Eine Torte zum Ruhestand oder „mein Mann kann alles“

Torte zur Rente_Gartentorte
Torte zur Rente_Gartentorte

Auch wenn heute Muttertag ist, möchte ich euch heute eine Torte zeigen, die bereits letztes Jahr zum Ruhestand meines Schwiegervaters entstanden ist. Das Besondere daran ist nicht nur das schöne Ergebnis, sondern die Tatsache, dass mein Mann diese Torte für seinen Vater gemacht hat. Bis auf kleinere Anleitungen hat er wirklich alles selber gemacht. Er hat einen Karottenkuchen gebacken, diesen mit selbstgemachter Buttercreme eingestrichen und mit Fondant eingedeckt und verziert.

Im Gegensatz zu meiner ersten Torte sieht seine sehr, sehr ordentlich aus. Das liegt wohl daran, dass er ein viel geduldigerer und präziserer Mensch ist als ich. Mein Schwiegervater hat sich jedenfalls sehr gefreut und geschmeckt hat sie wohl auch ganz gut. Und das ist ja genauso wichtig wie das Aussehen.

Das Lieblingsmöbelstück im Haus – mein Tortenschrank

Als Herr M. und ich vor bald zwei Jahren zusammen gezogen sind, konnte ich mein Glück kaum fassen, als er sagte: „Ja, ich dachte der eine Schrank im Wohnzimmer ist für deine Tortensachen reserviert.“ Jackpot, würde ich mal sagen 🙂 Letztes Jahr im November sind wir in eine größere Wohnung gezogen und mussten die 4 Meter Einbauschränke im Wohnzimmer ersetzen. Einbauschränke sind ja Spießertum schlechthin – dachte ich früher immer. Aber dann lebt man allein, studiert so Literatur, häuft Bücher an ohne Ende, ist dann fertig damit, kann sich von keinem der Bücher trennen, beginnt ein neues Hobby „Backen + Motivtorten“, daraus ergibt sich ein weiteres Hobby „Bloggen“, beides gipfelt in Anhäufung von verschiedenen Werkzeugen, Materialien und Fotoaccessoires und -zack- ist das schicke, offene Regal irgendwie nicht mehr so super, eher schon unpraktisch.

Tortenschrank Anna im Backwah

Als wir also in unsere jetzige Wohnung gezogen sind, war alles möglich. Und da ich mittlerweile wirklich vieles für meine verschiedenen Hobbies (Fotografieren kam irgendwo auf dem Weg dazu) besitze und dies gerne so geordnet wie möglich unterbringe, damit ich alles griffbereit habe, musste ein ausgeklügeltes und gleichzeitig hübsches System her. Eines, das sich unauffällig in die „Landschaft“ des Wohnzimmers einfügt, und trotzdem genug Stauraum bietet. Für das Wohnzimmer wählten wir als bekennende Möbelschwedenliebhaber ein modulares System mit verschiedenfarbigen Fronten, verschieden großen Schubladen und Tiefen. Die Größe meines Schrankes durfte 180x230cmx40 BxHxT betragen. Und die hab ich voll ausgenutzt, kann ich euch sagen 🙂

Eigentlich wollte ich euch meinen Tortenschrank zusammen mit meiner Küche im Rahmen des Events „Behind the Scenes“ von Stephanie von Kleiner Kuriositätenladen zeigen, aber ich bin so unzufrieden mit der Küche, dass ich sie nur mit Widerwillen fotografiert habe und sie es dann letztendlich nicht auf den Blog schaffen wird. Ihr solltet euch trotzdem das Event und alle darin erscheinenden Küchen von Bloggern anschauen, es macht wirklich Spaß.

Tortenschrank offen Anna im Backwahn

Nach der Spießigkeit des Stauraumes musste ich mich der Ordnung halber auch noch der Spießigkeit der Aufbewahrungselemente widmen. In unserer alten Wohnung hatte ich einen Tortenschrank mit vielen, auch sehr großen Schubladen. Durch die Besteckeinteilungen fanden viele kleine Sachen super ihren Platz. In diesem Tortenschrank wollte ich nur ganz unten hohe Schubladen haben, da es praktischer ist, von oben hinein zu schauen, als in einen Schrank ganz nach hinten krabbeln zu müssen. Bei einem unserer unzähligen Besuche beim Schweden sind wir dann bei diesem Teil gelandet. Soweit ich weiß, ist es eigentlich dafür gedacht, in eine größere Box integriert zu werden, um den Raum besser auszunutzen. Aber da die Maße wie geschaffen sind für die Korpusse meines Tortenschrankes, habe ich davon einige mitgenommen. Der Griff in der Mitte ist besonders praktisch, wenn ich genau nur diese eine Box in die Küche mitnehmen will.

Für sehr kleine Sachen wie Tüllen, Farben und Masking Tape habe ich mir Boxen mit kleinen Einteilungen geholt. Sie sind ähnlich dieser hier, heißen aber anders. Ihr müsstet in der Abteilung „Waschküche“ danach fragen, wenn ihr so eine sucht. Der Vorteil dieser Art Einteilung ist, dass ich durch den durchsichtigen Kunststoff hindurch sehe, was drin ist. Zusätzlich hatte ich geplant (wenn dann mal alles seinen Platz gefunden hat), die einzelnen Boxen mit dem Dymo zu beschriften. Der hat aber vor kurzem die Grätsche gemacht, also muss das noch warten.

Bevor ich gleich los lege, möchte ich noch ein Wort zu der Intention dieses Artikels sagen. Ihr werdet gleich jede Menge Material sehen. Ganz viele Sachen, die ich einfach hübsch finde. Einige brauche ich wöchentlich, manche nur ab und zu. Alles zusammen gehört zu meinem Hobby, das ich mittlerweile seit über vier Jahren verfolge. Ich will mit diesem Artikel weder angeben, noch irgendjemanden neidisch machen. Ich will euch nur zeigen, wie man die Utensilien für ein Hobby, dessen Ausläufer riesig sind, schön unterbringen kann. Natürlich ist das auch nicht die einzige Art und Weise. Sollte jemand eine andere schöne Art Tortenschrank haben und bereits im Blog gezeigt haben, freue ich mich über einen Link im Kommentar.

Und jetzt geht’s los!

Diese beiden Bilder sind ein bißchen irreführend, denn in diesem Haushalt gibt es noch einige mehr Koch- und Backbücher, aber die waren grad in der Küche und in den Workshopunterlagen und so. Aber das sind quasi meine Bücherregale, auf die Leisten kommen immer die Neuesten oder die Liebsten.

Tortenschrank Einteilungen Anna im Backwahn

Im linken Bereich habe ich alles untergebracht, was zum Dekorieren für Torten nötig ist.

Hier im Bild (weiße Tür) oben links: Basiswerkzeug, oben rechts: Schaschlikspieße und Strohhalme zum Stabilisieren und Fixieren von Torten und Figuren, darunter: Foam Board, Mouldingtabletts, und alles für Cake Pops, Mitte links: Streusel aller Art, Mitte rechts: Ausstecher für Blumen, Schmetterlinge, Blätter mit Auswerfer.

(Grüne Tür) Mitte links: Tüllen und Spritzbeutel, Mitte rechts: Masking Tape, darunter: Blossom Sugar Ausstecher, daneben: Farben, darunter: Bastelkram.

Tortenschrank Anna im Backwahn

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Lebensmittelfarben sind immer ein bissel schwierig. Wenn man eine Torte macht, braucht man ja meist mehrere Farben. Und damit ich nicht wegen jeder einzeln laufen muss, habe ich alle zusammen in eine Box gepackt.

Tortenschrank Farben Anna im Backwahn

In den Schubladen im linken Drittel habe ich Verpackungen untergebracht. Zum einen für Muffins oder größere Torten oder Kuchen. Und zum anderen für alles andere: Reste von Salaten, Kekse oder Tiramisu. Ich bin großer Fan der Takeaway Verpackungen. Besonders die chinesischen Boxen mag ich sehr als Geschenkverpackung für Kleingebäck.

Tortenschrank Verpackungen

Tortenschrank Verpackungen

Im mittleren Drittel habe ich direkt unter der Decke die Sachen untergebracht, die ich nicht so oft brauche. Auf dem Schrank: der Drehteller zum Einstreichen von Torten. Und darunter eine Tortenplatte für den Herbst, eine auseinandergebaute Etagere und Glasgeschichten für Smoothies oder Dekorationen oder Kuchen im Glas.

Tortenschrank Gläser Anna im Backwahn

Im Fach darunter habe ich meine Mason Jars aus den USA untergebracht und noch eins weiter unten Cupcakesets und Fondant. Der 7 Kilo Eimer steht im Abstellraum im Regal.

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Darunter (ungefähr auf Brusthöhe) kommen einige Ausstecher für Kekse und Fondant. Die kommen gerade im Winter bzw. vor Weihnachten wieder und wieder zum Einsatz. Ich lege mir jedes Jahr einen oder zwei besondere zu, z.B. einen übergroßen Lebkuchenmann.

Tortenschrank Ausstecher Anna im Backwahn

Ein Fach weiter unten habe ich Kuchenformen aus Papier und Partybesteck untergebracht. Außerdem noch jede Menge Verpackungsmaterial wie kleine Teetüten, Cellophantüten und Candybags aus den USA.

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In den beiden unteren Schubladen sind jede Menge Verpackungen von Ausstechern, für den Fall, dass ich die mal weiter verkaufe.

Im rechten Drittel sind ganz oben Goodies aus Goodiebags und Verpackungen, von denen ich mich nicht trennen mag 🙂 Darunter stehen meine Bonbon-Gläser für Candy Bars.

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In den zwei Fächern darunter seht ihr meine Props für Foodfotografie inklusive Paper Straws und zwei von, äh, 25 Tortenplatten, da dieser Platz relativ eingeschränkt ist, muss ich mich wirklich sehr zusammen reißen, diesen Teil der Sammlung nicht größer werden zu lassen 😉

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Und natürlich dürfen in einem Tortenschrank auch Muffinförmchen nicht fehlen. Meine Lieblingsformen sind die Tulpenmuffinförmchen, die könnte ich eigentlich mal wieder verwenden.

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Noch ein Fach weiter unten (bald ist’s vorbei, ich verspreche es) kommen weitere Backformen aus Papier und Servietten. Dazu Tabletts und Platten aus Porzellan, Schiefer und Holz. Habt ihr mit so großen Teilen auch immer Probleme? In der Küche bekomme ich solche großen Teile nie unter.

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In den unteren Schubladen habe ich Cakeboards, zumindest bis 25cm, untergebracht und daneben Textilien für die Foodfotografie.

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Und in der allerletzten Schublade sind meine heißgeliebten Smoothiebecher. Wir mussten für die letzte Aktion das 100er Pack kaufen. Aber so nach und nach brauchen wir sie alle auf. Ich finde die infach perfekt, um Kleinigkeiten zu verschenken.

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Beim Einrichten des Tortenschrankes habe ich versucht, die thematisch zueinandergehörigen Materialien zusammen unterzubringen. Aber wie das so ist, hat man einmal alles untergebracht, kauft man sich was Neues und schon ist die ganze Ordnung dahin. Oder genau das eine Teil ist zu groß für das Regal. Ich weiß, ich weiß, das sind Probleme 🙂

Seit ich den Tortenschrank habe, habe ich all meine Materialien im Blick und kann mit einem schnellen Griff alles finden. Das nächste Projekt ist dann also: drei Kisten Backformen genauso übersichtlich unterbringen. Wenn es Ergebnisse dazu gibt, geb ich Bescheid!

„Jetzt hat die doch tatsächlich ihren Geburtstag vergessen!!“

Äh, ja, so ist es! Anna im Backwahn ist im Mai 4 Jahre alt geworden und irgendwie ist das an mir vorbei gegangen bei all den Projekten, die ich im Moment habe.

Aber falls ihr Lust habt, machen wir gemeinsam einen kleinen Rückblick und schauen, was ich letztes Jahr so alles gemacht habe 🙂

Mai 2013

Anfang Mai habe ich eine Bridal Shower für meine Freundin Sarah geschmissen und konnte ein paar befreundete Blogger dazu gewinnen. Schön, dass ich Sarah bald wieder sehe.

 sarah_bridal-shower_anna(Logo von Dreierlei Liebelei)

Außerdem habe ich ein wunderbares Projekt mit wunderbaren Fotografen realisiert (hatte ich schon erwähnt, dass die beiden nur wenige Monate später meine Hochzeit auf Film gebannt haben?): ein blau-weißer Candytable mit Avec Amis. Immer noch eines meiner Lieblingsprojekte aller Zeiten (schaut euch das Video an – dann wisst ihr warum).

Anna im Backwahn by Avec Amis - Die Hochzeitsfotografen-22 Weiterlesen

Der Supergau am Sonntagmorgen – Zweierlei Kuchen im Glas

Vor einigen Wochen bat mich eine Freundin um einen Gefallen. Sie wollte auf einem Frühlingsmarkt einige Kuchen im Glas verkaufen, hatte aber mit Familie zu viel um die Ohren. Also griff ich ihr ein bißchen unter die Arme. Sie weiß ja, dass ich immer gerne ein paar Rezepte für den Blog ausprobiere. Sie wünschte sich ein bißchen was Außergewöhnliches, aber nicht zu außergewöhnlich, da die Schwaben ja nicht besonders experimentierfreudig sind. Also habe ich ihr angeboten zwei verschiedene Rührkuchen im Glas zu machen, zum einen einen Schokokuchen mit Irish Cream und zum anderen einen Maracujakuchen mit Kokos.

_IMG_0617 Weiterlesen

Ich will ein Macher sein – und was das mit der Tortenshow zu tun hat

Z8_Die Tortenshowtorte_HIGHSeit ich diesen Blog vor fast vier Jahren gestartet habe, ist mein Leben ziemlich aufregend gewesen. Ich hab vieles erlebt, viele Menschen kennen gelernt und viel über mich selbst erfahren. Meine Träume haben sich verändert. Ich habe Wünsche und Leidenschaften entwickelt, die mir vorher nicht bewusst waren.

Seit ich blogge, teilt sich meine Welt unter anderem in Macher und Zuschauer. Grundsätzlich sind für mich alle Blogger Macher, denn sich hinsetzen, kreativ sein und dies mit anderen teilen ist Machen schlechthin. Ich saß lange Zeit unter den Zuschauern und egal um welches Thema es sich handelte, ich hatte mehr und mehr das Bedürfnis (noch mehr) auf der Seite der Macher zu stehen. Tatsächlich ist das in meinem Fall keine Seite, sondern vorne. Denn die Macher im Bereich Bloggen standen vorne, bei Workshops und Konferenzen. Und auch die Macher beim Thema Motivtorten standen vorne. Oder eben auch hinter der Absperrung, bei den Wettbewerbstorten. Sie hatten Schautorten eingereicht oder sie waren sogar Jurymitglieder. Oder Shopinhaber. Oder sie haben Vorträge gehalten. Oder alles auf einmal.

2014 war mein ganz persönliches Macher-Jahr. Seit Januar sind mein Mann Herr M. und ich mit unserem Projekt AnnaundHerrM  online und bisher haben bereits 29 Bloggerinnen und Bloggerinnen-to-be teilgenommen. Die Workshops sind anstrengend, weil wir versuchen, so viele interessante Themen wie möglich abzudecken, aber gleichzeitig machen sie so viel Spaß, dass wir hinterher immer zufrieden sind.

Und dann kam die Anfrage, auf die ich wartete, seit ich Motivtorten mache. Die Mannheimer Abendakademie fragte mich, ob ich denn einen Anfängerkurs für Motivtorten geben könnte. Und klar kann ich! Diese Anfrage kam in erster Linie zustande, weil ich selber damals meinen Anfängerkurs dort gemacht habe. Und wie es so ist, wenn man gerade dabei ist, dann kommen andere nach. Und so freute ich mich sehr, als Silvia von Torten-art.de  mich fragte, ob ich denn auch bei ihr ein paar Basiskurse geben könne. Und so stand ich also vorne, nicht wie aus dem Nichts, sondern mit einigem an Arbeit und Vorbereitung.

Oft werde ich auch gefragt, warum ich mir denn noch zusätzlichen Stress zu meinem Vollzeitjob und dem Blog antun würde und was denn so toll an diesen Kursen sei. Meine Antwort ist ganz einfach: Es macht Spaß und ich bin gut darin. Mehr Gründe brauche ich nicht. Letztendlich befolge ich einfach meinen eigenen Rat, den ich meinen Teilnehmerinnen aus dem Workshop immer mitgebe: Blogge über das, wofür du brennst! Und das mache ich: Ich gebe Workshops über meine zwei großen Leidenschaften – Motivtorten und Bloggen.

Und deswegen (und hier schließt sich der Kreis), habe ich mich besonders gefreut, als Katja von der Tortenshow in Hamburg mich gefragt hat, ob ich Lust und Zeit hätte, Vorträge über das Thema Bloggen auf der Tortenshow 2014 im Oktober zu halten. Zudem möchten wir gerne ein kleines Come-together abhalten, ähnlich wie einen Bloggerstammtisch, um ein paar Themen gemeinsam zu diskutieren, die Blogger besonders interessieren.

Und so wird das Ganze grob aussehen (die Themenauswahl kann sich nochmal ändern):

  • Vortrag „Bloggen für Anfänger“: Namen aussuchen, Layout, Artikel schreiben, Alles rund ums Rechliche
  • Vortrag „Bloggen für Fortgeschrittene“: Alles rund ums Rechtliche, Zeitmanagement, Mediakit, Kooperationen und Werbung
  • Vortrag „Foodstyling“: Kameratipps, Licht und Schatten, die wichtigsten Foodstylingregeln, Arbeiten mit Accessoires und Textilien
  • Bloggerstammtisch: offene Diskussion über verschiedene Blogger-relevante Themen

Ich hoffe, einige von euch bei meinen Vorträgen zu sehen. Ab wann ihr die Tickets dafür kaufen könnt, wird auf der Facebookseite der Tortenshow und auf der Homepage veröffentlicht.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

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