Kuchen des Monats: Mai – Rhabarberpizza, oder: Annas Rhabarbergesicht

Huhu ihr Lieben,

Mittwoch abend wurde ich gerügt. Von Virgie. Treue Leserin und Freundin. Huhu Virgie *winkewinke* Sie meinte über die Cocktailkarte hinweg: „Man merkt, dass du dich grad viel um dein Privatleben kümmerst, es gibt gar keine Rezepte mehr zum Nachbacken!“ Zuerst dachte ich: „Naja, muss halt auch mal sein ;-)“, aber dann hab ich ihr Recht gegeben. Das letzte Mal über’s Backen an sich habe ich hier im April geschrieben. Okay, das ist jetzt nicht so lange her, aber ich weiß, wie sie es meint. Es ist ja nicht so, dass ich nicht gebacken hätte, nur gab es nicht viel zu berichten.

Also habe ich noch nachts im Bett gegrübelt, auf was ich denn Lust hätte und worüber ich noch nicht oder schon lange nicht mehr geschrieben habe. Und dann ist mir aufgefallen, dass ich noch nie über Rhabarber gebloggt habe, dabei mag ich den ja.

Also ging es gestern in den Supermarkt (jaja, ich weiß, vom Markt wäre besser und so, mehr Zeit wäre auch besser!) und im Kopf hat sich mal wieder ein Kamikazerezept zusammengesetzt.

Mit folgenden Zutaten erstellt ihr einen Hefeteig:

  • 1 Pck frische Hefe
  • 150ml warme, nicht heiße Milch
  • 150gr Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • Abrieb einer Zitrone oder 1 Pck Zitronenzucker
  • 400gr Mehl, + ca. 50gr Mehl zum Einstäuben und für die Arbeitsfläche
  • 1 Ei + 1 Eigelb zum Einstreichen
  • 80gr weiche Butter

Leider hab ich die Hefe vergessen und musste auf Trockenhefe zurück greifen (sieht man dem Kuchen nacher auch an…..).

Den Teig rollt ihr dann Pizzateigmäßig auf ein mit Backpapier belegtes Backblech. Darauf verteilt ihr

  • 2 Becher Creme Fraiche mit dem Saft einer halben Zitrone verrührt

Über diese verteilt ihr wiederum

  • 1 Kilo Rhabarber in kleine Stücke geschnitten

Ich hatte die Stückchen noch mit Zucker bestreut, dadurch haben sie aber in der Wartezeit ziemlich viel Wasser gelassen, was an sich lecker ist, aber auf der Pizza für Pfützen sorgen würde. Also habe ich das Ganze kurz auf- und eingekocht und Kompott draus gemacht. Es war immer noch zu flüssig, aber ganz okay. Ich empfehle also, die Stückchen erst nach Bedarf mit ca. 100gr braunem Zucker zu bestreuen, wenn sie schon auf dem Belag liegen.

Das Ganze backt ihr dann bei 175°C ca. 30-40 Minuten. Und wenn ihr alles richtig gemacht habt, sieht es auch nicht so flach wie bei mir aus. Meinen Kollegen, denen ich das Blech einfach mal in die Küche gestellt hab, fanden es wohl ganz annehmbar, nach 3 Stunden waren noch 3 Stücke übrig 🙂

Und jetzt noch ein Schwank aus meinem Leben: Meine Mama macht immer Rhabarberkompott und als ich klein war, hab ich immer beim Schälen geholfen. Und wie schmeckt Rhabarber am besten? Roh in Zucker gestippt.

Ab in den Mund damit und ein Mal Rhabarbergesicht, bitte!

Herrlich, ich liebe es!

So, ich verabschiede mich mal ins Wochenende und wünsche euch ein selbiges schönes und möchte euch nur noch kurz zuflüstern, dass nächste Woche eine besondere Woche ist. Es bleibt spannend!!!

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