Gulasch Pie für Miris 30. Geburtstag #miriwird30

Anna Im Backwahn Gulasch Pie Miri wird 30 (5)

Wenn ich an meine Freundin Miri denke, denke ich an

  • Hashtag-Miri
  • langes Zusammensitzen
  • Essen
  • ein ganz wunderbares Stylinggefühl
  • den Leisefuchs
  • Whatsapp-Nachrichten mit kleinen Alltagsanekdoten
  • Fotografieren
  • die schönste türkise Wand der Welt
  • Gin-Girl
  • Tante Miri
  • Uberhusband-Brick-Love
  • Traumschiff-Twitter-Missionarin
  • Interneteuse

Letzte Woche wurde Miri 30 und sie schickte bereits im Sommer letzten Jahres die Nachricht rum: „Ist es zu früh, um euch zum Geburtstag einzuladen?“ Nene, war es nicht. Save the date ist doch in, oder? Innerhalb von ein paar Wochen wurde aus „Wir sind daheim, kommt einfach vorbei“ „Ich hab nen Raum gemietet!!“

Nun gut, eins führte zum anderen und zack waren wir mittendrin in der Mottoparty. Es sollte eine Pushing Daisies Party werden. Eine von mir heiß geliebte Serie, die leider nach der zweiten Staffel eingestellt wurde. Wer mal nachlesen möchte, um was es geht, klickt hier. Es gibt zwei Dinge, die die Serie bestimmen (von den zauberhaften Figuren abgesehen): das Styling der Figuren und die allgegenwärtige Präsenz von Kuchen bzw. Pies. Und genau das wollte Miri in ihre Party einfließen lassen. Wer nicht wollte, musste aber nicht verkleidet kommen, und es wurde niemand abgehalten einen Pie als Verpflegung mitzubringen.

Eigentlich hatte ich vor, ein Kostüm anzufertigen, das einen ganzen Pie darstellt und wollte meinem Sohn ein Kostüm machen, das auf dem Rücken ein Piestück trägt. So wären wir immer ein ganzer Pie gewesen, wenn ich ihn auf dem Arm gehabt hätte. Da die Party aber erst um 20 Uhr los ging und wir ja noch von Stuttgart nach Karlsruhe mussten, ließ ich Mann und Kind (der dann auch noch krank war) daheim.

Stylingtechnisch wurde es dann doch „nur“ ein Kleid mit ausgestelltem Schwinge-Rock und dazu die Strickjacke von meiner Hochzeit. Ich erinnere mich, dass damals jemand diese Jacke als Bettjäckchen bezeichnet hat. Danke auch dafür noch einmal.

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Die „geht-immer“-Quiche, z.B. mit Mangold

Seit November 2013 beziehen mein Mann und ich eine wöchentliche Gemüsekiste. Anders als eigentlich gedacht, bestellen wir nicht immer die gleiche Kiste, z.B. Mixkiste Regional 20€ (der Inhalt wechselt wöchentlich), sondern stellen unsere Bestellung jede Woche neu zusammen. Es fängt mir der Auswahl der Kisten an. Da wir viel Obst und Gemüse für unsere Vesperboxen brauchen, landen wir oft bei der Bürokiste mit 1/4 Gemüse für 20€. Da ist alles drin, was wir für die Woche brauchen. Dann ergänzen wir den Rest nach Bedarf. Manchmal ist es auch eine gemischte Kiste, in der dann auch viel Gemüse drin ist, das wir „verkochen“ müssen: Spinat, Broccoli, Sellerie, Lauch, Mangold. Letzteres kam bei mir früher nie auf den Tisch. Ich bin nie in den Supermarkt gegangen und habe gesagt: „Heute will ich Mangold kaufen!“ Seit wir die Kiste aber beziehen, ist im Winter oft alle zwei Wochen Mangold dabei. Am Anfang wusste ich nicht so richtig, was ich damit anfangen sollte. Ich hatte gelesen, dass man ihn wie Spinat kochen kann, der weiße Teil aber bissfester bleibt. Wie Mangold schmeckt? Ich finde ja, ganz ähnlich wie Spinat, ein bißchen erdiger und feiner…. Es ist wie immer schwer zu beschreiben.

Gemüsekiste Anna im Backwahn

Ich koche Mangold gerne als Rahmgemüse: Klein schneiden, waschen, Zwiebeln dünsten, Mangold druff, mit ein bißchen Brühe oder Wasser ablöschen, ein bißchen köcheln lassen, Crème Fraiche oder Frischkäse drunter, abschmecken und in Pfannkuchen füllen oder zu Fleisch servieren. Soweit die einfache Version für daheim oder wenn es schnell gehen soll. Da ich aber mit meinen Kollegen einen Deal habe, dass jeder von uns ein Mal die Woche was zum Mittagessen mitbringen soll, habe ich mir ein Rezept überlegt, das ich am Abend zuvor zubereiten kann und das wir dann kalt oder aufgewärmt zum Mittagessen genießen können. Und so ist die Mangold-Quiche entstanden. Woraus wiederum die „geht-immer“ und „welches-Gemüse-haben-wir-noch-im-Kühlschrank“-Quiche wurde.

Mangold-Quiche

Ich bin ja eigentlich kein ausgesprochener Fan von Mürbeteig, allerdings scheine ich bisher immer das falsche Rezept verwendet zu haben. Also habe ich mal meine Mutter gefragt, wie sie denn Mürbeteig macht und heraus kam das folgende Rezept.

Zutaten für Mürbeteig (26er Form)

  • 250gr Mehl
  • 125gr Butter
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz
  • 5EL kaltes Wasser nach Bedarf

Als ich klein war und meine Mama und ich Mürbeteig gemacht haben, haben wir diesen auf einem Backbrett gehackt. Mehl mit Salz auf das Brett gegeben, die Butter in kleinen Flöckchen darauf verteilt und erstmal grob gehackt, dann das Ei untergehackt und bei Bedarf mit Wasser angefeuchtet, damit ein fester Teig entsteht. Ich habe seit letztem Jahr eine Küchenmaschine mit Messereinsatz und die kann das genau so gut. Der Vorteil hierbei ist, dass ich die Butter direkt aus dem Kühlschrank verarbeiten lässt. Je kälter die Zutaten, desto schichtiger der Teig nach dem Backen. Ich schmeiße also alle Zutaten bis auf das Wasser in die Küchemaschine und diese zerhäckselt das Ganze erstmal zu einem groben Pulver. Dann gebe ich nach und nach die Esslöffel Wasser hinzu und schon wird wie durch Zauberhand ein geschmeidiger Teig draus. Das Ganze dauert keine Minute. Natürlich geht das Ganze auch in einer Küchemnaschine mit Knethaken, da solltet ihr die Butter aber in kleine Flöckchen schneiden. Die fertige Teigkugel packe ich in Frischhaltefolie ein und lege sie in den Kühlschrank auf die Glasscheibe. Dort sollte der Teig ca. 30 Minuten ruhen. Dies gibt uns Zeit, die Füllung vorzubereiten.

Zutaten für die Füllung

  • Gemüse nach Geschmack: z.B. eine Stange Mangold ODER 1/2 Stange Mangold, 5 kleine Kartoffeln, 10 Nürnberger Würstchen ODER 100gr Schinken, 2 Hände voll TK-Erbsen, ein paar Röschen Brokkoli (ihr seht, die Kombinationsmöglichkeiten sind unendlich)
  • 2 Eier
  • 250ml Sahne
  • 200gr geraspelter Bergkäse
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Muskatnuss

Den Mangold klein schneiden, waschen und abtropfen lassen. Dann in einer Pfanne etwas Öl erhitzen und den Mangold darin auf kleiner Flamme anbraten. Wer möchte, kann noch Zwiebeln hinzugeben, darauf verzichte ich aber für Büroessen.

Für die Füllung mit Kartoffeln habe ich diese und den Mangold auch wieder klein geschnitten (2-3cm Stücke) und in eine Pfanne gegeben, deren Boden mit Wasser bedeckt ist. Dann den Deckel drauf und Kartoffeln und Mangold dünsten bis das Wasser weg ist. Eine Prise Salz darüber geben. In einer weiteren Pfanne habe ich die kleingeschnittenen Nürnberger Würstchen angebraten.

Für die Füllung mit Erbsen und den klein geschnittenen Brokkoli habe ich beides für 2 Minuten in kochendes, gesalzenes Wasser gegeben und danach abgesiebt. Den Schinken habe ich in Stücke geschnitten.

Mangold-Kartoffel-Nürnberger-Quiche

Vorbereitung des Bodens (Ofen auf 200° Umluft vorheizen)

Den Mürbeteig aus dem Kühlschrank holen und auf einer eingemehlten Platte ausrollen. Dann eine 26er-Springform mit Fett einreiben und die Teigplatte darin festdrücken. Das Teiginnere mit Backpapier auslegen und mit getrockneten Bohnen beschweren. Den Teig für 15 Minuten bei 200° auf einem Blech blind backen, 2. Stufe von unten. Dann die Bohnen und das Backpapier entfernen und den Ofen auf 175° runterschalten.

Den halb gebackenen Boden mit dem Gemüse füllen. Für die Eiermasse die Eier, die Sahne und den Käse vermischen, nach Geschmack würzen und das Ganze über das Gemüse geben. Es sollte alles abgedeckt sein. Die Quiche nun bei 175° auf dem Backblech für 40-45 Minuten backen. Sollte der Käse zu dunkel werden, einfach mit Alufolie abdecken.

Diese Quiche macht 4 erwachsene Personen ordentlich zum Mittagessen satt. Ich serviere auch gerne grünen Salat dazu, das ergänzt sich schön. Sie schmeckt warm oder kalt und lässt sich portionsweise auch toll einfrieren. Auch auf einem Partybuffet würde sie sich toll machen. Falls ihr sie ausprobiert, hinterlasst mir doch einen Kommentar, welches Gemüse ihr genommen habt, ich bin immer auf der Suche nach neuen Ideen.

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[Pausenbrot- und Lunchboxwoche] Miri von Miris Jahrbuch: Summer Rolls

Danke für euer Interesse an meiner Themenwoche. Eure Kommentare hier, auf Facebook und Instagram haben mir gezeigt, dass sich viele von euch dafür interessieren und Inspiration suchen. Heute starten wir hier mit der ersten Gastbloggerin. Miri von Miris Jahrbuch ist angehende Lehrerin, Genussmensch und Lebensfreude auf zwei Beinen. Sie hat euch eines ihrer Lieblingsrezepte mitgebracht, das ihr entweder frisch zu Hause oder eben als Lunchbox mitnehmen könnt.

Hallo liebe Leser von Anna im Backwahn!

Hier schreibt Miri und ich habe noch nie eine Motivtorte gebacken – zum Glück darf ich hier aber trotzdem dabei sein, denn Annas schöne Pausenbrot- und Lunchbox-Aktion interessiert mich schon aus Eigeninteresse sehr und ich bin gespannt, welche Ideen ich im Laufe der Woche hier finden werde.

Sich bei der Arbeit in der Schule oder unterwegs günstig und gut mit Essen zu versorgen ist nicht immer einfach – es sei denn, es gibt eine wirklich gute Kantine, die abwechslungsreich und gut kocht. Diesen Vorteil genießt mein Mann jeden Tag, weil er für eine ziemlich große Firma arbeitet. Bei mir, als Lehrerin, sieht es etwas anders aus – zwar beglückt mich der Schulkiosk bereits morgens vor halb 8 mit dem durchdringenden Geruch von warmen Fleischkäsweckle, die fallen für mich nicht nur wegen der Uhrzeit raus, sondern auch weil ich keinen Weizen essen kann. Die Unverträglichkeit verhindert (zum Glück, möchte ich fast sagen) auch, dass ich mir die tägliche Laugenbrezel beim Bäcker hole. Meine Schüler und viele Kollegen sind da zwar etwas härter im Nehmen und essen vormittags irgendwas vom Bäcker und mittags im Grunde abwechselnd „beim Mäcces“ und „beim Döner“, aber besonders toll ist das nun ja nicht. (Meine Schüler sind übrigens erwachsen und keine kleinen Schulkinder, die halt essen (müssen), was sie von zu Hause mitbringen – das möchte ich hier gerne ergänzen, denn ich weiß, dass bereits an vielen Schulen Eltern und Lehrer sehr darauf achten, was die Kinder essen.)

 

Ich habe heute auch ein einfaches Rezept mitgebracht, das man wunderbar in der Mittagspause essen kann – für die große Pause wäre es mir dann doch etwas zu herzhaft:
Summer Rolls mit Hühnchen und dazu ein leckerer Erdnuss-Dip. Wer mir auf Instagram folgt, weiß ja sicher schon, dass ich eine sehr große Vorliebe für Erdnusssoße habe und der Dip ist einfach nur die kalte Version davon. Da das ganze Gericht kalt ist und nicht erwärmt werden muss, ist es auch für mikrowellenlose Arbeitsplätze und unterwegs geeignet – zuletzt habe ich sie zum Dîner en blanc-Picknick mitgenommen.

Für die Summer Rolls braucht Ihr:

Reispapier
Glasnudeln
Gemüse (Ich habe Salatgurke, Karotte und Frühlingszwiebel genommen.) Salatblätter
Putenbrustfilet
Salz, Pfeffer, Gewürze nach Wunsch für das Fleisch

Das Gemüse und auch das Fleisch könnt Ihr natürlich variieren, es passen auch gut Lachsstreifen oder Garnelen. Bei fischigen Varianten passt auch Avocado super, finde ich. Natürlich kann man das Gericht auch komplett vegetarisch bzw. vegan halten – oder keine bzw. andere Nudeln nehmen etc. Es ist wirklich ein Gericht, das allein Euer Geschmack und ein bisschen der aktuelle Kühlschrankinhalt bestimmt. 🙂

Zunächst sollten alle Zutaten vorbereitet werden, dann kann man beim Einrollen der Summer Rolls zügig arbeiten und muss nicht zwischendurch nochmal schneiden etc. Das Gemüse schneidet Ihr in feine Streifen, weicht die Glasnudeln in Wasser mit etwas Salz ein (oder bereitet sie nach Packungsanleitung zu), wascht den Salat, würzt und bratet das Fleisch und schneidet es ebenfalls in Streifen. Das Fleisch und die Nudeln sollten abgekühlt sein, wenn Ihr mit dem Einrollen beginnt.

Hierzu werden die Reispapierblätter einzeln in lauwarmes Wasser gelegt, in dem sie nach kurzer Zeit ganz weich werden. Dann werden die Zutaten an das untere Ende des Reispapiers gelegt und fest eingerollt. Das an den Seiten überstehende Reispapier wird einfach nach innen geklappt und die Rolle hält von selbst zusammen. Das Rollen erfordert etwas Übung, aber ist wirklich gut machbar – und aus eigener Erfahrung kann ich Euch versprechen, dass auch unförmige Summer Rolls sehr gut schmecken!

Und das braucht Ihr für den Erdnuss-Dip für eine Portion:

50g Erdnussbutter (mit oder ohne Crunch ist Geschmackssache)
30ml Wasser
1/2 Knoblauchzehe (je nach Größe und Geschmack mehr oder weniger), gepresst oder ganz ganz fein gehackt
1/2 TL brauner Zucker
1 TL ( Sambal Olek (je nach Geschmack und gewünschten Schärfegrad mehr oder weniger- einfach ausprobieren)
1 EL Sojasoße (Ich habe weizen- und glutenfreie genommen, aber geschmacklich macht das keinen Unterschied.)

Hier müsst Ihr einfach nur alle Zutaten miteinander vermischen. Ich würde dazu raten, den Sambal Olek nach und nach einzurühren und hin und wieder mal zu probieren. Ein wenig zieht der Dip auch noch nach, sprich wird schärfer, wenn er aufbewahrt wird.

Die Summer Rolls packe ich einfach in eine Brotdose und nehme sie mit. Sie sind ein bisschen klebrig, aber sie halten es ganz gut aus, wenn man sie zusammen verpackt – wer ganz große Angst hat, dass sie zusammenkleben, kann ein Stück Butterbrotpapier dazwischen legen, dann passiert nichts. Essen kann man sie ganz einfach mit den Fingern, wenn sie schön fest gerollt sind, sonst braucht man vielleicht noch eine Gabel.

Und nun bin ich gespannt, ob Ihr Kuchenfreunde auch herzhafte Summer Rolls mögt – oder direkt mit einer süßen Variante um die Ecke kommt. 🙂