Dankbarkeit statt Jahresrückblick

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Heute genau vor einem Jahr sind der Mann und ich zu unseren Flitterwochen nach New York aufgebrochen. Obwohl ich direkt am dritten Tag so richtig krank wurde, war es einer der schönsten Urlaube in meinem Leben. Nur leider ist er schon wieder ein ganzes Jahr her und wie üblich, kommt es einem vor, als wäre kaum Zeit vergangen. Auf der anderen Seite waren die letzten 365 Tage mit so vielem gefüllt, dass es sich kaum in Worte fassen lässt.

Inspiriert von Anna, die auf ihrem Blog BerlinMitteMom auch dieses Jahr einen Adventskalender voller Dankbarkeit schreibt, möchte ich statt eines Jahresrückblicks kurz vor Weihnachten einmal sagen, wofür ich dankbar bin und war in diesem Jahr.

  • Ich bin dankbar dafür, dass ich ein zufriedener Mensch sein kann. Es gibt so einen Spruch über Leute, die immer auf Freitag, auf den Sommer, auf die nächste Gehaltserhöhung warten, bevor sie glücklich und zufrieden sein können. Oder „wenn ich 5 Kilo abgenommen habe, dann ist alles gut“, „wenn nur der richtige Mann endlich da ist“. Ich kenne das Gefühl, es bremst einen aus, finde ich. Andere sagen: „Aber das motiviert doch!“ Mag schon sein, aber wenn es dann eintrifft, geht’s einem dann wirklich so richtig gut? Seit ich entschieden habe, dass ich so wie ich bin, einfach gut bin, und dass mein Leben, so wie es ist, echt bombig ist, geht’s mir so so gut! Ansprüche und Ehrgeiz hab ich natürlich trotzdem, meine Zufriedenheit übersteigen sie aber nicht.
  • Ich bin dankbar, dass ich körperliche und seelische Verletzungen heil überstanden habe und ganz geblieben bin.
  • Ich bin dankbar, dass ich auch mal langsamer machen kann. Zwischen Februar und Juni hab ich mich in viele verschiedenen Projekte aufgeteilt. Neben meinem Vollzeitjob habe ich Workshops mit meinem Mann und Tortenkurse in zwei verschiedenen Locations gegeben. Dazu kam der Blog und viele andere Freizeitaktivitäten. Im Sommer konnte ich ein bißchen runterkommen und habe zusammen mit meinem Mann festgestellt, dass ich weniger machen muss, sonst geh ich am Ende des Jahres am Stock. Ich bin dankbar, dass ich ihm nicht böse bin für Worte wie „ist das nicht alles ein bißchen viel?“.
  • Ich bin dankbar, dass ich nur höchst selten eines der folgenden Gefühle gefühlt habe: Misstrauen, Eifersucht, Jähzorn, Wut. Die Aufregung über den Autofahrer, der zwei Parkplätze vor dem Supermarkt mit einem Auto besetzt, klammere ich da mal aus 😉
  • Ich bin dankbar, dass unsere Familie dieses Jahr kein weiteres Mitglied verloren hat.
  • Ich bin dankbar, dass sich in meinem ersten Jahr der Ehe keine Abgründe aufgetan haben und ich den Mann an meiner Seite nur noch besser kennen und lieben gelernt habe.
  • Ich bin dankbar, dass ich nach 4 1/2 Jahren Bloggen immer noch Spaß daran habe; dass ich nach einigen Pausen in diesem Jahr wieder und wieder inspiriert bin und dass ihr, liebe Leser, immer wieder zu mir zurück findet.

Damit verabschiede ich mich in die Weihnachtswoche. Heute und morgen muss ich noch arbeiten, aber dann wird ganz viel entspannt. Ab dem nächsten Wochenende geht es mit den Buchrezensionen weiter. Ich wünsche euch schöne Festtage und eine schöne Weihnacht!

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2 Gedanken zu “Dankbarkeit statt Jahresrückblick

  1. Hallo liebe Anna,
    ein sehr schöner Artikel. Ich kann da nur hinzufügen, dass wir dankbar sind für Deine schönen Artikel, Deine leckeren Rezepte und dass Du uns schon so lang erhalten bleibst 🙂
    Ich wünsche Dir und Deinen Lieben schöne Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!
    Liebe Grüße
    Friederike

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