Ein Wochenende in Köln inklusive toller Teatime im Savoy

Zu meinem Geburtstag im November hatte Herr M. mir einen Besuch in der Harry Potter-Ausstellung in Köln geschenkt. Da es sich nicht lohnt, nur für eine 1 1/2h-Ausstellung von Stuttgart nach Köln zu fahren, und da wir eh mal wieder einen Tapetenwechsel brauchten, haben wir uns für die Woche zwischen Weihnachten und Silvester zwei Nächte im Super-Super-Schickimicki-Hotel Savoy in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofes gegönnt. Für Herrn M. war die Aussicht auf den Spa-Bereich im Untergeschoss besonders verlockend, ich hingegen wollte die Teatime ausprobieren. Also haben wir diese im Voraus direkt für eine Stunde nach unserer Ankunft reserviert. Und das war das Beste, was wir machen konnten. Denn nichts lässt einen im Kurzurlaub so gut ankommen, wie diese Teatime.

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Die Teatime findet in der Kaminlounge im Erdgeschoss statt. Wie wir heraus fanden, gilt dieses Angebot nicht nur für Hotelgäste, nein, man kann auch als ganz normaler Gast buchen und auch Gutscheine verschenken. An den Tischen neben uns saßen Ehepaare mit Schwiegermuttis, Mädelsrunden und befreundete Ehepaare, die sich in den Sesseln entspannten. In Vorbereitung auf die Tage im Savoy hatte ich Bedenken wegen der Kleidung, Schickimicki besitze ich zwar, hatte aber eher auf Casual Schick gesetzt, da wir ja ansonsten eher beim Shopping draußen unterwegs waren. Allerdings waren meine Bedenken völlig unnötig, denn von Jeans und Pulli über Blüschen und Rock bis hin zu Anzug war alles dabei.

Jetzt aber zur Teatime selbst. Unser Fazit vorweg: Unglaublich schön! Diese zwei Stunden am Kamin haben wahnsinnig gut getan. Noch Tage später haben mein Mann und ich gerätselt, warum die Teatime so entspannend für uns war. Es fängt an bei den Räumlichkeiten. An einem modernen Kamin sitzt man in schicken Ledersesseln oder barock angehauchten Sofas. Obwohl direkt vor dem Fenster eine Baustelle war und der Hauptbahnhof in Reichweite liegt, kriget man von all dem nichts mit. Durch die dunklen Vorhänge kommt nichts durch. Man wird freundlich begrüßt und gefragt, ob man denn schon mal da war oder ob sie das Prinzip der Teatime nochmal kurz erklären soll. Da dies unsere erste Teatime war, wollten wir alle Infos haben, die es gab. Es wurde eine Etagere (ICH LIEBE ESSEN AUF ETAGEREN!!) angekündigt, auf der sich folgende Leckereien befinden: Sandwiches mit vier verschiedenen Aufstrichen (Lachs, Frischkäse mit Gurke, Meerettich und Käse/Schinken), Obsttörtchen und dreierlei Petit Fours. Dazu sollte es Scones, Erdbeer- und Orangenmarmelade und Clotted Cream geben. Clotted Cream ist am ehesten vergleichbar mit Crème fraiche, ähnlich vom Fettgehalt, aber sanfter in der Textur. Diese Kombi ist Teil einer traditionellen Teatime. Zu dem Thema Tee haben wir gelernt, dass man in einer Teatime von einem schwächeren Tee (z.B. Eral Grey) zu einem stärkeren Tee (z.B. Assam, beide schwarze Tees) im Verlauf der Stunden aufsteigt. Herr M. hat das dann auch gemacht und fand das richtig gut. Er ist aber auch Teeliebhaber, während ich eher Kaffeetrinker bin. Ich hätte auch einen Cappuccino haben können, wollte das Gesamtbild aber nicht zerstören und habe mich für Roiboos entschieden. Die Tees kamen in Kannen mit Stövchen, was ich ja als Gemütlichkeit schlechthin empfinde. Zum Tee gab es dreierlei Zucker, was besonders meinen Mann freute, der Kandis über alles liebt. Ihr seht also, man kann sich auch an kleinen Dingen freuen.

IMG_3658 (Blick aus dem Café, neben dem Kaminzimmer)

Und so saßen wir da also und schlemmten uns durch die Etagere (ICH LIEBE…na ihr wisst schon) und freuten uns diebisch darüber, dass wir nicht dem Drang nachgegeben haben, eine fettige Pommes auf der Autobahnraststätte zu essen. Denn jedes einzelne Teil war unsere Aufmerksamkeit wert. Ich muss ja immer mit dem Herzhaften beginnen, habe also von jeder Sorte Sandwich eins gegessen, dann mit einem Petit Four zwischengestoppt, mit einem über und über mit Marmelade und Clotted Cream beschmierten Scone weitergemacht, bevor ich mich ins Obsttörtchen gestürzt habe, das unter der Haube voll leckerer Früchte ein Traum aus Biskuit, Marzipan und Creme enthüllte. Dazu reichlich Tee und entspannte Gespräche mit meinem Mann, wozu wir in der Vorweihnachtszeit irgendwie nie kamen.

Ihr seht schon, selbst aus der Erinnerung heraus erfüllt mich dieser Nachmittag immer noch mit soviel Freude, dass ich platzen könnte. Nach zwei Stunden saßen wir zurück gelehnt in unseren Sesseln, waren satt und zufrieden (und die Etagere war nicht mal ganz leer) und wollten gar nichts mehr von dieser Welt.

Dabei war das erst der Anfang unseres Mini-Urlaubs. Am nächsten Tag haben wir uns ins Getümmel gestürzt, sind shoppen gegangen, haben Steak zu Mittag gegessen, noch lecker heiße Schokolade im hoteleigenen Café getrunken (Achtung, Megapreise!) und haben den Nachmittag im Spa ausklingen lassen. Vor lauter Entspannung waren wir abends so erschöpft, dass es nur noch für eine Bestellung beim Zimmerservice gereicht hat.

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Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück dann endlich zum eigentlichen Programm: zur Harry Potter Ausstellung im Odysseum. Für richtige Fans lohnt es sich auf jeden Fall. Und auch Herr M., den ich erst dieses Jahr mit der Potter-Mania angesteckt habe, war begeistert.

Meine zwei Tipps für Köln also: die Teatime im Savoy und für Fans die Harry Potter Ausstellung (bis 1. März). Und nur falls sich jemand fragt, dieser Post ist nicht gesponsert und meine Begeisterung ist sowas von echt 😉

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