Impressionen von Rügen – Sellin

Anna im Backwahn Rügen Sellin (1)

Wir sind mitten in der Urlaubszeit angekommen. Das heißt zum einen, dass ich im Büro ein paar Kollegen vertreten musste und zum anderen, dass Herr M. und ich eine Woche Urlaub nach der pinken Hochzeit kürzlich drangehängt haben. Beides führte dazu, dass ich die letzten  Freitagsrunden ausgelassen habe. Dafür gibt es für euch aber ein paar Urlaubserinnerungen von der Ostseeinsel Rügen für euch.

Als Anfang des Jahres klar war, dass wir ein Wochenende in Leipzig verbringen würden, hatte ich die Idee, noch eine Woche Ostsee dran zu hängen. Also sind wir weiter gebraust und freuten uns auf ein paar Tage auf Rügen, genauer gesagt im Ostseebad Sellin. Die Auswahl dieses Urlaubsortes basierte auf zwei Faktoren: 1. Strand und 2. „Oh, guck mal, da gibt’s aber hübsche Häuschen!“

Anna im Backwahn Rügen Sellin (2)

Und wir waren vollauf zufrieden mit unserer Entscheidung. Sellin liegt ganz im Südosten der Insel, man fährt ab der Rügenbrücke Stralsund noch ca. 40 Minuten bis zur Stadt. Mit knappen 2 400 Einwohnern ist Sellin recht klein, aber fein. Klar, dass die meisten Leute, die man auf der Straße trifft, eher Touristen sind.

Anna im Backwahn Rügen Sellin (3)

Die meisten trifft man auf der Wilhelmstraße, das ist sowas wie die Haupt- und Touristraße in Sellin. Zum einen führt diese Straße direkt zur Seebrücke, dem Tourimagnet schlechthin. Zum anderen ist sie gepflastert mit Hotels, Restaurants und Ferienwohnungen. Das mag für manche ganz furchtbar klingen, wir haben uns aber sehr wohl gefühlt, da die Menschenmengen trotz Ferienzeit recht erträglich waren. Ich vergleiche es mal mit einem normalen Nachmittag auf einer belebten Shoppingmeile.

Anna im Backwahn Sellin

Unser Hotel war abseits dieser Hauptstraße und trotzdem super zentral. Zum Hauptstrand und der Seebrücke haben wir ca. 8 Minuten gebraucht. Zum Südstrand wäre es ähnlich weit gewesen. Da Herr M. uns aber einen Strandkorb am Hauptstrand gemietet hatte, waren wir natürlich immer dort zum Baden und Faulenzen.

Das war nämlich unsere Priorität: Faulenzen, Runterkommen, Alltag vergessen. Und so haben wir zwei Tage einfach den ganzen Tag im Strandkorb verbracht. Wasser, Kekse und Würstel wurden noch schnell im Supermarkt besorgt und dann haben wir uns nur zwischen Strandkorb, Wasser und Klohäuschen bewegt. Letzteres könnt ihr übrigens in eurem Urlaubsort mit eurer Kurkarte kostenlos aufsuchen; ein nicht zu verachtendes Detail für einen Schwaben wie mich 🙂 Es ist lange her, dass ich ein Buch von vorne bis hinten durchlesen konnte und wir uns lediglich Gedanken darüber machen mussten, wann wir denn das nächste Mal was essen sollten. Und ob dies Fischbrötchen oder Bratwurst sein sollte.

Das Thema Supermarkt war ein kleiner, dunkler Fleck in diesen schönen Tagen. Ich bin sehr anfällig für laute, hektische Menschen im Supermarkt. Und da es in Sellin nur einen gibt und die vielen Ferienwohnungen ja irgendwie versorgt werden müssen, standen wir ungelogen 30 Minuten am Pfandautomaten an und in den Gängen scheuchten sich gegenseitig die Familien bis zu den 4 Kassen, die somit immer eine lange Schlange bildeten. Da wir aber im Hotel Übernachtung mit Frühstück gebucht hatten, mussten wir nur zwei Mal hin, um unsere Wasser- und Snackvorräte aufzustocken.

Anna im Backwahn Sellin StrandLeider war unser Hotelfrühstück nur mittelmäßig. Es gab genug Auswahl, aber die Zutaten waren nicht besonders ausgefallen, es gab leider nur Filterkaffee und der Frühstücksraum war ein bißchen muffig von der Einrichtung her. Deswegen haben wir es zwei Mal ausfallen lassen und sind im Frühstückscafé gut untergekommen. Beim nächsten Besuch auf Rügen wollen wir auf jeden Fall wieder nach Sellin, aber in eine Ferienwohnung.

Anna im Backwahn Sellin FrühstückWas Restaurants angeht, empfehle ich an dieser Stelle kein Bestimmtes. Jedoch haben wir die Erfahrung gemacht, dass manche Gerichte recht einfach gestaltet werden (Salate, Grillteller), aber wenn es um Fisch geht, punktet so ziemlich jedes Restaurant. Richtig, richtig gute Qualität findet ihr erstaunlicherweise im touristischsten Restaurant schlechthin: auf der Seebrücke am Hauptstrand. Zwar ist es erwartungsgemäß recht hochpreisig (Rumpsteak 25€, Schweinemedaillons 16€, Caesar’s Salad 12€), aber wer wie wir in Stuttgart lebt, ist solche Preis gewohnt. Das Restaurant hat auch eine schöne Eiskarte, die wir aber leider nicht mehr testen konnten.

Sellin war also unser Headquarter und von dort aus haben wir auch ein paar schöne Ausflüge gemacht. Von denen erzähle ich euch auch bald!

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5 Gedanken zu “Impressionen von Rügen – Sellin

  1. Hallo Anna,

    wenn dir Sellin schon gut gefallen hat, dann solltest du dir mit deinem Mann das nächste Mal Binz vornehmen. Da kann man viel mehr unternehmen. Wir waren im IFA-feriencenter. Aber es sind auch überall schöne Ferien-Villen. Ich denke, da gefällt es Euch auch.
    Und die Supermärkte sind auch besser.
    LG

    Steffi, die ungelogen bereits 12x auf Rügen in Binz war.

  2. Hach ich lebe schon seit meiner Geburt in Stralsund und ich liebe diese Gegend hier, auch wenn es im Sommer überfüllte Innenstädte voll mit Touristen gibt. Ich liebe hier alles und möchte hier auch nicht mehr weg, zum Urlaub machen ist das hier bestimmt ein Traum, und ein paar Magnete gibt es hier auch: z.b: Ozeaneum, Meeresmuseum, Meer, Strand, alte Gemäuer….Ich hoffe dir hat es auf Rügen gefallen, warst du auch mal in Stralsund?
    Liebe Grüße aus dem Norden
    Manja

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