[Pausenbrot- und Lunchboxwoche] Frühstück unterwegs, in der Schule oder am Arbeitsplatz

Wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass mein Mann und ich fast täglich eine Vesperbox (Pausenbrot) mit in die Arbeit nehmen. Da wir es nicht schaffen, daheim zu frühstücken, ist das dann gegen 8:00 Uhr unser Frühstück am Bürotisch. Das ist natürlich nicht so schön und gesund wie daheim, aber besser als nichts dabei zu haben und bis Mittags zu hungern. Um das Ganze abwechslungsreich zu gestalten, denken wir uns jeden Tag neue Kombinationen aus unserem Kühlschrankinhalt aus und unsere Kollegen sind meist recht neidisch 🙂 Inspiriert hat mich mittlerweile schon vor 1 1/2 Jahren Miss Harrcore, die das Ganze „Harrvesper“ nennt und unter deren Hashtag #harrvesper ihr auch alle meine und viele weitere Boxen findet.

Die Idee für diese Pausenbrot- und Lunchboxwoche kam mir, als ich mal wieder über meinen Artikel vom letzten Jahr zur Aktion Pausenbrot gestolpert bin. Wer sich dafür interessiert, wie ich unsere Boxen in die Aspekte Gesundheit, Sattmacher und Budget einteile, sollte da mal noch vorbei schauen. Tatsache ist, dass die Sorge um die Ernährung von Kindern während des Schulalltags immer da ist und deswegen auch dieses Jahr gerne von mir wieder aufgenommen wird. Und wie sich immer wieder in der digitalen Kommunikation mit anderen heraus stellt, liegt es nicht nur mit den Kinderpausenbroten im Argen, sondern auch bei vielen Erwachsenen stellt sich Überdruss nach dem 5. gekauften belegten Brötchen beim Bäcker ein. Bei fast allen läuft es auf die gleichen Argumente raus: „Würde ich mein Pausenbrot oder mein Mittagessen von daheim mitbringen, wäre es günstiger, gesünder und leckerer.“ Ich selber habe das Glück, dass wir in der Firma mit den anderen Kollegen zusammen kochen und jeder mal ne Schüssel Tomatensoße oä mitbringt und wir einfach ne Portion Nudeln für jeden dazu machen. Manchmal gehen wir auch essen, sind dann aber recht unzufrieden danach. Und kochen dann wieder für ne Weile selber.

Meine Themenwoche ab heute bis Sonntag wird sich mit den beiden Mahlzeiten Frühstück und Mittagessen beschäftigen. Dazu habe ich mir Verstärkung von Bloggerfreunden geholt, die ein paar Tipps und Tricks, Rezepte und Gedanken zu dem Thema mit euch teilen. Ich selber steuere auch einiges dazu bei und freue mich, dass ich euch auch mal ein paar herzhafte Sachen zeigen kann. Sonst geht es ja doch immer recht süß hier zu 🙂

Ich beginne heute mit dem Thema Frühstück und habe dafür ein paar Boxen aus meinem Instagramstream rausgeholt, um euch zu zeigen, wie abwechslungsreich unsere Boxen sind, obwohl wir immer nach dem gleichen Prinzip packen: Das „Hauptding“ ist meist ein Brot, Brötchen, Proteinmuffins oder auch eine andere eher sättigende Speise. Dazu gibt es Obst und Gemüse. Meist noch Käse oder Würstchen am Stück und falls noch Platz ist, eine Milchspeise in Form von Joghurt, Quark oder auch Hüttenkäse.

Heute will ich noch zwei weitere Ideen für eine Frühstücksbox zeigen. Das Erste ist ein Muffin, den ich bei Heike von relleomein.de gefunden habe. Das Schöne daran ist, dass der Muffin zuckerfrei gehalten ist und so eine schöner Hauptdarsteller für sowohl Kinder- als auch Erwachsenenboxen ist. Das Rezept findet ihr hier.

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Das Zweite ist eine Eigenkreation von mir und vereint meinen Appetit auf Herbstgerichte mit einer Prise Kindheit und praktischer „Auf-die-Hand“-Größe. Für die Pausenbrotbox habe ich eine Kürbiswaffel gebacken. Das Gericht (so wie die meisten in dieser Woche) kann man entweder als Hauptspeise oder eben nur als Boxeninhalt vorbereiten.

Für 2 Portionen als Hauptspeise oder 4 Portionen als Frühstücksboxeninhalt braucht ihr:

  • Fleisch eines 1/2 Hokaido-Kürbis
  • 60gr brauner Zucker
  • 1 Ei
  • 2 EL Pflanzenöl oder 40gr weiche Butter (wer die Waffel eher knusprig mag)
  • 80gr Mehl (wer mag, noch 2 EL gemahlene Haselnuss)
  • 1/2 TL Backpulver
  • 2 Prisen Zimt, 1 Prise Muskatnuss
  • 30ml Milch
  • Fett fürs Waffeleisen

Den Kürbis habe ich als Erstes überm Dampfsieb gedämpft. Auf die Art und Weise zieht er nicht so viel Wasser wie im kochenden Wasser. Wer kein Dampfsieb hat, kann ihn natürlich auch mit ganz wenig Wasser kochen.

Dann habe ich den Kürbis noch heiß in die Küchenmaschine gegeben und habe ihn mit dem Rührbesen püriert und abkühlen lassen. Ab da ist es recht einfach, denn dann habe ich alle Zutaten einfach nur noch dazu gegeben und umgerührt. Während ich das Waffeleisen aufwärmte, konnte die Stärke im Teig noch ein bißchen ziehen. Dann habe ich den Teig nach und nach verarbeitet.

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Als Hauptspeise kann ich mir die Waffeln ganz toll mit Apfelmus oder Zimt und Zucker vorstellen. Als Boxeninhalt habe ich die Waffeln ganz auskühlen lassen und dann in die Boxen gelegt. Zusammen mit Obst und Gemüse brauche ich eine Doppelwaffel, um ordentlich satt zu werden.

Und so könnten Pausenbrotboxen mit den beiden Frühstücksleckereien aussehen.

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So, ich hoffe, euch hat der Auftakt in die Pausenbrot- und Lunchboxwoche gefallen. Ab morgen geht es hier mit ein paar Gastbeiträgen weiter und ich freue mich schon sehr darauf, euch alles zu zeigen.

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„Jetzt hat die doch tatsächlich ihren Geburtstag vergessen!!“

Äh, ja, so ist es! Anna im Backwahn ist im Mai 4 Jahre alt geworden und irgendwie ist das an mir vorbei gegangen bei all den Projekten, die ich im Moment habe.

Aber falls ihr Lust habt, machen wir gemeinsam einen kleinen Rückblick und schauen, was ich letztes Jahr so alles gemacht habe 🙂

Mai 2013

Anfang Mai habe ich eine Bridal Shower für meine Freundin Sarah geschmissen und konnte ein paar befreundete Blogger dazu gewinnen. Schön, dass ich Sarah bald wieder sehe.

 sarah_bridal-shower_anna(Logo von Dreierlei Liebelei)

Außerdem habe ich ein wunderbares Projekt mit wunderbaren Fotografen realisiert (hatte ich schon erwähnt, dass die beiden nur wenige Monate später meine Hochzeit auf Film gebannt haben?): ein blau-weißer Candytable mit Avec Amis. Immer noch eines meiner Lieblingsprojekte aller Zeiten (schaut euch das Video an – dann wisst ihr warum).

Anna im Backwahn by Avec Amis - Die Hochzeitsfotografen-22 Weiterlesen

[sponsored product] Neu in der Vesperbox: Zuegg Nektar

IMG_5528Huhu ihr Lieben,

in letzter Zeit habe ich euch ja immer mal wieder meine Vesperboxen mit den Proteinmuffins gezeigt. Oder auch ein paar Ideen zum Thema Pausenbrot in Kooperation einer Bloggeraktion. Als ich dann auf der Facebookseite von Zuegg  gesehen habe, dass sie jetzt auch Nektare in to-go-Form haben, habe ich meinen Kontakt angeschrieben, dass ich die gerne mal testen würde.

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Mir wurden die Sorten Pfirsich, Marille und Birne zugeschickt. In jeder Packung befinden sich 3 Trinkpäckchen mit je 200ml. Ich fand die Auswahl sehr interessant, ich selber kaufe eher Standardsäfte wie Orangensaft oder auch mal rote Früchte. Bereits bei der ersten Verkostung ist mir jedoch aufgefallen, dass man Nektar nicht mit Saft gleich setzen kann. Die Nektare sind sehr schwer, viel süßer als Säfte, aber auch geschmacksintensiver.IMG_5536

Die erste Trinkpackung habe ich pur getrunken und war ein bißchen überfordert mit der Intensität. Die nächsten Packungen habe ich verdünnt oder in Smoothies  getrunken, das hat mir auf jeden Fall besser geschmeckt.

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Ganz grundsätzlich kann ich die Nektare von Zuegg empfehlen, allerdings schmecken sie mir nur in verdünnter Form. Pur sind sie zu viel des Guten. Zu diesem Zweck würde mir persönlich aber eine kleine Flasche mit Drehverschluss als Behältnis besser gefallen. In der Trinkpackung sind sie zwar für unterwegs ganz praktisch, aber als Trinkbeilage für das Pausenbrot würde ich eher zu einem anderen Getränk wie Wasser oder einer Apfelschorle greifen.

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Bloggeraktion Pausenbrot: Gesundes in der Box + Deutsche Kindertafel e.v.

Aktion Pausenbrot_Badge von Funkytime

(Danke an Sybille von Funkytime für die Bereitstellung des Logos)

 

Huhu ihr Lieben,

der September war früher immer mein Lieblingsmonat. Zum einen ist es nicht mehr so lange hin bis zu meinem Geburtstag 🙂 und zum anderen ging dann die Schule wieder los (Baden-Württemberg). Ihr merkt schon, wir sprechen heute von gaaaaaanz früher.

Oder auch vom hier und jetzt, ganz wie man es sieht. Denn diese Woche wurde eingeschult in Ba-Wü und das nicht zu knapp. Allein meine Familie hat drei Kinder zur Einschulung gebracht, zwei in die Grundschule und eine in die fünfte Klasse der Realschule. Ich war bei allen Einschulungen dabei und ich bin immer wieder überrascht, wie unterschiedlich Kinder sind (klar, Anna, Erwachsene sind es ja auch). Aber bei manchen sieht man schon den jungen Erwachsenen durchscheinen und andere sind noch ganz ungehemmt einfach ein Kind. Egal ob sieben oder elf Jahre. Und auch die Emotionen sind ganz unterschiedlich. Manche Kinder mussten weinen, andere interessierten sich schon gar nicht mehr für Mama und Papa, weil die neuen Schulkameraden so nett waren, und wiederum andere waren noch scheu und mussten nach vorne geschoben werden. Was allen Eltern gemein war, war dieser stolze Blick in den Augen, der gleichzeitig auch Sorge ausdrückte. Meine Große. Mein Großer. Jetzt ist die Kindheit vorbei und das Leben fängt an. Manche Eltern wollten ihre Kinder ganz vorne platzieren, „sehen und gesehen werden“, manche bekamen Panik, wenn sie keinen richtigen Blick auf ihr Kind hatten, für den Fall, dass es weinen muss und man aus der Ferne trösten müsste.

Herr M. und ich haben noch keine Kinder, aber ich kann mir vorstellen, dass das Loslassen an einem solchen Tag nicht einfach ist. Meine Sorgen wären, ob mein Kind schnell Freunde findet, ob es gut im Unterricht mit kommt und dass es nicht unnötig viele Frustmomente hat. Und natürlich, dass es genügend isst und trinkt.

Und damit wären wir beim heutigen Thema angelangt. Pünktlich zum Schulstart haben sich einige Blogger*innen die Aktion Pausenbrot ausgedacht. Diese Aktion beschäftigt sich mit dem, was wir hier in Ba-Wü als Vesper kennen, aber auch im weitesten Sinne mit dem Schulessen allgemein. Zudem möchten wir gerne auf die Deutsche Kindertafel e.v. hinweisen. Darüber erzähle ich am Schluß noch mehr.

Einige von uns sind Mütter, andere sogar Lehrerinnen und andere so wie ich, bisher nicht weiter in der Schule involviert. Ich bitte darum um Nachsicht, wenn ich hier  Vorschläge mache, die sich vielleicht nur abgewandelt umsetzen lassen. Ich habe mich weitesgehend an meinen eigenen Vesperboxen oder auch harrvesper  orientiert.

Beim Erstellen der Beispielboxen sollten folgende Kriterien erfüllt werden: das Pausenbrot sollte satt machen, gesund, familienbudgetfreundlich und für Kinder ansprechend sein. Denn fragt man meine Eltern, ob ich früher immer mein Vesper gegessen habe, so würden sie von angetrockneten Broten erzählen, die ich in meinem Zimmer versteckt habe, weil ich nicht zugeben wollte, dass ich lieber die Butterbrezel vom Bäcker essen wollte. Einmal habe ich ein Vesper aus dem Fenster geworfen und nicht dabei bedacht, dass es ja direkt in unserem Hof landet, wo meine Eltern ihre Autos parkten. Als mein Vater abends heim kam, fragte er „Wer hat denn das Vesperbrot aus dem Fenster geschmissen?“…… Naja, ich bekleckere mich damit nicht gerade mit Ruhm, aber vielleicht könnt ihr dadurch verstehen, warum für mich ein optisch leckeres Vesper auch wichtig ist.

Ich beginne mit dem Budgetteil. Für die Pausenbrote bzw. Vesperboxen, die ihr weiter unten seht, habe ich eingekauft. So, wie ich auch real für uns einkaufen würde und habe mal die Frühstückssachen zur Seite genommen. Leider kann ich euch keinen Kostenpunkt pro Box nennen, aber der Einkauf für zwei Boxen kostet uns pro Woche (die gefrorenen Zutaten auch für zwei) 20-30€. Das klingt erstmal viel, wenn man einen Durchschnittswocheneinkauf einer Familie zu viert bei 100€ oder weniger pro Woche ansetzt. Aber wenn ich euch gleich meine Einkaufsliste zeige, werdet ihr sehen, dass vieles davon auch ins Abendessen (heißt bei uns witzigerweise auch Vesper) fließen kann.

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Unsere Einkaufsliste:

(wir kaufen nicht immer die ganze Liste, aber meistens 2/3 davon, in der einen Woche z.B. keinen Quark und keine Karotten, in der nächsten dafür keine Nektarinen und keinen Putenschinken; ich habe die Sachen mit * markiert, die immer mitkommen)

  • Vollkornbrot*
  • 10er Pack Bioeier*
  • 1 Packung Käse in Scheiben*
  • Putenschinken frisch aus der Theke oder auch verpackt
  • manchmal Putensaitenwürstchen
  • Vanillequark
  • Naturjoghurt (meist im Eimerchen)*
  • Hüttenkäse oder Kräuterquark
  • Karotten
  • Paprika*
  • Tomaten*
  • Gurken
  • Nektarinen im Sommer
  • Kirschen im Sommer
  • Erdbeeren im Sommer
  • Aprikosen im Sommer
  • Trauben im Herbst
  • Pflaumen im Herbst
  • TK Erbsen für Proteinmuffins
  • TK Himbeeren
  • naturbelassene Nüsse (günstig bei Lidl)
  • getrocknete Cranberrys (günstig bei Lidl) oder andere getrocknete Früchte

Wie ihr seht, sind die Sachen, die wir kaufen durchweg „normale“ Lebensmittel, die man sowohl beim Discounter als auch auf dem Markt kaufen kann. Hier entscheidet letztendlich der Geldbeutel. Allerdings schäme ich mich nicht zu sagen, dass ich gerne auch mal beim Discounter einkaufe, weil er direkt neben meiner Arbeitsstelle ist und das Obst und Gemüse auch ganz in Ordnung ist. Natürlich greife ich am liebsten zu Sachen aus meiner Region oder zumindest aus Deutschland. Erdbeeren außerhalb der Saison gibt es für mich nicht. Bioeier sind für mich Pflicht. Wenn ich welche auf dem Markt bekomme, umso besser.

Okay, nach dem Budget kommt der Gesundheitsaspekt. Ich weiß, dass es dazu viele verschiedene Meinungen gibt und dass jedes Gesundheitskonzept eine andere Linie fährt. An sich weiß jeder, was gesund ist und was nicht. Frittierte Pommes gegen Apfel und so. Und dann gibt es noch Dinge, die nicht supergesund sind, aber auch nicht schaden. Gurke zum Beispiel besteht eigentlich nur aus Wasser. Ist okay. Käse ist natürlich fettig (je nach Sorte) ist aber ansonsten auch okay. Was ich fürs Vesper vermeide sind verarbeitete Lebensmittel. Ich habe mal gelesen, dass je mehr es seinem ursprünglichen Aussehen ähnelt, desto gesünder ist ein Lebensmittel. Pizza versus Kartoffel. Allerdings hat auch das seine Grenzen. Es ist für mich okay, auch mal eine Maultasche aus dem Supermarkt zu essen oder eine fettige Wurst. Aber seit ich mehr auf die Lebensmittel achte, fällt einiges im Supermarkt einfach weg. Und die gleiche Einstellung würde ich auch meinen Kindern weiter geben.

Hätten wir das also geklärt. Dann wäre da noch der Faktor „satt machen“. Mein persönlicher Feind eines gesättigten Magens: heller Toast mit Nussnougat-Aufstrich. Klar schmeckt das auch mal gut. Und klar mögen Kinder das. Lässt sich leicht kauen und ist schön schokoladig. Aber ich selber weiß, dass es nicht lange vorhält. Und es gibt doch so viele Möglichkeiten. Ein paar hab ich euch mal in einem bunten Boxenmix zusammen gestellt.

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In diese Box habe ich meine beiden Favoriten gepackt: Proteinmuffins (Rezept gibt’s hier) und Vanillequark mit Himbeeren. Die Himbeeren streue ich immer schon am Abend davor drauf, dann können sie auftauen bis zum nächsten Morgen. Für eine Schultasche empfehle ich hier ein geschlossenes kleines Behältnis, da die Himbeern nach saften. Von den Proteinmuffins brauche ich vier Stück, um satt zu werden, das entspricht 1 1/2 Eiern mit Beilage oder auch einem Pfannekuchen. Die Preoteinmuffins sind schnell angerührt und in 15 Minuten im Ofen fertig gebacken. Wer nicht die Geduld hat, schmeißt die Füllung einfach in die Pfanne und gibt die Eiermasse darüber. Von beiden Seiten anbraten und in Tortenstücke schneiden. Das hab ich im Hochsommer gemacht, wenn ich den Ofen nicht zusätzlich anwerfen wollte. Für Kinder würde ich hier die Mettwurst mit Putensaiten ersetzen.

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Hier haben wir einen Klassiker: Vollkorn-Käse-Brot geht immer, krümelt leider ein bißchen, sowohl beim Streichen als auch beim Essen. Dieses Brot läuft natürlich Gefahr, dass es aus dem Fenster geworfen wird, weil das Croissant beim Bäcker leckerer aussah. Um das zu verhindern, streiche ich Senf mit drauf und belege noch zusätzlich mit Gurke und/oder Salat. Auch in dieser Box seht ihr wieder Gemüse und Obst als Begleiter.

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In dieser Box gibt es Süßes und Herzhaftes gleichzeitig. Bei mir muss ja immer das Herzhafte zuerst kommen. Leider sieht man nicht so ganz, was unter den Tomaten steckt, aber wenn man durchrühren würde, käme da Hüttenkäse mit Salz und Pfeffer raus. Das ist eines der Dinge, bei denen ich nicht weiß, ob Kinder das mögen würden. Wahrscheinlich nicht. Für ein Kind würde ich den Hüttenkäse durch Mozarella ersetzen. Wenn es das auch nicht mag, gibt es halt ein Käsebrot 😉 Das, was ihr vorne in den Förmchen seht, ist Milchreisauflauf mit Himbeeren in Muffinform. Ich persönlich find’s genial.

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Für den Auflauf braucht ihr (ergibt Muffins und eine kleine Aluschale voll = ca. 12 Muffins)

  • 50gr Milchreis
  • 200ml Milch
  • 1EL Zucker
  • 1 Ei
  • 1 Hand voll Himbeeren (TK oder frisch)

Ihr bereitet den Milchreis nach Anleitung zu: Milch aufkochen, Reis hinzugeben, erneut aufkochen und dann eine halbe Stunde quellen lassen. Ein Ei trennen, das Eigelb in den noch warmen Milchreis geben, das Eiweiß steif schlagen, unter den Milchreis ziehen und auf Förmchen verteilen, in die ihr vorher schon die Himbeeren eingefüllt habt. 10 Minuten bei 200° backen oder bis er goldbraun ist. Um Strom zu sparen, würde ich die Proteinmuffins und die Milchreisauflaufmuffins zusammen backen. Achtung: Die der Milchreisauflauf ist eher fertig.

Milchreis in der Aluschale ist übrigens auch ein tolles Vesper.

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Wenn der Schultag des Kindes besonders lang ist oder es in einer Phase ist, in der es mehr Energie verbrennt, schadet in der kleinen Pause sicherlich auch ein Snack in Form von Obst und Käse und Nüssen nicht. Das ist schnell vorbereitet und auch schnell weg schnabbuliert.

Die kleine Pause war bei uns immer die nach der vierten Stunde. Da hatte man zehn Minuten. Dafür wäre die Box oben schon zu groß. Manche Kinder rennen auch lieber raus in der Pause.

Für die hab ich mir auch was überlegt.

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Milchreisauflauf oder Proteinmuffin als Einzelportion. Dazu eine Hand voll Nüsse oder getrocknete Früchte (hier seht ihr Cranberries.

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Und wenn dann soch mal nicht so viel Zeit bleibt, ist es auch nicht so schlimm, wenn man den Kindern noch einen fertigen Snack mit gibt. Der kann auch bis Ende der Woche im Schulranzen liegen, für den Fall, dass er nicht gebraucht wird.

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Mittlerweile bekommt man ganz tolle Biomüsliriegel in den verschiedenen Supermärkten. Mein ganz persönliches Anliegen: Hände weg von light-Müsliriegeln. Da ist soviel Zuckerersatzstoff drin, dass es mich schüttelt.

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Früher hat meine Mutter immer gesagt, dass ein bißchen Traubenzucker in der Tasche nicht schadet, denn wenn man mal nen Durchhänger hat, kann das kurzfristig helfen.

„Und dann, Anna? Wenn die Schule aus ist und ich noch bei der Arbeit, da muss mein Kind doch auch was zu Mittag essen?“

Jaaaa…… Das ist tatsächlich immer noch nicht überall zufriedenstellend geregelt. Ich hatte das große Glück, dass es in meiner Schule damals eine Cafeteria gab, die von Müttern ehrenamtlich betreut wurde. Jeden Tag standen 3 Mütter und in den Pausen zwei helfende Schüler in der Küche und haben Essen gekocht und zu fairen Preisen verkauft. Es gab meistens zwei Essen. Oder auch nur eins und Salat und Suppe. Jedenfalls war ich sehr dankbar bzw. damals wohl eher meine Eltern, dass ich für 3 Euro pro Mittagessen gut versorgt war.

Aber leider gibt es das nicht in jeder Schule, das Geld ist oft knapp, sowohl in der Schule als auch in den Haushalten. Und das ist der Moment, wenn die Kindertafel zum Tragen kommt.

Der Dachverband der deutschen Kindertafel e.v. sagt:

„In Deutschland gibt es viele Kinder, die nicht genug zu essen haben. Dies wird von vielen Menschen nicht wahr genommen oder auch verdrängt. Viele Eltern oder allein erziehende Elternteile leben an der Armutsgrenze. Weil das wenige Geld schon für viele andere Dinge ausgegeben werden muss, kann nur am Essen gespart werden.
Kinder sind die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft. Sie hängen ganz von ihren Eltern ab. Sie haben sich ihre Lebenssituation nicht ausgesucht, sondern sind in sie hineingeboren worden. Kinder kennen kaum andere Lebenslagen. Sie sehnen sich oft auch nach Lebensveränderungen, von denen sie nicht wissen, wie sie aussehen.
Alle Kindertafeln innerhalb Deutschlands verfolgen das gemeinsame Ziel insbesondere die Ärmsten unseres Landes, die bedürftigen Kinder zu unterstützen.
Der Bundesverband Deutsche Kindertafel e.V. arbeitet in mehreren Städten Deutschlands in Form von Beratung, Förderung und Unterstützung bereits bestehender oder in Gründung befindlicher Kindertafeln.“ (Quelle: Deutsche Kindertafel.eu)

Ganz konkret ist die Kindertafel ein Ort, in dem Kinder Essen bekommen. Die Kinder, die sonst allein daheim sitzen und um die Mittagszeit nichts zu essen bekommen, oder wo niemand da ist, der etwas zu essen macht. Die Kindertafeln sind für diejenigen da, die am wenigsten für ihre Situation können. Mit einem warmen Mittagessen im Bauch können die Kinder dort dann auch noch ihre Hausaufgaben machen oder ein bißchen spielen. Ganz klar ist aber auch, dass diese Arbeit, die von den Mitarbeitern meist eherenamtlich ausgeführt wird, durch Spenden finanziert werden muss oder eben auch ganz reell mit Sach- und Essenspenden.

Auf der Seite des Dachverbandes wird auch das Thema „Verpflegung in Kindertagesstätten und Schulen“ thematisiert. Wer sich dafür und für die Arbeit der Kindertafeln interessiert und vielleicht in seiner Stadt helfen möchte, der kann sich hier und hier erkundigen.

Danke, dass ihr bis hier unten durchgehalten habt