Frühlingsgrünes Sonntagssüß: Pistazienknoten mit Zitronenglasur

Anna im Backwahn Pistazienknoten aus Hefe (11)

Kennt ihr auch jemanden, der zur Weihnachtszeit immer jede Menge Zutaten kauft und es dann nicht schafft, alles zu verarbeiten? Also iiiiiich kenn so jemanden nicht, nein, nein…… Naja okay, ich geb’s zu. Es ist oft aber auch schwierig an vollgestopften Regalen vorbei zu laufen, die so viele gute Zutaten beinhalten, die es vielleicht nicht immer oder nicht immer in dieser Auswahl zu kaufen gibt.

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Ein Blogstöckchen von Stadt, Land, Job + Streuselkuchen mit Zwetschgen und Äpfeln

Unter Bloggern gibt es ja verschiedene Möglichkeiten, sich gegenseitig Bälle zuzuwerfen: Awards verleihen, in Artikeln verlinken oder eben Blogstöckchen werfen. Das Wort finde ich irgendwie seltsam, wir sind doch keine Hunde, oder? Und bei nem Staffellauf laufen wir ja auch nicht mit. Aber bildlich gesehen geht es wohl darum. Und weil ich schon ne Weile nicht mehr bei sowas mitgemacht habe, beantworte ich heute die Fragen von Heike von Stadt, Land, Job.

  • Fahrrad oder Auto? Nachdem meine Schwester mal eine Mördertour auf dem Fahrrad mit mir machte (an deren Ende ich den Berg runter fiel), habe ich das Fahrrad damals abgeschlossen und den Schlüssel weg geworfen. Seitdem habe ich kein Fahrrad mehr angefasst. Damals war ich sechs Jahre alt. Also eher Auto. Obwohl ich in letzter Zeit viel zu Fuß mit Kinderwagen unterwegs bin. Neulich haben wir den Wochenendeinkauf zum Beispiel zu Fuß gemacht, starke 6 Kilometer und 9000 Schritte.
  • Torte oder Kuchen? Ich verstehe das ODER in der Frage nicht 🙂
  • Meer oder Berge? Meer, immer Meer. Oder Ostsee, auf jeden Fall was mit Wasser. Berge geben mir nix, außerdem wird mir beim Autofahren in den Bergen schlecht.
  • Pop oder Rock? Eher Pop, aber auch ein bißchen Elektro. Am liebsten Muse und Coldplay, Snow Patrol und The Script und natürlich Kettcar.
  • Instagram oder Flickr? Flickr kenn ich nicht, also Instagram.
  • Haus oder Wohnung? Meine Familie und ich wohnen in einer 3-Zimmer-Wohnung in Stuttgart.
  • Dialekt oder Hochdeutsch? Ich lebe seit 33 Jahren in Stuttgart, der Dialekt ist hier nicht so ausgeprägt wie auf dem Land in Ba-Wü. Trotzdem hört man, wo ich her komme. Vor allem im Gespräch mit meinen Eltern schwäble ich schon ziemlich.
  • Mathe oder Deutsch? Ich habe deutsche Literatur- und Sprachwissenschaften studiert. Ich liebe Geschichten, die erzählt werden, und ich liebe die deutsche Grammatik. Zahlen hingegen sind nicht meine Freunde.
  • WordPress oder Blogger? WordPress.com von Anfang an.
  • Choleriker oder Stoiker? Weder noch. Ich würde mich selber als extrovertiert bezeichnen, mit Hang zum Jähzorn bei den Themen „rücksichtslose Autofahrer,  Falschparker auf Behindertenparkplätzen, fremde Babyantatscher und Rassismus aller Art“.

Normalerweise soll man neue Fragen stellen, um das Stöckchen weiter zu reichen. Da ich aber niemanden nötigen möchte, mit zu machen, stelle ich eine Frage, die jeder von euch beantworten kann. Entweder in Form eines Tagebuchartikels auf dem Blog oder als Kommentar hier drunter: Was habt ihr gestern am Samstag gemacht?

Und damit es heute nicht nur um mich geht, gibt es noch das Rezept für einen sehr leckeren Blechkuchen mit Streuseln, den ich kürzlich (also als noch Zwetschgenzeit war), gemacht habe.

Blechkuchen mt Streuseln Apfel Zwetschge Anna im Backwahn

Zutaten:

  • 1 Würfel Hefe
  • 120gr Zucker
  • 250ml lauwarme Milch
  • 450gr Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 60gr flüssige Butter
  • 500gr Zwetschgen
  • 5 Äpfel
  • 10

    0gr kalte Butter

  • 100gr Mehl
  • 50gr Haferflocken
  • 80gr Zucker
  • 1 ordentliche Prise Zimt
  • 2 EL neutrales Pflanzenöl

Für den Teig den Würfel Hefe, 20gr Zucker und 5 EL der lauwarmen Milch in eine Schüssel geben und die Hefe gehen lassen. In der Zwischenzeit in einer Rührschüssel das Mehl zu einem Haufen häufen und in der Mitte eine Mulde machen. Das Salz und den Zucker hinzugeben. Nach ca. 5 Minuten die gegangene Hefe in die Mulde geben und leicht mit dem Mehl verrühren. Dann die lauwarme Milch, die abgekühlte, flüssige Butter und das Ei hinzugeben und langsam verkneten. Den Teig ca. 5 Minuten lang kneten und dann auf der Heizung oder bei 38 Grad im Ofen mit einer Schüssel Wasser eine Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwetschgen waschen, entsteinen und in Hälften schneiden. Die Äpfel schälen, entkernen und vierteln. Die Viertel noch einmal in Scheiben schneiden. Die Butter, das Mehl, die Haferflocken, den Zucker und den Zimt in eine Schüssel geben. Dann das Ganze verkneten bis Streusel entstehen. Ich mache das immer mit einem Einweghandschuh, damit ich die Butter nicht an der Hand kleben habe.

Blechkuchen mt Streuseln Apfel Zwetschge Anna im Backwahn
Blechkuchen mt Streuseln Apfel Zwetschge Anna im Backwahn

Den Ofen auf 170Grad Umluft / 175Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Dann den Teig auf der Arbeitsplatte ausbreiten und kurz durchkneten. Ein tiefes Backblech mit neutralem Öl einreiben und den Teig in die Mitte geben. Von dort aus den Teig mit den Fingerspitzen bis in alle Ecken schieben, so dass der Teig überall gleich dick ist. Dann die Zwetschgen und die Äpfel verteilen, entweder bunt gemischt oder halbe/halbe, so wie ich es gemacht habe. Einen kleinen Rand stehen lassen.

Dann die Streusel über den Kuchen verteilen. Wer hat, kann noch gestiftelte Mandeln verteilen. Den Kuchen bei 170Grad (bzw. 175Grad) ca. 25 Minuten backen oder bis der Rand goldbraun ist.

Kürbispizza mit Tandoori Hühnchen

_Kürbispizza mit Tandoori-Hühnchen (24)Huhu ihr Lieben,

so, dann starten wir mal ins neue Jahr! Ich hoffe, ihr seid gut rübergekommen und nicht wie ich mit dicker Erkältung im Honeymoon-Urlaub.

Heute habe ich ein Rezept für euch, das ich allen empfehlen kann, die nach der Arbeit ein schnelles und leckeres Abendessen auf den Tisch bringen wollen. Kürbispizza kennt ihr ja schon von mir, jetzt hab ich dieses Rezept für eine schöne Feierabendversion mit „exotischem“ Hähnchen für euch aufgewertet.

Für 2-3 Portionen braucht ihr:

  • 1 Packung fertigen Pizzateig aus dem Kühlregal
  • 1/2 Hokkaidokürbis
  • 1 Pck Creme Fraiche
  • Salz und Pfeffer, Sesam/Olivenöl
  • 250gr Hühnchenfleisch
  • 2 TL Tandoori-Gewürz, Sesamöl zum Ausbraten

Natürlich mache ich es mir mit dem fertigen Teig einfach, aber wenn ich unter der Woche abends etwas essen will, habe ich keine Stunde Zeit übrig, um den Teig gehen zu lassen. Besagten Teig nehmt ihr aus der Packung. Meist ist noch ein Glas Tomatensoße dabei, die könnt ihr für andere Gerichte in den Schrank stellen. Der Teig kommt bereits auf einem Backpapier, das lasst ihr dran und breitet darauf den Teig auf einem Backblech aus.

Den Backofen heizt ihr auf mindestens 180-200° vor. Je nachdem, was die Anleitung auf der Verpackung sagt. _Kürbispizza mit Tandoori-Hühnchen (2)

Auf dem Teig verstreicht ihr die Creme Fraiche, würzt diese mit Salz und Pfeffer. Denkt daran, dass der Teig meistens schon Salz enthält.

Den Kürbis schneidet ihr mit einem scharfen Messer in dünne Streifen und verteilt ihn auf dem Pizzateig. _Kürbispizza mit Tandoori-Hühnchen (33)

Das Hühnchenfleisch schneidet ihr in kleine Stücke und würzt diese mit dem Tandoori-Gewürz. Um Öl zu sparen, gebe ich das Öl bereits in einer Schüssel auf das Fleisch und mariniere es damit. Dann bratet ihr die Fleischstücke ohne zusätzliches Öl in einer Pfanne gut durch.

Zuletzt gebt ihr das Fleisch über die Pizza und backt sie ca. 20 Minuten bei den angegebenen Grad durch. Dazu habe ich Postelein-Salat mit einer Senfsoße serviert.

 

 

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Huhu ihr Lieben,

dieses Jahr ist es irgendwie komisch. Ich habe weder Zeit (noch viel Lust) in meiner halbfertigen Küche Plätzchenaktionen zu starten. Seltsam, wie der Mensch durcheinander gebracht wird, wenn er sich plötzlich anderen Umständen ausgesetzt sieht. Die neue Küche ist größer, hatte aber weniger Stauraum und genau 1 (in Worten EINE) Schublade. Allein meine Teigschaber belegen eine Schublade. Also sind Herr M. und ich losgezogen und haben beim Schweden ein paar weiße, neutrale Küchenschränke gekauft und eine Reihe in der Küche ersetzt. Die vom Vermieter stehen jetzt im Keller. Ich bin sehr glücklich über diese Entscheidung, denn so konnte ich mir eine Backecke mit der Küchenmaschine, zwei Waagen, einer kleinen Schublade für Backuntensilien und eine große Schublade mit Vollauszug für die wichtigsten Backzutaten einrichten. Ich fühle mich dann ein bißchen wie die Köche, die ihre Zutaten in Schubladen als Mis-en-place einfach so raus nehmen und direkt weiter verarbeiten können.

_Zimtmilchbrot mit Kirsche (4)

Jedenfalls gibt es eine Sache, die ich immer gern mache, egal wie chaotisch es ist. Und das ist einfacher Kuchen mit Hefe. Ob als Hefezopf oder Milchbrot. Der Grund dafür liegt in dem guten Gefühl, wenn der Teig in der Schüssel hoch geht. Vor einiger Zeit habe ich euch schon von meiner Hass/Liebe zu Hefeteig erzählt.

Für mein einziges weihnachtliches Gebäck in diesem Jahr hat mir die Firma ZUEGG wieder einmal ein paar Fruchtaufstriche zur Verfügung gestellt. Dieses Mal wollte ich gerne den Sauerkirschaufstrich verbacken und muss gestehen, dass ich hier ein Experiment eingegangen bin. Denn normalerweise würde ich davon abraten, Masse unter den Hefeteig zu heben. Für das Backergebnis ist befüllen auf jeden Fall besser.

_Zimtmilchbrot mit Kirsche (42)

Aber ich wollte ja nicht auf mich hören. Also habe ich einen Milchbrotteig hergestellt, wie ich ihn sonst auch machen würde. Dazu Zimt zusammen mit dem Zucker und ein halbes Glas Kirschaufstrich NACH dem Gehen lassen untergerührt. Durch die viele Milch wird der Teig recht flüssig und tropft eher dickflüssig vom Löffel in die Form. In dem Moment wusste ich schon, dass es nicht so werden würde, wie ich es geplant hatte. Aber es gab kein Zurück. Also habe ich zwei mittelgroße Kastenformen und einige Silikonmuffinformen mit dem Teig gefüllt. Die Muffins waren nach 15 Minuten fertig und die Kastenformen nach ca. 50 Minuten. Der Teig in den Kastenformen ging leider nicht so schön auf wie geplant, dafür die Muffins umso schöner. Zur Belohnung habe ich sie noch ein bißchen gestreichelt; mit dem Backpinsel und einem Zimtzuckerguss. Und dann waren sie superköstlich. Trotzdem schreibe ich euch das Rezept auf, wie es um einiges besser geklappt hätte. Ich hoffe, dass ich nochmal die Zeit finde, um das Rezept zu wiederholen.

_Zimtmilchbrot mit Kirsche (18)

Zimtmilchbrot mit Sauerkirschfüllung

  • 450gr Mehl
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 50gr Zucker + 1EL
  • 1 Prise Salz
  • 200ml Milch
  • 100ml Sahne
  • 1 TL Zimt für den Teig, 1/2 TL Zimt für den Zuckerguss
  • 200gr Puderzucker + einige Tropfen Wasser
  • 1/2 Glas ZUEGG Sauerkirschaufstrich

Die Hefe zusammen mit dem +EL Zucker in eine Schüssel rühren. Die Milch handwarm erwärmen und ein paar EL davon zur Hefe geben. Die Sahne zur Milch geben und zusammen noch einmal handwarm erwärmen. Wenn die Hefe nach 5 Minuten aufgegangen ist, die restliche Milch mit der Sahne hinzuschütten, das Mehl, den Zucker und den Zimt dazu geben und zu einem geschmeidigen Teig verrühren.

Eine Stunde an einem warmen Ort in der Schüssel gehen lassen, nebenbei den Ofen auf 180° O/U-Hitze, 170° Umluft vorheizen. Dann den Teig nochmal mit einem Kochlöffel in der Schüssel „Schlagen“, um die Luft raus zu lassen. Dann den Teig in eine gefette große Kastenform oder eine kleine Kastenform (halbe Rezeptgröße) und 18 Muffinförmchen geben. Dann in der Mitte des Teiges in der Kastenform mit zwei nassen Löffeln eine tiefe längliche Mulde ziehen. In diese Mulde Sauerkirschaufstrich oder Marmelade füllen. Für die Muffins genauso vorgehen, allerdings bieten sich da kleine Löffel und eine Punktförmige Mulde an. Die große Form ca. 60 Minuten backen. Die kleine Form ca. 45 Minuten backen. Die Muffins in den letzten 15 Minuten dazu stellen. Nach dem Backen auskühlen lassen. Den Zuckerguss aus dem Puderzucker, einigen Tropfen Wasser und dem Zimt anrühren. Auf die kalten Muffins bzw. das kalte Milchbrot in einer dicken Schicht verteilen. Dazu nen Kaffee und der Nachmittag ist gerettet.

_Zimtmilchbrot mit Kirsche (27)

Was ist euer „Back ich, wenn mir nichts anderes einfällt“-Gebäck?

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, eure Anna.

*Das Produkt wurde mir vom Unternehmen ZUEGG kostenlos zur Verfügung gestellt.

_Zimtmilchbrot mit Kirsche (25)

Gratinierter Kürbis im Brotkörbchen

Huhu ihr Lieben,

im Herbst nehme ich grundsätzlich beim Wochenendeinkauf einen Hokkaidokürbis mit. Ich hab so ca. vier Grundrezepte, für die ich ihn verarbeiten kann. Und damit wir nicht immer das Gleiche essen, variiere ich die Rezepte in verschiedene Richtungen.

Gestern abend war Herr M. unterwegs und ich hatte Narrenfreiheit in der Küche 🙂 Als ob ich die nicht sowieso immer hätte, muahaha! Deswegen hab ich ein bißchen rumexperimentiert. Das folgende Rezept ist ein Mix aus diesen Pasteten und dieser Pizza. Die Größe ist perfekt für Picknicke, Lunchboxen oder DVD-Abende.

Tortenständer: Blueboxtree

Für 18 Stück braucht ihr:

  • 1 halben Hokkaidokürbis in kleine Stücke geschnitten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1 Würfel Hefe
  • 1 Prise Zucker
  • 125ml warmes Wasser
  • 350gr Mehl
  • Oregano, Salz, Pfeffer, Paprikagewürz
  • 1 Ei
  • 1 Becher Sahne (250ml)
  • Gewürze

Aus der Hefe, dem Zucker und ein bißchen warmem Wasser einen Vorteig erstellen. Dann das restliche Wasser und das Mehl hinzugeben. Unter Zugabe der Gewürze zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Eine halbe Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebel in einer Pfanne mit etwas Öl andünsten, den Kürbis in kleinen Stücken und die gehackte Knoblauchzehe dazu geben und dünsten. Zur Seite stellen und abkühlen lassen.

Den Hefeteig auf der Arbeitsplatte einen Zentimeter dick ausrollen und mit einem Dessertring Kreise ausstechen.

Den Ofen auf 180° vorheizen. Ein Muffinbackblech einölen, die Kreise in die Vertiefungen legen und mit einem Teelöffel Kürbisgemüse einfüllen. Das Ei mit der Sahne verquirlen und nach Belieben würzen. Das Ei-Sahne-Gemisch löffelweise über die Kürbisfüllung geben.

Die Brotkörbchen etwa 15-20 Minuten bei 180° backen, je nachdem wie braun ihr sie mögt. Lauwarm und mit einem schönen herbstlichen Salat, z.B. Feldsalat schmecken Sie am besten, am nächsten Tag kann man sie aber auch noch kalt genießen.