Hochzeitstorte mit Regenbogenflagge

Ihr Lieben,

die Hochzeitstortensaison ist rum, jedenfalls für mich! Gestern habe ich meine letzte Hochzeitstorte ausgeliefert. Sie war in diverser Hinsicht etwas Besonderes, denn sie war für meine Freundin Virgie, die ich seit der 5. Klasse kenne. Virgie ist großer Fan von Anna im Backwahn und Virgie hat ihre Lebensgefährtin geheiratet. Alles sehr gute Gründe, sich besonders viel Mühe zu geben.

Im Vorgespräch haben wir nicht lange überlegen müssen. Klar war, dass es eine zweistöckige Torte werden soll. Auch klar war, dass die beiden sich Figuren nach ihrem Abbild wünschten. Die Regenbogenflagge sollte irgendwie untergebracht werden als Zeichen dafür, dass die beiden die bürokratischen Hürden genommen haben, die man gleichgeschlechtlichen Paaren heute immer noch in den Weg legt. Ich erwähne nur am Rande 150 Euro Zusatzgebühr auf dem Standesamt für gleichgeschlechtliche Paare = Diskriminierungsgebühr (O-Ton: Virgie). Und dann wünschten sich die beiden noch ihre beiden Berufe in irgendeiner Form untergebracht. Virgie ist Bibliothekarin und Susi ist Bäckerin. Wer genau hin sieht, erkennt ein kleines Buchregal und eine Brezel, die die beiden sich teilen.

Kurz vor Aufstellung des Kuchenbuffets um 23 Uhr (warum müssen mich die Brautleute immer so quälen???) kam die Wirtin zu mir und fragte, ob sie auch in die Hochzeitstorte ein paar Feuerwerke stecken soll. Ich weiß, dass das wohl Tradition in ihrem Haus ist und auch ganz toll aussehen kann, aber der Gedanke, dass das Ding ein Loch in „meine“ Torte machen und Aschestaub auf dem weißen Fondant hinterlassen könnte, hat mich nicht gerade fröhlich gestimmt. Also hat sie die Dinger lieber in Apfelkuchen und co gesteckt, die drum rum standen. Fand ich gut so.

Und wie fanden die Bräute ihre Torte? „Anna, du bist der Hammer, die ist noch schöner als ich sie mir vorgestellt hatte.“ „Anna, du hast dich selbst übertroffen, das ist die beste Torte, die du je gemacht hast!“ Ja, das finde ich auch *rotwerd*

Liebe Virgie, liebe Susi, ich danke euch, dass ich ein Teil dieses wunderbaren Tages sein durfte und wünsche euch von Herzen alles Gute für die Zukunft!

Ps: Virgie, du musst dir angewöhnen, beim Unterschreiben, das ie am Schluß besser zu betonen. Ich bin nach den Unterschriften auf der Einladung gegangen und da steht „Virgi“, also nicht über das erste Bild wundern. Sah dann aber irgendwie komisch aus, also hab ich lieber noch ein e hinten dran gemacht.

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