BLOGST – mit viel Gefühl und noch mehr Herz

Huhu ihr Lieben,

so langsam komme ich auch wieder im Alltag an, denn seit wir von der Blogst zurück sind, ging es drunter und drüber. Herr M. und ich sind (schon wieder) umgezogen und in den letzten zwei bis drei Wochen war alles andere wichtiger als Bloggen. Aber ich hab es sehr vermisst. Auch das Backen vermisse ich. Ich hoffe, dass die Küche bald soweit benutzbar ist, dass ich euch noch Neues zeigen kann, bevor es in den Weihnachtsurlaub geht . Ich blicke ja ein bißchen neidisch zu den Bloggerkolleginnen, die so viel zeigen. Allerdings bin ich angesichts der Flut von Adventskalendern und -events ein bißchen genervt überfordert.

Da es ja schon jede Menge Berichte über die Blogst-Konferenz gab, möchte ich euch heute „nur“ noch meine persönlichen Eindrücke und Highlights erzählen. Eine Sammlung der Berichte findet ihr auf der Blogst-Homepage.

Für mich begann das Wochenende nach einer sehr langen Autofahrt von Stuttgart nach Essen mit einer kleinen Feier in der Bar im Motel One. Meine engsten Bloggerfreunde und ich feierten in meinen Geburtstag rein und Jessi  packte mit den Worten „kein Geburtstag ohne Kuchen“ einen Marmorkuchen mit gelber Glasur aus. Gelb natürlich, weil die Farbe immer noch ein bißchen von unserer Hochzeit nach hängt. Danke, dass ihr an mich gedacht habt, ihr Lieben! Dieser erste Abend im Motel One war schon sowas wie Klassentreffen. Überall saßen Frauen (und ein paar Männer), die ich irgendwie kannte und irgendwie auch doch nicht. Mein Vorteil: Ich war schon auf vielen Bloggertreffen, kannte so ungefähr 1/3 der Anwesenden bereits persönlich und so gab es ein großes Hallo mit einigen. Und die, die man nur vom Blog und vom Bild her kannte? Mit denen gab es auch ein großes Hallo! Denn ich liebe es ja, die Menschen aus dem Internet live kennen zu lernen und so war es nicht verwunderlich, dass ich die BerlinMitteMom einfach mal in den Arm genommen habe, weil ich mich so gefreut habe, sie kennen zu lernen. Und das ist das Schöne bei solchen Veranstaltungen wie der Blogst: Egal, über was man eigentlich bloggt, für diesen einen Moment gehören wir irgendwie zusammen.

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Der Samstag morgen begann nach einem Frühstück im Hotel und wuseliger Zusammenkunft im Unperfekthaus „Hallo, bitte mal alle hinsetzen! Ja, wir organisieren gleich noch kalte Getränke! Reichen die Stühle da hinten? Toiletten sind raus und dann links!“ mit der Keynote durch die Sister Mags Thea und Toni Neubauer von Carry on Publishing. Darf ich sagen, dass ich ein klitzekleines bißchen in die beiden verliebt bin. Da vorne standen kompetente, intelligente, ehrgeizige, hübsche, gut gekleidete Frauen und führten uns in ihre Welt der Blogger-Relations ein. Was ich für mich persönlich aus der Keynote gezogen habe? Der Sister-Opa hat immer gesagt: „Du musst Hammer und nicht Amboss sein!“ Soll heißen: Lass dich in Blogger-Relations nicht verbraten. Du bist der, der die Arbeit dabei hat, auch wenn du bezahlt wirst. Verkauf dich nicht unter Wert! Oder um es in meiner Sprache auszudrücken: Du musst Kuchen und nicht Krümel sein 🙂

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Sophie von Berlin Freckles hat mich daran erinnert, dass mein Blog mehr SEO (Search Engine Optimization) vertragen könnte und Christian (@mindcaffeine auf Twitter), Geschichtenerzähler/Frauenschwarm/Content-tötet-Einhorn-Zitat-des-Tages-Erfinder, hat mich darin bestätigt, dass ich irgendwie doch alles richtig mache, denn meine Artikel sind mehr Geschichten denn alles andere.

Sowohl Christians als auch Julis Vortrag hatten eine starke persönliche Note. Juli kennt man von ihrem Ruhrpott-Blog HeimatPOTTential als eine Bloggerin, die sagt, was Sache ist. Aber bei diesem Vortrag hat sie ihr innerstes Bloggerherz nach außen gekehrt und uns erzählt, wie sie in einer sehr persönlichen Situation verletzt wurde, unsicher war und schließlich schweren Herzens eine Entscheidung getroffen hat. Ich konnte so gut verstehen, wie es ihr ging, denn ich selber musste auch schon schwere Entscheidungen treffen und habe mein Bloggerherz entscheiden lassen. Und damit nicht genug, hat Juli uns noch tief drinnen getroffen, indem sie 45 Aussagen von Bloggerinnen in einem Video zusammen gefasst hat. „Bloggen ist….“ – ich habe lange darüber nachgedacht, was das Bloggen für mich bedeutet. Ich denke, mein Motto (das auch immer wieder zum Tragen kommt) „mein Blog, meine Party“ beschreibt es wohl am besten. Wenn ich den Link zum Video wieder finde, gibt’s den auch noch.

Der erste Tag war weiter von Begegnungen geprägt: Visitenkarten-Speed-Dating in der Schlange vor dem Mittagessen, Zwischen-den-Reihen-Plausch mit Caro von Draußen nur Kännchen (Frau Kännchen ist neben ihrer Vorliebe für Sterne auch für ihr Projekt 12von12 bekannt), Anna meets Photoshop und steigt gedanklich nach 15 Minuten aus (trotz des guten Vortrags von Frau – Trixie – Sieben), ein Eheringvergleich mit Sarah von Erdbeerwald auf der Männertoilette (halloohooo, 150 Frauen und freie Getränke!!) und RTL-Kameramänner, die immer im Weg standen.

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Den Abend musste ich nach einem Abendessen in kleiner Runde mit meiner Südkurve leider im Bett verbringen, da mich ein paar Tage zuvor ein Schleudertrauma erwischt hatte und das lange Sitzen mir ein bißchen zu schaffen machte.

Es hat gut getan, ein paar Leute um mich rum zu haben, die ich schon kannte und sogar auch meine Freunde nenne. Denn so schön es auch ist, viele neue Gesichter zu sehen und alle kennen zu lernen, so gut ist es auch zwischendurch zu den Mädels und Jungs zu sitzen und für ein paar Minuten nicht super aufmerksam sein zu müssen und sich nicht so viele neue Namen merken zu müssen.

Die Südkurve (vlnr)

Leider habe ich dadurch die Discosause verpasst, konnte mich aber an einem ganz wunderbaren Livestream per Instragram zuschalten 🙂

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Für die meisten war der nächste Morgen ganz schön laut und hell oder wie eine der Mädels meinte: „Also das erste Bier, ich glaub, das war zu viel….“ Trotzdem sind alle brav wieder vom Motel One ins Unperfekthaus gewandert, um dem ersten Vortrag von Bine und Andrea zu lauschen. Ich habe diesen ersten Vortrag ausgelassen und habe mich im Sponsorenraum umgesehen, ein paar Bilder gemacht und mit ein paar Leuten gesprochen. Da ich schon extra Visitenkarten habe drucken lassen, habe ich eben auch noch ein paar davon verteilt.

Und dann wären wir fast zu spät zum heiß erwarteten Vortrag von Heiko  „Mr. Facebook“ Hebig gekommen, dem ich einfach mal jede Menge E*** in der Hose attestiere, da er sich in einem Raum mit 180 höchstmedialen, zum Teil unzufriedenen Facebookusern und Seitenbetreibern allen Fragen stellte, die wir so in petto hatten. Für mich reduziert sich die Facebook-Diskussion auf das, was Ninialagrande getwittert hat: „Facebook ist eine kostenlose Plattform, man muss auch selber was tun.“

Leider fiel der Vortrag zum Thema Steuer aus, da der Anwalt verhindert war. Schade, denn gerade dieses Thema hätte mich nochmal ziemlich weiter gebracht. Aber direkt nach der Mittagspause gab’s noch eine Verlosung mit all unseren Visitenkarten und juchuuu! ich habe auch was gewonnen (ein Raunen ging durch die umliegenden Reihen, als ich auspackte): in meinem Päckchen war ein Garnrollenhalter mit den nigelnagelneuen Farben von Garn und mehr. Da hat die Birgit total ins Schwarze getroffen 🙂 Mal schauen, wie ich es bald zum Einsatz bringe. Oder vielleicht darf es einfach nur auf dem Tisch stehen und hübsch sein. Mal sehen!

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Der Nachmittag wurde dann wieder mit einem herausragenden Vortrag, diesmal vom supersympathischen Igor vom Happy Interior Blog eingeläutet. Seine Art zu erzählen ist großartig und es hat viel Spaß gemacht, ihm zu zu hören, als er uns anhand von verschiedenen Beispielen erklärt hat, wie man als Blogger seine digitale Persönlichkeit durch Social Media Kanäle formt.

Zum Abschluss des Tages gab es noch eine Fish Bowl Diskussion, an der Verteter aller Beteiligten an einer Unternehmer-Blogger-Realtion teil nahmen. Die Diskussion war extrem spannend, da jeder schon gute und schlechte Erfahrungen mit Unternehmen gemacht hat und immer noch viel Unsicherheit besteht „Was darf ich verlangen? Wieviel bin ich wert? Was darf das Unternehmen erwarten?“ Für mich war diese Runde der perfekte Abschluss für das thematische Wochenende. Ich habe viel Neues gelernt, wurde gleichzeitig aber auch darin bestätigt, dass ich vieles schon ganz schön richtig mache. Und jetzt bin ich für das kommende Jahr gewappnet, denn das wird viel Neues bringen.

Als die Blogst Konferenz vorbei war, war das einzig Verwunderliche eigentlich, dass wir uns nicht alle schluchzend aneinander gekettet haben. Denn das Gefühl von „hier bin ich richtig, hier kann ich so sein, wie ich als Blogger eben bin, hier werde ich nicht seltsam angeschaut, hier versteht man mich!“ wollte keiner so richtig hinter sich lassen. Das Wort Blogstweh kam in den Tagen nach der Konferenz auf und es beschreibt ganz gut diese Zusammengehörigkeit, die sich innerhalb dieser zwei, drei Tage aufgebaut hat. Ich war noch nicht auf vielen Bloggerkonferenzen, aber ich glaube, diese Wärme und dieser Mikrokosmos von Verständnis und Freundschaft ist es, was die Blogst von anderen Konferenzen unterscheidet.

Ich bin sehr dankbar, dass ich damals im Juli beim Ticketkrimi erfolgreich war, und bei der Blogst 2013 dabei sein durfte. Und ich bin Ricarda und Clara und allen Helfern und Helfershelfern dankbar, dass sie dieses Mammutprojekt auf die Beine gestellt haben.

Und wer ein bißchen mitfühlen willm wie es so auf der Blogst war, der sollte sich dieses wunderschöne Video von Christian Burmester anschauen.

[vimeo 81394084]

Und gaaaaaanz zum Schluß möchtet ihr vielleicht wissen, warum Herr M. bei der Blogst dabei war?

Das, ihr Lieben, hat einen guten Grund. Und den verrate ich euch am Sonntag.

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