Milch- und zuckerfreie Frühstückskekse, auch für Babys ab 10 Monaten geeignet

Essen ist eine ganz große Sache im Hause Backwahn. Wir kochen und essen gerne, wir machen es uns schön drum rum und besonders das Frühstück geniest in unserem Haus besondere Aufmerksamkeit.

Anna im Backwahn Milchfreie Zuckerfreie Kekse Breifrei Baby ab 10 Monate

Seit Baby M sitzen kann, sind die Mahlzeiten richtig schön. Denn zusammen mit dieser Fähigkeit kam auch die Phase der festen Nahrung. Wir haben mit ein paar Stücken Brot und ein bißchen Banane angefangen, dann gab es auch Gurke und Pfannkuchen.

Es bedarf in unserem Fall mehr Aufwand, passende Lebensmittel für unseren Sohn zu finden als für andere Kinder: sie sollten ganz generell kein Zucker oder zu viel Fett enthalten, sie sollten auch mit nur drei Zähnen gut zu kauen sein und ein bißchen Nährwert sollte ja auch noch drin sein 😉 Bei unserem Sohn kommt hinzu, dass sie keine Milch oder Milchprodukte enthalten dürfen, und dass sie nicht zu viel Säure (z.B. diverses Obst) enthält. Allergiker nicken an dieser Stelle wissend: die Speisekarte wird plötzlich sehr kurz.

Ich hab mir die Hacken nach veganen oder milchfreien Brezeln oder Laugenbrötchen abgelaufen, ohne die kein schwäbisches Kind aufwachsen darf. Fündig geworden bin ich bei Alnatura. Genauso bei einem Bäcker, der Backwaren aus der Eselsmühle vertreibt. Die haben sogar vegane Croissants. Für uns ist es oft einfacher, gleich nach veganen Lebensmitteln zu suchen, da die auch zu 100% milchfrei sind. Für viele ist das nicht ganz so einfach zu verstehen. Oder wie erklärt sich sonst die Frage: „Aber Käse darf er doch essen, oder?“ Das Thema ist nun ein selbstverständlicher Teil unseres Lebens und wir sind mittlerweile gut darin, die möglichen Lebensmittel, die unser Sohn essen darf, in Supermärkten raus zu fischen.

Natürlich bringt die Allergie unseres Sohnes auch mit sich, dass wir vieles selber machen. In unsere Küchenschränke sind viele Zutaten eingezogen, mit denen wir ihm „normales“ Essen ermöglichen, wie z.B. Toastbrot, Pfannkuchen und Kekse. Ich hab von veganem Quark gelesen, aus dem ich mal einen Käsekuchen machen will. Ich sehe es nicht ein, dass mein Kind kulinarische Nachteile aus dieser Allergie zieht. Zumindest daheim soll er alles essen dürfen, worauf er Lust hat. Es reicht schon, wenn er unterwegs nicht jedes Eis oder einfach mal Schokolade oder Spaghetti mit Tomatensoße und Käse essen darf. Zum Thema milchfreies Backen und Kochen und den entsprechenden Zutaten will ich mal noch einen separaten Artikel schreiben.

Im Moment sind wir also dabei, ihm vor allem das Frühstück mit diversem Fingerfood schmackhaft zu machen. Neben Brötchen lege ich ihm jetzt auch weiche, selbstgemachte Kekse ohne Milch und ohne Zucker auf den Teller. In kleinen Formen (in dieser Woche aus gegebenem Anlass als Hase) kann er sie toll mit der Hand greifen und davon abbeissen. Sie sind ein bißchen mürbe und durch die Banane braucht man keinen Zucker. Um noch ein bißchen Gemüse unterzubringen, habe ich eine geraspelte Karotte drunter gemischt. Natürlich kann man die Kekse auch für Erwachsene zubereiten. Ich glaube, in einer Vesperbox würden die sich auch ganz toll machen.

Noch ein Wort zum hier verwendeten Mehl: Kamut ist ein Urverwandter des Weizens, auch Khorasan-Weizen genannt. Es wird normalerweise eher wie Hartweizen für Pasta oder ähnliches verwendet, weil es durch einen hohen Eiweißgehalt eine starke Klebekraft mit bringt. Das hab ich beim Kneten und Ausrollen des Teiges gemerkt. Wer noch mehr über Kamut wissen will, kann sich den Wikipedia-Artikel durchlesen.

Das Mehl war übrigens Teil meines Goodiebags vom Foodbloggercamp Reutlingen im Februar. Danke an die Firma Rieper für das Sponsoring.

Anna im Backwahn Milchfreie Zuckerfreie Kekse Breifrei Baby ab 10 Monate

Zutaten für 2 Bleche

  • 300gr Kamutmehl ODER 150gr Dinkelmehl (630) und 150gr Dinkelvollkornmehl
  • 1 gestrichener TL Backpulver
  • 100gr Alsan Margarine (Bio)
  • 1 Ei
  • 1 Banane
  • 1 Karotte, geraspelt
  • 1 Prise Salz

Alle Zutaten in eine Küchenmaschine mit Messereinsatz geben und vermischen. Die Margarine sollte direkt aus dem Kühlschrank kommen. Wer keine Küchenmaschine hat, kann alles, außer der Karotte, mit dem Knethaken verkneten und dann die Karotte von Hand unterkneten.

Den Teig in Alufolie einschlagen und für 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Den Backofen auf 180Grad vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Fläche mndestens 1 cm dick auswellen und Kekse ausstechen. Je dicker die Kekse, desto weicher werden sie und desto besser können sie von Babys gegessen werden. Die Kekse dann für 10 Minuten backen oder bis sie braun werden.

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3 Gedanken zu “Milch- und zuckerfreie Frühstückskekse, auch für Babys ab 10 Monaten geeignet

  1. hallo liebe Anna,

    ich finde deine Artikel immer super. Klasse finde ich auch, dass du uns an deinen Rezepten für deinen Sohn teilhaben lässt. Die sind für mich auch sehr hilfreich und anregend. Als ich deinen Satz las „Aber Käse darf er essen?“ musste ich lachen. Der beste Freund meines Sohnes hat eine Kuhmilch und Soja Allergie …. Kein Problem dachte ich beim ersten mal als er bei uns war…. Back ich einfach meine Zitronentorte… Da ist keine Milch drin… Beim Zubereiten landete dann Butter in die Zitronenmasse und im gleichen Augenblick schoss es mir wie ein Blitz durch den Kopf… Ätsch… Butter ist ja zum Glück nicht aus Kuhmilch… Shit… und nun? Auf der Suche nach Kuhmilch und Sojafreien Lebensmitteln im Supermark war ich schnell am Ende meiner Nerven. Zubereitung von Speisen ohne Zucker / wenig Zucker bin ich gewohnt. Das geht ganz gut aber ohne Soja??? Das steckt ja fast überall drin. Letztendlich habe ich dann die Firma Bauck gefunden und habe da immer eine Backmischung zu Hause. Die bereite ich dann mit Kokosmilch oder Hafermilch zu.

    LG Nancy

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