Zu Besuch auf dem Blütenweiss Hochzeitssalon in Esslingen am 7.+8. Februar [Werbung]

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Es ist ja nun schon bald 1 1/2 Jahre her, dass Herr M. und ich geheiratet haben und seit nem guten Jahr sehe ich immer wieder, dass meine Artikel dazu gerne von euch gelesen werden. Mein Interesse an Hochzeiten bzw. an Teilen davon besteht ja nun auch schon seit Jahren. In erster Linie verfolge ich nach wie vor alles rund um Torte und alles, was mit Fotografie zu tun hat. Beides sind für mich die Königsdisziplinen in ihren Bereichen.

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Für alle aktuellen Brautpaare kann ich nur den Candiguide von Carmen and Ingo Photography empfehlen. Das Fotografenpaar gibt wertvolle Tipps für seine zukünftigen Kunden und auch alle anderen, die sich dafür interessieren, z.B. warum man nicht unbedingt „einen Freund“ die Hochzeitsfotos machen lassen sollte.

Das süße Pendant dazu findet ihr auf der Backlinse, dem Blog meiner Hochzeitstortenmacherin* und Freundin Heike. Ich schätze Heike sehr, da sie sehr professionell auf jeder Ebene ihres Business arbeitet und gleichzeitig bodenständig und kreativ ist. Ich verfolge ihre neuesten Kunstwerke immer sehr genau und bin begeistert, was sie zustande bringt.

Heike war auch der Grund, weswegen ich unter anderem heute auf den Blütenweiss Hochzeitssalon in Esslingen gegangen bin. „Aber du bist doch schon verheiratet!“ Jaja, ich weiß 🙂 Aber ich berichte auf meinem Blog gerne von Events wie diesem Hochzeitssalon, da sie sich sehr von dem unterscheiden, was man sonst so unter Hochzeitsmesse versteht. Ich war vor fast genau zwei Jahren auf einer Messe hier in Stuttgart und wäre gern sofort wieder gegangen, hätte mich der bereits ausgegebene Eintrittspreis nicht davon abgeschreckt. Die Gespräche, die wir dort vor Ort geführt haben, waren so ganz anders als die, die ich heute beobachten konnte.

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Die Beletage des Kessler-Hauses in Esslingen ist eine richtig schöne Location. Im ersten Stock eines Fachwerkhauses befinden sich einige Räume, die alle durch Türen miteinander verbunden sind. In den kleineren Räumen waren einzelne Dienstleister untergebracht, in größeren teilten sich zwei bis drei den Raum. Und so sieht man in der einen Ecke auf alten, englischen Sesseln eine Trauringberaterin, während auf dem Sofa daneben eine Braut sich mit Papeterie auseinander setzt. Es finden persönliche Gespräche statt, in der Hand ein Glas Sekt und mit wachen Augen alles aufsaugend, was einem geboten wird. Die Atmosphäre ist gemütlich, durch die geschlossene Tür tönt die Musik der Band, die auf dem Flur spielt.

Und mittendrin steht Heike mit einem grau-rosa Traum von einem Candytable. Immer wenn ich ihre Köstlichkeiten online sehe, habe ich Lust eine Torte bei ihr zu bestellen. Leider ergibt sich eher selten die Gelegenheit für eine vierstöckige Torte. Na gut, aber die Sachen in echt zu sehen, befriedigt meine süße Gier dann doch ein wenig. Diesmal wurde ihr Candytable durch die Papeterie von Vintage Karten.de ergänzt, was dem Ganzen einen tollen Insgesamtlook gibt. Ihr verzeiht meine Begeisterung. Aber ihr wisst, dass ich Kuchen, Torten und alles drumherum über alles liebe. Und wenn man dann vor so einem tollen Tisch steht, muss man sich zusammen reißen nicht alles anzufassen. Spätestens wenn ihr die Hochzeitstorte seht, wisst ihr warum ich ausschließlich Heike empfehle, wenn man mich nach einem Dienstleister für Hochzeitstorten fragt.

Falls ihr also 2015er oder gar schon 2016er Brautpaare seid und aus der Gegend von Stuttgart, Esslingen oder Umkreis kommt, schaut doch morgen (11-18 Uhr) einfach mal beim Hochzeitssalon vorbei und schaut euch Heikes Tisch an und lasst euch auch von den anderen Dienstleistern beraten. Mit viel Glück hat Heike dieses Jahr noch einen Termin für euch frei, sie ist nämlich heiß begehrt.

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* Dieser Artikel enthält Werbung. Danke für die zwei Freikarten.

[Sponsored Post] Ein wunderbarer Sweet Candy Table von Patisserie Süss und Salzig und Momentini.de – der Blick hinter die Kulissen

Zu Anfang dieses Artikels möchte ich gern noch einmal auf Heikes Artikel auf der Backlinse verweisen, in dem es um Kooperationen geht. Kooperationen sind dazu da, um ein Netzwerk aufzubauen, um sich gegenseitig zu unterstützen und ein tolles Ergebnis durch gute Zusammenarbeit zu erzielen. Natürlich bin ich kein gleichwertiger Hochzeitsdienstleister wie die anderen Kooperationspartner von Heike und es war auch eine kleine Aufwandsentschädigung im Spiel. Trotzdem ist dieser Artikel von Herzen und voller Leidenschaft für Heikes Arbeit.

Jedoch ist Heike eines meiner 20 großen Vorbilder, die ich über’s Netz gefunden habe. Heike kämpft an vorderster Front für Preistransparenz im Tortenbusiness und wann immer ich kann, bin ich dabei und stell mich hin und sage: „Augen auf beim Tortenkauf, liebe Leute!“

Und so ist auch der heutige Post entstanden. Wie euch vielleicht bekannt ist, liefert Heike nicht nur Torten und Gebäck, sondern in Zusammenarbeit mit Steffi, die für die Papeterie zuständig ist, auch ganze Sweet Candy Tables. Manche werden sich vielleicht fragen, wo denn groß der Unterschied ist zwischen Gebäck an sich und Gebäck als Sweet Candy Table liegt. Dieser Unterschied liegt im Aufwand und zwar im Zeit- und Materialaufwand.

Beginnen wir aber von vorne. Letzten Sonntag durfte ich Heike bei der Auslieferung eines Sweet Candy Tables mit meiner Kamera begleiten. Da Herr M., der eigentlich die dritte Kamera bedienen sollte, leider krank wurde, ist Jessi für ihn eingesprungen. Und so machten wir uns Sonntag morgen auf den Weg zu Heike auf die schwäbische Alb. Einladen war auf 10:45 Uhr geplant, der Tisch sollte um 15:00-15:30 Uhr fertig stehen. Ihr seht schon mal, der Sonntag ging für das Projekt ganz drauf.

Bereits beim Einladen dämmerte mir, dass das Ding hier ne ganz große Nummer ist. Jessi und ich quetschten uns durch einen mit Props, bereit zum Verladen, vollgestellten Flur in Heikes Wohnzimmer durch, wo herrlich duftende Zimtschnecken auf uns warteten. Ein kurzes Sitzen, Quatschen, Zimtschneckenmampfen später fanden wir uns auch schon wieder vor dem Haus vor und dann ging es los. An Heikes Seite: ihr Mann, Auto-Tetris-Meister, und Ronja, ihre Tochter und Kuchenassistentin.

Die drei haben Kiste um Kiste rausgetragen. Gekühlte Cupcakes und Kuchen, Tortenplatten, Schüsseln, Leitern, Tabletts, Papeterie, Schürzen, Handschuhe und Ronjas Fotoausrüstung. Denn sie ist am Ende jeden Auftrags für die schönen Fotos zuständig, die ihr auf Heikes Blog oder auch auf ihrer Homepage seht.

Ich selber habe ja schon Torten ausgeliefert und wusste, dass man in Kurven eigentlich nur noch schleichen darf. Und so war es auch. Unsere Fahrt führte uns über Berg und Tal, durch Kurven *aaahhhhh, chhhhh, oh, gut gegangen* und über Kies und Schotter *oh nein, die armen Cupcakes* mitten in die Einöde.

Es ging nach Hayingen auf die Maisenburg, von der ich vorher nur als überirdisch schöne Hochzeitslocation gehört hatte. Und tatsächlich ist es dort ganz wunderbar. Die Aufteilung der Räumlichkeiten, der Blick ins Grüne und weit und breit keine Anwohner, die sich am Partylärm stören könnten. Das Schwärmen dauerte nur kurz, denn es ging direkt los mit dem Aufbau der Köstlichkeiten. Heike und Ronja bekamen eine eigene Küche, in der sie alles aufbauen konnten.

Heike erzählte mir, dass sie nicht immer so viel Glück und Platz haben, man aber eben nimmt, was man bekommt. Tatsächlich musste Heike sich selber ein bißchen ausbremsen, denn das, was sich das Brautpaar wochen- oder auch monatelang gewünscht hatte, ist tatsächlich eingetroffen: Die Sonne scheinte, es war warm mit erhöhter Luftfeuchtigkeit. Schön für eine Hochzeit draußen, aber extrem ungünstig für die Creme auf den Cupcakes. Diese wurden auf Eis in der Kühlbox transportiert und warteten dann geduldig in der Küche auf ihren großen Auftritt. Und es ist wirklich nervenaufreibend, den größten Teil des Candytables bis zum Schluß zurück zu halten, damit er nicht davon fließt. Timing ist das Zauberwort.

Und so wurde alles andere erstmal vorbereitet. Alles ohne Creme wurde auf die Teller verteilt, die Macarons durften ein bißchen später Platz nehmen und zwischen all dem Stress beantwortete Heike dann noch ein paar Fragen. Sie hat zum Beispiel immer mehr Platten, Teller und Schüsseln dabei, als sie braucht.

Sweet Candy Table Making of Patisserie Süss und Salzig (19)So kann sie flexibel austauschen, wenn die Macaronfarbe nicht zum Teller passt.

Oder wenn die Torte doch lieber auf eine niedrige Platte drauf soll. In der Küche wird so lang hin und her geschoben bis alles passt, dann erst verlässt der Teller die Küche und wird auf dem Candy Table platziert.

Das kann dann auch mal so klingen: „Ronja, mach mal die Haselnusscupcakes auf den Teller, ach ne, die Platte ist besser. ne, lieber doch nicht. Warte mal…..jetzt hab ich’s, mach die Macarons auf den, den Naked Cake auf den und die Cupcakes auf den. Ne, lieber auf den.“ Und obwohl sich das alles recht durcheinander anhört, hat Heike immer noch den vollen Durchblick. „Jetzt fehlen noch die Blumen, frag mal im Festsaal nach, ob die schon soweit sind.“

Und dann war es irgendwann soweit und alles konnte aufgebaut werden. Ich stand mit meiner Kamera auf dem Stativ bereit, um die Verwandlung des einfachen Hoteltisches in ein Wunderland der Köstlichkeiten zu dokumentieren.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Für mich war besonders interessant, dass Heike kein Gesamtbild vor Augen hatte, sondern eher ein Konzept und dafür die entsprechenden Accessoires dabei hatte.

Vintage, Gold, Lila und ein bißchen rustikal sollte es werden. Alles andere ergab sich aus dem Aufbau selbst. Und Heike stand immer wieder davor und zupfte das Deckchen nochmal zurecht und hängte die Girlande nochmal um. Besonders lachen musste ich, als sie meinte: „Was mach ich denn mit all den Deckchen, wenn Vintage nicht mehr in ist?“ Ich glaube, da muss sie sich erstmal keine Gedanken machen.

Ich beobachtete den Aufbau genau und fand auch hier einige der Basisregeln wieder, die ich selber auf meinen letzten Candy Table angewendet hatte: Verschiedene Höhen einbauen, assymetrisch aufbauen, das Ganze durch Details für das Auge interessant gestalten.

Und plötzlich war es 15 Uhr und wir waren fast fertig. Wie schnell die Zeit rum ging und wie viele, viele Stunden Arbeit in so einem Sweet Candy Table stecken. Und wie sehr es sich lohnt! Schaut mal selbst!

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Und das hat Heike alles auf den Tisch gezaubert:

  •  Pfannkuchentorte 3-stöckig mit Grand Marnier und frischen Blau- und Brombeeren
  • Schokoladentassen mit Passionsfruchtmousse und Himbeerkern
  • Mürbteigtarteletts mit frischen Himbeeren und Blaubeeren
  • Schokoladengugelhupf
  • Florentiner-Kirschtörtchen
  • Macarons mit Cassisfüllung
  • Cake Pops (Schokofüllung)
  • Rhabarber-Himbeercrumbl im Weckglas
  • Blaubeermandelcupcakes mit Aprikosenkern und Aprikosentopping
  • Haselnusscupcakes mit Preiselbeeren und Schokoladentopping
  • Rosenkuchen

Und damit wir nicht vergessen, dass das ja auch ein Business ist, hier noch ein paar Fakten für euch:

  • Heikes Aufwand für diesen Sweet Candy Table lag bei einer vollen Arbeitswoche, einschließlich Samstag und Sonntag. Sie konnte in dieser Woche keine anderen Aufträge annehmen.
  • Dieser Sweet Candy Table war für 75 Leute geplant.
  • Heikes Preise für so einen Sweet Candy Table beginnen bei 29€ pro Person bei einer Personenzahl von 100 Personen. Je höher die Personenzahl, desto günstiger wird es pro Person. Die Mindestpersonenzahl liegt bei 50. Wer sich also so einen Table für den Geburtstag der Kinder wünscht, sollte eine große Familie haben.

Die Beteiligten an diesem Sweet Candy Table und am Making Of:

*Sponsor

Wie plane ich einen Candy Table?

Candy Tables oder übersetzt: Tische voller Süßigkeiten farblich abgestimmt oder passend zur Mottoparty sind seit vielen Jahren schon fester Bestandteil von Feierlichkeiten in den USA. Hier in Deutschland kommt dieser Trend seit ein paar Jahren auf. Ich mag diesen Trend sehr gerne, weil man einem Fest damit ein schönes Zentrum gibt. Der Candy Table ergänzt ein normales Buffet; man kann ihn als Dessertersatz oder einfach zusätzlich aufbauen. Meine Erfahrung sagt allerdings, dass besonders für Erwachsene der Faktor „Einmal Süßigkeiten für eine Mark“ wie damals im Tante-Emma-Laden ausschlaggebend ist. Und auch Kinder langen bei einer schönen, bunten Auswahl gerne zu.

Ein typischer großer (*s.u.) Candy oder auch Sweet Table besteht eigentlich aus Kuchen, Cupcakees und üßigkeiten. Da es aber auf verschiedenen Festen wie z.B. einer Hochzeit ja oft extra Kaffee und Kuchen gibt, bietet sich als Ergänzung eben ein Tisch nur mit Candys an. Mit Torte und Cupcakes lassen sich natürlich noch zusätzlich schöne Farbkonzepte aufstellen. Für einen solchen Sweet Table als Nachtisch empfiehlt sich folgende Rechnung: 1,5 Portionen Kuchen und 150gr Candy pro Person. Wenn man einen Sweet Table nachmittags als Kaffeetafel serviert, rechnet man mit 2,5 Portionen Kuchen und 200gr Candy pro Person.

Auf meinen Social Media Kanälen habe ich mal rumgefragt, ob denn Interesse besteht, dass ich die Planung eines solchen Candy Tables in einen Artikel packe. Die Antwort war sowas von JA! Und da ich vor ein paar Wochen einen Candy Table für die Hochzeit von Freunden geplant habe, kann ich euch mit ein paar Infos und passenden Fotos versorgen.

Die Candys

Süßigkeiten für einen Candy Table sollten immer in loser Form angeboten werden, also in kleinen Portionen. So kann man „von allem ein bisschen“ nehmen. Oder auch „nur noch eins“.

Ich plane pro 10er Gruppe Gäste vier verschiedene Süßigkeiten mit je 400 Gramm. Oder auch zwei verschiedene Süßigkeiten mit je 800 Gramm. Für die Hochzeit meiner Freunde hatte ich 5-8 verschiedene Süßigkeiten je 800 Gramm geplant, es sind dann aber doch 10 geworden. Meiner Meinung nach sehen gut gefüllte Gläser schöner aus als welche, die nur so viel enthalten, wie vielleicht auch gegessen wird. Jedoch ist bei jedem meiner Candy Table bisher immer viel übrig geblieben. Natürlich muss man damit rechnen, dass nicht jeder viel davon isst. In der Woche danach durften sich immer die Kollegen über die Reste freuen.

Natürlich sind die Gramm-Angaben besonders dann schwierig, wenn man Süßigkeiten aus verschiedenen Kategorien anbietet. Und das würde ich auf jeden Fall empfehlen. Ich achte immer darauf, dass folgende Kategorien dabei sind: Schaumware weich (Marshmallows), Schaumware hart (wie z.B. die Pilze oder die Bananen auf dem Bild), Bonbons, Gummiware (z.B. Gummibärchen, Gummischnüre, Apfelringe, Colaflaschen), Kaubonbons, Schokolade (muss man im Sommer abwägen), Lollis (meist um noch etwas in der richtigen Farbe zu ergänzen).

Wenn man einen Candy Table in einer bestimmten Farbe oder Farbkombi organisieren will, kann es ziemlich frustrierend sein, die richtigen Farben zu finden. Deswegen nehme ich mir immer mindestens 4 Wochen für die Vorbereitung und suche im Großmarkt (besonders gut für Großpackungen), in verschiedenen Supermärkten und in speziellen Konfiserien. Hier in Stuttgart gibt es im Breuninger den „Süßigkeitentunnel“, wo man Süßigkeiten nach Gramm und nach Farbe kaufen kann. Jeder, der in Stuttgart lebt, kennt diesen Tunnel. Und auch die Preise 😉 Dort kaufe ich also nur ein, wenn ich gar nicht weiter weiß.

Natürlich kann es vorkommen, dass das Brautpaar oder das Geburtstagskind eine ganz bestimmte Süßigkeit wünscht und die gerade mal gar nicht ins Farbkonzept passt, so wie hier die Bananen. Die bringe ich dann in blickdichten Gefäßen mit Deckel unter.

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Die Gefäße / Bonbongläser

Ganz klassisch sind natürlich Bonbongläser wie die Geriffelten auf dem Foto. Die sehen schön aus – vor allem mit Deckel, sind aber je nach Befüllung unpraktisch, weil sie einen engen Rand haben und man mit Schaufeln nicht so gut rein kommt.

Deswegen greife ich gern zu Glasschüsseln oder -vasen in verschiedenen Breiten und Höhen, die eine weitere Öffnung haben. Die bekomme ich recht günstig bei I*kea, D*epot, N*anuN*ana oder S*trauss. Ich persönlich mag es, wenn der Tisch eine bunte Mischung aus verschiedenen Materialien bietet. Hier seht ihr Blech, Porzellan und Glas. Sollte der Tisch eher linear und „ordentlich“ aufgebaut werden, bietet es sich an, mehrmals die gleichen Gefäße zu benutzen, z.B. in der ersten Reihe nur Glas, vielleicht sogar nur das gleiche Glas für verschiedene Befüllungen.

Durch die Wahl der Gefäße erzielt ihr das, was einen Candy Table optisch interessant macht: verschiedene Höhen. Vorne kommen die kleinen Gefäße hin, mittig die Mittleren und hinten die Großen. Von links nach rechts könnt ihr die Linien unterbrechen, indem ihr auch hier die Gefäße zum einen unterschiedlich in Form als auch in Größe wählt. Einen großen Candy Table *s.oben würde man mit einem Zentrum austatten (z.B. einer Hochzeitstorte oder einem Kuchen auf einer Tortenplatte) und alles andere drumherum arrangieren. Bei dem pinken Candy Table habe ich das Element ein bißchen mit der weißen Etagere aufgenommen. Ansonsten finde ich es schön, wenn die Gefäße eher assymetrisch und nicht zu ordentlich aufgestellt werden.

Bei diesem Candy Table habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass Schütt-Süßigkeiten wie kleine Schokolinsen, die man mit einer Schaufel raus holt, besser nicht hinten hingestellt werden sollten. Durch den Winkel, mit der man die Schaufel halten musste, um eine Portion raus zu holen, ging leider einiges daneben und landete hinter dem Tisch. Den Kaugummiautomat hätte ich eigentlich gerne hinten hingestellt oder auch mittig als Zentrum, da aber dann die Kinder nicht richtig rangekommen wären, habe ich ihn dezentral vorne rechts platziert.

Wie plane ich einen Candy Table?

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Deko und Accessoires

Mit der Deko schafft ihr den Gesamteindruck für einen Candy Table. Hier könnt ihr euch total austoben, was die Farben angeht. Jedoch sollte eine gewisse Balance gehalten werden. Weiß ist immer ein guter Ausgleich, selbst wenn es nicht Teil des Farbkonzepts ist. Auf einer Hochzeit würde ich den Candy Table immer mit weißen Tischdecken kombinieren, das gibt dem Ganzen eine edle Note. Muss es nicht so schick sein (wie z.B. auf unserer Hochzeit) reicht eine bunte, farblich passende Tischdecke aus Stoff oder auch aus Stoffvlies (ähnlich den hochwertigen Einwegservietten) auf dem Tisch. Wir haben hier eine Kombi aus weißen Tischdecken vom Restaurant und pinken Stoffvlies-Läufern verwendet. Soll das Ganze recht rustikal wirken, bietet sich natürlich auch (im entsprechenden Umfeld) der schöne Holztisch an.

Das Farbkonzept kann mit Dekoelementen wie Pompoms, Wabenbällen, Girlanden oder auch Blumen ergänzt werden. Besonders rund wird das Ganze wenn sich die Blumen- und andere Deko aus dem Raum sich am Tisch wieder findet. Für den pinken Candytable hat die Braut extra eine Girlande mit dem Schriftzug CANDY gebastelt, es kann aber auch eine einfache Girlande aus Krepppapier sein. Deko wirkt natürlich besonders schön, wenn sie vor einer einfarbigen Wand aufgehängt wird. Allerdings hat man nicht immer die Wahl, wo der Candy Table steht und so macht man das Beste draus. Wir haben die Girlande einfach an den  Gardinenschnüren angebracht.

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Eine praktische und gleichzeitig dekorative Ergänzung können Schilder für die Gefäße sein, auf denen ihr aufschreibt, was wo drin ist. Hier seht ihr Tafelschilder, die leider trotzdem nicht zum Einsatz kamen, da die Gefäße am Rand nicht glatt waren und somit die Klammern nicht hielten. Ich hatte noch Garn und Anhänger eingepackt, da die meisten Süßigkeiten sich aber selbst erklärten, habe ich die weg gelassen.

Um die Süßigkeiten aus den Gefäßen zu holen, braucht es natürlich Werkzeug. Ich mag besonders kleine Schaufeln. Für den pinken und den gelben Candy Table, hatte ich das Glück, die Schaufeln von meinen New York Reisen mitbringen zu können. Dorrt habe ich nur ein paar Dollar dafür gezahlt. Hier in Deutschland sucht man vergeblich nach solchen Schaufeln. Deswegen würde ich hierfür so kleine Blechschaufeln empfehlen, die ich früher als Kind in meinem Kinderkaufladen hatte. Die haben die richtige Größe. Ergänzt habe ich das Werkzeug um kleine Zangen aus Bambus, die ich schon letztes Jahr für unsere Hochzeit im Großmarkt im 100er Pack gekauft hatte. Die findet man bei den Werkzeugen für Fingerfood.

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Was ihr dann noch braucht sind Behälter, in denen die Gäste ihre Schätze sammeln können. Die Becher (gestreift) und Tüten (gepunktet) habe ich auch aus den USA mitgebracht, aber mittlerweile findet ihr in vielen verschiedenen Deko-Onlineshops tolle Tütchen und Behälter unter Verpackungen oder Partyzubehör. Falls ihr keine in den Farben des Farbkonzepts findet, würde ich lieber zu weißen Behältern greifen, das geht immer.

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 Sonstiges: Papeterie und Kisten

Kisten sind meine heimlichen Lieblinge auf Candy Tables. Um die bereits erwähnten verschiedenen Höhen zu erreichen und trotzdem keine Riesengefäße verwenden zu müssen, sind Kisten die richtige Lösung. Je nachdem, in welche Richtung die Öffnung zeigt, kann man etwas anderes oben drauf stellen, innen rein oder eine Treppe bauen. Für den pinken Candy Table habe ich Flaschenkisten mit Einteilungen gekauft und weiß lackieren lassen (Danke, lieber Herr M.) und habe darin bereits mit Candys gefüllte Smoothiebecher reingestellt. Die konnte man dann entweder direkt raus nehmen oder, so wie wir, hinterher mit auf’s Zimmer oder für die Heimfahrt mitnehmen.

Auf unserem Hochzeits-Candy Table haben wir Weinkisten verwendet, um verschiedene Ebenen auf dem Tisch zu erzeugen.

Papeterie ist ein Thema, das ich meist vernachlässige. Ich selber bin nicht so begabt, was Grafik angeht und bisher gab es keine Gründe, den Candy Table damit zu ergänzen. Allerdings finde ich es wunderschön, wenn es schöne Kärtchen im selben Design wie z.B. die Einladungskarten gibt, die an den Gläsern stehen.

Besonders für Kindergeburtstage oder Mottoparties würde ich wirklich zu Papeterie greifen. Da gibt es die Möglichkeit von Caketoppern oder Cupcaketoppern, Girlanden mit Superhelden oder die Zahl des Geburtstages auf Anhängern. Mittlerweile gibt es dazu tolle Vorlagen im Internet. Das heißt dann Freebie und ihr braucht nur Papier und einen Farbdrucker dazu. Dann auf einen Schaschlikspieß kleben und schon habt ihr noch ne schöne Deko.

Und jetzt gibt es noch ein paar Eindrücke vom pinken Candy Table für euch.

Danke an Alicia von Cake Decoration* für die kostenlose Zusendung der pinken Kaugummis. (*Werbung) Die kamen wirklich gut an in dem pink angesprühten Kaugummiautomaten.

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Meine erste vierstöckige Hochzeitstorte – wie immer eine nervenaufreibende Woche

Immer, immer, immer, wenn ich eine Hochzeitstorte mache, komme ich an den Punkt, an dem ich die Hände über dem Kopf zusammenschlage und laut denke: „Was hab ich mir denn dabei gedacht? Wie soll das denn klappen?“ Egal, ob es besonders heiß ist, ich die Torte unter unmöglichen Umständen anfertigen muss oder ob was schief geht mit dem Dekoteil.

Dieses Jahr haben mich zwei Freunde gefragt, ob ich ihre Hochzeitstorte machen würde. „Ja klar!“ Ist für den 24.05. „Äh ja, da hab ich selber Workshop. Aber wenn ihr sie am Tag vorher abholen könnt….“ Ja, super. Es kommen 100 Leute! „Öhm, okay. Dann äh machen wir ne 4-Stöckige Torte?“

Zack und schon war die Sache geritzt. Wie immer habe ich mir eine Woche Zeit genommen bzw. die Abende, denn ich hab ja noch nen Vollzeitjob, näch?

Und so sah mein Programm aus:

– Sonntag habe ich die Böden der 1. Etage gebacken. Diese bestand aus Sachertorte nach Oma Buchholtz, mit einer Gesamthöhe von 10 cm. Nach dem Backen habe ich sie mit Läuterzucker eingestrichen.

– Montag habe ich die 1. Etage zurechtgeschnitten, gefüllt und mit Buttercreme eingestrichen.

– Dienstag habe ich die 1. Etage mit Fondant eingedeckt und die Böden der 2. Etage gebacken. Diese waren Vanillerührkuchen. Auch diese Böden habe ich mit Läuterzucker eingestrichen. Die Böden habe ich eingefroren, da ich

– Mittwoch aufgrund eines geschäftlichen Termins Pause machen musste.

– Donnerstag habe ich die Böden der 3. und 4. Etage gebacken. Das waren Biskuitböden, einmal Vanille und einmal Haselnuss. Ich habe die Böden der 2. Etage wieder aufgetaut und mit Maracujabuttercreme und Mangoschnitze gefüllt. Dann habe ich sie mit Buttercreme eingestrichen und bis zum nächsten Tag kalt gestellt.

– Am Freitag habe ich bereits ab Mittags frei und konnte den ganzen Nachmittag durcharbeiten. Ich begann damit die Haselnussböden für die 3. Etage mit einer Karamellbuttercreme zu füllen und dann mit Buttercreme einzustreichen. Diese kam dann auch in den Kühlschrank. Für die 4. Etage habe ich die Vanilleböden mit Zitronenfrischkäsecreme und frischen Himbeeren gefüllt und mit Buttercreme eingestrichen. Diese Etage hat den Platz im Kühlschrank der 2. Etage eingenommen und ich habe die 2. Etage mit Fondant eingedeckt und zu der 1. Etage in den Keller gestellt, wo sie schon die ganze Woche durchgezogen war. Es war ungefähr 15 Uhr und die Torte sollte ab 19 Uhr bereit sein. Also schnell weiter mit der 3. und 4. Etage. Beide habe ich mit Fondant eingedeckt und in den Keller gebracht.

Dann kam der heikle Teil. Wir (ja, mein Mann ist bei fast allen Projekten an meiner Seite) haben die Etagen für’s Stapeln vorbereitet. In die unterste Etage kamen 8 Cocktailstrohhalme als Stützen. An dieser Stelle muss ich zugeben, dass die Strohhalme nicht genug waren. Für die nächste große Torte werden hier Holzdübel eingebracht. Jede Etage war auf einem 10mm Cake Board angebracht, in das wir ein mittiges Loch für die Mittelstütze gebohrt hatten. Diese Cakeboards geben jeder Etage in Zusammenarbeit mit den Stützen in der Etage darunter genug Halt, so dass die obere Etage nicht in die untere sinkt.

Für die Mitte hatten wir einen Holzdübel zurechtgesägt und glatt geschmirgelt. Dieser Dübel war unten angespitzt und 44cm hoch. So ging er durch alle Etagen, bohrte sich ein bissel in das unterste Cakeboard und schaute trotzdem nicht oben raus. Dadurch waren alle Etagen gestützt und miteinander verbunden. Ich habe die Stapeltechnik für kleine, mehrstöckige Torten letztes Jahr schon gezeigt.

Es war 18:30Uhr. Das Brautpaar hatte sich persönlich angemeldet, um die Torte um 20:00 Uhr zu holen. Alles musste also gut aussehen. Wir hatten uns beim Vorgespräch auf Orchideen geeinigt, obwohl ich gesagt hatte, dass ich die nicht aus Zucker machen kann. Also hat die Braut sich künstliche im Internet rausgesucht, die ich dann bestellt habe. Die waren nicht so schlimm, wie ich es erwartet hatte. Normalerweise würde ich keine künstlichen Blumen auf die Torte setzen. Aber es sollten Orchideen sein, also wurden es Orchideen. Bevor die Blumen drauf kamen, habe ich um jede Etage noch ein Satinband in frühlinsgrün als Abschluss gelegt.

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Der Vorteil der künstlichen Blumen war, dass sie nicht brechen konnten beim Aufbau. Ich habe zwei der Zweige vollständig in einer Wasserfallbewegung angebracht, indem ich die Stängel gekürzt hatte und diese in einen mit Fondant gefüllten und abgeschnittenen Strohhalm gesteckt habe. Die restlichen drei Zweige habe ich auseinandergenommen und die einzelnen Blüten ebenfalls in mit Fondant gefüllte Strohhalme gesteckt und damit die abstehenden Teile der großen Zweige festgepinnt.

Dann noch schnell die Torte auf einen Stuhl im Treppenhaus gestellt, um ordentliche Fotos zu machen, und dann waren wir schon auf dem Weg in den Hof, wo gleich die beiden mit dem Auto ankommen sollten. Noch während wir auf dem Weg zur Tür waren, klingelte es und wir liefen quasi gleich weiter zum Auto, wo bereits eine rutschfeste Unterlage und ein großer Karton auf die Torte wartete. So mag ich das 🙂 Als die beiden vom Hof fuhren, fiel mir ein Stein vom Herzen.

Und hier ist das Prachtstück. Leider scheint Callebaut etwas an seiner Rezeptur verändert zu haben oder es war so warm und die Luftfeuchtigkeit war so hoch, dass der Fondant bereits superweich aus dem Eimer kam. Anders kann ich mir die schlechte Handhabung des Fondants nicht vorstellen, was leider zu einigen Beulen geführt hat.

Vierstöckige Hochzeitstorte mit Orchideen

Geschmacksrichtungen von unten nach oben:

  • Sachertorte
  • Vanillekuchen mit Mango und Maracujacreme
  • Haselnusskuchen mit Karamellbuttercreme
  • Vanillekuchen mit Himbeeren und Zitronencreme

Größe von unten nach oben:

  • 30cm Durchmesser, 10cm Höhe
  • 28cm Durchmesser, 12cm Höhe
  • 25cm Durchmesser, 12cm Höhe
  • 23 cm Durchmesser, 12cm Höhe

Ca. Kosten:

  • Einkauf für Böden, Füllungen und Buttercreme ca. 90€ mit Zutaten als Puffer, falls was schief geht
  • Fondant 4-5 Kilo zu 7€/Kilo
  • Cakeboards 12-15€
  • Orchideen (online) 15-20€
  • Sonstiges wie Band, Strohhalme und Dübel 22-25€

Zeit:

  • 25 Stunden plus Einkaufszeit

Die freudigen Gesichter des Brautpaares: unbezahlbar.

Bitte nehmt diese letzte Aufstellung als kleinen Hinweis darauf, was eure Hochzeitstortenlieferanten leisten, auch wenn es Konditoren und Profis sind und die Abläufe natürlich alle einigermaßen eingespielt sind. Grundsätzlich empfehle ich immer professionelle Dienstleister, die gute Qualität zu einem angemessenen Preis bieten, wie zum Beispiel Heike Krohz von Süß und Salzig. Sie ist und bleibt meine Nummer 1, wenn es eine Torte für den Großraum Stuttgart/Esslingen/Ulm geht.

Gerne könnt ihr euch auch nochmal meinen Artikel zu diesem Thema vom letzten Jahr anschauen: Preis einer Hochzeitstorte

„Jetzt hat die doch tatsächlich ihren Geburtstag vergessen!!“

Äh, ja, so ist es! Anna im Backwahn ist im Mai 4 Jahre alt geworden und irgendwie ist das an mir vorbei gegangen bei all den Projekten, die ich im Moment habe.

Aber falls ihr Lust habt, machen wir gemeinsam einen kleinen Rückblick und schauen, was ich letztes Jahr so alles gemacht habe 🙂

Mai 2013

Anfang Mai habe ich eine Bridal Shower für meine Freundin Sarah geschmissen und konnte ein paar befreundete Blogger dazu gewinnen. Schön, dass ich Sarah bald wieder sehe.

 sarah_bridal-shower_anna(Logo von Dreierlei Liebelei)

Außerdem habe ich ein wunderbares Projekt mit wunderbaren Fotografen realisiert (hatte ich schon erwähnt, dass die beiden nur wenige Monate später meine Hochzeit auf Film gebannt haben?): ein blau-weißer Candytable mit Avec Amis. Immer noch eines meiner Lieblingsprojekte aller Zeiten (schaut euch das Video an – dann wisst ihr warum).

Anna im Backwahn by Avec Amis - Die Hochzeitsfotografen-22 Weiterlesen