Frühlingsgrünes Sonntagssüß: Pistazienknoten mit Zitronenglasur

Anna im Backwahn Pistazienknoten aus Hefe (11)

Kennt ihr auch jemanden, der zur Weihnachtszeit immer jede Menge Zutaten kauft und es dann nicht schafft, alles zu verarbeiten? Also iiiiiich kenn so jemanden nicht, nein, nein…… Naja okay, ich geb’s zu. Es ist oft aber auch schwierig an vollgestopften Regalen vorbei zu laufen, die so viele gute Zutaten beinhalten, die es vielleicht nicht immer oder nicht immer in dieser Auswahl zu kaufen gibt.

Und genau deswegen hatte ich noch ein paar kleine Päckchen Pistazien auf der Arbeitsplatte. Die lagen da gemütlich in nem Glas und haben mir jeden Tag zugewinkt „Schau her, Anna, wie schön grün wir sind! Und so lecker! Überleg mal, was du alles Tolles mit uns machen kannst!“ Jaja, ich überlege ja.

Und dann war es soweit. Ich hatte Lust auf was Süßes; es sollte was mit Hefe werden. In meinem Kopf formte sich ein weicher, fluffiger Teig und schmiegte sich an die Pistazie, die sich durch Zauberkraft mit geschmeidiger Butter verbunden hatte. Butter. Hmmm, Pistazienbutter. Das klingt doch schon mal gut. Ich hab also die Pistazie mt der Butter und Puderzucker durch den Food Processor gejagt. Da darin aber die Abstände recht groß sind, würde ich die Pistazien beim nächsten Mal in einer Moulinette oder einem Nusszerkleinerer zermahlen und dann unter die Butter mischen.

Da hatte ich also eine schöne Schüssel Pistazienbutter im Kühlschrank und hätte eigentlich loslegen können. Doch dann begann das Drama. Die Hefe war abgelaufen. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich ungern abgelaufene Produkte verwende. Wahrscheinlich wäre die noch gegangen, aber ich wollte auf Nummer Sicher gehen und schickte meinem Mann eine Nachricht, dass er mir doch noch einen Würfel Hefe auf dem Rückweg von der Arbeit mtbringen sollte. Hat er dann auch gemacht. Ich also neuen Teig angesetzt und schon beim ersten Zusammenrühren ein schlechtes Gefühl gehabt. Die Milch war zu heiß. Kaaaacke. Also am nächsten Morgen schnell selber nochmal zum Supermarkt. Wo, wo, wo ist die frische Hefe? Mit dem Baby auf dem Arm, hatte ich nicht viel Geduld, also schnell jemanden gefragt „Ha, bei der Buttermilch!“ Ne, da war sie nicht. „Da müsste sie aber sein! Ach ne, ist ausverkauft.“ Die wollen mich doch alle verarschen! (Ihiii, Anna hat Arsch auf dem Blog geschrieben.)

Also ging der Griff zur Trockenhefe, wenn es denn sein muss. Und endlich funktionierte alles, wie es sollte. Nicht mal die Geburt von Baby M war so nervenzehrend (oder ich war von den Hormonen benebelt, man weiß es nicht). Ich wollte nicht schon wieder Schnecken machen, davon sieht man doch so viele. Also machte ich mich an Knoten. Locker-flockig geschwungen, auf ein Ofenblech gesetzt, sollten sie hübsch und adrett werden. Tja, Pustekuchen. Die Dinger in Form zu bringen war ne mega Sauerei, ich hatte überall die Butter hängen. Und das Backen hat den Formen auch nicht wirklich gut getan, zusätzlich ist viel von der Butter ausgelaufen. Das gute Zeug!

Anna im Backwahn Pistazienknoten aus Hefe (15)

Damit ihr nicht dieselben Fehler nochmal machen müsst, bekommt ihr das überarbeitete Rezept in der Version für Schnecken und in der für Knoten.

Zutaten für ca. 12-16 Knoten/Schnecken

  • 150gr geschälte Pistazien
  • 200gr Butter
  • 100gr Puderzucker
  • 1 Päckchen / 1 Würfel Hefe
  • 450gr Weizenmehl + ein bißchen für die Arbeitsfläche
  • 250ml handwarme Milch
  • 100gr Zucker
  • 1Pck Vanillezucker
  • Schale von einer Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 60gr flüssige, abgekühlte Butter + ein bißchen was für die Muffinform
  • 1 Ei
  • 100gr Puderzucker
  • Saft von einer Zitrone

Was ihr sonst noch braucht:

  • Wellholz
  • Muffinblech

Anna im Backwahn Pistazienknoten aus Hefe (18)

  1. Die Pistazien in einem Zerkleinerer zu Mus mahlen oder mit dem Mörser zerkleinern. Wer beides nicht hat, kann sie auch mit dem Messer ganz klein hacken. Butter und Puderzucker schaumg schlagen und die Pistazien unterheben. Bis zur Verwendung kühlen.
  2. Trockenhefe, Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz und Zitronenschale in eine Schüssel geben. Die lauwarme Milch dazu geben und ein paar Umdrehungen mit dem Knethaken rühren, dann das Ei und die flüssige Butter hinzufügen. // Den Würfel Hefe mt ein bißchen lauwarmer Milch und Zucker in einer kleinen Schüssel auflösen (ca. 3 Minuten). Das Mehl mit dem Salz und dem restlichen Zucker in eine Schüssel geben und eine kleine Kuhle hineindrücken. Dort die Hefemischung hineingeben und mt ein wenig Mehl verrühren. Dann die restlichen Zutaten hineingeben und verkneten.
  3. Wenn alle Zutaten gut miteinander vermengt sind, den Teig ca. 5-8 Minuten kneten, entweder mit der Hand oder mit der Küchenmaschine. Danach an einem warmen Ort abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.
  4. Nach dem Gehen lassen, den Teig auf eine bemehlte Fläche plumpsen lassen und die Luft kurz raus kneten. Dann eine rechteckige Fläche (ca. 30x40cm) ausrollen und die Pistazienbutter bereit stellen. Eine 12er Muffinform einfetten.
  5. Für Knoten die Teigfläche in der Mitte längs (von links nach rechts) bestreichen, ca. das mittlere Drittel. Dann das untere Drittel hochklappen und das obere Drittel runterklappen. Dann 2-3cm breite Streifen schneiden und einen Knoten reinknoten. Mit dem Ende der Streifen nach unten die Knoten in die Muffinform legen. Falls noch Pistazienbutter übrig ist, über die Knoten verteilen.
  6. Für Schnecken die Pistazienbutter auf die gesamte Teigfläche verteilen, am Rand ca. 2cm Platz lassen, damt die Butter beim Rollen nicht rausquatscht. Dann die Fläche von oben her nach unten rollen (ist das nun die lange Seite? Ich hab da manchmal Probleme mit) und ca. 3cm dicke Scheiben abschneiden. Diese Scheiben in die gefettete Muffinform legen.
  7. Den Backofen jetzt auf 180 Grad aufheizen, in der Zeit kann das Gebäck noch mal gehen.
  8. Die Knoten oder Schnecken bei 180Grad Umluft/185Grad Ober-Unterhitze ca. 15 Minuten backen, falls der Teig noch zu weich ist, weitere 5 Minuten dran hängen.
  9. Die Knoten/Schnecken vollständig abkühlen lassen.
  10. Dem Puderzucker teelöffelweise den Zitronensaft hinzufügen bis die Konsistenz dickflüssig ist. Auf jeden Knoten/Schnecke eine Schicht auftragen.

 

 

Advertisements

6 Gedanken zu “Frühlingsgrünes Sonntagssüß: Pistazienknoten mit Zitronenglasur

  1. Hallo Anna,

    mir geht’s genau wie Dir mit den „Weihnachtszutaten“, insofern freue ich mich über das tolle Rezept!

    Kannst Du verraten, wo man die wunderbare Tortenplatte (?) mit den Margheriten kaufen kann?

    Tausend Dank!

    Meike

  2. Vielen Dank für das Rezept. Pistazien sind einfach köstlich! Darf ich dich fragen, hast du Bäckerin gelernt oder hast du dir deine Backkünste alleine beigebracht? Auf jeden Fall sehen die Desserts spitze aus!
    Liebe Grüße

  3. Liebe Anna,
    wow – was für ein tolles Rezept! Ich LIIIIEBE Pistazien und neue Verwendungstipps für meine Muffinform sind grad sehr willkommen – die Knötchen kommen sofort auf meine To-Bake-Liste 🙂
    Viele liebe Grüße aus Graz,
    Carmen

Vielen Dank für deinen Kommentar, er wird nach erfolgreicher Moderation von mir freigeschaltet.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s