[Pausenbrot- und Lunchboxwoche] Kaddi von Kaddis Welt: Pausenbrotlieblinge – Kokos-Brombeer-Scones und Feigen-Ziegenkäse-Brote mit Rosmarin

Heute geht’s weiter mit einer weiteren Lehrerin. Bei Kaddi von Kaddis Welt lese ich schon ein paar Jahre mit. Ich weiß noch, dass einer der ersten Artikel von ihr, die ich gelesen hatte, der über ihre Hochzeit war. Damals fand ich es höchst erstaunlich, dass man als Privatperson über seine Hochzeit bloggt ;-) (hüstel).  Früher hat Kaddi in Stuttgart gewohnt, lebt mittlerweile aber weiter nördlich mit ihrem Mann und hat uns heute gleich zwei sehr herbstliche und leckere Pausenbrotlieblinge mitgebracht.

Hallo liebe Anna im Backwahn-Leser,

ich bin Kaddi und schreibe den DIY- und Food-Blog Kaddiswelt . Im Leben 1.0 bin ich (Neu-)Lehrerin und darf euch heute, hier bei Anna zeigen, was in der großen Pause aus der Vesperbox direkt in meinen Mund wandert.

Dass ich überhaupt eine Vesperbox mit in die Schule nehme, ist noch relativ neu, da ich lange Zeit ein richtiger Pausenbrotmuffel war. Oft hatte ich zu wenig Zeit oder Motivation, mir Brote zu schmieren oder für den nächsten Tag etwas zu backen. Kennt ihr das? Doch mit ein bisschen mehr Berufserfahrung und somit auch Ruhe, sowie der Nachricht, dass ich ein kleines Mädchen unterm Herzen trage, kam die Lust auf Pausensnacks und abwechslungsreiche Vesperboxen. Ich sagte dem blöden Schweinehund also den Kampf an und mit ein bisschen Planung und Vorbereitung ist so ein toller Pausensnack eigentlich ganz schnell gemacht. Hinterher ist man halt immer schlauer, ne?

Heut möchte ich euch zwei meiner aktuellen Lieblingsrezepte zeigen, die passend zur Jahreszeit, ganz laut „Hallo Herbst“ rufen: Kokos-Brombeer-Scones und Feigen-Ziegenkäse-Brote mit Rosmarin.

Das Originalrezept der Scones kommt übrigens von ZuckerzimtundLiebe, ich habe es allerdings jahreszeitlich abgewandelt. Die leckeren Kokos-Brombeer-Scones esse ich am liebsten mit Joghurt, aber auch mit Butter und etwas Marmelade schmecken sie richtig klasse.

Die Feigen-Ziegenkäse-Brote sind mein Frühstückshit, weil ich total auf süß-salzige Rezepte stehe und sie einfach super schnell gemacht sind. Außerdem sind sie was fürs Auge und das ist ja schließlich auch nicht unwichtig, gell?

Aber jetzt genug erzählt, hier kommen die Rezepte:

Kokos-Brombeer-Scones (ca. 8-12 Stück)

  • 350 g Mehl
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 EL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 115 g Butter (kalt)
  • 125 g Brombeeren, halbiert
  • 50 g gehackte Vollmilchschokolade
  • 120 ml Kokosmilch
  • 2 Eier
  • 2 EL Kokosmilch
  • 3 EL brauner Zucker

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Und so gehts:

  1. Den Ofen auf 180° C (Umluft) vorheizen.
  2. Die Schokolade in Stücke hacken bzw. raspeln.
  3. Nun Mehl, Zucker, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel gut vermischen, die Butter stückchenweise hinzugeben und verkneten. Anschließend die Schokoladenstücke unterheben.
  4. Die Eier mit der Kokosmilch verquirlen und zur Mehlmischung geben. Alles zu einem glatten, nicht zu feuchten Teig verkneten. Sollte der Teig zu feucht sein, bitte noch etwas Mehl hinzufü
  5. Den Teig dann mit einem bemehlten Nudelholz vorsichtig ausrollen. (Mein Teig hatte eine Höhe von ca. 4 cm.)
  6. Anschließend Kreise ausstechen und auf das Backblech legen.
  7. Nun werden die Kreise mit der Kokosmilch eingepinselt und mit braunem Zucker bestreut.
  8. Zum Abschluss bitte noch die Brombeeren waschen, halbieren und in die Sconeskreise drücken.
  9. Die Scones nun ca. 15-20 Minuten backen. Fertig.

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Feigen-Ziegenkäse-Brote mit Rosmarin

  • 2 -3 kleine Vollkornbrotscheiben
  • 50 g Ziegenkäserolle
  • 1 Feige, in Scheiben geschnitten
  • Waldhonig, flüssig
  • 1-2 Stängel Rosmarin

Und so gehts:

  1. Den Ziegenkäse auf die Brotscheiben geben.
  2. Die Feige waschen und in dünne Scheiben schneiden. Nun die Feigenscheiben auf das Ziegenkäsebrot geben und vorsichtig andrü
  3. Nun den Waldhonig auf das Brot trö
  4. Anschließend die Rosmarinnadeln zupfen bzw. fein hacken und über das Brot verteilen.
  5. Guten Appetit!

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Das waren meine zwei herbstlichen Pausenbrotlieblinge. Ich bin gespannt, ob sie euch gefallen und ob ihr sie vielleicht mal nachmacht. Was esst ihr denn so in euren Pausen ?

Schön wars mit euch!

Liebe Grüße von

Kaddi

[Pausenbrot- und Lunchboxwoche] Miri von Miris Jahrbuch: Summer Rolls

Danke für euer Interesse an meiner Themenwoche. Eure Kommentare hier, auf Facebook und Instagram haben mir gezeigt, dass sich viele von euch dafür interessieren und Inspiration suchen. Heute starten wir hier mit der ersten Gastbloggerin. Miri von Miris Jahrbuch ist angehende Lehrerin, Genussmensch und Lebensfreude auf zwei Beinen. Sie hat euch eines ihrer Lieblingsrezepte mitgebracht, das ihr entweder frisch zu Hause oder eben als Lunchbox mitnehmen könnt.

Hallo liebe Leser von Anna im Backwahn!

Hier schreibt Miri und ich habe noch nie eine Motivtorte gebacken – zum Glück darf ich hier aber trotzdem dabei sein, denn Annas schöne Pausenbrot- und Lunchbox-Aktion interessiert mich schon aus Eigeninteresse sehr und ich bin gespannt, welche Ideen ich im Laufe der Woche hier finden werde.

Sich bei der Arbeit in der Schule oder unterwegs günstig und gut mit Essen zu versorgen ist nicht immer einfach – es sei denn, es gibt eine wirklich gute Kantine, die abwechslungsreich und gut kocht. Diesen Vorteil genießt mein Mann jeden Tag, weil er für eine ziemlich große Firma arbeitet. Bei mir, als Lehrerin, sieht es etwas anders aus – zwar beglückt mich der Schulkiosk bereits morgens vor halb 8 mit dem durchdringenden Geruch von warmen Fleischkäsweckle, die fallen für mich nicht nur wegen der Uhrzeit raus, sondern auch weil ich keinen Weizen essen kann. Die Unverträglichkeit verhindert (zum Glück, möchte ich fast sagen) auch, dass ich mir die tägliche Laugenbrezel beim Bäcker hole. Meine Schüler und viele Kollegen sind da zwar etwas härter im Nehmen und essen vormittags irgendwas vom Bäcker und mittags im Grunde abwechselnd „beim Mäcces“ und „beim Döner“, aber besonders toll ist das nun ja nicht. (Meine Schüler sind übrigens erwachsen und keine kleinen Schulkinder, die halt essen (müssen), was sie von zu Hause mitbringen – das möchte ich hier gerne ergänzen, denn ich weiß, dass bereits an vielen Schulen Eltern und Lehrer sehr darauf achten, was die Kinder essen.)

 

Ich habe heute auch ein einfaches Rezept mitgebracht, das man wunderbar in der Mittagspause essen kann – für die große Pause wäre es mir dann doch etwas zu herzhaft:
Summer Rolls mit Hühnchen und dazu ein leckerer Erdnuss-Dip. Wer mir auf Instagram folgt, weiß ja sicher schon, dass ich eine sehr große Vorliebe für Erdnusssoße habe und der Dip ist einfach nur die kalte Version davon. Da das ganze Gericht kalt ist und nicht erwärmt werden muss, ist es auch für mikrowellenlose Arbeitsplätze und unterwegs geeignet – zuletzt habe ich sie zum Dîner en blanc-Picknick mitgenommen.

Für die Summer Rolls braucht Ihr:

Reispapier
Glasnudeln
Gemüse (Ich habe Salatgurke, Karotte und Frühlingszwiebel genommen.) Salatblätter
Putenbrustfilet
Salz, Pfeffer, Gewürze nach Wunsch für das Fleisch

Das Gemüse und auch das Fleisch könnt Ihr natürlich variieren, es passen auch gut Lachsstreifen oder Garnelen. Bei fischigen Varianten passt auch Avocado super, finde ich. Natürlich kann man das Gericht auch komplett vegetarisch bzw. vegan halten – oder keine bzw. andere Nudeln nehmen etc. Es ist wirklich ein Gericht, das allein Euer Geschmack und ein bisschen der aktuelle Kühlschrankinhalt bestimmt. :)

Zunächst sollten alle Zutaten vorbereitet werden, dann kann man beim Einrollen der Summer Rolls zügig arbeiten und muss nicht zwischendurch nochmal schneiden etc. Das Gemüse schneidet Ihr in feine Streifen, weicht die Glasnudeln in Wasser mit etwas Salz ein (oder bereitet sie nach Packungsanleitung zu), wascht den Salat, würzt und bratet das Fleisch und schneidet es ebenfalls in Streifen. Das Fleisch und die Nudeln sollten abgekühlt sein, wenn Ihr mit dem Einrollen beginnt.

Hierzu werden die Reispapierblätter einzeln in lauwarmes Wasser gelegt, in dem sie nach kurzer Zeit ganz weich werden. Dann werden die Zutaten an das untere Ende des Reispapiers gelegt und fest eingerollt. Das an den Seiten überstehende Reispapier wird einfach nach innen geklappt und die Rolle hält von selbst zusammen. Das Rollen erfordert etwas Übung, aber ist wirklich gut machbar – und aus eigener Erfahrung kann ich Euch versprechen, dass auch unförmige Summer Rolls sehr gut schmecken!

Und das braucht Ihr für den Erdnuss-Dip für eine Portion:

50g Erdnussbutter (mit oder ohne Crunch ist Geschmackssache)
30ml Wasser
1/2 Knoblauchzehe (je nach Größe und Geschmack mehr oder weniger), gepresst oder ganz ganz fein gehackt
1/2 TL brauner Zucker
1 TL ( Sambal Olek (je nach Geschmack und gewünschten Schärfegrad mehr oder weniger- einfach ausprobieren)
1 EL Sojasoße (Ich habe weizen- und glutenfreie genommen, aber geschmacklich macht das keinen Unterschied.)

Hier müsst Ihr einfach nur alle Zutaten miteinander vermischen. Ich würde dazu raten, den Sambal Olek nach und nach einzurühren und hin und wieder mal zu probieren. Ein wenig zieht der Dip auch noch nach, sprich wird schärfer, wenn er aufbewahrt wird.

Die Summer Rolls packe ich einfach in eine Brotdose und nehme sie mit. Sie sind ein bisschen klebrig, aber sie halten es ganz gut aus, wenn man sie zusammen verpackt – wer ganz große Angst hat, dass sie zusammenkleben, kann ein Stück Butterbrotpapier dazwischen legen, dann passiert nichts. Essen kann man sie ganz einfach mit den Fingern, wenn sie schön fest gerollt sind, sonst braucht man vielleicht noch eine Gabel.

Und nun bin ich gespannt, ob Ihr Kuchenfreunde auch herzhafte Summer Rolls mögt – oder direkt mit einer süßen Variante um die Ecke kommt. :)

 

[Pausenbrot- und Lunchbox-Woche] Frühstück unterwegs, in der Schule oder am Arbeitsplatz

Wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass mein Mann und ich fast täglich eine Vesperbox (Pausenbrot) mit in die Arbeit nehmen. Da wir es nicht schaffen, daheim zu frühstücken, ist das dann gegen 8:00 Uhr unser Frühstück am Bürotisch. Das ist natürlich nicht so schön und gesund wie daheim, aber besser als nichts dabei zu haben und bis Mittags zu hungern. Um das Ganze abwechslungsreich zu gestalten, denken wir uns jeden Tag neue Kombinationen aus unserem Kühlschrankinhalt aus und unsere Kollegen sind meist recht neidisch :-) Inspiriert hat mich mittlerweile schon vor 1 1/2 Jahren Miss Harrcore, die das Ganze “Harrvesper” nennt und unter deren Hashtag #harrvesper ihr auch alle meine und viele weitere Boxen findet.

Die Idee für diese Pausenbrot- und Lunchboxwoche kam mir, als ich mal wieder über meinen Artikel vom letzten Jahr zur Aktion Pausenbrot gestolpert bin. Wer sich dafür interessiert, wie ich unsere Boxen in die Aspekte Gesundheit, Sattmacher und Budget einteile, sollte da mal noch vorbei schauen. Tatsache ist, dass die Sorge um die Ernährung von Kindern während des Schulalltags immer da ist und deswegen auch dieses Jahr gerne von mir wieder aufgenommen wird. Und wie sich immer wieder in der digitalen Kommunikation mit anderen heraus stellt, liegt es nicht nur mit den Kinderpausenbroten im Argen, sondern auch bei vielen Erwachsenen stellt sich Überdruss nach dem 5. gekauften belegten Brötchen beim Bäcker ein. Bei fast allen läuft es auf die gleichen Argumente raus: “Würde ich mein Pausenbrot oder mein Mittagessen von daheim mitbringen, wäre es günstiger, gesünder und leckerer.” Ich selber habe das Glück, dass wir in der Firma mit den anderen Kollegen zusammen kochen und jeder mal ne Schüssel Tomatensoße oä mitbringt und wir einfach ne Portion Nudeln für jeden dazu machen. Manchmal gehen wir auch essen, sind dann aber recht unzufrieden danach. Und kochen dann wieder für ne Weile selber.

Meine Themenwoche ab heute bis Sonntag wird sich mit den beiden Mahlzeiten Frühstück und Mittagessen beschäftigen. Dazu habe ich mir Verstärkung von Bloggerfreunden geholt, die ein paar Tipps und Tricks, Rezepte und Gedanken zu dem Thema mit euch teilen. Ich selber steuere auch einiges dazu bei und freue mich, dass ich euch auch mal ein paar herzhafte Sachen zeigen kann. Sonst geht es ja doch immer recht süß hier zu :-)

Ich beginne heute mit dem Thema Frühstück und habe dafür ein paar Boxen aus meinem Instagramstream rausgeholt, um euch zu zeigen, wie abwechslungsreich unsere Boxen sind, obwohl wir immer nach dem gleichen Prinzip packen: Das “Hauptding” ist meist ein Brot, Brötchen, Proteinmuffins oder auch eine andere eher sättigende Speise. Dazu gibt es Obst und Gemüse. Meist noch Käse oder Würstchen am Stück und falls noch Platz ist, eine Milchspeise in Form von Joghurt, Quark oder auch Hüttenkäse.

Heute will ich noch zwei weitere Ideen für eine Frühstücksbox zeigen. Das Erste ist ein Muffin, den ich bei Heike von relleomein.de gefunden habe. Das Schöne daran ist, dass der Muffin zuckerfrei gehalten ist und so eine schöner Hauptdarsteller für sowohl Kinder- als auch Erwachsenenboxen ist. Das Rezept findet ihr hier.

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Das Zweite ist eine Eigenkreation von mir und vereint meinen Appetit auf Herbstgerichte mit einer Prise Kindheit und praktischer “Auf-die-Hand”-Größe. Für die Pausenbrotbox habe ich eine Kürbiswaffel gebacken. Das Gericht (so wie die meisten in dieser Woche) kann man entweder als Hauptspeise oder eben nur als Boxeninhalt vorbereiten.

Für 2 Portionen als Hauptspeise oder 4 Portionen als Frühstücksboxeninhalt braucht ihr:

  • Fleisch eines 1/2 Hokaido-Kürbis
  • 60gr brauner Zucker
  • 1 Ei
  • 2 EL Pflanzenöl oder 40gr weiche Butter (wer die Waffel eher knusprig mag)
  • 80gr Mehl (wer mag, noch 2 EL gemahlene Haselnuss)
  • 1/2 TL Backpulver
  • 2 Prisen Zimt, 1 Prise Muskatnuss
  • 30ml Milch
  • Fett fürs Waffeleisen

Den Kürbis habe ich als Erstes überm Dampfsieb gedämpft. Auf die Art und Weise zieht er nicht so viel Wasser wie im kochenden Wasser. Wer kein Dampfsieb hat, kann ihn natürlich auch mit ganz wenig Wasser kochen.

Dann habe ich den Kürbis noch heiß in die Küchenmaschine gegeben und habe ihn mit dem Rührbesen püriert und abkühlen lassen. Ab da ist es recht einfach, denn dann habe ich alle Zutaten einfach nur noch dazu gegeben und umgerührt. Während ich das Waffeleisen aufwärmte, konnte die Stärke im Teig noch ein bißchen ziehen. Dann habe ich den Teig nach und nach verarbeitet.

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Als Hauptspeise kann ich mir die Waffeln ganz toll mit Apfelmus oder Zimt und Zucker vorstellen. Als Boxeninhalt habe ich die Waffeln ganz auskühlen lassen und dann in die Boxen gelegt. Zusammen mit Obst und Gemüse brauche ich eine Doppelwaffel, um ordentlich satt zu werden.

Und so könnten Pausenbrotboxen mit den beiden Frühstücksleckereien aussehen.

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So, ich hoffe, euch hat der Auftakt in die Pausenbrot- und Lunchboxwoche gefallen. Ab morgen geht es hier mit ein paar Gastbeiträgen weiter und ich freue mich schon sehr darauf, euch alles zu zeigen.

[Sponsored Post] Ein wunderbarer Sweet Candy Table von Patisserie Süss und Salzig und Momentini.de – der Blick hinter die Kulissen

Zu Anfang dieses Artikels möchte ich gern noch einmal auf Heikes Artikel auf der Backlinse verweisen, in dem es um Kooperationen geht. Kooperationen sind dazu da, um ein Netzwerk aufzubauen, um sich gegenseitig zu unterstützen und ein tolles Ergebnis durch gute Zusammenarbeit zu erzielen. Natürlich bin ich kein gleichwertiger Hochzeitsdienstleister wie die anderen Kooperationspartner von Heike und es war auch eine kleine Aufwandsentschädigung im Spiel. Trotzdem ist dieser Artikel von Herzen und voller Leidenschaft für Heikes Arbeit.

Jedoch ist Heike eines meiner 20 großen Vorbilder, die ich über’s Netz gefunden habe. Heike kämpft an vorderster Front für Preistransparenz im Tortenbusiness und wann immer ich kann, bin ich dabei und stell mich hin und sage: “Augen auf beim Tortenkauf, liebe Leute!”

Und so ist auch der heutige Post entstanden. Wie euch vielleicht bekannt ist, liefert Heike nicht nur Torten und Gebäck, sondern in Zusammenarbeit mit Steffi, die für die Papeterie zuständig ist, auch ganze Sweet Candy Tables. Manche werden sich vielleicht fragen, wo denn groß der Unterschied ist zwischen Gebäck an sich und Gebäck als Sweet Candy Table liegt. Dieser Unterschied liegt im Aufwand und zwar im Zeit- und Materialaufwand.

Beginnen wir aber von vorne. Letzten Sonntag durfte ich Heike bei der Auslieferung eines Sweet Candy Tables mit meiner Kamera begleiten. Da Herr M., der eigentlich die dritte Kamera bedienen sollte, leider krank wurde, ist Jessi für ihn eingesprungen. Und so machten wir uns Sonntag morgen auf den Weg zu Heike auf die schwäbische Alb. Einladen war auf 10:45 Uhr geplant, der Tisch sollte um 15:00-15:30 Uhr fertig stehen. Ihr seht schon mal, der Sonntag ging für das Projekt ganz drauf.

Bereits beim Einladen dämmerte mir, dass das Ding hier ne ganz große Nummer ist. Jessi und ich quetschten uns durch einen mit Props, bereit zum Verladen, vollgestellten Flur in Heikes Wohnzimmer durch, wo herrlich duftende Zimtschnecken auf uns warteten. Ein kurzes Sitzen, Quatschen, Zimtschneckenmampfen später fanden wir uns auch schon wieder vor dem Haus vor und dann ging es los. An Heikes Seite: ihr Mann, Auto-Tetris-Meister, und Ronja, ihre Tochter und Kuchenassistentin.

Die drei haben Kiste um Kiste rausgetragen. Gekühlte Cupcakes und Kuchen, Tortenplatten, Schüsseln, Leitern, Tabletts, Papeterie, Schürzen, Handschuhe und Ronjas Fotoausrüstung. Denn sie ist am Ende jeden Auftrags für die schönen Fotos zuständig, die ihr auf Heikes Blog oder auch auf ihrer Homepage seht.

Ich selber habe ja schon Torten ausgeliefert und wusste, dass man in Kurven eigentlich nur noch schleichen darf. Und so war es auch. Unsere Fahrt führte uns über Berg und Tal, durch Kurven *aaahhhhh, chhhhh, oh, gut gegangen* und über Kies und Schotter *oh nein, die armen Cupcakes* mitten in die Einöde.

Es ging nach Hayingen auf die Maisenburg, von der ich vorher nur als überirdisch schöne Hochzeitslocation gehört hatte. Und tatsächlich ist es dort ganz wunderbar. Die Aufteilung der Räumlichkeiten, der Blick ins Grüne und weit und breit keine Anwohner, die sich am Partylärm stören könnten. Das Schwärmen dauerte nur kurz, denn es ging direkt los mit dem Aufbau der Köstlichkeiten. Heike und Ronja bekamen eine eigene Küche, in der sie alles aufbauen konnten.

Heike erzählte mir, dass sie nicht immer so viel Glück und Platz haben, man aber eben nimmt, was man bekommt. Tatsächlich musste Heike sich selber ein bißchen ausbremsen, denn das, was sich das Brautpaar wochen- oder auch monatelang gewünscht hatte, ist tatsächlich eingetroffen: Die Sonne scheinte, es war warm mit erhöhter Luftfeuchtigkeit. Schön für eine Hochzeit draußen, aber extrem ungünstig für die Creme auf den Cupcakes. Diese wurden auf Eis in der Kühlbox transportiert und warteten dann geduldig in der Küche auf ihren großen Auftritt. Und es ist wirklich nervenaufreibend, den größten Teil des Candytables bis zum Schluß zurück zu halten, damit er nicht davon fließt. Timing ist das Zauberwort.

Und so wurde alles andere erstmal vorbereitet. Alles ohne Creme wurde auf die Teller verteilt, die Macarons durften ein bißchen später Platz nehmen und zwischen all dem Stress beantwortete Heike dann noch ein paar Fragen. Sie hat zum Beispiel immer mehr Platten, Teller und Schüsseln dabei, als sie braucht.

Sweet Candy Table Making of Patisserie Süss und Salzig (19)So kann sie flexibel austauschen, wenn die Macaronfarbe nicht zum Teller passt.

Oder wenn die Torte doch lieber auf eine niedrige Platte drauf soll. In der Küche wird so lang hin und her geschoben bis alles passt, dann erst verlässt der Teller die Küche und wird auf dem Candy Table platziert.

Das kann dann auch mal so klingen: “Ronja, mach mal die Haselnusscupcakes auf den Teller, ach ne, die Platte ist besser. ne, lieber doch nicht. Warte mal…..jetzt hab ich’s, mach die Macarons auf den, den Naked Cake auf den und die Cupcakes auf den. Ne, lieber auf den.” Und obwohl sich das alles recht durcheinander anhört, hat Heike immer noch den vollen Durchblick. “Jetzt fehlen noch die Blumen, frag mal im Festsaal nach, ob die schon soweit sind.”

Und dann war es irgendwann soweit und alles konnte aufgebaut werden. Ich stand mit meiner Kamera auf dem Stativ bereit, um die Verwandlung des einfachen Hoteltisches in ein Wunderland der Köstlichkeiten zu dokumentieren.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Für mich war besonders interessant, dass Heike kein Gesamtbild vor Augen hatte, sondern eher ein Konzept und dafür die entsprechenden Accessoires dabei hatte.

Vintage, Gold, Lila und ein bißchen rustikal sollte es werden. Alles andere ergab sich aus dem Aufbau selbst. Und Heike stand immer wieder davor und zupfte das Deckchen nochmal zurecht und hängte die Girlande nochmal um. Besonders lachen musste ich, als sie meinte: “Was mach ich denn mit all den Deckchen, wenn Vintage nicht mehr in ist?” Ich glaube, da muss sie sich erstmal keine Gedanken machen.

Ich beobachtete den Aufbau genau und fand auch hier einige der Basisregeln wieder, die ich selber auf meinen letzten Candy Table angewendet hatte: Verschiedene Höhen einbauen, assymetrisch aufbauen, das Ganze durch Details für das Auge interessant gestalten.

Und plötzlich war es 15 Uhr und wir waren fast fertig. Wie schnell die Zeit rum ging und wie viele, viele Stunden Arbeit in so einem Sweet Candy Table stecken. Und wie sehr es sich lohnt! Schaut mal selbst!

Sweet Candy Table Making of Patisserie Süss und Salzig_ (23)

Und das hat Heike alles auf den Tisch gezaubert:

  •  Pfannkuchentorte 3-stöckig mit Grand Marnier und frischen Blau- und Brombeeren
  • Schokoladentassen mit Passionsfruchtmousse und Himbeerkern
  • Mürbteigtarteletts mit frischen Himbeeren und Blaubeeren
  • Schokoladengugelhupf
  • Florentiner-Kirschtörtchen
  • Macarons mit Cassisfüllung
  • Cake Pops (Schokofüllung)
  • Rhabarber-Himbeercrumbl im Weckglas
  • Blaubeermandelcupcakes mit Aprikosenkern und Aprikosentopping
  • Haselnusscupcakes mit Preiselbeeren und Schokoladentopping
  • Rosenkuchen

Und damit wir nicht vergessen, dass das ja auch ein Business ist, hier noch ein paar Fakten für euch:

  • Heikes Aufwand für diesen Sweet Candy Table lag bei einer vollen Arbeitswoche, einschließlich Samstag und Sonntag. Sie konnte in dieser Woche keine anderen Aufträge annehmen.
  • Dieser Sweet Candy Table war für 75 Leute geplant.
  • Heikes Preise für so einen Sweet Candy Table beginnen bei 29€ pro Person bei einer Personenzahl von 100 Personen. Je höher die Personenzahl, desto günstiger wird es pro Person. Die Mindestpersonenzahl liegt bei 50. Wer sich also so einen Table für den Geburtstag der Kinder wünscht, sollte eine große Familie haben.

Die Beteiligten an diesem Sweet Candy Table und am Making Of:

*Sponsor

Meine Freitagsrunde #10

Mensch, mensch, schon wieder ist Freitag. Irgendwie geht jede Woche anders schnell rum, meint ihr nicht auch? Immerhin haben wir uns am Anfang der Woche zu unserem monatlichen Bloggerstammtisch (diesmal in Esslingen) getroffen. Und da wurde ich wieder mal dran erinnert, dass ich euch schon lange was zeigen wollte:

  • Meine Bloggerkollegin Elena von Heute gibt es hat dieses unglaublich ausdauernde 365-Tage-Projekt Eine Portion Glück. Ich bewundere sie sehr dafür und bin dafür, dass ihr euch einfach mal durchlest, was sie schon alles dazu geschrieben hat.
  • Diese Woche hat Fräulein Ordnung eine seltsame Nachricht bekommen und in einem Artikel drauf geantwortet. Es ging darum, dass die Leserin entsetzt darüber sei, wie oberflächlich und kleindimensional die Bloggerwelt das Frauenbild von heute formt: nur Basteln, Backen, Wohnung hübsch machen. Das sei ja wohl so 50er Jahre. Meine Antwort darauf wäre nicht so nett wie die von Denise ausgefallen, mehr so wie hier.
  • A Beautiful Mess lese ich total gerne, es gibt schöne DIY-Geschichten und außergewöhnliche Styles. Hier erzählt Emma (Engl), eine der ABM Schwestern, wie sich ihr Foodfotografie-Stil über die letzten Jahre verbessert und verändert hat. Die Geschichte von ABM ist an sich auch super interessant, da sich dieser Blog zum Magazin gewandelt hat und einige Mitarbeiter hat und die Mädels (soweit ich weiß) auch gut Geld damit verdienen. In der Bloggerszene werden Sie gern als gelungenes Beispiel für Monetarisierung eines Blogs genannt. Ich lese trotzdem noch total gern bei ihnen, weil die Persönlichkeiten der Redakteure schön durchleuchten.
  • Das Leben als Blogger hat auch die Mädels von Since we met ereilt. Die Mama- und Beautybloggerinnen sind beide in einer Phase ihres Privatlebens, in dem sie sich nicht wohl fühlen, alles zu teilen – zumindest nicht so, wie sie es vorher getan haben. Ich verstehe die beiden sehr gut, vor allem, da sie sich wirklich teilweise unverschämte und sehr intime Fragen und Kommentare gefallen lassen mussten. Corinna und Tina haben je einen Artikel zu diesem Thema geschrieben.
  • Ein Artikel, bei dem ich laut lachen musste, war der “Lieber Essen als Sex” Artikel von Gourmetguerilla. Es geht unter anderem darum, ob man lieber eine Woche voll fröhlicher Stunden im Schlafzimmer und dafür schlechtes Fastfood oder lieber auch mal ein paar Tage gar keinen Sex und dafür schöne, selbstgekochte Bioküche auf dem Tisch stehen hat. Normalerweise verlinke ich in der Freitagsrunde selten Artikel, die von Unternehmen unterstützt werden. Hier möchte ich aber eine Ausnahme machen, weil er echt toll geschrieben ist.
  • Der letzte Artikel, den ich euch heute empfehlen möchte, richtet sich eigentlich mehr an die Unternehmen. Und zwar an die Leute, die uns Blogger anschreiben und eine Kooperation aufbauen möchten. Kai Thrun beschreibt ganz gut, wie man es richtig oder eben auch ganz falsch macht. Seit neuestem heißt es auch nicht mehr Bloggerrelation, sondern Influencer-Relations. Blogger sind also in den Status Influencer aufgerückt. Sollten sich manche mal auf der Zunge zergehen lassen.

Das Foto der Woche ist auf dem Bloggerstammtisch am Montag entstanden. Unsere Runde wird von Mal zu Mal netter. Ich glaube, das liegt daran, dass wir uns jetzt ja auch schon ne Weile kennen und es mehr so ein “Na, was gibt’s Neues bei dir?” statt ein “Hallo und was machst du so?” ist.

Stuttgarter Bloggerstammtisch

 

 

[Werbung] Endlich ein Laden für Tortenverrückte in meiner Nähe – Das “Bake a wish” in Esslingen am Neckar

Letzten Monat bekam ich von Jessi eine Whattsapp “Du, da hat so ein neuer Tortenladen in Esslingen aufgemacht, sollen wir da zusammen hin?” Oder so ähnlich, denn bereits beim Wort Tortenladen hat’s bei mir gebimmelt :-) Natüüürlich will ich da hin, denn seit ich mich mit dem Thema Torten beschäftige, fehlt mir immer schon ein Laden in Stuttgart und Umgebung. Und da es von mir daheim nicht so weit ist nach Esslingen, musste ich natürlich mal auschecken, was der Laden kann.

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Bake a wish in Esslingen (Webergasse 14)*

Jessi hatte uns bereits angekündigt und eine Fotografiererlaubnis eingeholt. Und wie es so ist unter Tortenverrückten, vergingen die zwei Stunden mit Jasmin im Flug. Zwischendurch haben wir sogar noch gemeinsam einen Kunden beraten, der einer befreundeten Konditorin eine Kleinigkeit zum Abschluss schenken wollte. Es wurde dann eine Tortenplatte. Perfekt, wie wir fanden :-)

Jasmin hat uns ein bißchen aus dem Leben eines Ladenbesitzers erzählt. Davon, was gut läuft, was die Leute kaufen. Und davon, was auch mal nicht so toll ist. Und auch sie hat mir wieder bestätigt, dass die Tortenszene in Deutschland kein Zuckerschlecken ist. Aber welches Business ist das schon?

Wenn man durch Jasmins Laden geht, merkt man, dass sie alles mit viel Liebe und Hingabe eingerichtet hatte. Dass sie eine Schwäche für schönes Geschirr hat und dass sie sichergehen wollte, möglichst viele Werkzeuge und Materialien für die Herstellung von Motivtorten anbieten zu können. Und ich weiß ziemlich sicher, wo ich in Zukunft kurzfristig Fondant und Farben herbekommen werde.

Und weil Jasmin auch ziemlich kommunikativ ist, hat sie für den September einen Tortenstammtisch ins Leben gerufen, bei dem ich dabei sein werde und von dem ich euch natürlich auch ein bißchen berichten werde.

Neben all den schönen Dingen in ihrem Laden bietet Jasmin auch Tortenkurse an. Der nächste findet Ende September statt. Allerdings weiß ich nicht genau, ob noch Plätze frei sind, da müsstet ihr bei ihr direkt nachfragen.

Und wer jetzt immer noch zögert, direkt nach Esslingen zu stürmen, der sollte sich vielleicht Jessi und mir bei unserem Tortenbloggertreffen am 18.10.2014 am Samstag der Cake Germany anschließen. Jasmin veranstaltet an dem Tag eine Pop up Bakery und wir werden hoffentlich gut versorgt werden bei ihr.

Ab Mittwoch 3. September ist Jasmin wieder für euch da. Bitte beachtet ihre Öffnungszeiten:

Mittwoch: 10–18 Uhr
Donnerstag: 10–18 Uhr
Freitag; 10–18 Uhr
Samstag; 10–14 Uhr

*Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Bake a wish. Das stundenlange Quatschen und Lachen im Laden war inklusive.

Meine Freitagsrunde #9

In dieser Woche habe ich wieder einige Ideen für kommende Projekte gehabt und war dementsprechend auf Recherche im Netz unterwegs. Da ja nicht mehr so viele Monate in diesem Jahr übrig sind und ich nicht zu viel machen will, muss ich jetzt schon mal gut durchplanen.

  • Einer der Links, über die ich dabei gestolpert bin, war dieser mit vielen tollen Ideen und einer riesigen Linksammlung für Lunchboxideen (Engl).
  • Auf ihrem Blog Backlinse hat Heike diese Woche von Kooperationen gesprochen. Ich fand’s super interessant, dies mal aus der Sicht eines Unternehmers zu lesen. Heike spricht viel von Zusammenarbeit, von win-win-Situationen und von dem Vergessen, dass möglichst jeder seinen Vorteil sieht, wenn kreative und wunderbare Menschen aufeinander treffen.
  • Bine von Was Eigenes beschreibt ganz gut das Gefühl nach vier Wochen Urlaub, freien Tagen und weg vom Alltag. Es fühlt sich komisch an, wieder in den Trott zu kommen. Und gleichzeitig hat man viel Energie getankt und nimmt sich so vieles vor. Deswegen sage auch ich byebye Sommer und willkommen Tatendrang!
  • Und dann ist da noch die Miri, die Powergucklerin. Und plötzlich erwischt man sich dabei, wie man selber alles und jeden guckelt.

Das Foto der Woche zeigt euch den Frühstückstisch bei meiner Schwester. Nachdem wir einige Laugenmäuschen verdrückt hatten, lungerten wir für ein paar Stunden auf ihrer Couch rum und schauten Kochsendungen an, während es draußen ordentlich regnete. Perfekter Herbsttag würde ich sagen.

Anna im Backwahn Frühstück

Impressionen von Rügen – Der Rasende Roland und Binz

Unser Ausflug nach Binz während unserer Woche auf Rügen sollte mit einer Fahrt auf dem “Rasenden Roland” beginnen. Der rasende Roland ist eine Dampflok, die im südöstlichen Teil von Rügen zwischen den Orten Putbus und Göhren und zurück fährt. Die Züge kommen in der Hauptsaison im Stundentakt (zwischen 8 und 21 Uhr) und haben teilweise eigene kleine Bahnhöfe. Mit dem Rasenden Roland zu fahren ist vor allem mit Kindern ein großer Spaß, denn es gibt zwei “Cabrio-Abteile”, in denen man ohne Dach fährt und man darf unter Aufsicht auch auf den Plattformen am Ende der Abteile stehen. Auf dem Weg nach Binz fuhren wir in erster Linie durch den Wald und kamen auch am Jagdschloß Granitz vorbei, das uns aber weniger interessierte.

Anna im Backwahn Rügen Rasender Roland Binz (1)

In Binz angekommen, stiegen wir an einem kleinen Bahnhof, ca. 20 Minuten vom Zentrum entfernt aus und hätten auch mit einem kleinen Züglein bis ins Zentrum fahren können. Da dies aber ratz-fatz voll war und wir nicht warten wollten, sind wir immer an der Hauptstraße entlang bis zur Einkaufstraße gelaufen, die zur Binzer Seebrücke führt.

Auf dem Weg zur Seebrücke kommt man an ein paar kleinen Läden und Cafés vorbei und läuft dann schnurstracks auf die Seebrücke zu. Links und rechts sieht man den recht belebten Strand, der um einiges größer ist als der Hauptstrand in Sellin.

Die Seebrücke in Binz ist schön lang und man kann ganz bis nach vorne laufen, sich den Wind um die Nase wehen lassen und von dort aus auch auf ein Schiff gehen, das eine Besichtigungsfahrt entlang der Küste und den Kreidefelsen macht. Wie schon im letzten Artikel erwähnt, ist das aber niocht so ganz meine Sache.

Wenn man dann von der Seebrücke wieder runter kommt und nach rechts geht, kommt man auf die Promenade, von der aus man an den sehr langen Strand kommt. Wir sind also entlang geschlendert, haben uns die Villen angeschaut und zwischendurch immer mal wieder taggeträumt, wie es wohl wäre, hier eine Ferienwohnung zu haben. In Hinsicht auf unser Konto haben wir uns dann aber dagegen entschieden :-)

Binz mochten wir ganz gerne, sind aber trotzdem noch größere Fans von Sellin. Bevor wir wieder mit dem Roland dorthin zurück “rasten”, haben wir uns noch in einer Bäckerei eine Kleinigkeit auf die Hand geholt und Herr M. war überüberglücklich, dass es Mettbrötchen mit Zwiebeln gab.

Anna im Backwahn Mettbrötchen in Binz

Ein weiteres Highlight in Binz, das wir uns am Tag unserer Abreise anschauten, ist das Sandskulpturenfestival auf der Festwiese Binz. Das diesjährige Thema ist “Zeitreise durch die Gecshichte” und die 45 Sandskulpturen zeigen Persönlichkeiten, Orte und Ereignisse aus den letzten Jahrhunderten der deutschen Geschichte. Das Festival geht noch bis zum 9. November 2014 und man zahlt als Erwachsener 8 Euro. Für die gesamte Ausstellung könnt ihr ne knappe Stunde einrechnen. Wer schnellen Fußes durchläuft, braucht vielleicht auch nur eine halbe Stunde. Herr M. und ich hatten viel Spaß und haben die Kunstwerke ausgiebig bewundert.

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Selfie-Alarm :-)

Das war’s mit unseren Urlaubsimpressionen von Rügen. Wie schon einmal erwähnt, haben wir diese Insel sehr ins Herz geschlossen und wollen wieder kommen, vielleicht schon am Ende des Jahres. Mal schauen.

Impressionen von Rügen – Sassnitz

Anna im Backwahn Rügen Sassnitz (1)

Wie ich euch in meinem Reisebericht über Sellin schon erzählt habe, haben wir neben unserer Zeit am Strand auch ein paar Ausflüge gemacht. Der erste hat uns nach Sassnitz geführt. Ich hatte im Reiseführer nachgelesen, dass die Kreidefelsen die Attraktion schlechthin seien und sowohl per Schiff als auch gut zu Fuß zu besichtigen seien. Da ich kein Freund von Schiffen bin (Reiseübelkeit und so), haben wir den Weg über den Nationalpark gewählt. Wir haben das Auto am Parkplatz Tierpark gewählt und sind von dort die 2 Kilometer durch den Wald spazieren gegangen. Man kommt hinten am Tierpark vorbei und kann ein paar Blicke auf die Schweinchen ergattern.

Läuft man dann weiter bis zum Wasser, kommt man an einem schönen, naturbelassenen Küstenteil raus, bei dem die Kreidefelsen einen fast schon bedrohliche Hintergrund bilden. Im Reiseführer habe ich gelesen, dass der Nationalpark alle Bereiche so belässt, wie die Natur sie formt. Wenn also ein Stück aus der Wand bricht, ist das dann so. Natürlich ist damit auch das Betreten aller Küstenabschnitte auf eigene Gefahr.

Anna im Backwahn Rügen Sassnitz (34)

Der Abschnitt, den wir besucht haben, ist allerdings noch gar nicht die größte Ansammlung der Kreidefelsen. Dafür hätten wir weiter müssen bis zum Königstuhl. Aber dafür hätten wir weitere 9 Kilometer hin und 11 wieder zurück müssen und da wir beide nicht auf größere “Wanderungen” vorbereitet waren, haben wir uns das für ein anderes Mal aufgehoben.

Außerdem hatte ich Hunger. Und mein Mann weiß, was er tun muss, wenn ich Hunger habe: Essen ranschaffen. Also sind wir zum Auto zurück, haben erstmal jeder ordentlich Wasser getankt und sind nach Sassnitz rein und haben den Stadthafen aufgesucht.

Dort gibt es ein Tourizentrum mit öffentlicher Toilette, Souvenirshop, Infotheke und kleine Boote, die im Wasser stehen und Fish und Chips verkaufen. Booyah, Volltreffer!

Dort saßen wir dann, haben Menschen beobachtet, Möwen verscheucht und sind bis zum Ende des Piers vorgelaufen, um noch ein bißchen mehr Meer zu genießen. Danach sind wir wieder Richtung Sellin gefahren und haben uns bis zum Sonnenuntergang in unseren Strandkorb gelegt. Sassnitz steht auf jeden Fall wieder auf unserer Liste, denn der Königstuhl und die Innenstadt fehlen uns ja noch.

Am Mittwoch gibt es den letzten Nericht unserer Rügenreise über unseren Ausflug nach Binz.

 

Meine Freitagsrunde #8

Wie schon erzählt, habe ich mich mit der Freitagsrunde in der Urlaubszeit etwas rar gemacht. Ich war zwar online, bin aber nicht so richtig zum Lesen gekommen. Aber all die Artikel, die ich so im Vorbeigehen aufgeschnappt habe, möchte ich euch heute näher bringen.

  • Maria von Ich bin mal kurz in der Küche ist seit den Anfängen meiner Bloggerzeit eine feste Größe in meiner Blogosphäre. Jetzt hat sie geheiratet und ein paar der Details ihrer Hochzeit mit uns geteilt. Mein Highlight: Ihre Hochzeitstorte, von ihr selbst gemacht (was auch sonst?) und wunderschön! Mir wurde ja damals verboten, die Torte selber zu machen, vielleicht sollte sich mein Mann den Artikel dazu mal anschauen ;-) Ich wünsche dir zu deiner Hochzeit von Herzen alles Gute und freue mich für dich, liebe Maria!
  • Da Herr M. und ich für August eine Woche Belgien geplant hatten und auch einen Tag nach Brügge fahren wollten, hab ich mir vorher den Bericht von Dani Klitzeklein durchgelesen. Obwohl wir instinktiv einige der Punkte auf ihrer Liste ansteuerten (z.B. durch Zufall und Mordsdurst einen Eistee bei I love Chocolate kauften), würde mein Bericht nicht so positiv ausfallen. Mitten in den Ferien und zwei Tage vor Feiertag schien ganz Belgien in Brügge zu sein und wir wurden wie zwei Schafe von Straße zu Straße getrieben und konnten das Städtchen gar nicht genießen. Aber das lasse ich nicht auf mir sitzen. Danis Artikel zeigt mir nämlich, dass Brügge von uns eine zweite Chance verdient.
  • Ein tolles Projekt haben Stef und Lu während ihrer gemeinsamen Urlaubswoche in Wien verwirklicht. Die beiden haben einen je ganz individuellen Kleidungsstil und für dieses Projekt haben sie zwei typische Outfits geswitcht und ihre Gedanken dazu niedergeschrieben. Vor allem Steph kann ich zustimmen, die findet, dass man viel zu schnell dabei ist, andere für ihren Stil zu verurteilen. Ich selbst habe jahrelang außergewöhnliche Farb- und Klamottenkombinationen getragen, von pinken Haaren über eine Glatze bis hin zu einer Phase, in der ich nur rote Kleidung trug, ein Jahr lang. Schade, dass ich heute angepasster bin. Ich mochte mein buntes Ich. Lest doch mal bei Stef und Lu (Engl) vorbei.
  • Susanne schreibt darüber, wie sich Werbung bei ihr auf dem Blog verändert hat und wie sie das Ganze sieht. Immer, wenn es um das Thema geht, bin ich zwiegespalten, denn Werbung ist ganz und gar nichts Schlimmes. Es muss nur immer alles zusammen passen und nicht manipulativ sein. Und natürlich gekennzeichnet. Aber dazu äußere ich mich mal an anderer Stelle.
  • Wieder und wieder lande ich bei Miri. Hier erzählt sie davon, wie sie die Reiseübelkeit auf der Fähre von Tallin über die Ostsee besiegt hat. Übrigens ist genau so der “Hauptsache-Italien”-Hashtag entstanden. Miri: “Und dann fahren wir von ..tlin mit der Fähre nach Helsinki!” Ich: “Häh? von Italien? Das ist aber weit. Und umständlich?”
  • Und auch bei Katja lese ich jeden neuen Artikel aus ihrer “Bloggen mit Herz”-Reihe. Diesmal räumt sie mit Vorurteilen auf, die so mancher uns Bloggern gegenüber vielleicht hat.
  • Das Thema Geld scheint für viele im Zusammenhang mit dem Bloggen aber auch immer wieder interessant zu sein. Denn warum sonst sollte Christine in einem sehr ausführlichen Artikel ihre verschiedenen Einnahmequellen darlegen. Für mich war interessant, dass ich vieles davon gar nicht auf dem Schirm hatte. Ich bin möglicherweise aber auch nicht so talentiert wie sie :-)
  • Die letzte Woche war für viele Blogger ein Alptraum. Irgendwelche Aasgeier haben sich die Inhalte ihrer Blogs geschnappt und gespiegelt, heißt: Alle Artikel, Bilder und auch Sonstiges wurden auf einem ähnlich klingenden Blog hochgeladen, das Impressum wurde gefälscht und Werbeflächen wurden angebracht. So merkten die Leser nicht, dass sie auf einem Betrügerblog waren.  Für alle Blogger, die dies bisher noch nicht getan haben, sollten hier checken, ob ihr Domain-Grundname (also bei mir imbackwahn) noch mit einer anderen Endung im Internet auftaucht. Was ihr dann als Gegenmaßnahme ergreifen könnt, erklärt euch Dani von Seitenwechsel hier.
  • Für mich nur seltsame Zeichen, hat Maja von Moeyskitchen eine Anleitung für alle Blogspot-Blogger geschrieben, wie man eine externe Blogroll erstellt. Sieht ausführlich und kompliziert aus ;-) aber hilft bestimmt.
  • Und nochmal das Thema Geld: 5 Reiseblogger erzählen von ihrem Job und was alles dazu gehört, natürlich auch, wie sich das mit dem Geld verhält.

Das Bild der Woche steht stellvertretend für eine Woche schönsten Urlaub mit Herrn M. an der belgischen Küste.

Anna und Herr M. im Urlaub