Unsere Hochzeitsvorbereitungen Teil X: Preis einer Hochzeitstorte

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Huhu ihr Lieben,

in Vorbereitung auf unsere Hochzeit gibt es immer wieder diese eine Situation. Ich: „Wir geben 800 Euro für unsere Hochzeitstorte aus.“ Entsetzte Gesichter, hochgezogene Augenbrauen und die Frage: „So viel? Warum das denn? Das kriegt man doch auch billiger!“ Und spätestens hier gehen bei der Hälfte von euch die Alarmglocken an. Und bei der anderen Hälfte sollten die Alarmglocken angehen.

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Wo fange ich an? Eine (in unserem Fall dreistöckige) Hochzeitstorte ist kein Brötchen und kein Blechkuchen, keine Sahnetorte aus einer Tütenmischung und nichts, was mal eben nebenher in der Backstube entsteht. Eine Hochzeitstorte ist ein Projekt. Ein handgemachtes Projekt. Eines, das Planung erfordert, ein Vorgespräch und einen erfahrenen Dienstleister. Dieses Projekt entsteht in den Köpfen des Brautpaares und der Tortenmacher oder die Tortenmacherin müssen dieses Bild aus dem Kopf auf den Tisch bringen. Dies erfordert Recherche und wer schon mal recherchiert hat, der weiß, dass dies in erster Linie Zeit kostet. Und warum sollte des Tortenmachers Zeit weniger wert sein als deine oder meine. Ist die Recherche abgeschlossen, geht es ans Eingemachte. Hoch dekorierte Torten sind wunderschön und grade auch ziemlich in. Hoch dekoriert bedeutet, dass da schon mal 30 handgemachte Zucker-Rosen, die passenden Blätter und andere Deko drauf sind. Ich persönlich brauche für eine Zuckerrose ca. 1 Stunde. Wer mag das hoch rechnen? Vom Material sprechen wir mal noch nicht.

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Und dann sind da ja noch die Etagen, die je nach Ausführung 4 Schichten Kuchen, 3 Schichten Creme und hier und da noch Obst beinhalten. Das Ganze mal drei, in unserem Fall jedenfalls. Dann wahlweise die Buttercreme oder Fondant. Manche machen noch eine Schicht Marzipan unter den Fondant. Bei einer voll eingedeckten Torte sprechen wir auch schon mal von 12 Kilo Material und Inhalt. Und nein, Tortenmacher in Deutschland verkaufen nicht nach Kilo. Wer denkt sich sowas aus?

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Spätestens bei der zweiten Etage denke ich immer: Wer hat sich eigentlich ausgedacht, dass Hochzeiten im Hochsommer statt finden? Denn bis zu dem Zeitpunkt habe ich mich mit warmen Händen, zerlaufendem Fondant und gerissenen Fondantdecken rumgeschlagen. Und wer von euch hat bitte ein klimatisiertes Heim, so dass die Torten auch auf dem Küchentisch immer schön kalt bleiben? Heißt also immer zwischendurch in den Kühlschrank und das Timing richtig austüfteln, damit die Torte nicht zu kalt ist, weil sonst der Fondant schwitzt, noch zu warm, da sonst die Creme schlecht wird.

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Die Deko muss natürlich auch noch angebracht werden. Manche Dekoteile kann man nicht vorbereiten, sondern muss man direkt aufbringen, also geht noch einmal einige Zeit drauf. Insgesamt nimmt ein solches Kunstwerk, und ja, ich bezeichne Hochzeitstorten als solche, einige Stunden in Anspruch. Stunden, die nervenaufreibend und gleichzeitig schön sind, wenn es das ist, was man liebt. Stunden, die bezahlt werden müssen. Stunden, die keiner verschenkt.

Oder hat euch euer Hochzeitsfotograf die Bearbeitung der Bilder geschenkt? Oder euer Autoverleih die Reifen? Oder euer Florist die Blumendeko? Oder euer DJ die ersten beiden Stunden? Oder eure Location die Getränke? Oder euer Graphikdesigner die Einladungskarten? Oder das Standesamt die Gebühren?

Klar, kann man vieles selber machen oder einen Freund fragen, um Geld zu sparen, aber mal ehrlich: wenig Stress + gute Qualität = Profi. So sieht es nun mal aus.

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Ich bin so froh, dass wir Heike hier in der Gegend haben, denn so konnte mir Herr M. ein Torten-selber-mach-Verbot erteilen. Ich weiß, ich weiß, jeder sagt da „Oh mein Gott, was hast du denn für einen Mann, das ist ja voll fies, was soll das denn? Und wieso lässt du dir so was verbieten?“ Ganz ehrlich? Das kann nur jemand fragen, der noch nie eine 3-stöckige Torte on time gemacht hat (oder jemand, dem Schlaf nicht besonders wichtig ist ;-)) Herr M. möchte, dass ich so ungestresst wie möglich in die Hochzeit gehe, damit ich jeden Moment so gut wie möglich genießen kann. Und das will ich auch. Eine Hochzeitstorte zu backen, ist purer Stress. Für Privatpersonen natürlich viel mehr als für Profis wie Heike, aber auch sie muss das Ding ja auch noch transportieren. Würde man den Stresspegel einer Person messen, die eine Hochzeitstorte transportiert, käme das möglicherweise einem Sprung vom 10-Meter-Brett gleich._IMG_0056

Bevor ich gleich noch Heike zu Wort kommen lasse – denn sie spricht einfach auch mal Tacheles – möchte ich an dieser Stelle noch einmal ganz klar betonen, dass eine schöne Hochzeit nichts mit Geld zu tun hat. Wer viel Geld ausgeben kann, der macht das. Wer wenig Geld ausgeben kann, der macht das. Kleine Geldbeutel können Großes hervorbringen, man muss nur die Ressourcen richtig verteilen. Und darum geht es mir hier in diesem Artikel:

1. Setzt eure Prioritäten. Bei mir war es: Torte vor Kleid. Mein Kleid wurde online bestellt, hat 300€ gekostet und hängt seit Februar im Schrank. Der einzige Stress, den ich damit hatte, war dass ich weder großartig ab- noch zunehmen durfte. Hat äh, geht so geklappt. Aber was ich eigentlich damit sagen will, ist: Noch kein Mensch hat zu mir gesagt „ich bin so auf dein Kleid gespannt!“ (sagt man doch normalerweise zu Bräuten?), aber der Spruch „Ich bin total gespannt drauf, was für eine Torte du ausgesucht hast“ kam schon ziemlich oft. Ich als Tortenfreak bin natürlich ein Extrem. Aber keiner muss sich dafür rechtfertigen müssen, dass er dem einen Teil der Hochzeit mehr Aufmerksamkeit und Budget zukommen lässt als dem anderen. Es sei denn, man hat so viel Geld, dass sowohl Kleid als auch Torte mehrere tausend Euro kosten können 🙂 Wer nicht so viel Geld wie wir für die Torte ausgeben möchte, der könnte sich eine kleine dekorierte Torte für den Anschnitt bestellen und den Rest des Kuchenbuffets von der Familie beisteuern lassen. Kann man ja auch auf’s Farbkonzept abstimmen 😉

2. Lernt die Arbeit von Tortenmachern zu schätzen! Und das heißt nicht nur, dass ihr euch der Wertigkeit und damit des Preises einer Torte bewusst sein sollt, sondern auch, dass eine dreistöckige Hochzeitstorte keine 120€ kosten kann. Da stimmt dann was nicht. Anbieter, die solche Torten verkaufen, machen zum einen den Markt kaputt und zum anderen sich selbst. Von 120€ müssen Zutaten und Material, Strom und Wasser, Zeit des Konditors und Miete  der Küche und eines evtl. Ladens bezahlt werden. Also entweder arbeitet der Anbieter umsonst oder das Material kostet ihn nichts oder er befeuert den Ofen mit Holz aus dem eigenen Garten. Versteht ihr, was ich meine? Handwerk kostet. Und das sollte klar sein.

Ich finde es sehr interessant, dieses Thema aus Heikes Sicht zu sehen. Vor allem, dass es Leute gibt, die sich einen Termin reservieren und dann nicht mal absagen, weil das Ganze zu teuer wird.

Liebe zukünftige Brautleute und Tortenbesteller. Lest euch Heikes Statement mal in Ruhe durch. Vielleicht öffnet es dem einen oder anderen die Augen. Vielen Dank, liebe Heike, dass ich deine bereits auf Fb veröffentlichten Worte hier wiederholen darf!

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Let´s talk about money……oder über Geld spricht man nicht……??? Doch ich finde es ist einfach mal an der Zeit dieses heiße Eisen anzufassen. 
Vorab, ich bin absolut der Meinung, dass die Höhe des Hochzeitsbudget überhaupt KEIN Gradmesser für die Freude, den Spaß und das Gelingen einer Hochzeitsfeier sein muss!!!!
Brautpaare haben es heute echt nicht leicht. Eine wahre Informationsflut im Internet, Fachzeitschriften und sogar TV-Sendungen. Hochzeiten werden heute viel detailreicher, aufwendiger aber auch teurer gefeiert als noch vor einigen Jahren. Es wird viel berichtet und gezeigt, grandiose Hochzeiten aus Übersee, die gespickt sind mit (teuren) Superlativen, Bedürfnisse und Wünsche werden geweckt. Jedoch ist es für die Brautpaare oft schwer zu unterscheiden was möchten wir und was passt zu unserem Budget?? Eine Selbsteinschätzung ist da sicher auch schwierig, denn bekanntlich heiratet man ja (eigentlich ) nur einmal im Leben…
Designerkleid, Profifotograf, individuelle Hochzeitstorte, Brautstyling, aufwendige Floristik, feines Menü, Feuerwerk……die Liste nimmt kein Ende, nach oben hin, ist alles möglich. Da kommt schon schnell eine hohe 5 stellige Summe „für den schönsten Tag im Leben“ zusammen.

Ganz oft kommen Anfragen zu mir, versehen mit Tortenbildern der teuersten und aufwendigsten amerikanischen Tortendesignern, die es gibt. Oft werden diese Torten in den Medien als Beispiele für tolle Hochzeitstorten gezeigt (die sie auch OHNE Zweifel sind). Leider schreibt nie jemand dazu, dass eine Torte in der Art schnell mal ein paar 1000 Dollar kostet…, gleiches gilt für aufwendige Sweet Candy Table Konzepte, grandios verzierte Kekse und vieles mehr. Diese Dinge sind teuer und zwar richtig teuer. Weil sie so extrem aufwendig sind, die Zutaten hochwertig und kostenintensiv , weil alles was individuell ist, sich jemand erst mal ausdenken muss, ja auch dieses ausdenken kostet leider Zeit bzw. dann Geld…

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Ich wünsche mir für unsere Hochzeitsbranche ein bisschen mehr Mut zur Preistransparenz, ich meine damit, wir müssen zu unseren Preisen stehen….wir können nicht hochwertige Arbeit ganz preiswert anbieten, sondern unsere ARBEIT ist ihren PREIS WERT. 
Wir können auch Hochzeiten ausstatten, die nicht den Vergleich scheuen müssen mit top gestylten Hochzeiten aus Übersee, aber wenn wir das machen, dann geht das auch bei uns nur mit einem komfortablem Budget.

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Dieses Thema, was kostet z.B. eine exklusive Hochzeitstorte, ein maßgeschneidertes Brautkleid, eigens entworfene feinste Papeterie.. gerade was die Hochzeitsdienstleister im gehobenen Segement betrifft, da fehlen den Kunden oft jede Vorstellungen in welchem Bereich sich so etwas bewegt..
Das Resultat sind unzählige aufwendig erstellter Angebote, die uns Dienstleister viel Arbeitszeit kosten, und Kunden die völlig überrascht sind, was ihr Hochzeitstraum da plötzlich kosten soll, und die mit einem Preis konfrontiert werden, der das geplante Hochzeitsbudget sprengt. Vor Schreck vegisst der eine oder andere dann gleich mal überhaupt noch abzusagen….

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Also mache ich heute mal den Anfang ganz offiziell, ein Brautpaar das eine 3-stöckige Hochzeitstorte für 100 Gäste von mir wünscht, muss mit einem Preis ab 550,00 € kalkulieren. Das ist der Grundpreis einer sehr schlicht dekorierten Torte, wird es aufwendiger sollte man mit circa 6,50 €/pro Person rechnen . Torten mit extrem üppiger Zuckerblütendekoration, Figuren, Ornamenten und vielen Details können durchaus auch mal im Bereich von 7,50 € plus X liegen… Damit sind meine Hochzeitstorten sicher nicht für jedes Budget erschwinglich, auch liegen die Prioritäten nicht bei jedem gleich, und das eine Paar träumt schon immer von einer Traumtorte ein anders legt mehr Wert auf andere Details..
Doch so sind die Preise, denn so romantisch die Hochzeitsbranche auch scheint, so ist sie doch kein Hobby und Platz für reine Selbstverwirklichung, sondern für uns Dienstleister unsere Art unseren Lebensunterhalt zu verdienen……

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Ich freue mich über eure Kommentare zu dem Thema, wünsche mir aber, dass hier keine Diskussion über Sinn oder Unsinn von Fondanttorten entsteht.

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43 Gedanken zu “Unsere Hochzeitsvorbereitungen Teil X: Preis einer Hochzeitstorte

  1. Hallo Anna und danke für deine Ausführungen, die wahrscheinlich wieder nur die lesen, die wissen, welch Aufwand so eine Torte ist. Ich bin Hobbybäckerin, machte das für Freunde, die sich die Konditorei nicht leisten konnten…jetzt ist wieder schluss, da wie du sagst, die Materialkosten oftmals das übersteigen, was Leute bereit sind für eine Torte auszugeben. Wenn man eine gefrorene für 7 euro kaufen kann…gg Ich weiss wie schwer es ist und konnte mich deinem Bericht auch als Laie so oft anschließen..man fragt sie oftmals nurmehr wozu eigentlich…trotzdem danke, dass du mal offen darüber berichtet hast und lg aus Salzburg!!

  2. Hallo Anna!
    Ich hab eine thematisch ganz unpassende Frage: Woher ist denn die erste Torte mit dem Golddekor? Gibt es vielleicht noch mehr Bilder von der Torte? Ich finde sie soooo schön!
    Liebe Grüße,
    Larissa
    PS: Ich habe im Mai die Hochzeitstorte für meinen Bruder gemacht – Wareneinsatz 300 €. Im Endeffekt bin ich auf den Kosten sitzen geblieben, weil so viel Unverständnis für eine sooo teure Torte war…

    1. Hallo Larissa, das ist echt schade, dass deine Torte nicht gewürdigt wurde 😦

      Die Torte mit Golddekor stand bei Heike Krohz von Süß und Salzig im Showroom. Die war allerdings ein Dummy und wurde wahrscheinlich mittlerweile ausgetauscht.

      Viele Grüße, Anna

  3. Hallo liebe Namensschwester,
    ich bin gerade zufällig auf deinen Blog und dann auf diesen Artikel gestoßen und fand ihn sehr gut und wichtig. Toll, dass du Heike zu Wort hast kommen lassen. Auch für jemanden wie mich, die in Begriff ist, Torten nicht nur hobbymäßig zu machen, war das hilfreich zu sehen, wie das Preisspektrum aussieht. (Dieses Jahr habe ich meine Arbeit da eindeutig unter Wert verkauft… :/)
    Super, wie du das dargelegt hast. Ic glaube, ich muss künftig öfter bei dir vorbeischauen 🙂

    Viele Grüße
    Anna

  4. Kann ich voll nachvollziehen deinen Kommentar bzw. Statement zum Thema Dienstleistung. Ich war Friseurin und musste auch ständig unsere Preise ( mittleres Niveau in dem damaligen Bezirk) verteidigen wenn es um aufwendigere Frisuren ging. Denn es ist schon ein Qualitätsunterschied vernünftig beraten und dann auch mit hochwertigen Produkten und der entsprechenden Zeit bedient zu werden als in einem Billigladen auf 20 min minimum. Da leidet halt die Quali. Bin froh das ich seit der cut and go Ära schon nicht mehr in diesem Beruf tätig bin denn das macht die Handwerkszunft mit Dumpingpreisen- und löhnen kaputt. Bleib deiner Einstellung treu wer Qualität möchte soll sie auch zahlen.

  5. Haha, hab mich wieder erkannt!!!

    „denn so konnte mir Herr M. ein Torten-selber-mach-Verbot erteilen. Ich weiß, ich weiß, jeder sagt da “Oh mein Gott, was hast du denn für einen Mann, das ist ja voll fies, was soll das denn? Und wieso lässt du dir so was verbieten?” Ganz ehrlich? Das kann nur jemand fragen, der noch nie eine 3-stöckige Torte on time gemacht hat (oder jemand, dem Schlaf nicht besonders wichtig ist 😉 ) Herr M. möchte, dass ich so ungestresst wie möglich in die Hochzeit gehe, damit ich jeden Moment so gut wie möglich genießen kann.“

    Wir haben zwar noch nicht Nägel mit Köpfen gemacht, was das Thema Heiraten angeht, aber wenn ich an meine Hochzeit denke, mache ich mir als ertes Gedanken über die Torte :D, ganz nach dem Motto: „Das kann ich doch nicht abgeben“… Nä.Gedanke „Das schaffe ich niemals! Ich werde die erste Braut sein, die vor dem Altar einschläft!

    Habe meine „Heike“ leider noch nicht gefunden. Aber habe ja noch ein wenig Zeit zum Suchen 😉

  6. Toller Beitrag!
    Ich selbst bin in dem Geschäft und muss mich regelmäßig mit den Kunden rumschlagen weil so gut wie jeder mit mir handeln will und nicht versteht was hinter der Produktion steckt. Ich habe ein Geschäft, da muss ich die Miete, Strom, Wasser, Einkauf, Personal, Material, Zeit und auch mein eigenes Leben finanzieren. Die Kunden rechnen sich aber nur etwas Mehl, ein paar Eier und Milch aus und denken dass wir stundenlang umsonst in der Backstube stehen können. Handarbeit und Qualität muss bezahlt werden. Ich diskutiere beispielsweise auch nicht um den Preis eines Mantels an der Kasse im Geschäft.

    Schöne Grüße,
    Inga

  7. Früher (vor meiner Hochzeit) dachte ich auch immer, dass es ja nicht sein kann, dass ein „Kuchen“ so extrem teuer ist. Ich dachte, das sind ja nur ein paar Zutaten, die kosten nicht viel, zusammengerührt und fertig. Das war der eigentliche Grund, warum wir beschlossen haben, unsere Hochzeitstorte selber zu machen. Mein Mann hat sich 10 Stunden in die Küche gestellt und alles gegeben (es war seine erste Torte). Ich hatte derweil andere Sachen zu erledigen, da es einen Tag vor der Hochzeit war. Naja, tolle Torte, die hat nur leider den Transport zur Location nicht überlebt 😦
    Wir haben einen zweiten Versuch für ein befreundetes Paar gestartet und haben eine wunderschöne dreistöckige Torte für sie gezaubert. Es hat uns alles in allem zwei oder drei Tage Zeit gekostet, jede Menge fluchen, Stress, dekorieren bis spät in die Nacht, unruhige Nächte, weil wir nicht sicher waren, ob die Füllung so fest wird, wie sie soll usw.
    Doch alles lief gut ,die Torte kam super an, wir waren sehr stolz und lecker war sie auch!
    Fazit: Ich kann nun sehr gut verstehen, warum Hochzeitstorten so viel Geld kosten und bewundere jeden, der dies beruflich macht! Ganz großen Respekt und wenn ich noch mal heiraten würde, ich würde die Torte kaufen und der Preis wäre auf jeden Fall gerechtfertig!

    Alles Liebe für deine Hochzeit, Anna!

  8. Hallo Anna,
    ich bin zwiespältig was deinen Beitrag zu Hochzeitstorten angeht.
    Einerseits stimme ich dir vollkommen zu, dass für gute handwerkliche Arbeit ein entsprechender Preis gezahlt werden muss. Ich möchte keine Billigpreis-Politik, nirgendwo. Gutes Geld für gute Arbeit.

    Allerdings ist mir dein Artikel zu sehr auf Äußerlichkeiten der Hochzeitstorte gerichtet: Etagen, Überzüge, Deko, Blüten, … Eine Torte ist zum Essen da und sollte auch oder vor allem gut schmecken. Leider geht es bei den meisten Foodblogs vorrangig um die Optik, denn den Geschmack kann man ja nicht testen. Für mich sind Überlegungen zum Teig/Füllung/Creme mindestens genauso wichtig. Die Torte soll ja nicht nur dem Brautpaar, sondern möglichst vielen Leuten munden, da muss der Inhalt schon überlegt sein.

    Die Tortenüberlegungen ist für mich ein Symbol oder ein Beispiel für die Schwerpunkte, die von vielen Paaren beim Heiraten gesetzt werden: es wird viel über Torten, Kleid, Location, Feier, etc geredet, geplant, gemacht und getan. Aber wird genauso viel auch diskutiert über den Inhalt? Vorstellungen von Ehe, was bedeutet Ehe für beide, was erwartet sich jeder von der Ehe? Sieht man die Ehe eher als Garantie oder mehr als ein Versprechen? Was ist der Unterschied zwischen beiden Vorstellungen? Ich weiß nicht, wie das bei euch läuft und es ist sicher kein Thema für ein Backblog (oder vielleicht doch?).

    Zurück zur Torte: weißt du schon, welche Teige und Füllungen ihr haben werdet?
    LG Susi

  9. Toller Beitrag!! Ich habe auch schon für eine Freundin eine Hochzeitstorte gemacht und kann bestätigen, wieviel Aufwand dahinter steckt!! Bei deinen Hochzeitsvorbereitungen muss ich schmunzeln, da es bei mir auch noch nicht soo lange her ist, als ich selbst im Hochzeitswahn war 🙂 Ich habe selbst kurz überlegt, unsere Torte selbst du machen. Aber da ich ja unbedingt 180 Stück Minitörtchen wollte, habe ich es mir schnell anders überlegt 🙂

  10. toller beitrag. vor allem jetzt, nachdem ich selbst eine dreistöckige torte gemacht habe und genau weiß, wieviel arbeit dahinter steckt, kann ich deine aussage voll und ganz nachvollziehen. die arbeit, die ich in die torte gesteckt habe, wurde auch nicht wirklich wertgeschätzt. die leute können sich einfach nicht vorstellen, wie viele arbeitsschritte es tatsächlich sind, bis so eine torte fertig ist.
    habe gerade mal auf ihrer site rumgesurft. sie ist wirklich begabt und hat die tortenkunst echt drauf!
    lg, arina

  11. Ich finde es wirklich sehr toll, dass hier das mal angesprochen wird!!
    Natürlich ist es viel Geld für eine Hochzeitstorte aber absolut gerechtfertigt, wenn man die ganzen Faktoren runterbricht (Material, Zeit, Nebenkosten,….).
    Ich habe auch erst für eine Hochzeit 120 cake pops gemacht und war da mehr oder weniger 2 Tage beschäftigt mit. Natürlich kann man das nicht wirklich mit einer Hochzeitstorte vergleichen, denoch hätte ich es schön gefunden, wenn man die Arbeit mehr wertgeschätzt hätte als nur ein „Ja, schmeckt gut zu hören zu bekommen“…..

    Liebe Grüße und alles Gute für die weiteren Vorbereitungen 🙂
    Ina

  12. Ich habe gestern eine vierstöckige Hochzeitstorte nach Design-Wünschen der Braut fertiggestellt. Es hat Spaß gemacht, aber es war so unglaublich viel mehr Arbeit und Stress, als ich geschätzt hätte.
    Wenn es kein Geschenk gewesen wäre, müsste ich berechnen: ca. 100 Euro an Zutaten, 30 Euro für Rollmarzipan, dann Fondant und Zuckerperlen für die Blumen. Dazu Cake Boards, die Miete für den Ständer, anteilige Anschaffungskosten für die großen Kuchenformen, Glätter, Ball-Tools etc. und allerlei Verbrauchsmaterial wie Backpapier und Schachlickspieße (auch das läppert sich). Strom für den Kühlschrank und den Ofen, Benzin für das Transportauto, und 2 Tage Arbeit. Wobei, eher 3 Tage, denn die Tripps zum Tortenladen für die Werkzeuge und die Anlieferungszeit kommen dazu, plus dass meine Küche jetzt noch aussieht wie ein Schlachtfeld und ich heute noch ordentlich putzen muss.
    Jetzt bin ich eine Privatperson. Als „richtige“ Tortenbäckerin bräuchte ich vielleicht weniger Zeit, müsste ich noch viel mehr Material, Miete, Lehrgänge, Versicherung etc. wieder hereinbekommen. Und wie stellt man die Tripps zum Kühlschrank in Rechnung, weil man Angst hat, dass das Marzipan doch anfängt zu schwitzen? Und den Muskelkater vom Ausrollen? Und die Alpträume darüber, dass man mit der fertigen Torte im Arm auf den Stufen zur Location stürzt?
    Ich habe einen riesigen Respekt vor allen Profis. Qualität hat ihren Preis, das gilt für Handwerksleistungen, Werkzeug und Zutaten.
    Gleichzeitig kann ich auch Paare verstehen, denen die Torte nicht so wichtig ist. Ein Buffet mit selbstgemachtem Kuchen aus der Verwandtschaft ist eine tolle Alternative, wenn man nicht viel Wert auf eine Hochzeitstorte legt, und tut der Stimmung und Feier keinen Abbruch.

    Liebe Anna, ich wünsche euch das Allerbeste für eure Hochzeit!

    Liebe Grüße, Venda

  13. sehr guter Artikel !!!
    Wenn wir eine Torte hätten – dann hätte ich auch eine von heike genommen 😉
    ich liebe ihre Torten schon lange und finde den Vogelkäfig soo super schön !!!
    Auch wenn wir beide super gern Torte essen und ich mega gerne backe, haben wir uns entschieden, dass es KEINE Torte gibt
    sondern eine Käsetorte 😉 da wir in der Pfalz wohnen ist das auch recht passend.
    ich wünsche euch aber eine ganz arg wunderbare suuuuper leckere Torte !!!

    wann ist es denn eigtl soweit?
    grüßle
    Dani

  14. Hallo Anna,

    ich finden deinen Beitrag klasse und auch den Beitrag von Heike habe ich schon mal an anderer Stelle gelesen und verstehe das voll und ganz und bin ebenfalls der Meinung, Leider ist das nicht nur bei Torten so das die Leute erschrecken was das ganze kostet. Ich bin gelernte Floristin und auch da denken die Leute mit 20 € für einen Brautstrauß wäre es getan, dem ist aber nicht so, da steckt viel Arbeit drin und es ist was, was man nicht einfach mal so auf die Schnelle macht. Ich bin gespannt auf deine Torte und finde es schön das du in diesem Sinne das Handwerk unterstützt, das wird ja heutzutage nicht mehr allzu oft gemacht!
    LG
    Bianca

  15. Ach Anna, allein, dass du dich für deine Entscheidung / dein Vorgehen „rechtfertigen“ musst, tut mir schon leid. Macht einfach, wie es euch gefällt und zeigt den Kritikern und Maulern eure schönste Seite!
    Liebe Heike – was anderes, als dir rundum zuzustimmen kann man gar nicht machen 🙂

  16. Ich weiß auch nicht, warum Leute bei den Preisen für Hochzeitstorten immer so erschrecken. Was mich eher erschreckt ist die Tatsache, dass in Deutschland viel Geld für alles mögliche ausgegeben werden kann, nur Essen… das muss billig, billig, billig sein.

    Wie Du so schön geschrieben hast, ist auch bei einer Handwerkerrechnung das Teuerste die Arbeitsleistung und nicht das Material. Wenn ich daran denke, wie lange ich nur für eine normale Torte manchmal in der Küche stehe, dann kann ich einschätzen wie lange es wohl dauert eine Hochzeitstorte zu machen. Dann sollte außerdem jedem noch klar sein, dass der Preis für die Hochzeitstorte nicht brutto wie netto als Gewinn eingestrichen wird.

    Material, Betriebskosten (Wasser, Strom etc.), Versicherungen, Steuern, Unternehmerlohn usw. müssen alle von den Einnahmen bestritten werden. Da bleibt am Ende nicht viel zum Leben, wenn man das als Lebensunterhalt betreiben möchte.

    Übrigens habe ich mal einen Bericht auf youtube über eine amerikanische Cake Designerin gesehen. Sie hat eine siebenstöckige Torte für eine Hochzeit hergestellt. Thema „What if Marie Antoinette lived in the Woods“ (abgesehen davon, dass das Motto typisch amerikanisch und daher leicht abgedreht ist), hat die Cake Designerin erst einmal eine Skizze wie für ein Designer-Kleid angefertigt.

    Die Torte wurde handbemalt, mit essbarer Spitze, Blüten und tausend anderen Dingen verziert und sollte 300 Leute satt machen. Nachdem ich gesehen habe, dass 3 Personen eine halbe Ewigkeit an dieser Torte gearbeitet hatten (die auch noch vier verschiedene Geschmacksrichtungen hatte), war ich keineswegs erstaunt, dass das fertige Kunstwerk über 10.000 Dollar gekostet hat.

    Wen es interessiert, hier ist der Link:

    Daher finde ich 800 Euro völlig ok. Außerdem ist es eure Sache, für was ihr euer Geld ausgebt. Aneder Menschen bezahlen 5.000 Euro für das Kleid. Du hast eben andere Prioritäten.

    Viele liebe Grüße
    Christin

  17. Hallo, hab ja schon mal gesagt dass dies ein super Bericht ist. Ich habe dir bereits schon mal geschrieben, und ich muss sagen, ich konnte mir deine Berechnung zu Grunde nehmen, wie ich meine Torte berechnen könnte. Zum guten Glück muss ich dies nicht, da es ein Geschenk von mir an das Brautpaar ist, aber man möchte doch selber gerne wissen, was dann so ein Geschenk für einen Wert hat. I Und da kann ich ja jetzt richtig stolz sein , wenn ich sehe was dieses nun für einen Wert hätte. Aber trotzdem, nochmals danke für deinen Bericht, denn nur wer diese Arbeit kennt, der weiss was dahintersteckt unter dem Namen … Handarbeit… und der schätzt dies dann auch und wird dann auch den dafür genannten Preis dafür bezahlen. Danke

  18. DANKE für den sehr ehrlichen Beitrag!!! Aber es ist überall so… speziell die Arbeit und Leistung in der Küche / Backstube,… usw. wird halt leider nicht geschätzt…
    Es wird z.B. so gerechnet: im Supermarkt kostet 1 kg Fleisch € 3,99 (natürlich ist das Fleisch im Angebot – egal WO es herkommt, Hauptsache billig!!!!!) und bei denen im Restaurant soll ich für eine Portion das -zigfache bezahlen??? Ich kanns nicht mehr hören… vorallem bin ich immer wieder erschüttert, was Menschen alles in sich hineinstopfen… Kunstkäse, gepresstes „Fleisch“, Fischstäbchen (eigentlich aus Abfällen wie Knorpeln und Gräten gepresst!),… usw. …
    Ich arbeite seit über 33 Jahren in der Gastronomie, davon sei 23 Jahren selbstständig als Küchenchefin bei uns im eigenen Restaurant… ich kenn das nur zu gut…

    Liebe Grüße
    Maria

  19. Toller Bericht!!!! Bin gerade heute mittag fertig geworden mit einer 4 stöckigen Hochzeitstorte. Habe fast 30 Stunden dazu gebraucht, da ich sehr viele Rosen, Blätter Efeu und kleine Blütenrispen gemacht habe. Und Spitzen mit Magic Decor habe ich auch angebracht. Wenn ich die Zutaten rechne komme ich schon auf 91. € Da sind aber noch keine Tortenboards , Doppelherz als Topper usw. noch gar nicht gerechnet. Jetzt fällt es mir schwer , einen Preis zu errechnen. Die Torte wurde noch selbst von mir angeliefert(50km). Was soll ich jetzt berechnen. ??? Kannst du mir einen Tip geben.???

  20. Ich finds toll, wie du das geschrieben hast und was auch Heike dazu schreibt. Schade, dass so viele Menschen echte Handarbeit nicht mehr schätzen können. Da glaubt man, es wird einem alles gratis hinterher geworfen und manche Dienstleister machen das ja auch mit… Wie die damit kostendeckend arbeiten, das möchte ich gar nicht wissen!

    Ich selbst darf nächstes Jahr für meinen Bruder die Hochzeitstorte machen. Die Hochzeit findet Anfang Mai statt aber ich stecke jetzt schon in den Vorbereitungen – kenne alle Youtube-Videos zum Thema, Bücher stapeln sich und das Rezeptbuch ist in der Zwischenzeit auf 50 Seiten angewachsen. Jeder, der dir Aufgabe übernimmt, eine Torte zu backen, hat diesen Aufwand {oder hatte ihn am Anfang seiner Laufbahn mal} und hat es verdient, dafür Wertschätzung und eine angemessene Bezahlung zu bekommen!

  21. Liebe Anna, liebe Heike,

    vielen Dank für diesen Post und eure Worte. Ich bin ja selbst Konditorin und habe oft genug miterlebt, wie wenig manche Leute den Einsatz und die Mühe, die man sich für ihre Torten gibt, zu schätzen wissen. Für denjenigen, der all sein Herzblut in eine Torte steckt, weil man möchte, dass für das Hochzeitspaar die Torte auch ein Stück weit ein Höhepunkt eines großartigen Tages wird, ist es besonders bitter, wenn man feststellen muss, dass dieser Einsatz keine Anerkennung findet. Am bittersten ist es, wenn man Sonntagabends ins Kühlhaus schaut und die tolle Torte immer noch dasteht… nicht abgeholt, weil sie dem Paar zu teuer war, jedoch keiner von beiden den Mumm hatte, den Auftrag zu stornieren.
    Vielleicht würde es helfen, wenn man versuchen würde, den Leuten begreifbar zu machen, wie viel Zeit sie in ihrer eigenen Küche zubringen würden, wenn sie versuchen würden, eine Hochzeitstorte selbst zu machen.
    Für deine bevorstehende Hochzeit wünsche ich dir alles Gute! Es ist schön zu lesen, dass es auch noch „normale“ Bräute gibt. 😉 (Übrigens bin ich froh, dass du deine Torte nicht selbst machst – denn es bringt Unglück für die Ehe, wenn die Braut ihre Torte selbst bäckt!)

    ♥sabrina

  22. Toller Beitrag … ich find es gut, dass hier die Preise mal dargelegt werden. Die ich im übrigen für völlig angemessen halte, denn das ist noch echte Handarbeit und wenn man bedenkt, mit welchen “ äußeren Einflüssen“ (Wetter, Temperaturen, etc.) der/ die Künstler beim Zubereiten eines solchen Kunstwerkes rechnen müssen, dann allemal. Die Menschen wollen immer nur das Schönste, Beste, etc. – sind aber leider in den meisten Fällen nicht bereit, angemessen dafür zu zahlen?!
    Naja, aber es ist eben so, „Gott sei Dank“ gibt es auch solche, die die Arbeit anderer schätzen!
    Herzliche Grüße, Ramona Marheine

  23. Wie wahr – alle denken immer man kriegt alles zu einem Spotpreis. Wer was exklusives will, soll auch einen angemessenen Preis dafür bezahlen.

  24. Toller Bericht und ich bin der Meinung das die Preise oben vollkommen angemessen sind. gute Ware hat nun mal ihren Preis. Habe selbst mal für meine Tochter eine 3stöckige Hochzeitstorte gemacht und weiß was für eine Arbeit es ist. Von daher Respekt an die Damen die diese Kunstwerke herstellen.

  25. Also erst mal: ein riesen Kompliment und den allergrößten Respekt an euch Tortenkünstlerinnen. Ich mach auch hin und wieder ne Feiertags- oder Sonntagstorte, aber nur mit Sahne, weil ich einfach nicht die Fähigkeiten habe wie ihr. Gern würde ich sowas mal versuchen, aber es fehlt mir an der Zeit und an den Leuten, die die Torte dann verspeisen 😉
    Und liebend gerne würde ich mir mal von euch so eine Torte kreiren lassen, aber auch vor diesem Artikel hab ich gewusst – allein nur an den Bildern, die ich von Indira gesehn hab, dass mein Budget das leider nicht hergibt.
    Ganz ehrlich – ich bin sowas von neidisch auf euch…. 🙂 -nein – dafür kann ich ganz gut nähen und basteln 😛
    Ich freu mich jeden Tag, wenn ich auf facebook geh auf die wunderschönen Tortenbilder von euch Künstlerinnen und schmachte dann vor mich hin.
    Ganz, ganz liebe Grüße,
    Freya

  26. Vielen Dank für diesen wunderbaren Beitrag! Ich bin total begeistert daß das jetzt hier mal so offen kommuniziert wurde! 🙂
    Viele Grüße
    Katrin

  27. Ich find das total toll, dass man mal weiß, mit wieviel man rechnen muss!!! Ich habe noch nie verstanden, warum man immer aktiv an den Dienstleister (nicht nur auf Torten bezogen) herantreten muss, um den Preis zu erfahren! Ganz, ganz toll!!!

  28. Liebe Anna, liebe Heike,

    ich gehöre zu den Leuten die sich wahnsinnig gerne tolle Torten anschauen und auch sehr gern so etwas einmal selbst haben wollen würden.
    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass solch eine Torte sehr aufwendig, zeitintensiv und planungsintensiv ist. Deshalb sind derlei Preise vollkommen gerechtfertigt!
    Mein (vielleicht irgendwann mal zukünftiger) Mann vertritt die Meinung: ‚Aber das machst du doch selber!‘. Ich beneide dich also ein wenig um die Einstellung deines Mannes 😉
    Bei mir würde es also eine kleine selbstgemachte Torte mit weiteren Leckereien der Familie geben, aber das ist dann unsere Entscheidung und ich wünsche jedem Brautpaar, dass es genau das bekommt, was sich beide wünschen.

    Ich finde deinen Beitrag ganz toll und hoffe auch, dass es ein paar zukünftige Bräute aufrüttelt.
    Und Heike – weiter so! Deine Werke sind top!

    Ganz liebe Grüße,
    Chrisi

  29. Danke für diesen tollen Beitrag! Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie unrealistisch der Aufwand und die Leistungen im Handwerk heutzutage eigeschätzt werden. Irgendwie scheinen die Menschen da den Bezug zur Realität verloren zu haben. Ich finde es super, dass hier mal „Tacheles“ gesprochen wird!
    Vielen Brautpaaren ist glaube ich einfach lange auch nicht bewusst wie viel so eine „Traumhochzeit“ kostet. Da müssen eben Abstriche gemacht werden…Wie du schreibst liebe Anna, man muss sich eben seinen Prioritäten bewusst sein. Für manche ist es das 5000€-Traumkleid, für andere die Prinzessin-Location und für die nächsten eben eine Torte..

  30. Danke für diesen Artikel. Ihr sprecht mir aus der Seele. Ich staune immer wieder über Kunden, die großartige Torten bei mir bestellen und ein Budget von 50 oder 100 Euro angeben 🙂 Ich bemerke jedoch in vielen wirtschaftlichen Zweigen eine ähnliche Haltung. Diese Discountmentalität kann ich nicht teilen.

  31. Sehr schön geschrieben, Anna (natürlich auch Heikes Beitrag!). Leuten, die solche Preise nicht akzeptieren wollen, würde ich einfach nur mal empfehlen bei einer Außentemperatur von ca. 35 Grad in einer Backstube zu arbeiten. 3 Stunden sollten reichen… .;)

  32. Liebe Anna,
    meine Meinung zu diesem Thema: Ich finde es richtig schwachsinnig, dass sich das Brautpaar bei Verwandten, Freunden und Co. rechtfertigen muss, wieso er so viel für dies oder jenes ausgibt. Jeder hat seine eigene Vorstellung von einer Traumhochzeit und die sollte er verwirklichen, egal ob der eine mehr für eine Torte ausgibt und der andere unbedingt ein Feuerwerk braucht.
    Auch wir haben damals mehr für Essen (vor allem Torte und Co.) ausgegeben und haben dann an (in meinen Augen eher Schnickschnack) Feuerwerk, Luxusauto, Kutsche, Tauben, etc. gespart. Wir brauchten das nicht. Wir sind bis heute noch zufrieden mit unserer Entscheidung und ich würde es immer wieder so machen.

    Zieht also euer Ding durch und lasst die Leute reden. Ich finde es von deinem Mann toll, dass er dir „nicht erlaubt“ die Hochzeitstorte selber zu machen. Du willst ja noch etwas von deiner großen Tag haben und nicht in der Küche gestresst Nächte durchmachen, weil etwas nicht will wie du es dir vorgestellt hast. Deshalb war die Entscheidung für Heike genau die richtige. Toll das hier das Thema auch von ihrer Seite mal angesprochen wird.

    Ganz liebe Grüße
    Elena

  33. Das ist glaube ich in vielen Branchen ähnlich – ich merke es bei uns in der Arbeit (Arch.Büro), dass für Kunden nur das zählt, was sie in Händen halten (Pläne). Die Kopfarbeit, der Prozess dahinter, der nicht greifbar ist, scheint nichts wert. Das verstehe ich nicht und das ärgert mich regelmäßig.
    Der Tortenpreis schockiert mich vor diesem Hintergrund überhaupt nicht, ich hoffe, dass hier irgendwann bei den Leuten wieder ein Umdenken stattfindet und eine Dienstleistung nicht mehr zum „Service“ degradiert wird.
    Lg, Evi

  34. Oh Anna, wenn nur noch mehr Brautpaare so denken würden wie du/ihr…. und nicht so viele „Kollegen“ ihr Torten/Arbeitszeit verschleudern würden….Ich glaube ganz viel Verständnis für meine Branche hast du wirklich, weil du weißt wie es ist große Torten wirklich komplett selber zu machen…. Ich danke dir für deine Aufklärungsarbeit:-))) und verrate an dieser Stelle, dass ich schon megaaufgeregt bin wegen eurem Auftrag, denn auf keinen Fall möchte ich eure Erwartungen enttäuschen!!! See you very soon;-)) herzliche Grüße Heike
    Ps. bevor nun einige beim Preis schon in komaähnliche Zustände gefallen sind, muss ich sagen es gibt ja noch was zur Torte dazu….:-)))

    1. Großartiger Bericht! Respekt und Anerkennung! Danke Anna, und du liebe Heike, du machst wunderbare Arbeiten die so kunstvoll und schön sind das ich glatt noch mal heiraten möchte!
      habt es schön
      liebe grüße

      karin

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