am Rand doofe Falten zu werfen. Dazu später mehr. Zuerst lieber dekorieren. Das macht mehr Spaß.

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Für mein Captain America Schild brauchte ich verschieden große Kreise in Rot, Blau und Weiß sowie einen Stern. Die Kreise ließen sich leicht zuschneiden und anordnen, aber dann kam der Stern… Ursprünglich hatte ich geplant ihn mit einem Weihnachtsausstecher auszustechen und wühlte diesen aus den Tiefen des bereits erwähnten Kuchenschranks hervor, als der Mann gehässig zu lachen begann: Die Weihnachtsausstecher haben sechs Zacken, ich brauchte aber einen fünfzackigen Stern. Also druckte ich eine Vorlage aus und schnitt ihn zu – was nicht gut geklappt hat. Die Spitzen wollten die Form nicht halten und nach dem 10. Versuch beschloss ich, dass das jetzt schön genug sei und pappte ihn auf den blauen Kreis. Die Außenfalten an meinem Kuchen drückte ich mit den Fingern halbwegs glatt und pappte eine rote Wurst aus Fondantresten daran. Merkt man, dass ich zu diesem Zeitpunkt, nach dem Sterndebakel, keine Lust mehr hatte?

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Michael ging für sein Batman-Logo ähnlich vor wie ich mit meinem Stern: Er hatte sich eine Schabone ausgedruckt und schnitt danach den schwarzen Fondant zurecht. Da er wesentlich erfolgreicher war als ich, konnte er bereits nach einem Versuch sein Logo auf dem gelb eingedeckten Kuchen platzieren. Allerdings war sein Kuchen von der Seite noch hässlicher als meiner. Ich freute mich schon, da das Bake off trotz hässlichem Stern nicht komplett verloren schien. Aber ich hatte nicht mit Michael und seinen uberhusband skills gerechnet: Plötzlich begann er aus schwarzen Fondantresten eine Skyline auszuschneiden und sorgsam mit etwas Wasser über die hässlichen Falten zu kleben. Und damit nicht genug: Seine Skyline würde durch gelbe Fenster erhellt werden. Ich war schockiert. Mein Stern war immer noch hässlich. Ich konnte nicht tatenlos zusehen und durchwühlte den Kuchenschrank erneut. Vielleicht hatte sich doch noch ein fünfzackiger Stern versteckt? Leider nicht. Dafür fand ich blaue Zuckerkügelchen. Die sahen hübsch aus und da wir ja kein Zeitlimit hatten, begann ich, sie mit einer Pinzette auf dem hässlichen Rand meines hässlichen Stern zu platzieren. Was man nicht verstecken kann, soll man betonen.

 

Am Ende war ich vor Michael fertig. Sämtliche von mir spontan eingeführten Zeitpunkte (100) gingen auf mein Konto. Seine Torte war etwas schöner, also bekam er hier 80 Punkte, ich 20. Eindeutiger Sieger war also ich. 120 zu 80. Neben dem perfektem Blutdruck, den ich langsam wieder erreichte, war das auch unser Endstand.

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Was aber doch vielleicht wichtiger ist: Das Ganze hat Spaß gemacht – und von dem Fondant ist zumindest ein Teil weg. In die Motivtortenszene werden wir wohl beide nicht groß einsteigen, aber wir haben immer noch Fondant, also wer weiß…

Danke Anna, dass du uns diesen Post hast schreiben lassen. Es ist ja doch kein ganz klassischer Motivtortenbeitrag.

 

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Eine Torte zum Ruhestand oder „mein Mann kann alles“

Torte zur Rente_Gartentorte
Torte zur Rente_Gartentorte

Auch wenn heute Muttertag ist, möchte ich euch heute eine Torte zeigen, die bereits letztes Jahr zum Ruhestand meines Schwiegervaters entstanden ist. Das Besondere daran ist nicht nur das schöne Ergebnis, sondern die Tatsache, dass mein Mann diese Torte für seinen Vater gemacht hat. Bis auf kleinere Anleitungen hat er wirklich alles selber gemacht. Er hat einen Karottenkuchen gebacken, diesen mit selbstgemachter Buttercreme eingestrichen und mit Fondant eingedeckt und verziert.

Im Gegensatz zu meiner ersten Torte sieht seine sehr, sehr ordentlich aus. Das liegt wohl daran, dass er ein viel geduldigerer und präziserer Mensch ist als ich. Mein Schwiegervater hat sich jedenfalls sehr gefreut und geschmeckt hat sie wohl auch ganz gut. Und das ist ja genauso wichtig wie das Aussehen.

Ein Bloggertreffen für die Tortenverrückten im Schwabenländle (Esslingen)

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Wer schon eine Weile bei mir mit liest weiß, dass ich seit Jahren jedes Jahr nach Hamburg zur Tortenshow pilgere und dieses Jahr sogar die Dozentin gebe. Trotzdem habe ich mich sehr gefreut, dass es in Esslingen dieses Jahr auch eine Tortenmesse geben wird: Die Cake Germany am 18.+19.10.2014.

Ich werde so oft gefragt, ob es denn nicht mal einen Shop oder eine Messe hier unten in Süddeutschland gibt und tadaa, beides bietet sich in Esslingen. Da es für die Veranstalter die erste Messe dieser Art ist, ist die Tortenbranche schon recht gespannt.

Und wo Torten sind, sind auch Tortenverrückte! Jessi von Luxuria und ich sind der Meinung, dass es doch anlässlich dieses Events einen Treffpunkt für alle Blogger geben sollte, die sich am Samstag, den 18.10.2014 in Esslingen einfinden.

Unser Programm sieht wie folgt aus:

  • 16:45 Uhr Treffpunkt vor der Messe
  • 17:00 Uhr Besuch bei „Bake a Wish“ in Esslingen
  • 18:30 Uhr gemeinsames Abendessen in der L’Osteria
  • nach dem Abendessen: Spaziergang auf die Esslinger Burg mit Spitzenaussicht

„Bake a Wish“ ist ein bezaubernder, kleiner Laden für Schischigeschirr und Tortenzubehör. Der Erste dieser Art im Großraum Stuttgart. Diesen Laden und seine Inhaberin Jasmin werde ich euch auch bald noch vorstellen. Sie freut sich sehr auf unseren Besuch, da sie am 18.10. zufällig auch eine kleine PopUp-Bakery in ihrem Laden steigen lässt. Wer also bei dem vielen Gerede über Torten Appetit auf ne Kleinigkeit hat, wird bei ihr gut versorgt. Obendrein hat sie auch noch für jeden unserer Teilnehmer eine kleine Überraschung.

Danach werden wir weiter ziehen und uns bei italienischem Essen in der L’Osteria stärken. Und wer dann noch genug Kraft hat, kann mit uns die 300 Stufen zur Esslinger Burg hinaufkraxeln und die schöne Aussicht auf Esslingen bei Nacht genießen.

Wie alle Bloggertreffen, die Jessi und ich organisieren,, ist auch dieses als nettes Come-together gedacht. Jeder ist willkommen, egal wie lange er oder sie schon bloggt, egal wie bekannt oder nicht der Blog ist. Es geht einzig darum, eine gute Zeit miteinander zu haben, sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Auch werden wir keine Goodiebags vorbereiten, weil wir der Meinung sind, dass es nicht um Goodies oder ähnliches geht, sondern um den Austausch unter Gleichgesinnten.

Was wir allerdings brauchen, ist eine verbindliche Anmeldung, weil wir sowohl in Jasmins Lädchen als auch im Restaurant eine Personenzahl angeben müssen. Bitte meldet euch also sobald wie möglich bis spätestens 21.09.2014 um 21:00 Uhr mit einer E-mail bei Jessi an: jessi@luxuria-food.de Zur besseren Bearbeitung benutzt bitte den Betreff „Anmeldung Tortenblogger-Treffen Esslingen“ . Jessi braucht auf jeden Fall euren vollen Namen und den Namen eures Blogs für die Anmeldeliste.

Wer mag, kann jetzt noch das Banner für die eigene Sidebar mitnehmen (durch Rechtsklick bitte html-Code speichern).

Tortenbloggertreffen Esslingen

Wie plane ich einen Candy Table?

Candy Tables oder übersetzt: Tische voller Süßigkeiten farblich abgestimmt oder passend zur Mottoparty sind seit vielen Jahren schon fester Bestandteil von Feierlichkeiten in den USA. Hier in Deutschland kommt dieser Trend seit ein paar Jahren auf. Ich mag diesen Trend sehr gerne, weil man einem Fest damit ein schönes Zentrum gibt. Der Candy Table ergänzt ein normales Buffet; man kann ihn als Dessertersatz oder einfach zusätzlich aufbauen. Meine Erfahrung sagt allerdings, dass besonders für Erwachsene der Faktor „Einmal Süßigkeiten für eine Mark“ wie damals im Tante-Emma-Laden ausschlaggebend ist. Und auch Kinder langen bei einer schönen, bunten Auswahl gerne zu.

Ein typischer großer (*s.u.) Candy oder auch Sweet Table besteht eigentlich aus Kuchen, Cupcakees und üßigkeiten. Da es aber auf verschiedenen Festen wie z.B. einer Hochzeit ja oft extra Kaffee und Kuchen gibt, bietet sich als Ergänzung eben ein Tisch nur mit Candys an. Mit Torte und Cupcakes lassen sich natürlich noch zusätzlich schöne Farbkonzepte aufstellen. Für einen solchen Sweet Table als Nachtisch empfiehlt sich folgende Rechnung: 1,5 Portionen Kuchen und 150gr Candy pro Person. Wenn man einen Sweet Table nachmittags als Kaffeetafel serviert, rechnet man mit 2,5 Portionen Kuchen und 200gr Candy pro Person.

Auf meinen Social Media Kanälen habe ich mal rumgefragt, ob denn Interesse besteht, dass ich die Planung eines solchen Candy Tables in einen Artikel packe. Die Antwort war sowas von JA! Und da ich vor ein paar Wochen einen Candy Table für die Hochzeit von Freunden geplant habe, kann ich euch mit ein paar Infos und passenden Fotos versorgen.

Die Candys

Süßigkeiten für einen Candy Table sollten immer in loser Form angeboten werden, also in kleinen Portionen. So kann man „von allem ein bisschen“ nehmen. Oder auch „nur noch eins“.

Ich plane pro 10er Gruppe Gäste vier verschiedene Süßigkeiten mit je 400 Gramm. Oder auch zwei verschiedene Süßigkeiten mit je 800 Gramm. Für die Hochzeit meiner Freunde hatte ich 5-8 verschiedene Süßigkeiten je 800 Gramm geplant, es sind dann aber doch 10 geworden. Meiner Meinung nach sehen gut gefüllte Gläser schöner aus als welche, die nur so viel enthalten, wie vielleicht auch gegessen wird. Jedoch ist bei jedem meiner Candy Table bisher immer viel übrig geblieben. Natürlich muss man damit rechnen, dass nicht jeder viel davon isst. In der Woche danach durften sich immer die Kollegen über die Reste freuen.

Natürlich sind die Gramm-Angaben besonders dann schwierig, wenn man Süßigkeiten aus verschiedenen Kategorien anbietet. Und das würde ich auf jeden Fall empfehlen. Ich achte immer darauf, dass folgende Kategorien dabei sind: Schaumware weich (Marshmallows), Schaumware hart (wie z.B. die Pilze oder die Bananen auf dem Bild), Bonbons, Gummiware (z.B. Gummibärchen, Gummischnüre, Apfelringe, Colaflaschen), Kaubonbons, Schokolade (muss man im Sommer abwägen), Lollis (meist um noch etwas in der richtigen Farbe zu ergänzen).

Wenn man einen Candy Table in einer bestimmten Farbe oder Farbkombi organisieren will, kann es ziemlich frustrierend sein, die richtigen Farben zu finden. Deswegen nehme ich mir immer mindestens 4 Wochen für die Vorbereitung und suche im Großmarkt (besonders gut für Großpackungen), in verschiedenen Supermärkten und in speziellen Konfiserien. Hier in Stuttgart gibt es im Breuninger den „Süßigkeitentunnel“, wo man Süßigkeiten nach Gramm und nach Farbe kaufen kann. Jeder, der in Stuttgart lebt, kennt diesen Tunnel. Und auch die Preise 😉 Dort kaufe ich also nur ein, wenn ich gar nicht weiter weiß.

Natürlich kann es vorkommen, dass das Brautpaar oder das Geburtstagskind eine ganz bestimmte Süßigkeit wünscht und die gerade mal gar nicht ins Farbkonzept passt, so wie hier die Bananen. Die bringe ich dann in blickdichten Gefäßen mit Deckel unter.

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Die Gefäße / Bonbongläser

Ganz klassisch sind natürlich Bonbongläser wie die Geriffelten auf dem Foto. Die sehen schön aus – vor allem mit Deckel, sind aber je nach Befüllung unpraktisch, weil sie einen engen Rand haben und man mit Schaufeln nicht so gut rein kommt.

Deswegen greife ich gern zu Glasschüsseln oder -vasen in verschiedenen Breiten und Höhen, die eine weitere Öffnung haben. Die bekomme ich recht günstig bei I*kea, D*epot, N*anuN*ana oder S*trauss. Ich persönlich mag es, wenn der Tisch eine bunte Mischung aus verschiedenen Materialien bietet. Hier seht ihr Blech, Porzellan und Glas. Sollte der Tisch eher linear und „ordentlich“ aufgebaut werden, bietet es sich an, mehrmals die gleichen Gefäße zu benutzen, z.B. in der ersten Reihe nur Glas, vielleicht sogar nur das gleiche Glas für verschiedene Befüllungen.

Durch die Wahl der Gefäße erzielt ihr das, was einen Candy Table optisch interessant macht: verschiedene Höhen. Vorne kommen die kleinen Gefäße hin, mittig die Mittleren und hinten die Großen. Von links nach rechts könnt ihr die Linien unterbrechen, indem ihr auch hier die Gefäße zum einen unterschiedlich in Form als auch in Größe wählt. Einen großen Candy Table *s.oben würde man mit einem Zentrum austatten (z.B. einer Hochzeitstorte oder einem Kuchen auf einer Tortenplatte) und alles andere drumherum arrangieren. Bei dem pinken Candy Table habe ich das Element ein bißchen mit der weißen Etagere aufgenommen. Ansonsten finde ich es schön, wenn die Gefäße eher assymetrisch und nicht zu ordentlich aufgestellt werden.

Bei diesem Candy Table habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass Schütt-Süßigkeiten wie kleine Schokolinsen, die man mit einer Schaufel raus holt, besser nicht hinten hingestellt werden sollten. Durch den Winkel, mit der man die Schaufel halten musste, um eine Portion raus zu holen, ging leider einiges daneben und landete hinter dem Tisch. Den Kaugummiautomat hätte ich eigentlich gerne hinten hingestellt oder auch mittig als Zentrum, da aber dann die Kinder nicht richtig rangekommen wären, habe ich ihn dezentral vorne rechts platziert.

Wie plane ich einen Candy Table?

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Deko und Accessoires

Mit der Deko schafft ihr den Gesamteindruck für einen Candy Table. Hier könnt ihr euch total austoben, was die Farben angeht. Jedoch sollte eine gewisse Balance gehalten werden. Weiß ist immer ein guter Ausgleich, selbst wenn es nicht Teil des Farbkonzepts ist. Auf einer Hochzeit würde ich den Candy Table immer mit weißen Tischdecken kombinieren, das gibt dem Ganzen eine edle Note. Muss es nicht so schick sein (wie z.B. auf unserer Hochzeit) reicht eine bunte, farblich passende Tischdecke aus Stoff oder auch aus Stoffvlies (ähnlich den hochwertigen Einwegservietten) auf dem Tisch. Wir haben hier eine Kombi aus weißen Tischdecken vom Restaurant und pinken Stoffvlies-Läufern verwendet. Soll das Ganze recht rustikal wirken, bietet sich natürlich auch (im entsprechenden Umfeld) der schöne Holztisch an.

Das Farbkonzept kann mit Dekoelementen wie Pompoms, Wabenbällen, Girlanden oder auch Blumen ergänzt werden. Besonders rund wird das Ganze wenn sich die Blumen- und andere Deko aus dem Raum sich am Tisch wieder findet. Für den pinken Candytable hat die Braut extra eine Girlande mit dem Schriftzug CANDY gebastelt, es kann aber auch eine einfache Girlande aus Krepppapier sein. Deko wirkt natürlich besonders schön, wenn sie vor einer einfarbigen Wand aufgehängt wird. Allerdings hat man nicht immer die Wahl, wo der Candy Table steht und so macht man das Beste draus. Wir haben die Girlande einfach an den  Gardinenschnüren angebracht.

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Eine praktische und gleichzeitig dekorative Ergänzung können Schilder für die Gefäße sein, auf denen ihr aufschreibt, was wo drin ist. Hier seht ihr Tafelschilder, die leider trotzdem nicht zum Einsatz kamen, da die Gefäße am Rand nicht glatt waren und somit die Klammern nicht hielten. Ich hatte noch Garn und Anhänger eingepackt, da die meisten Süßigkeiten sich aber selbst erklärten, habe ich die weg gelassen.

Um die Süßigkeiten aus den Gefäßen zu holen, braucht es natürlich Werkzeug. Ich mag besonders kleine Schaufeln. Für den pinken und den gelben Candy Table, hatte ich das Glück, die Schaufeln von meinen New York Reisen mitbringen zu können. Dorrt habe ich nur ein paar Dollar dafür gezahlt. Hier in Deutschland sucht man vergeblich nach solchen Schaufeln. Deswegen würde ich hierfür so kleine Blechschaufeln empfehlen, die ich früher als Kind in meinem Kinderkaufladen hatte. Die haben die richtige Größe. Ergänzt habe ich das Werkzeug um kleine Zangen aus Bambus, die ich schon letztes Jahr für unsere Hochzeit im Großmarkt im 100er Pack gekauft hatte. Die findet man bei den Werkzeugen für Fingerfood.

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Was ihr dann noch braucht sind Behälter, in denen die Gäste ihre Schätze sammeln können. Die Becher (gestreift) und Tüten (gepunktet) habe ich auch aus den USA mitgebracht, aber mittlerweile findet ihr in vielen verschiedenen Deko-Onlineshops tolle Tütchen und Behälter unter Verpackungen oder Partyzubehör. Falls ihr keine in den Farben des Farbkonzepts findet, würde ich lieber zu weißen Behältern greifen, das geht immer.

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 Sonstiges: Papeterie und Kisten

Kisten sind meine heimlichen Lieblinge auf Candy Tables. Um die bereits erwähnten verschiedenen Höhen zu erreichen und trotzdem keine Riesengefäße verwenden zu müssen, sind Kisten die richtige Lösung. Je nachdem, in welche Richtung die Öffnung zeigt, kann man etwas anderes oben drauf stellen, innen rein oder eine Treppe bauen. Für den pinken Candy Table habe ich Flaschenkisten mit Einteilungen gekauft und weiß lackieren lassen (Danke, lieber Herr M.) und habe darin bereits mit Candys gefüllte Smoothiebecher reingestellt. Die konnte man dann entweder direkt raus nehmen oder, so wie wir, hinterher mit auf’s Zimmer oder für die Heimfahrt mitnehmen.

Auf unserem Hochzeits-Candy Table haben wir Weinkisten verwendet, um verschiedene Ebenen auf dem Tisch zu erzeugen.

Papeterie ist ein Thema, das ich meist vernachlässige. Ich selber bin nicht so begabt, was Grafik angeht und bisher gab es keine Gründe, den Candy Table damit zu ergänzen. Allerdings finde ich es wunderschön, wenn es schöne Kärtchen im selben Design wie z.B. die Einladungskarten gibt, die an den Gläsern stehen.

Besonders für Kindergeburtstage oder Mottoparties würde ich wirklich zu Papeterie greifen. Da gibt es die Möglichkeit von Caketoppern oder Cupcaketoppern, Girlanden mit Superhelden oder die Zahl des Geburtstages auf Anhängern. Mittlerweile gibt es dazu tolle Vorlagen im Internet. Das heißt dann Freebie und ihr braucht nur Papier und einen Farbdrucker dazu. Dann auf einen Schaschlikspieß kleben und schon habt ihr noch ne schöne Deko.

Und jetzt gibt es noch ein paar Eindrücke vom pinken Candy Table für euch.

Danke an Alicia von Cake Decoration* für die kostenlose Zusendung der pinken Kaugummis. (*Werbung) Die kamen wirklich gut an in dem pink angesprühten Kaugummiautomaten.

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Ein kleiner Bericht zu meinen Tortenkursen an der Mannheimer Abendakademie

Manche Sachen sind total anstrengend und nehmen viel Zeit in Anspruch und insgesamt sitzt man 6 Stunden im Auto und trotz angemessener Bezahlung hat man ein bißchen das Gefühl, dass das alles zu viel ist. Genau so habe ich mich beide Male gefühlt, als ich mich im April und Mai auf den Weg nach Mannheim gemacht habe. Es war 7:30 Uhr, als ich mich ins Auto setzte. Beim ersten Mal begleitet von meiner Freundin Jessi von Luxuria als Teilnehmerin und beim zweiten Mal begleitet von meinem Mann, der sich dann einen schönen Tag in Mannheim gemacht hat. Beide Mal war ich froh, dass ich nicht alleine fahren musste, denn um ehrlich zu sein, bin ich schlecht im (lange und müde) allein Auto fahren.

Aber bevor es nach Mannheim ging, machte ich noch einen Stop bei Silvia von Torten-art.de in Viernheim. Ich durfte mir ein, zwei Utensilien von ihr leihen, wofür ich ihr sehr dankbar bin. Denn wer hat schon 8 Drehteller daheim im Keller stehen? Also an dieser Stelle noch mal einen dicken Dank an dich, liebste Silvia! Wer Interesse an einem Kurs mit mir hat, bei Silvia werde ich noch je einen im Juni und im November geben. Schaut euch doch mal die tolle Kursauswahl auf ihrer Homepage an.

Torten-Art.de

Und dann saß ich da um Viertel vor 11 Uhr (in ein paar Minuten sollte es los gehen), langte noch mal ordentlich in meine Vesperbox und dachte mir: „Was, wenn die mich nicht mögen? Oder wenn sie nicht mögen, wie ich das mit den Torten mache? Was mache ich, wenn sie eine Frage haben, für die mein Wissen nicht ausreicht?“ Ich gebe monatliche Seminare in meinem Vollzeitjob, veranstalte mit meinem Mann zusammenn Bloggerworkshops und hatte zu dem Zeitpunkt auch schon bei Silvia einen gegeben, aber hier war ich gaaaaanz alleine. Ich konnte niemanden fragen und auch die Leitung nicht mal für 5 Minuten abgeben. Ich war der „Experte“ und sollte auf alle Fragen eine Antwort haben. Uiuiuiui, da geht einem der Popo dann doch mal auf Grundeis.

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