Cake Pops – Rezepte

Huhu ihr Lieben,

im Moment fesselt mich eine Erkältung an Bett und Sofa und so richtig Lust was zu machen, habe ich auch nicht, aber langweilig ist mir auch irgendwie. Kennt ihr das? Naja, nicht meckern, es gibt Schlimmeres. So habe ich endlich mal Zeit gehabt, meine Backwahn-Fotos von diesem Jahr ein bißchen zu sortieren. Und da ist mir aufgefallen, wie viele Cake Pops ich schon gemacht hab. Eigentlich bin ich nicht so der Trendjäger, aber die Teile kommen einfach viel zu gut an, wenn man sie auf Parties mit bringt. Und praktisch zum Abbeißen sind sie und einfach (wenn auch nicht super schnell) zu machen und man kann so viele Geschmacksrichtungen unterbringen. Und so werden wohl noch einige Cake Pops meine Küche verlassen, zumindest so lang bis meine 10 Packungen Candy Melts aufgebraucht sind :-) Da hat Bakerella ja was angestellt! Und kürzlich wurde ich erst wieder gefragt, wie denn mein bombensicheres Rezept sei…

Und so hab ich beschlossen, euch heute mal ein paar Rezepte dazu in einem Artikel zu sammeln. Einige davon hab ich schon so gemacht, andere plane ich irgendwann so zu machen. Bitte denkt dran, dass ich mir die Rezepte selber ausgedacht habe und sie deswegen auch von dem abweichen, was ihr sonst so an Rezepten findet. Die Vorgehensweise ist aber immer die Gleiche.

Für den Basis-Teig

  • 250gr Butter
  • 200gr Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 6 Eier
  • 400gr Mehl
  • 1 Pck Backpulver
  • 100ml Milch

Außerdem braucht ihr ca. 30-40 Cake Pop Sticks oder Zahnstocher.

Butter und Zucker schaumig rühren, Eier unterrühren bis die Masse glatt ist, dann die trockenen Zutaten drunter geben. In einer flachen Form oder auf das Backblech gestrichen ca. 45 Min bei 175° backen. In einer Kastenform ca.60 Minuten.

Aus diesem Teig mache ich eigentlich alle Kuchen, ob Blechkuchen mit Obst, Marmorkuchen oder auch Cupcakes. Je nach Verwendung nehme ich Zutaten dazu oder reduziere ein paar. Natürlich geht auch immer nur die Hälfte oder ein Drittel. Für feine Kuchen gebe ich 100gr Speisestärke dazu. Für Cupcakes einen TL Natron usw. Die Grundzutaten sollten immer gleich sein, sonst geht der Kuchen nicht auf.

Für die folgenden Cake Pop Rezepte liste ich immer zuerst die Zutaten auf, die mit in den Teig müssen, bevor er gebacken wird, dann die, die in die Brösel mit reinmüssen und zuletzt die, die auf die fertigen Cake Pops kommen. Wenn es noch Fragen dazu gibt, könnt ihr sie gern hier als Kommentar oder per E-mail an anna.imbackwahn@web.de oder bei Facebook stellen.

Schoko Cake Pops

  • 50gr Kakao
  • 300gr Kuvertüre
  • 150gr Butter
  • Cake Pop Sticks oder Zahnstocher (ca. 30-40)
  • 200gr Kuchenglasur dunkel
  • Schokostreusel oder farbige Streusel oder Puderfarbe gold (mein persönlicher Favorit)

Die 50gr Kakao gebt ihr dem Teig vor dem Backen zu. Nachdem er ausgekühlt ist, zerbröselt ihr den Kuchen und gebt die geschmolzene Kuvertüre und die Butter dazu. Ich mache es immer so, dass ich die Butter zuletzt dazu gebe und mir lieber ein paar Gramm spare, wenn die Masse schon nass genug ist. Die Masse muss so kletschig sein, dass ihr Kugeln formen, also rollen könnt, ohne dass sie wieder auseinander bröseln. Die Menge ergibt ungefähr zwei Teller voll Kugeln in der Größe von Lollies. Die stellt ihr über Nacht in den Kühlschrank oder für eine Stunde in den Froster. Wichtig ist, dass die Masse gut gekühlt ist.

Egal, ob ihr Sticks oder Zahnstocher nehmt, bevor ihr sie in die Kugel steckt, stippt sie kurz in die geschmolzene Kuchenglasur und dann erst in die Kugel. Wenn alles gut sitzt, zügig in die Glasur tauchen, wieder raus ziehen, kurz abtropfen lassen und den Stick dann in eine Styroporplatte oder ähnliches zum Trocknen stecken. Wenn die Glasur leicht angetrocknet ist, kann man die Streusel drauf streuen. Die Puderfarbe besser erst, wenn der Pop ganz trocken ist. Und so können sie aussehen.

Erdbeer/Himbeer/Mango Cake Pops

  • 1 Pck Erdbeerpuddingpulver/100gr gefrorene Himbeeren/kleine Stückchen von einer Mango
  • 1 Glas Erdbeermarmelade/Himbeermarmelade/Mangomarmelade ohne Stückchen
  • 100gr geschmolzene Butter
  • 50ml Erbeersirup/Himbeersirup/Mangosaft
  • 250gr weiße Kuchenglasur oder rote/pinke/orangene/gelbe Candy Melts
  • 50gr Palmin Soft
  • Streusel

Die Zutaten unter dem ersten Punkt vor dem Backen hinzugeben. Hier kann man natürlich auch kombinieren, nur solltet ihr darauf achten, dass der Teig nicht zu nass wird, sonst geht er nicht auf.

Nach dem Zerbröseln gebt ihr dann die Marmelade und Butter und sonstiges  zu, schön kneten, Kugeln formen, kühlen.

Weiße Kuchenglasur ist ganz schön zickig, genauso wie Candy Melts, also lieber gleich ein bißchen Palmin Soft rein geben, damit die Masse flüssiger wird. Und dann wieder tauchen, bestreuseln, fertig.

Haselnuss/Nougat Cake Pops

  • 200gr gemahlene Haselnüsse
  • 200gr Back-Nougat/Nutella (letzteres ist um einiges süßer und hat nicht so viel Nußgeschmack)
  • 100gr gehackte Haselnüsse
  • 100gr geschmolzene Butter
  • 200gr Haselnusskuchenglasur
  • 100gr gehackte Haselnüsse

Wie ihr seht, dreht sich hier alles um die Nuss :-) Die gemahlenen Nüsse vor dem Backen dazu geben. Dann wieder zerbröseln, Nougat, gehackte Nüsse, Butter zugeben, schön kneten, Kugeln formen, kühlen.

Und auch hier wieder die Kugeln aufspießen (Stick vorher kurz tunken, nicht vergessen) und kurz bevor die Glasur trocknet, die Haselnüsse aufstreuen.

Marzipan Cake Pops (ungetestet)

  • 100gr gemahlene Mandeln
  • 1 Schuß Bittermandelaroma
  • 150gr Marzipan
  • 100gr gehackte Mandeln
  • 4cl Amaretto (NUR, WENN KEINE KINDER MITESSEN)
  • 100gr geschmolzene Butter
  • 200gr Vollmilchkuchenglasur
  • Verzierung aus Marzipan (?)

Die gemahlenen Mandeln und das Aroma vor dem Backen hinzugeben. Dann backen, auskühlen, zerbröseln, Marzipan, gehackte Mandeln, Amaretto, Butter hinzufügen. Kneten, Kugeln, Kühlen :-) Die Kugeln in Vollmilchglasur tunken (passt meiner Meinung nach ganz gut, noch stärker wird der Kontrast mit dunkler Glasur). Als Deko kann man natürlich auch wieder gehackte Mandeln oder kleine Blumen aus Marzipan nehmen oder auch einfach Streusel.

______________

So, ich hoffe, ich konnte euch ein bißchen weiterhelfen. Ihr seht den Rezepten an, dass man sie beliebig variieren kann, solange man die Grundregeln befolgt. Auch die Größe der Kugeln ist unwichtig, solange die Kugel auf dem Stick bleibt. Aber die Lolligröße hat sich einfach als am handlichsten herausgestellt.

Viel Spaß beim Nachbacken!

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20 Gedanken zu “Cake Pops – Rezepte

  1. Pingback: Donaukugeln | siktwin

  2. Guten (Mit-)tag!
    Ich habe dein Rezept der Schoko Cake Pops auch gestern ausprobiert und wollte auch einmal Rückmeldung geben:
    Es war echt viel Arbeit (liegt wahrscheinlich an mir), den Teig zuzubereiten usw., aber es hat sich wirklich gelohnt! Ich habe die Hälfte von allen Zutaten genommen und es sind 25 große Cake Pops entstanden. Leider hatte ich die Kuchenglasur vergessen und musste dann an der Kuvertüre im Teig sparen, was aber nicht so schlimm war. :D Ganz rund habe ich sie auch nicht geformt bekommen, weil der Teig am Ende doch sehr krümelig war, aber sie sind durch die Glasur mit Kuvertür und Zitronenzuckerguss sowie das Verzieren mit Streuseln, Mandeln etc. ein schöner Blickfang geworden und ein echter Gaumenschmauß!
    Liebe Grüße ♥

    PS: Ein Foto:

    http://tinypic.com/view.php?pic=ay2cy0&s=6

  3. Hallo!
    Deine Rezepte hören sich toll an!! Kann ich den Grundteig auch für ein Cake-pop-Blech benutzen? Da soll der Teig ja im geschlossenen Blech aufgehen!
    Die Dekorationen kann ich ja dann machen wie im Rezept!

    • Hallo Kerstin, im Blech kann man alle nicht zu flüssigen Rührteige benutzen. Ich habe das Blech mit so einem Teig noch nicht probiert, bin aber zuversichtlich, dass das klappen wird :-)

      Die Deko ist sowieso immer eher Empfehlung, weil es ja so viele verschiedene Möglichkeiten gibt :-)

  4. Pingback: Brownie Cake Pops mit Pfefferminzfüllung | Anna im Backwahn

  5. Wow, die sehen echt toll aus. Ich habe zu Weihnachten so ein Cake Pop Maker bekommen, wie kann ich damit diese Cakepops machen? Damit macht es ja keinen Sinn den Kuchen zu zerbröseln.

    • Hallo Jasmin, du beginnst einfach ab dem Dekorieren mit der Kuchenglasur. Das Einstupfen in die Glasur vor dem Reinstechen in die Kugel nicht vergessen.

      Der verwendete Teig sollte natürlich nicht zu leicht sein. Lieber einen schweren Rührteig oder Brownieteig verwenden.

  6. Pingback: Anna im Backwahn: Schokoladige Cake Pops!

  7. Hallo,
    hab gestern meine ersten Cake Pops gemacht. Leider haben sich ein paar Probleme ergeben :( Vielleicht kann mir jemand helfen:
    1. Meine Schokoladenglasur wird einfach nicht knackig. Hab leider wenig (bzw nur schlechte) Erfahrungen mit Glasur. Hab eine fertige Sachertortenglasur von Manner verwendet und ein wenig Kokosfett dazu getan. Aufbewahrt hab ich sie eine Weile im Kühlschrank, da ist die Glasur zwar vorübergehend fest geworden, aber knackig wird sie auf keinen Fall :(
    2. Hab mangels besserer Alternative Schaschlikspieße verwendet, allerdings sind mir die Kügelchen nach einer Weile einfach am Spieß runter gerutscht?! Heißt das, die Kugeln waren zu schwer, oder sind die Spieße zu dünn? Kann dann allerdings nicht nachvollziehen, wie man Cake Pops mit Zahnstochern machen kann? Hab mittlerweile solche Lolli-Stiele gekauft, weiß aber nicht, ob die die Lösung des Problems sind?
    Vielleicht hat jemand ein paar Tipps!
    Danke :)

  8. Freunde von mir haben vor 1,5 Monaten geheiratet und hatten eine ganz tolle Idee für Ihre “Hochzeitstorte”. Es gab Cake Pops und cup Cakes. U.a. die von Dir angegebenen Marzipan Cake pops….die waren echt göttlich! Finde den Blog herrlich! Ideen muss man haben :o)

    LG
    KaRo

  9. Ich schaue immer wieder gern in Deinen Blog und lerne auch immer dazu bzw. bekomme Anregungen. Hast Du Erfahrung mit dem Einfrieren von Cake Pops? So könnte man natürlich besser vorbereiten, wenn man eine Feierlichkeit hat. Noch einen schönen Nachmittag bzw. Abend. Lieben Gruß von Karin

    • Hallo Karin,

      das mit dem Einfrieren ist überhaupt kein Problem. Einfach rollen, luftdicht einpacken, einfrieren und nach dem Auftauen lang genug warten, bis die Kugeln Raumtemperatur haben, sonst bekommt die Glasur Risse.

      Lg, Anna

      • Vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Und weiter viel Erfolg aber noch mehr Spaß für Dich an Deinem Blog. Ich bewundere immer, wie Ihr das so schafft mit dem Backen o.ä. und dann noch schreiben und das alles neben Arbeit und oft ja auch noch Familie.
        LG Karin

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