Ein Blogstöckchen von Stadt, Land, Job + Streuselkuchen mit Zwetschgen und Äpfeln

Blechkuchen mt Streuseln Apfel Zwetschge Anna im Backwahn

Unter Bloggern gibt es ja verschiedene Möglichkeiten, sich gegenseitig Bälle zuzuwerfen: Awards verleihen, in Artikeln verlinken oder eben Blogstöckchen werfen. Das Wort finde ich irgendwie seltsam, wir sind doch keine Hunde, oder? Und bei nem Staffellauf laufen wir ja auch nicht mit. Aber bildlich gesehen geht es wohl darum. Und weil ich schon ne Weile nicht mehr bei sowas mitgemacht habe, beantworte ich heute die Fragen von Heike von Stadt, Land, Job.

  • Fahrrad oder Auto? Nachdem meine Schwester mal eine Mördertour auf dem Fahrrad mit mir machte (an deren Ende ich den Berg runter fiel), habe ich das Fahrrad damals abgeschlossen und den Schlüssel weg geworfen. Seitdem habe ich kein Fahrrad mehr angefasst. Damals war ich sechs Jahre alt. Also eher Auto. Obwohl ich in letzter Zeit viel zu Fuß mit Kinderwagen unterwegs bin. Neulich haben wir den Wochenendeinkauf zum Beispiel zu Fuß gemacht, starke 6 Kilometer und 9000 Schritte.
  • Torte oder Kuchen? Ich verstehe das ODER in der Frage nicht 🙂
  • Meer oder Berge? Meer, immer Meer. Oder Ostsee, auf jeden Fall was mit Wasser. Berge geben mir nix, außerdem wird mir beim Autofahren in den Bergen schlecht.
  • Pop oder Rock? Eher Pop, aber auch ein bißchen Elektro. Am liebsten Muse und Coldplay, Snow Patrol und The Script und natürlich Kettcar.
  • Instagram oder Flickr? Flickr kenn ich nicht, also Instagram.
  • Haus oder Wohnung? Meine Familie und ich wohnen in einer 3-Zimmer-Wohnung in Stuttgart.
  • Dialekt oder Hochdeutsch? Ich lebe seit 33 Jahren in Stuttgart, der Dialekt ist hier nicht so ausgeprägt wie auf dem Land in Ba-Wü. Trotzdem hört man, wo ich her komme. Vor allem im Gespräch mit meinen Eltern schwäble ich schon ziemlich.
  • Mathe oder Deutsch? Ich habe deutsche Literatur- und Sprachwissenschaften studiert. Ich liebe Geschichten, die erzählt werden, und ich liebe die deutsche Grammatik. Zahlen hingegen sind nicht meine Freunde.
  • WordPress oder Blogger? WordPress.com von Anfang an.
  • Choleriker oder Stoiker? Weder noch. Ich würde mich selber als extrovertiert bezeichnen, mit Hang zum Jähzorn bei den Themen „rücksichtslose Autofahrer,  Falschparker auf Behindertenparkplätzen, fremde Babyantatscher und Rassismus aller Art“.

Normalerweise soll man neue Fragen stellen, um das Stöckchen weiter zu reichen. Da ich aber niemanden nötigen möchte, mit zu machen, stelle ich eine Frage, die jeder von euch beantworten kann. Entweder in Form eines Tagebuchartikels auf dem Blog oder als Kommentar hier drunter: Was habt ihr gestern am Samstag gemacht?

Und damit es heute nicht nur um mich geht, gibt es noch das Rezept für einen sehr leckeren Blechkuchen mit Streuseln, den ich kürzlich (also als noch Zwetschgenzeit war), gemacht habe.

Blechkuchen mt Streuseln Apfel Zwetschge Anna im Backwahn

Zutaten:

  • 1 Würfel Hefe
  • 120gr Zucker
  • 250ml lauwarme Milch
  • 450gr Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 60gr flüssige Butter
  • 500gr Zwetschgen
  • 5 Äpfel
  • 10

    0gr kalte Butter

  • 100gr Mehl
  • 50gr Haferflocken
  • 80gr Zucker
  • 1 ordentliche Prise Zimt
  • 2 EL neutrales Pflanzenöl

Für den Teig den Würfel Hefe, 20gr Zucker und 5 EL der lauwarmen Milch in eine Schüssel geben und die Hefe gehen lassen. In der Zwischenzeit in einer Rührschüssel das Mehl zu einem Haufen häufen und in der Mitte eine Mulde machen. Das Salz und den Zucker hinzugeben. Nach ca. 5 Minuten die gegangene Hefe in die Mulde geben und leicht mit dem Mehl verrühren. Dann die lauwarme Milch, die abgekühlte, flüssige Butter und das Ei hinzugeben und langsam verkneten. Den Teig ca. 5 Minuten lang kneten und dann auf der Heizung oder bei 38 Grad im Ofen mit einer Schüssel Wasser eine Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwetschgen waschen, entsteinen und in Hälften schneiden. Die Äpfel schälen, entkernen und vierteln. Die Viertel noch einmal in Scheiben schneiden. Die Butter, das Mehl, die Haferflocken, den Zucker und den Zimt in eine Schüssel geben. Dann das Ganze verkneten bis Streusel entstehen. Ich mache das immer mit einem Einweghandschuh, damit ich die Butter nicht an der Hand kleben habe.

Blechkuchen mt Streuseln Apfel Zwetschge Anna im Backwahn
Blechkuchen mt Streuseln Apfel Zwetschge Anna im Backwahn

Den Ofen auf 170Grad Umluft / 175Grad Ober-Unterhitze vorheizen. Dann den Teig auf der Arbeitsplatte ausbreiten und kurz durchkneten. Ein tiefes Backblech mit neutralem Öl einreiben und den Teig in die Mitte geben. Von dort aus den Teig mit den Fingerspitzen bis in alle Ecken schieben, so dass der Teig überall gleich dick ist. Dann die Zwetschgen und die Äpfel verteilen, entweder bunt gemischt oder halbe/halbe, so wie ich es gemacht habe. Einen kleinen Rand stehen lassen.

Dann die Streusel über den Kuchen verteilen. Wer hat, kann noch gestiftelte Mandeln verteilen. Den Kuchen bei 170Grad (bzw. 175Grad) ca. 25 Minuten backen oder bis der Rand goldbraun ist.

Quarktaschen mit Brösel und Zwetschgenkompott

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Manchmal denke ich wochenlang an eine bestimmte Speise. Eigentlich könnte ich einfach ins Restaurant gehen und diese dort bestellen, so geht es mir z.B. mit Sushi. Ich denke oft an Sushi und seit der Geburt meines Sohnes kann ich auch endlich auch wieder jede Menge davon essen. Letzte Woche sogar zwei Mal. Dann ist da noch Rehrücken und Salzburger Nockerln und Pfitzauf (eine schwäbische Süßspeise) und zuletzt waren es Quarktaschen. Eigentlich waren es nicht unbedingt Quarktaschen, sondern irgendwas, in dem warmer, gebackener oder gekochter Quark drin ist.

Ich habe es mit einem Quarkteilchen vom Bäcker probiert. Aber kennt ihr das? Ihr habt ne bestimmte Vorstellung, wie etwas schmecken soll, und wenn es nur ein bißchen davon abweicht, seid ihr frustriert. Und Food-Frustration (ich nenne es wegen der schönen Alliteration so) ist wirklich nicht schön. Sie nagt an einem und man denkt immer wieder an diese eine Speise.

Also habe ich mir ein Rezept überlegt, das bereits in meinem Kopf recht nah an meine Vorstellung ran kam. Und weil ich ein bißchen Zeit hatte (das Zeitfenster betrug 35 Minuten Baby-Mittagsschlaf), habe ich euch die Arbeitsschritte fotografiert.

Quarktaschen mit Brösel und Zwetschgenkompott Anna im Backwahn

Zutaten für 4 Portionen Quarktaschen

  • 1 Packung fertiger Nudelteig aus dem Kühlregal (wird nicht ganz aufgebraucht, ich habe aus dem Rest Lasagne für 2 gemacht)
  • 500gr Quark
  • 2 Eigelb
  • 2EL Zucker
  • Mark einer halben Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • 1 Eigelb

Zutaten für die Brösel

  • 100gr Butter
  • 100gr Semmelbrösel
  • 50gr Zucker

Zutaten für das Zwetschgenkompott

  • 20-30 Zwetschgen (ca. 250gr)
  • 1EL Zucker
  • 1 Prise Zimt
  • 100ml Apfelsaft

Als erstes wascht und schneidet ihr die Zwetschgen und gebt alles zusammen in einen Topf.

Quarktaschen mit Brösel und Zwetschgenkompott Anna im Backwahn

Das Ganze lasst ihr mit Deckel auf kleiner Flamme köcheln bis der Rest fertig ist. Zwischendurch umrühren. Falls die Flüssigkeit zu sehr verdampft, ein bißchen Wasser oder Saft nachschütten.

Quarktaschen mit Brösel und Zwetschgenkompott Anna im Backwahn

Dann bereitet ihr die Füllung vor. Gebt den Quark, den Zucker, zwei Eigelb, das Salz und die Vanille in eine Schüssel und verrührt alles gut.

Quarktaschen mit Brösel und Zwetschgenkompott Anna im Backwahn

Dann holt ihr den Teig aus dem Kühlschrank und schneidet ihn immer abschnittsweise in Quadrate. Ich habe mir schon vor ewiger Zeit mal so einen Raviolimaker gekauft, der jetzt endlich zum Einsatz kam.

Quarktaschen mit Brösel und Zwetschgenkompott Anna im Backwahn

In die Mitte des Quadrates gebt ihr einen Esslöffel Quarkmasse und streicht die Ränder mit dem dritten Eigelb ein.

Quarktaschen mit Brösel und Zwetschgenkompott Anna im Backwahn

Dann klappt ihr die Quadrate zu und drückt dabei die Luft ein bißchen mit raus. Achtet darauf, dass am Rand keine Falten sind, sonst quatscht euch da die Füllung nachher raus. Wer keinen Raviolimaker hat, kann an dieser Stelle die Ravioli mit einem Messer rund schneiden und den Rand mit einer Gabel fest drücken. Den Raviolimaker könnt ihr einfach zudrücken. Funktioniert wirklich gut. Den überstehenden Teig abschneiden.

Am besten ist es, ihr bereitet alle Taschen schon vor und gebt sie dann alle zusammen in den Topf. Ich habe eine Portion in einer Pfanne gekocht, dann aber festgestellt, dass ein Topf mit Wasser besser ist. Bringt das Wasser zum Kochen, bevor ihr die Taschen rein gebt, schaltet die Temperatur runter und gebt die Taschen in simmerndes, nicht kochendes Wasser. Wenn es kocht, kann es passieren, dass die Taschen reißen.

Quarktaschen mit Brösel und Zwetschgenkompott Anna im Backwahn

Wenn die Quarktaschen im Wasser schwimmen, gebt ihr die Butter für die Brösel in eine Pfanne. Wenn sie geschmolzen ist, gebt ihr die Semmelbrösel und den Zucker hinein. Ihr solltet immer gut rühren, weil der Zucker sonst zu sehr karamellisiert.

Die Quarktaschen könnt ihr nach 5 Minuten aus dem Wasser holen. Das geht am besten mit einer Schaumkelle. Die noch nassen Quarktaschen auf den Teller legen, mit Brösel bestreuen und das Kompott dazu servieren.

Quarktaschen mit Brösel und Zwetschgenkompott Anna im Backwahn

Wer statt der Brösel ein lowcarb-Topping verwenden möchte, kann geschmolzene Butter drüber geben. Harhar 😉

[sponsored product] Eine Gemüsekiste von deinbiogarten.de

Huhu ihr Lieben,

ich habe vor ein paar Wochen laut auf Facebook über die verschiedenen Möglichkeiten einer Biokiste nachgedacht. Kurz darauf hat sich deinbiogarten.de bei mir gemeldet und mir eine Kooperation angeboten. Ob es hier einen kausalen Zusammenhang gibt, weiß ich nicht. Da ich ja aber sowieso mal eine Gemüsekiste testen wollte, habe ich zugesagt und so habe ich vor zwei Wochen eine Kiste zu mir nach Hause bekommen.

deinbiogarten.de sagt über sich selbst:

deinBiogarten.de ist Dein Bioladen, der 24 Stunden täglich offen hat und Dir knackig frisches Bio-Obst und Bio-Gemüse sowie viele weitere Bio-Lebensmittel bietet. Ab sofort musst Du nicht mehr in den Biosupermarkt hetzen und die Einkäufe nach Hause schleppen, denn bei uns kannst Du zertifizierte Lebensmittel online bestellen und nach Hause liefern lassen – oder ins Büro. ……. Eine ausgewogene Ernährung ist eine wichtige Voraussetzung für eine gesunde Lebensweise. Bei deinBiogarten.de kannst Du ganz einfach per Mausklick Deine Bio-Kiste bestellen und Dich auf ausgesuchte Bio-Produkte freuen, die nicht nur Dein Wohlbefinden stärken, sondern auch einen hervorragenden Geschmack haben. Dass wir Dir nur ausgesuchte Bio-Lebensmittel präsentieren, ist für uns selbstverständlich, denn wir möchten Dir eine einzigartige Qualität bieten.

Klingt ja an sich ganz gut. Also habe ich für den Gutschein, der mir zur Verfügung gestellt wurde, eine Gemüse-Beziehungskiste bestellt und noch einmal lila Möhren und einen Kürbis. Ich habe das Porto noch drauf gezahlt, ohne die Extrawürste wäre das nicht nötig gewesen.

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Die Bestellung habe ich am Montag ausgelöst, der Liefertermin war auf Mittwoch gesetzt, die Kiste kam leider erst am Freitag. Ich habe festgestellt, dass das Gemüse relativ schnell schimmelte (Kürbis schimmelt normalerweise nicht nach einer halben Woche). Ob das daran lag, dass das Gemüse die drei Tage eingepackt in der Kiste lag, kann ich nicht sagen. Generell kann man zwischen drei Liefertagen auswählen: Montag, Dienstag und Mittwoch. Kurz vor der Lieferung wurde mir eine E-mail geschickt, dass Paprika im Moment nicht verfügbar ist, und dass sie durch etwas anderes ersetzt wird. Das fand ich gut.

Das Gemüse wurde in einer Pappkiste mit Einteilungen geschickt. Und obwohl die einzelnen Umverpackungen auch aus Packpapier waren, hatte ich das Gefühl, sehr viel Verpackung in den Händen zu halten. Vielleicht hatte ich mir auch ein Gefühl von „direkt vom Markt kommen“ gewünscht.

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In meiner Gemüsekiste war drin:

  • 1 Kilo Möhren
  • 500gr Rispentomaten in Cocktailgröße
  • 1 Kilo Kartoffeln
  • 2 Kohlrabi
  • 2 Avocado
  • 1 Gurke
  • 1 Knolle Ingwer
  • 1 Kopf Eisbergsalat

Den Kürbis und die lila Möhren habe ich selber bezahlt. Wenn man sich die dieswöchige Beziehungskiste Gemüse anschaut, fühle ich mich um drei Produkte betrogen, denn da bekommt man 11 verschiedene Produkte. Besonders enttäuscht war ich vom Eisbergsalat, denn der schmeckt für mich genauso uninteressant wie Papier.
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Mein Fazit: Ich mochte die gute Kommunikation mit deinbiogarten.de. Die Auswahl an Obst und Gemüse entspricht der Saison und ist im allgemeinen Angebot, in dem man die Produkte einzeln auswählen kann, sehr interessant. Leider habe ich davon in meiner Kiste nichts gesehen. Auch hatte die Lieferung Verspätung, so dass mein Wochenplan durcheinander geriet.

Von den Mängeln dieser einzelnen Lieferung abgesehen, würde ich nicht wieder bei deinbiogarten.de bestellen, da ich eine Kiste in erster Linie von einem regionalen Lieferdienst beziehen möchte, es sei denn, man belehrt mich eines Besseren.

Das Produkt wurde mir von deinbiogarten.de kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. IMG_7241

Schoko-Apfel-Küchle

Huhu ihr Lieben,

während alle Welt wahlweise im Kostüm rumrennt oder sich den neuen James Bond anschaut, mache ich das, was mir am meisten Spaß macht. Über Gebackenes schreiben 🙂

Herr M. ist beruflich oft im Ausland und wunderbarer Mann, der er ist, beglückt er mich bei seiner Rückkehr hin und wieder mit einem kleinen Präsent. Vor einer Weile kam er aus der Schweiz zurück und überreichte mir eine XXL-Packung dunkler Schokolade mit Nougatstückchen in Bergform (ich kenne mich mit Markenschutz nur unzureichend aus). Ich liebe dunkle Schokolade. Alles unter 35% Kakaoanteil kommt mir nicht ins Haus. Aber die Packung war selbst mir zu groß, um sie ganz alle zu machen. Also musste ein Rezept her.

Vor kurzem habe ich diese Apfelküchleform beim Einkaufen entdeckt und fand sie genau richtig, um süße kleine Küchle für einen Nachmittagskaffee zu zaubern. Und so kamen sie direkt zum Einsatz.

Für 12-14 Stück (auch für Muffins geeignet):

  • 150gr dunkle Schokolade
  • 150gr Butter
  • 4 Eier
  • 100gr brauner Zucker
  • 1TL Vanilleextrakt
  • 250gr Mehl
  • 1TL Backpulver
  • 1TL Natron
  • 6 kleine Äpfel

Den Backofen auf 170° vorheizen. Die Schokolade und die Butter im Wasserbad schmelzen. Den Zucker und die Vanille in der noch warmen Masse auflösen. Nach dem Abkühlen mit den Eiern verquirlen. Alle trockenen Zutaten vermischen und  unterrühren. Den Teig in die eingefetteten Förmchen füllen, 1cm Platz nach oben lassen. Die Äpfel schälen, je eine Hälfte einritzen, nach Geschmack ein bißchen braunen Zucker drüber streuen und in den Teig drücken. Bei 170° ca. 20 Minuten backen.

Wer keine Förmchen in der Art hat, kann auch normale Muffinförmchen oder wie ich Tulpenförmchen benutzen.

Dafür habe ich die Äpfel in kleine Stücke geschnitten und unter den Teig gemischt. Macht den Teig noch saftiger.

Ich wünsche euch ein schönes langes Wochenende oder, falls ihr morgen ran müsst, zumindest einen schönen Feiertag.