Limette-Kokos-Schnecken

Huhu ihr Lieben,

meine Mama mal wieder. Schon seit Wochen hat sich ihre beste Freundin zu Besuch angemeldet und als ich sie fragte, ob ich was backen soll, meinte sie nur „Ach ne, das ist ja nur ein bißchen Zusammensitzen und Tee trinken.“ Gestern nachmittag hieß es dann doch „Kannst du vielleicht nicht doch was backen? Was Einfaches, zum in-die-Hand-nehmen, ohne viel Creme?“ „Also eigentlich würde ich gern mal was mit Kokos und Hefe ausprobieren.“ (In dem guten Wissen, dass meine Mama Kokos abgöttisch liebt und ich diese Packung endlich leer kriegen will, da weder ich noch Herr M. Kokos besonders mögen 🙂 )

Als ich dann allerdings besagte Schnecken/Rollen/Buns aus dem Ofen zog, hätte ich doch gerne eine probiert. Das wiederum hätte aber das Gesamtbild zerstört und das geht ja nun wirklich nicht, nein, nein 🙂

Und wie schon beim letzten Mal erzählt, ist auch dieses Rezept letztendlich eine Variation meines Hefezopfes oder meiner Zimtschnecken.

  • 1 Pck frische Hefe
  • 150ml warme, nicht heiße Milch
  • 150gr Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • Abrieb einer 1/2 Limette
  • 400gr Mehl, + ca. 50gr Mehl zum Einstäuben und für die Arbeitsfläche
  • 1 Ei + 1 Eigelb zum Einstreichen
  • 60gr weiche Butter

Für die Füllung und die Glasur

  • 150gr geraspelte Kokosflocken
  • Abrieb einer 1/2 Limette
  • 60gr Zucker
  • 50ml Sahne oder 1 steif geschlagenes Eiweiß
  • Limettensaft oder -konzentrat
  • 150gr Puderzucker

Die Hefe in eine Schüssel bröseln, eine Prise Zucker drüber streuen, die Hälfte der warmen Milch drüber geben. Früher habe ich immer mehr Milch genommen und die direkt aus dem Topf drüber gegossen, das war natürlich viel zu heiß. Es reicht, die Milch einmal kurz aufkochen zu lassen, dann so lange abkühlen lassen bis sie Körpertemperatur erreicht. Die Hefe sollte sich ganz auflösen, das ergibt so eine komische schaumige Masse und dauert ca. 10 Minuten. Dann gebe ich alle anderen Zutaten dazu und knete so lange bis alles einen schönen Teig ergibt. Bevor er ganz glatt wird, zeigt er beim Kneten so Fetzen, dann ist er richtig. Man kann hier entweder in der Schüssel mit dem Handmixer oder mit der Hand kneten oder ihn auch rausholen und auf der Arbeitsfläche bearbeiten.

Den Teig etwa 30 Minuten ruhen lassen (in dieser Zeit z.B. einen Blogartikel fertig schreiben) und dann auf dem Küchenbrett oder der Arbeitsfläche ausrollen. Hier bin ich tatsächlich noch nicht dahinter gestiegen, wie man Hefeteig so ausrollt, dass er sich nicht wieder sofort zusammen schnurzelt. Mit viel Kraft hab ich dann eine Art Rechteck hingekriegt.

Für die Füllung die Kokosflocken und die restliche Limette verrühren und entweder mit Sahne für schön kletschig oder mit geschlagenem Eiweiß für schön fluffig verrühren und auf dem Hefeteig verteilen.

Dann von der langen Seite her einrollen. Da ich ewig gebraucht habe, um rauszufinden, was es heißt, von der langen Seite her einzurollen, hab ich ein Foto für euch gemacht.

Von dieser Rolle habe ich dann 2 cm dicke Scheiben abgeschnitten und in eine gefettete und mit Zucker ausgestreute Backform gelegt. Da die Rollen ja noch aufgehen, lieber ein bißchen Abstand lassen. Mit dem Eigelb die Ränder und Seiten einpinseln; damit die „Haut“ nicht zu dunkel wird, mit ein bißchen Milch verrühren. Bei 175°C ca. 25-30 Minuten backen, währenddessen den Puderzucker mit dem Limettensaft verrühren, es sollte eine dicke Pampe sein, also lieber erstmal nur ein bißchen einrühren. Wenn man die Puderzuckerpampe direkt nach dem Backen verteilt, fließt ein Teil davon in die Schnecken und gibt nochmal Geschmack und Süße ab. Wer lieber den ganzen Zuckerguß oben drauf haben will, lässt die Schnecken vorher auskühlen.

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3 Gedanken zu “Limette-Kokos-Schnecken

  1. Hallo Anna,
    wenn der Hefeteig zu stark schnurrt, sich also wieder zusammenzieht, lass mal beim Ausrollen die eine Seite des Teiges über die Tischkante herunterhängen. Zu der Seite hin, wo du stehst. Man rollt ja in der Regel von sich weg. Die Schwerkraft verhindert, dass der Teig sich zusammenzieht. Teigplatte drehen und Vorgang wiederholen.
    Eingerissene Stellen schlägst du am besten nach innen ein und rollst sie wieder erneut aus.
    Ich hoffe, dass kam jetzt nicht zu besserwisserisch daher.

    Auf jeden Fall klingt das Rezept bis auf die Kokosflocken (haha, wir mögen die auch nicht so sonderlich) sehr verlockend und wird demnächst mal nachgebacken. Dann aber mit gehobelten Mandeln. *g* Und vielleicht noch Estragon. Ich habe mal eine Limetten-Estragon-Rolle gebacken. Das hat sehr gut harmoniert.

    Liebe Grüße,
    Mari

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