Impressionen von Rügen – Der Rasende Roland und Binz

Unser Ausflug nach Binz während unserer Woche auf Rügen sollte mit einer Fahrt auf dem “Rasenden Roland” beginnen. Der rasende Roland ist eine Dampflok, die im südöstlichen Teil von Rügen zwischen den Orten Putbus und Göhren und zurück fährt. Die Züge kommen in der Hauptsaison im Stundentakt (zwischen 8 und 21 Uhr) und haben teilweise eigene kleine Bahnhöfe. Mit dem Rasenden Roland zu fahren ist vor allem mit Kindern ein großer Spaß, denn es gibt zwei “Cabrio-Abteile”, in denen man ohne Dach fährt und man darf unter Aufsicht auch auf den Plattformen am Ende der Abteile stehen. Auf dem Weg nach Binz fuhren wir in erster Linie durch den Wald und kamen auch am Jagdschloß Granitz vorbei, das uns aber weniger interessierte.

Anna im Backwahn Rügen Rasender Roland Binz (1)

In Binz angekommen, stiegen wir an einem kleinen Bahnhof, ca. 20 Minuten vom Zentrum entfernt aus und hätten auch mit einem kleinen Züglein bis ins Zentrum fahren können. Da dies aber ratz-fatz voll war und wir nicht warten wollten, sind wir immer an der Hauptstraße entlang bis zur Einkaufstraße gelaufen, die zur Binzer Seebrücke führt.

Auf dem Weg zur Seebrücke kommt man an ein paar kleinen Läden und Cafés vorbei und läuft dann schnurstracks auf die Seebrücke zu. Links und rechts sieht man den recht belebten Strand, der um einiges größer ist als der Hauptstrand in Sellin.

Die Seebrücke in Binz ist schön lang und man kann ganz bis nach vorne laufen, sich den Wind um die Nase wehen lassen und von dort aus auch auf ein Schiff gehen, das eine Besichtigungsfahrt entlang der Küste und den Kreidefelsen macht. Wie schon im letzten Artikel erwähnt, ist das aber niocht so ganz meine Sache.

Wenn man dann von der Seebrücke wieder runter kommt und nach rechts geht, kommt man auf die Promenade, von der aus man an den sehr langen Strand kommt. Wir sind also entlang geschlendert, haben uns die Villen angeschaut und zwischendurch immer mal wieder taggeträumt, wie es wohl wäre, hier eine Ferienwohnung zu haben. In Hinsicht auf unser Konto haben wir uns dann aber dagegen entschieden :-)

Binz mochten wir ganz gerne, sind aber trotzdem noch größere Fans von Sellin. Bevor wir wieder mit dem Roland dorthin zurück “rasten”, haben wir uns noch in einer Bäckerei eine Kleinigkeit auf die Hand geholt und Herr M. war überüberglücklich, dass es Mettbrötchen mit Zwiebeln gab.

Anna im Backwahn Mettbrötchen in Binz

Ein weiteres Highlight in Binz, das wir uns am Tag unserer Abreise anschauten, ist das Sandskulpturenfestival auf der Festwiese Binz. Das diesjährige Thema ist “Zeitreise durch die Gecshichte” und die 45 Sandskulpturen zeigen Persönlichkeiten, Orte und Ereignisse aus den letzten Jahrhunderten der deutschen Geschichte. Das Festival geht noch bis zum 9. November 2014 und man zahlt als Erwachsener 8 Euro. Für die gesamte Ausstellung könnt ihr ne knappe Stunde einrechnen. Wer schnellen Fußes durchläuft, braucht vielleicht auch nur eine halbe Stunde. Herr M. und ich hatten viel Spaß und haben die Kunstwerke ausgiebig bewundert.

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Selfie-Alarm :-)

Das war’s mit unseren Urlaubsimpressionen von Rügen. Wie schon einmal erwähnt, haben wir diese Insel sehr ins Herz geschlossen und wollen wieder kommen, vielleicht schon am Ende des Jahres. Mal schauen.

Impressionen von Rügen – Sassnitz

Anna im Backwahn Rügen Sassnitz (1)

Wie ich euch in meinem Reisebericht über Sellin schon erzählt habe, haben wir neben unserer Zeit am Strand auch ein paar Ausflüge gemacht. Der erste hat uns nach Sassnitz geführt. Ich hatte im Reiseführer nachgelesen, dass die Kreidefelsen die Attraktion schlechthin seien und sowohl per Schiff als auch gut zu Fuß zu besichtigen seien. Da ich kein Freund von Schiffen bin (Reiseübelkeit und so), haben wir den Weg über den Nationalpark gewählt. Wir haben das Auto am Parkplatz Tierpark gewählt und sind von dort die 2 Kilometer durch den Wald spazieren gegangen. Man kommt hinten am Tierpark vorbei und kann ein paar Blicke auf die Schweinchen ergattern.

Läuft man dann weiter bis zum Wasser, kommt man an einem schönen, naturbelassenen Küstenteil raus, bei dem die Kreidefelsen einen fast schon bedrohliche Hintergrund bilden. Im Reiseführer habe ich gelesen, dass der Nationalpark alle Bereiche so belässt, wie die Natur sie formt. Wenn also ein Stück aus der Wand bricht, ist das dann so. Natürlich ist damit auch das Betreten aller Küstenabschnitte auf eigene Gefahr.

Anna im Backwahn Rügen Sassnitz (34)

Der Abschnitt, den wir besucht haben, ist allerdings noch gar nicht die größte Ansammlung der Kreidefelsen. Dafür hätten wir weiter müssen bis zum Königstuhl. Aber dafür hätten wir weitere 9 Kilometer hin und 11 wieder zurück müssen und da wir beide nicht auf größere “Wanderungen” vorbereitet waren, haben wir uns das für ein anderes Mal aufgehoben.

Außerdem hatte ich Hunger. Und mein Mann weiß, was er tun muss, wenn ich Hunger habe: Essen ranschaffen. Also sind wir zum Auto zurück, haben erstmal jeder ordentlich Wasser getankt und sind nach Sassnitz rein und haben den Stadthafen aufgesucht.

Dort gibt es ein Tourizentrum mit öffentlicher Toilette, Souvenirshop, Infotheke und kleine Boote, die im Wasser stehen und Fish und Chips verkaufen. Booyah, Volltreffer!

Dort saßen wir dann, haben Menschen beobachtet, Möwen verscheucht und sind bis zum Ende des Piers vorgelaufen, um noch ein bißchen mehr Meer zu genießen. Danach sind wir wieder Richtung Sellin gefahren und haben uns bis zum Sonnenuntergang in unseren Strandkorb gelegt. Sassnitz steht auf jeden Fall wieder auf unserer Liste, denn der Königstuhl und die Innenstadt fehlen uns ja noch.

Am Mittwoch gibt es den letzten Nericht unserer Rügenreise über unseren Ausflug nach Binz.

 

Meine Freitagsrunde #8

Wie schon erzählt, habe ich mich mit der Freitagsrunde in der Urlaubszeit etwas rar gemacht. Ich war zwar online, bin aber nicht so richtig zum Lesen gekommen. Aber all die Artikel, die ich so im Vorbeigehen aufgeschnappt habe, möchte ich euch heute näher bringen.

  • Maria von Ich bin mal kurz in der Küche ist seit den Anfängen meiner Bloggerzeit eine feste Größe in meiner Blogosphäre. Jetzt hat sie geheiratet und ein paar der Details ihrer Hochzeit mit uns geteilt. Mein Highlight: Ihre Hochzeitstorte, von ihr selbst gemacht (was auch sonst?) und wunderschön! Mir wurde ja damals verboten, die Torte selber zu machen, vielleicht sollte sich mein Mann den Artikel dazu mal anschauen ;-) Ich wünsche dir zu deiner Hochzeit von Herzen alles Gute und freue mich für dich, liebe Maria!
  • Da Herr M. und ich für August eine Woche Belgien geplant hatten und auch einen Tag nach Brügge fahren wollten, hab ich mir vorher den Bericht von Dani Klitzeklein durchgelesen. Obwohl wir instinktiv einige der Punkte auf ihrer Liste ansteuerten (z.B. durch Zufall und Mordsdurst einen Eistee bei I love Chocolate kauften), würde mein Bericht nicht so positiv ausfallen. Mitten in den Ferien und zwei Tage vor Feiertag schien ganz Belgien in Brügge zu sein und wir wurden wie zwei Schafe von Straße zu Straße getrieben und konnten das Städtchen gar nicht genießen. Aber das lasse ich nicht auf mir sitzen. Danis Artikel zeigt mir nämlich, dass Brügge von uns eine zweite Chance verdient.
  • Ein tolles Projekt haben Stef und Lu während ihrer gemeinsamen Urlaubswoche in Wien verwirklicht. Die beiden haben einen je ganz individuellen Kleidungsstil und für dieses Projekt haben sie zwei typische Outfits geswitcht und ihre Gedanken dazu niedergeschrieben. Vor allem Steph kann ich zustimmen, die findet, dass man viel zu schnell dabei ist, andere für ihren Stil zu verurteilen. Ich selbst habe jahrelang außergewöhnliche Farb- und Klamottenkombinationen getragen, von pinken Haaren über eine Glatze bis hin zu einer Phase, in der ich nur rote Kleidung trug, ein Jahr lang. Schade, dass ich heute angepasster bin. Ich mochte mein buntes Ich. Lest doch mal bei Stef und Lu (Engl) vorbei.
  • Susanne schreibt darüber, wie sich Werbung bei ihr auf dem Blog verändert hat und wie sie das Ganze sieht. Immer, wenn es um das Thema geht, bin ich zwiegespalten, denn Werbung ist ganz und gar nichts Schlimmes. Es muss nur immer alles zusammen passen und nicht manipulativ sein. Und natürlich gekennzeichnet. Aber dazu äußere ich mich mal an anderer Stelle.
  • Wieder und wieder lande ich bei Miri. Hier erzählt sie davon, wie sie die Reiseübelkeit auf der Fähre von Tallin über die Ostsee besiegt hat. Übrigens ist genau so der “Hauptsache-Italien”-Hashtag entstanden. Miri: “Und dann fahren wir von ..tlin mit der Fähre nach Helsinki!” Ich: “Häh? von Italien? Das ist aber weit. Und umständlich?”
  • Und auch bei Katja lese ich jeden neuen Artikel aus ihrer “Bloggen mit Herz”-Reihe. Diesmal räumt sie mit Vorurteilen auf, die so mancher uns Bloggern gegenüber vielleicht hat.
  • Das Thema Geld scheint für viele im Zusammenhang mit dem Bloggen aber auch immer wieder interessant zu sein. Denn warum sonst sollte Christine in einem sehr ausführlichen Artikel ihre verschiedenen Einnahmequellen darlegen. Für mich war interessant, dass ich vieles davon gar nicht auf dem Schirm hatte. Ich bin möglicherweise aber auch nicht so talentiert wie sie :-)
  • Die letzte Woche war für viele Blogger ein Alptraum. Irgendwelche Aasgeier haben sich die Inhalte ihrer Blogs geschnappt und gespiegelt, heißt: Alle Artikel, Bilder und auch Sonstiges wurden auf einem ähnlich klingenden Blog hochgeladen, das Impressum wurde gefälscht und Werbeflächen wurden angebracht. So merkten die Leser nicht, dass sie auf einem Betrügerblog waren.  Für alle Blogger, die dies bisher noch nicht getan haben, sollten hier checken, ob ihr Domain-Grundname (also bei mir imbackwahn) noch mit einer anderen Endung im Internet auftaucht. Was ihr dann als Gegenmaßnahme ergreifen könnt, erklärt euch Dani von Seitenwechsel hier.
  • Für mich nur seltsame Zeichen, hat Maja von Moeyskitchen eine Anleitung für alle Blogspot-Blogger geschrieben, wie man eine externe Blogroll erstellt. Sieht ausführlich und kompliziert aus ;-) aber hilft bestimmt.
  • Und nochmal das Thema Geld: 5 Reiseblogger erzählen von ihrem Job und was alles dazu gehört, natürlich auch, wie sich das mit dem Geld verhält.

Das Bild der Woche steht stellvertretend für eine Woche schönsten Urlaub mit Herrn M. an der belgischen Küste.

Anna und Herr M. im Urlaub

Zwei Motivtorten in gelb: Schwammtorte und Spielzeugmännchen

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Der Juli war ein guter Tortenmonat :-) Nicht nur meine Mama wurde mit Kuchen beglückt, nein, auch mein Neffe und unser Freund Michael “Uberhusband” hatten Geburtstag. Da mein Neffe 7 Jahre alt wurde, konnte ich endlich mal wieder eine Kindertorte machen und die Wahl der Mama fiel auf ein beliebtes Motiv, sowohl bei den Kiddies als auch unter Tortenmachern. Der hohe Wiedererkennungswert und die kräftigen Farben machen einfach Spaß. Und wenn dann innen drin noch der klassische Marmorkuchen ist, kann nichts mehr schief gehen.

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Der Kuchen für den Uberhusband von Miri war klar, sobald uns die Einladung zum Geburtstag ins Haus flatterte. Wer Michael auf seinem Instagram-Account folgt, sieht neben Garten und Miri nämlich jede Menge Bilder der kleinen, gelben Männchen.

Für diese Torte habe ich 3 1/2 Rezeptmengen der Oma Bucholtz Sachertorte in einer 20er Form gebacken und zurecht geschnitten. In die obere Fläche des Unterteils habe ich eine Mulde hineingeschnitten, um den später folgenden Keksen Platz zu machen. Den unteren Teil habe ich zuerst eingedeckt. Ist gar nicht so einfach, wenn der Tortenteil 15 cm hoch ist. Der Deckel liegt auf einem Cakeboard und wurde separat eingedeckt. Herr M. hat die Geburtstagszahl 35 in der entsprechenden Schrift aufgebracht. Daneben haben wir die eigentlichen Geburtstagsgeschenke platziert.

Die Kekse habe ich aus dem Zuckerkekseteig aus Danis Buch gemacht. Und dann hab ich noch kleine, bunte Schokolinsen draufgelegt und mit viiiiel Fantasie könnte man die Kekse für kleine Bausteine halten.

Und weil so eine Torte an sich ja nicht schon ne ordentliche Sache ist, haben wir sie auch noch nach Karlsruhe transportieren müssen. Warum müssen die auch so weit weg wohnen?!? ;-)

Ein Bloggertreffen für die Tortenverrückten im Schwabenländle (Esslingen)

Tortenblogger-Treffen groß

Wer schon eine Weile bei mir mit liest weiß, dass ich seit Jahren jedes Jahr nach Hamburg zur Tortenshow pilgere und dieses Jahr sogar die Dozentin gebe. Trotzdem habe ich mich sehr gefreut, dass es in Esslingen dieses Jahr auch eine Tortenmesse geben wird: Die Cake Germany am 18.+19.10.2014.

Ich werde so oft gefragt, ob es denn nicht mal einen Shop oder eine Messe hier unten in Süddeutschland gibt und tadaa, beides bietet sich in Esslingen. Da es für die Veranstalter die erste Messe dieser Art ist, ist die Tortenbranche schon recht gespannt.

Und wo Torten sind, sind auch Tortenverrückte! Jessi von Luxuria und ich sind der Meinung, dass es doch anlässlich dieses Events einen Treffpunkt für alle Blogger geben sollte, die sich am Samstag, den 18.10.2014 in Esslingen einfinden.

Unser Programm sieht wie folgt aus:

  • 16:45 Uhr Treffpunkt vor der Messe
  • 17:00 Uhr Besuch bei “Bake a Wish” in Esslingen
  • 18:30 Uhr gemeinsames Abendessen in der L’Osteria
  • nach dem Abendessen: Spaziergang auf die Esslinger Burg mit Spitzenaussicht

“Bake a Wish” ist ein bezaubernder, kleiner Laden für Schischigeschirr und Tortenzubehör. Der Erste dieser Art im Großraum Stuttgart. Diesen Laden und seine Inhaberin Jasmin werde ich euch auch bald noch vorstellen. Sie freut sich sehr auf unseren Besuch, da sie am 18.10. zufällig auch eine kleine PopUp-Bakery in ihrem Laden steigen lässt. Wer also bei dem vielen Gerede über Torten Appetit auf ne Kleinigkeit hat, wird bei ihr gut versorgt. Obendrein hat sie auch noch für jeden unserer Teilnehmer eine kleine Überraschung.

Danach werden wir weiter ziehen und uns bei italienischem Essen in der L’Osteria stärken. Und wer dann noch genug Kraft hat, kann mit uns die 300 Stufen zur Esslinger Burg hinaufkraxeln und die schöne Aussicht auf Esslingen bei Nacht genießen.

Wie alle Bloggertreffen, die Jessi und ich organisieren,, ist auch dieses als nettes Come-together gedacht. Jeder ist willkommen, egal wie lange er oder sie schon bloggt, egal wie bekannt oder nicht der Blog ist. Es geht einzig darum, eine gute Zeit miteinander zu haben, sich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Auch werden wir keine Goodiebags vorbereiten, weil wir der Meinung sind, dass es nicht um Goodies oder ähnliches geht, sondern um den Austausch unter Gleichgesinnten.

Was wir allerdings brauchen, ist eine verbindliche Anmeldung, weil wir sowohl in Jasmins Lädchen als auch im Restaurant eine Personenzahl angeben müssen. Bitte meldet euch also sobald wie möglich bis spätestens 21.09.2014 um 21:00 Uhr mit einer E-mail bei Jessi an: jessi@luxuria-food.de Zur besseren Bearbeitung benutzt bitte den Betreff „Anmeldung Tortenblogger-Treffen Esslingen“ . Jessi braucht auf jeden Fall euren vollen Namen und den Namen eures Blogs für die Anmeldeliste.

Wer mag, kann jetzt noch das Banner für die eigene Sidebar mitnehmen (durch Rechtsklick bitte html-Code speichern).

Tortenbloggertreffen Esslingen

Zwei frische Sommerkuchen: Obsttorte und Buttermilchzitronenkuchen

Bevor der Sommer rum ist, will ich euch noch zwei ganz einfache, aber schön frische Kuchen zeigen, die ich kürzlich für den Geburtstag meiner Mama gemacht habe. Sie hatte sich einen Rührkuchen und einen Obstkuchen gewünscht. Leider gab unser eigener Garten nicht genug frische Beeren für einen Kuchen her, aber unser Supermarkt hat mich nicht enttäuscht.

Anna im Backwahn Sommer Kuchen Beeren Torte

Für ein Blech Biskuittorte mit Vanillesahne und Beeren braucht ihr:

  • 4 Eier
  • 4 EL heißes Wasser
  • 150gr Zucker
  • 1Pk Vanillezucker
  • 100gr Mehl
  • 100gr Speisestärke
  • 1 gestr. TL Backpulver
  • 2Pck Vanillepudding
  • 250gr Sahne
  • 50gr Zucker
  • 1 Kilo Beerenfrüchte

Zuerst bereitet ihr den Teig zu. Dafür verrührt ihr die Eier mit dem heißen Wasser (ich nehme es direkt aus dem Wasserkocher) und verrühre diese zu einer schaumigen Masse, so ca. 5 Minuten lang. Dann lasse ich den Zucker einrieseln und schlage weitere 2 Minuten weiter. Danach siebe ich das Mehl, die Speisestärke und das Backpulver hinein und rühre das Ganze sanft unter. Dann muss es schnell gehen, damit die Fluffigkeit erhalten bleibt. Ich streiche den Teig auf ein Backblech mit hohem Rand und backe es in einem vorgeheizten Ofen bei 180Grad für 15 Minuten auf der mittleren Etage. Der Biskuit sollte goldgelb sein.7

Während der Teig backt, erstellt ihr einen Vanillepudding mit 500ml und doppelter Menge Puddingpulver. Dazu schlagt ihr die Sahne steif und rührt diese unter den erkalteten Pudding. Damit der Pudding keine Haut bekommt beim Erkalten streut ihr über den noch warmen Pudding den Zucker. Wenn alles zu einer schönen Masse verrührt ist, streicht ihr die auf den Biskuit. Und darüber verteilt ihr die Früchte. Ich hatte eine Mischung aus Himbeeren, Brombeeren, Blaubeeren, Erdbeeren und Kirschen eingekauft und diese fröhlich drüber verteilt. Beim Essen war es ein bißchen schwierig, weil links und rechts die Früchte runtergekullert sind. Aber optisch war der Obstkuchen ne Wucht. Und innerhalb von 20 Minuten war das Blech leer.

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Der zweite Kuchen war ein einfacher Rührkuchen nach dem Wunderrezept.

  • 4 Eier
  • 200gr Zucker
  • 200ml Buttermilch
  • Schale von einer Zitrone
  • 200ml Pflanzenöl
  • 300gr Mehl
  • 1Pck Backpulver
  • 1EL Zitronensaft
  • 150gr Puderzucker

Die Eier und den Zucker für ca. 10 Minuten miteinander verrühren. Dann die Buttermilch mit der Zitronenschale unterrühren. Danach abwechselnd das Öl und das Mehl mit dem Backpulver untermischen. Den Teig in einer gebutterte und mehlierte 24er oder 20er Form geben und 45 Minuten bei vorgeheizten 175 Grad backen. Wenn der Kuchen ausgekühlt ist, schneidet ihr ihn oben gerade und stürzt ihn auf eine Tortenplatte oder einen Teller. Wenn ihr in die Mitte einen Klecks Marmelade gebt, rutscht der Kuchen nicht so.

Für die Glasur verrührt ihr den Puderzucker mit dem Zitronensaft zu einer homogenen Masse und gebt sie auf den Kuchen. Ich finde es ganz schön, wenn die Glasur überall ein bissel runtertropft, perfekt aufgetragen wäre ja langweilig :-)

Wenn ihr auch so eine Wimpelkette machen wollt (die wirklich jeden einfachen Kuchen schön aufwertet), braucht ihr zwei Schaschlikspieße, eine Schnur und Masking Tape. Ihr schneidet ein Stück Schnur ab, das gerade lang genug ist, um über den Kuchen gespannt zu werden. Dann klebt ihr Masking Tape-Stücke im Abstand von 1cm mit den klebenden Seiten aneinander und schneidet die Wimpel zu. Drauf stecken Fertig :-)

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Impressionen von Rügen – Sellin

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Wir sind mitten in der Urlaubszeit angekommen. Das heißt zum einen, dass ich im Büro ein paar Kollegen vertreten musste und zum anderen, dass Herr M. und ich eine Woche Urlaub nach der pinken Hochzeit kürzlich drangehängt haben. Beides führte dazu, dass ich die letzten  Freitagsrunden ausgelassen habe. Dafür gibt es für euch aber ein paar Urlaubserinnerungen von der Ostseeinsel Rügen für euch.

Als Anfang des Jahres klar war, dass wir ein Wochenende in Leipzig verbringen würden, hatte ich die Idee, noch eine Woche Ostsee dran zu hängen. Also sind wir weiter gebraust und freuten uns auf ein paar Tage auf Rügen, genauer gesagt im Ostseebad Sellin. Die Auswahl dieses Urlaubsortes basierte auf zwei Faktoren: 1. Strand und 2. “Oh, guck mal, da gibt’s aber hübsche Häuschen!”

Anna im Backwahn Rügen Sellin (2)

Und wir waren vollauf zufrieden mit unserer Entscheidung. Sellin liegt ganz im Südosten der Insel, man fährt ab der Rügenbrücke Stralsund noch ca. 40 Minuten bis zur Stadt. Mit knappen 2 400 Einwohnern ist Sellin recht klein, aber fein. Klar, dass die meisten Leute, die man auf der Straße trifft, eher Touristen sind.

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Die meisten trifft man auf der Wilhelmstraße, das ist sowas wie die Haupt- und Touristraße in Sellin. Zum einen führt diese Straße direkt zur Seebrücke, dem Tourimagnet schlechthin. Zum anderen ist sie gepflastert mit Hotels, Restaurants und Ferienwohnungen. Das mag für manche ganz furchtbar klingen, wir haben uns aber sehr wohl gefühlt, da die Menschenmengen trotz Ferienzeit recht erträglich waren. Ich vergleiche es mal mit einem normalen Nachmittag auf einer belebten Shoppingmeile.

Anna im Backwahn Sellin

Unser Hotel war abseits dieser Hauptstraße und trotzdem super zentral. Zum Hauptstrand und der Seebrücke haben wir ca. 8 Minuten gebraucht. Zum Südstrand wäre es ähnlich weit gewesen. Da Herr M. uns aber einen Strandkorb am Hauptstrand gemietet hatte, waren wir natürlich immer dort zum Baden und Faulenzen.

Das war nämlich unsere Priorität: Faulenzen, Runterkommen, Alltag vergessen. Und so haben wir zwei Tage einfach den ganzen Tag im Strandkorb verbracht. Wasser, Kekse und Würstel wurden noch schnell im Supermarkt besorgt und dann haben wir uns nur zwischen Strandkorb, Wasser und Klohäuschen bewegt. Letzteres könnt ihr übrigens in eurem Urlaubsort mit eurer Kurkarte kostenlos aufsuchen; ein nicht zu verachtendes Detail für einen Schwaben wie mich :-) Es ist lange her, dass ich ein Buch von vorne bis hinten durchlesen konnte und wir uns lediglich Gedanken darüber machen mussten, wann wir denn das nächste Mal was essen sollten. Und ob dies Fischbrötchen oder Bratwurst sein sollte.

Das Thema Supermarkt war ein kleiner, dunkler Fleck in diesen schönen Tagen. Ich bin sehr anfällig für laute, hektische Menschen im Supermarkt. Und da es in Sellin nur einen gibt und die vielen Ferienwohnungen ja irgendwie versorgt werden müssen, standen wir ungelogen 30 Minuten am Pfandautomaten an und in den Gängen scheuchten sich gegenseitig die Familien bis zu den 4 Kassen, die somit immer eine lange Schlange bildeten. Da wir aber im Hotel Übernachtung mit Frühstück gebucht hatten, mussten wir nur zwei Mal hin, um unsere Wasser- und Snackvorräte aufzustocken.

Anna im Backwahn Sellin StrandLeider war unser Hotelfrühstück nur mittelmäßig. Es gab genug Auswahl, aber die Zutaten waren nicht besonders ausgefallen, es gab leider nur Filterkaffee und der Frühstücksraum war ein bißchen muffig von der Einrichtung her. Deswegen haben wir es zwei Mal ausfallen lassen und sind im Frühstückscafé gut untergekommen. Beim nächsten Besuch auf Rügen wollen wir auf jeden Fall wieder nach Sellin, aber in eine Ferienwohnung.

Anna im Backwahn Sellin FrühstückWas Restaurants angeht, empfehle ich an dieser Stelle kein Bestimmtes. Jedoch haben wir die Erfahrung gemacht, dass manche Gerichte recht einfach gestaltet werden (Salate, Grillteller), aber wenn es um Fisch geht, punktet so ziemlich jedes Restaurant. Richtig, richtig gute Qualität findet ihr erstaunlicherweise im touristischsten Restaurant schlechthin: auf der Seebrücke am Hauptstrand. Zwar ist es erwartungsgemäß recht hochpreisig (Rumpsteak 25€, Schweinemedaillons 16€, Caesar’s Salad 12€), aber wer wie wir in Stuttgart lebt, ist solche Preis gewohnt. Das Restaurant hat auch eine schöne Eiskarte, die wir aber leider nicht mehr testen konnten.

Sellin war also unser Headquarter und von dort aus haben wir auch ein paar schöne Ausflüge gemacht. Von denen erzähle ich euch auch bald!

Wie plane ich einen Candy Table?

Candy Tables oder übersetzt: Tische voller Süßigkeiten farblich abgestimmt oder passend zur Mottoparty sind seit vielen Jahren schon fester Bestandteil von Feierlichkeiten in den USA. Hier in Deutschland kommt dieser Trend seit ein paar Jahren auf. Ich mag diesen Trend sehr gerne, weil man einem Fest damit ein schönes Zentrum gibt. Der Candy Table ergänzt ein normales Buffet; man kann ihn als Dessertersatz oder einfach zusätzlich aufbauen. Meine Erfahrung sagt allerdings, dass besonders für Erwachsene der Faktor “Einmal Süßigkeiten für eine Mark” wie damals im Tante-Emma-Laden ausschlaggebend ist. Und auch Kinder langen bei einer schönen, bunten Auswahl gerne zu.

Ein typischer großer (*s.u.) Candy oder auch Sweet Table besteht eigentlich aus Kuchen, Cupcakees und üßigkeiten. Da es aber auf verschiedenen Festen wie z.B. einer Hochzeit ja oft extra Kaffee und Kuchen gibt, bietet sich als Ergänzung eben ein Tisch nur mit Candys an. Mit Torte und Cupcakes lassen sich natürlich noch zusätzlich schöne Farbkonzepte aufstellen. Für einen solchen Sweet Table als Nachtisch empfiehlt sich folgende Rechnung: 1,5 Portionen Kuchen und 150gr Candy pro Person. Wenn man einen Sweet Table nachmittags als Kaffeetafel serviert, rechnet man mit 2,5 Portionen Kuchen und 200gr Candy pro Person.

Auf meinen Social Media Kanälen habe ich mal rumgefragt, ob denn Interesse besteht, dass ich die Planung eines solchen Candy Tables in einen Artikel packe. Die Antwort war sowas von JA! Und da ich vor ein paar Wochen einen Candy Table für die Hochzeit von Freunden geplant habe, kann ich euch mit ein paar Infos und passenden Fotos versorgen.

Die Candys

Süßigkeiten für einen Candy Table sollten immer in loser Form angeboten werden, also in kleinen Portionen. So kann man “von allem ein bisschen” nehmen. Oder auch “nur noch eins”.

Ich plane pro 10er Gruppe Gäste vier verschiedene Süßigkeiten mit je 400 Gramm. Oder auch zwei verschiedene Süßigkeiten mit je 800 Gramm. Für die Hochzeit meiner Freunde hatte ich 5-8 verschiedene Süßigkeiten je 800 Gramm geplant, es sind dann aber doch 10 geworden. Meiner Meinung nach sehen gut gefüllte Gläser schöner aus als welche, die nur so viel enthalten, wie vielleicht auch gegessen wird. Jedoch ist bei jedem meiner Candy Table bisher immer viel übrig geblieben. Natürlich muss man damit rechnen, dass nicht jeder viel davon isst. In der Woche danach durften sich immer die Kollegen über die Reste freuen.

Natürlich sind die Gramm-Angaben besonders dann schwierig, wenn man Süßigkeiten aus verschiedenen Kategorien anbietet. Und das würde ich auf jeden Fall empfehlen. Ich achte immer darauf, dass folgende Kategorien dabei sind: Schaumware weich (Marshmallows), Schaumware hart (wie z.B. die Pilze oder die Bananen auf dem Bild), Bonbons, Gummiware (z.B. Gummibärchen, Gummischnüre, Apfelringe, Colaflaschen), Kaubonbons, Schokolade (muss man im Sommer abwägen), Lollis (meist um noch etwas in der richtigen Farbe zu ergänzen).

Wenn man einen Candy Table in einer bestimmten Farbe oder Farbkombi organisieren will, kann es ziemlich frustrierend sein, die richtigen Farben zu finden. Deswegen nehme ich mir immer mindestens 4 Wochen für die Vorbereitung und suche im Großmarkt (besonders gut für Großpackungen), in verschiedenen Supermärkten und in speziellen Konfiserien. Hier in Stuttgart gibt es im Breuninger den “Süßigkeitentunnel”, wo man Süßigkeiten nach Gramm und nach Farbe kaufen kann. Jeder, der in Stuttgart lebt, kennt diesen Tunnel. Und auch die Preise ;-) Dort kaufe ich also nur ein, wenn ich gar nicht weiter weiß.

Natürlich kann es vorkommen, dass das Brautpaar oder das Geburtstagskind eine ganz bestimmte Süßigkeit wünscht und die gerade mal gar nicht ins Farbkonzept passt, so wie hier die Bananen. Die bringe ich dann in blickdichten Gefäßen mit Deckel unter.

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Die Gefäße / Bonbongläser

Ganz klassisch sind natürlich Bonbongläser wie die Geriffelten auf dem Foto. Die sehen schön aus – vor allem mit Deckel, sind aber je nach Befüllung unpraktisch, weil sie einen engen Rand haben und man mit Schaufeln nicht so gut rein kommt.

Deswegen greife ich gern zu Glasschüsseln oder -vasen in verschiedenen Breiten und Höhen, die eine weitere Öffnung haben. Die bekomme ich recht günstig bei I*kea, D*epot, N*anuN*ana oder S*trauss. Ich persönlich mag es, wenn der Tisch eine bunte Mischung aus verschiedenen Materialien bietet. Hier seht ihr Blech, Porzellan und Glas. Sollte der Tisch eher linear und “ordentlich” aufgebaut werden, bietet es sich an, mehrmals die gleichen Gefäße zu benutzen, z.B. in der ersten Reihe nur Glas, vielleicht sogar nur das gleiche Glas für verschiedene Befüllungen.

Durch die Wahl der Gefäße erzielt ihr das, was einen Candy Table optisch interessant macht: verschiedene Höhen. Vorne kommen die kleinen Gefäße hin, mittig die Mittleren und hinten die Großen. Von links nach rechts könnt ihr die Linien unterbrechen, indem ihr auch hier die Gefäße zum einen unterschiedlich in Form als auch in Größe wählt. Einen großen Candy Table *s.oben würde man mit einem Zentrum austatten (z.B. einer Hochzeitstorte oder einem Kuchen auf einer Tortenplatte) und alles andere drumherum arrangieren. Bei dem pinken Candy Table habe ich das Element ein bißchen mit der weißen Etagere aufgenommen. Ansonsten finde ich es schön, wenn die Gefäße eher assymetrisch und nicht zu ordentlich aufgestellt werden.

Bei diesem Candy Table habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass Schütt-Süßigkeiten wie kleine Schokolinsen, die man mit einer Schaufel raus holt, besser nicht hinten hingestellt werden sollten. Durch den Winkel, mit der man die Schaufel halten musste, um eine Portion raus zu holen, ging leider einiges daneben und landete hinter dem Tisch. Den Kaugummiautomat hätte ich eigentlich gerne hinten hingestellt oder auch mittig als Zentrum, da aber dann die Kinder nicht richtig rangekommen wären, habe ich ihn dezentral vorne rechts platziert.

Wie plane ich einen Candy Table?

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Deko und Accessoires

Mit der Deko schafft ihr den Gesamteindruck für einen Candy Table. Hier könnt ihr euch total austoben, was die Farben angeht. Jedoch sollte eine gewisse Balance gehalten werden. Weiß ist immer ein guter Ausgleich, selbst wenn es nicht Teil des Farbkonzepts ist. Auf einer Hochzeit würde ich den Candy Table immer mit weißen Tischdecken kombinieren, das gibt dem Ganzen eine edle Note. Muss es nicht so schick sein (wie z.B. auf unserer Hochzeit) reicht eine bunte, farblich passende Tischdecke aus Stoff oder auch aus Stoffvlies (ähnlich den hochwertigen Einwegservietten) auf dem Tisch. Wir haben hier eine Kombi aus weißen Tischdecken vom Restaurant und pinken Stoffvlies-Läufern verwendet. Soll das Ganze recht rustikal wirken, bietet sich natürlich auch (im entsprechenden Umfeld) der schöne Holztisch an.

Das Farbkonzept kann mit Dekoelementen wie Pompoms, Wabenbällen, Girlanden oder auch Blumen ergänzt werden. Besonders rund wird das Ganze wenn sich die Blumen- und andere Deko aus dem Raum sich am Tisch wieder findet. Für den pinken Candytable hat die Braut extra eine Girlande mit dem Schriftzug CANDY gebastelt, es kann aber auch eine einfache Girlande aus Krepppapier sein. Deko wirkt natürlich besonders schön, wenn sie vor einer einfarbigen Wand aufgehängt wird. Allerdings hat man nicht immer die Wahl, wo der Candy Table steht und so macht man das Beste draus. Wir haben die Girlande einfach an den  Gardinenschnüren angebracht.

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Eine praktische und gleichzeitig dekorative Ergänzung können Schilder für die Gefäße sein, auf denen ihr aufschreibt, was wo drin ist. Hier seht ihr Tafelschilder, die leider trotzdem nicht zum Einsatz kamen, da die Gefäße am Rand nicht glatt waren und somit die Klammern nicht hielten. Ich hatte noch Garn und Anhänger eingepackt, da die meisten Süßigkeiten sich aber selbst erklärten, habe ich die weg gelassen.

Um die Süßigkeiten aus den Gefäßen zu holen, braucht es natürlich Werkzeug. Ich mag besonders kleine Schaufeln. Für den pinken und den gelben Candy Table, hatte ich das Glück, die Schaufeln von meinen New York Reisen mitbringen zu können. Dorrt habe ich nur ein paar Dollar dafür gezahlt. Hier in Deutschland sucht man vergeblich nach solchen Schaufeln. Deswegen würde ich hierfür so kleine Blechschaufeln empfehlen, die ich früher als Kind in meinem Kinderkaufladen hatte. Die haben die richtige Größe. Ergänzt habe ich das Werkzeug um kleine Zangen aus Bambus, die ich schon letztes Jahr für unsere Hochzeit im Großmarkt im 100er Pack gekauft hatte. Die findet man bei den Werkzeugen für Fingerfood.

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Was ihr dann noch braucht sind Behälter, in denen die Gäste ihre Schätze sammeln können. Die Becher (gestreift) und Tüten (gepunktet) habe ich auch aus den USA mitgebracht, aber mittlerweile findet ihr in vielen verschiedenen Deko-Onlineshops tolle Tütchen und Behälter unter Verpackungen oder Partyzubehör. Falls ihr keine in den Farben des Farbkonzepts findet, würde ich lieber zu weißen Behältern greifen, das geht immer.

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 Sonstiges: Papeterie und Kisten

Kisten sind meine heimlichen Lieblinge auf Candy Tables. Um die bereits erwähnten verschiedenen Höhen zu erreichen und trotzdem keine Riesengefäße verwenden zu müssen, sind Kisten die richtige Lösung. Je nachdem, in welche Richtung die Öffnung zeigt, kann man etwas anderes oben drauf stellen, innen rein oder eine Treppe bauen. Für den pinken Candy Table habe ich Flaschenkisten mit Einteilungen gekauft und weiß lackieren lassen (Danke, lieber Herr M.) und habe darin bereits mit Candys gefüllte Smoothiebecher reingestellt. Die konnte man dann entweder direkt raus nehmen oder, so wie wir, hinterher mit auf’s Zimmer oder für die Heimfahrt mitnehmen.

Auf unserem Hochzeits-Candy Table haben wir Weinkisten verwendet, um verschiedene Ebenen auf dem Tisch zu erzeugen.

Papeterie ist ein Thema, das ich meist vernachlässige. Ich selber bin nicht so begabt, was Grafik angeht und bisher gab es keine Gründe, den Candy Table damit zu ergänzen. Allerdings finde ich es wunderschön, wenn es schöne Kärtchen im selben Design wie z.B. die Einladungskarten gibt, die an den Gläsern stehen.

Besonders für Kindergeburtstage oder Mottoparties würde ich wirklich zu Papeterie greifen. Da gibt es die Möglichkeit von Caketoppern oder Cupcaketoppern, Girlanden mit Superhelden oder die Zahl des Geburtstages auf Anhängern. Mittlerweile gibt es dazu tolle Vorlagen im Internet. Das heißt dann Freebie und ihr braucht nur Papier und einen Farbdrucker dazu. Dann auf einen Schaschlikspieß kleben und schon habt ihr noch ne schöne Deko.

Und jetzt gibt es noch ein paar Eindrücke vom pinken Candy Table für euch.

Danke an Alicia von Cake Decoration* für die kostenlose Zusendung der pinken Kaugummis. (*Werbung) Die kamen wirklich gut an in dem pink angesprühten Kaugummiautomaten.

Anna im Backwahn Candy Table Pink (4)

 

Das Lieblingsmöbelstück im Haus – mein Tortenschrank

Als Herr M. und ich vor bald zwei Jahren zusammen gezogen sind, konnte ich mein Glück kaum fassen, als er sagte: “Ja, ich dachte der eine Schrank im Wohnzimmer ist für deine Tortensachen reserviert.” Jackpot, würde ich mal sagen :-) Letztes Jahr im November sind wir in eine größere Wohnung gezogen und mussten die 4 Meter Einbauschränke im Wohnzimmer ersetzen. Einbauschränke sind ja Spießertum schlechthin – dachte ich früher immer. Aber dann lebt man allein, studiert so Literatur, häuft Bücher an ohne Ende, ist dann fertig damit, kann sich von keinem der Bücher trennen, beginnt ein neues Hobby “Backen + Motivtorten”, daraus ergibt sich ein weiteres Hobby “Bloggen”, beides gipfelt in Anhäufung von verschiedenen Werkzeugen, Materialien und Fotoaccessoires und -zack- ist das schicke, offene Regal irgendwie nicht mehr so super, eher schon unpraktisch.

Tortenschrank Anna im Backwah

Als wir also in unsere jetzige Wohnung gezogen sind, war alles möglich. Und da ich mittlerweile wirklich vieles für meine verschiedenen Hobbies (Fotografieren kam irgendwo auf dem Weg dazu) besitze und dies gerne so geordnet wie möglich unterbringe, damit ich alles griffbereit habe, musste ein ausgeklügeltes und gleichzeitig hübsches System her. Eines, das sich unauffällig in die “Landschaft” des Wohnzimmers einfügt, und trotzdem genug Stauraum bietet. Für das Wohnzimmer wählten wir als bekennende Möbelschwedenliebhaber ein modulares System mit verschiedenfarbigen Fronten, verschieden großen Schubladen und Tiefen. Die Größe meines Schrankes durfte 180x230cmx40 BxHxT betragen. Und die hab ich voll ausgenutzt, kann ich euch sagen :-)

Eigentlich wollte ich euch meinen Tortenschrank zusammen mit meiner Küche im Rahmen des Events “Behind the Scenes” von Stephanie von Kleiner Kuriositätenladen zeigen, aber ich bin so unzufrieden mit der Küche, dass ich sie nur mit Widerwillen fotografiert habe und sie es dann letztendlich nicht auf den Blog schaffen wird. Ihr solltet euch trotzdem das Event und alle darin erscheinenden Küchen von Bloggern anschauen, es macht wirklich Spaß.

Tortenschrank offen Anna im Backwahn

Nach der Spießigkeit des Stauraumes musste ich mich der Ordnung halber auch noch der Spießigkeit der Aufbewahrungselemente widmen. In unserer alten Wohnung hatte ich einen Tortenschrank mit vielen, auch sehr großen Schubladen. Durch die Besteckeinteilungen fanden viele kleine Sachen super ihren Platz. In diesem Tortenschrank wollte ich nur ganz unten hohe Schubladen haben, da es praktischer ist, von oben hinein zu schauen, als in einen Schrank ganz nach hinten krabbeln zu müssen. Bei einem unserer unzähligen Besuche beim Schweden sind wir dann bei diesem Teil gelandet. Soweit ich weiß, ist es eigentlich dafür gedacht, in eine größere Box integriert zu werden, um den Raum besser auszunutzen. Aber da die Maße wie geschaffen sind für die Korpusse meines Tortenschrankes, habe ich davon einige mitgenommen. Der Griff in der Mitte ist besonders praktisch, wenn ich genau nur diese eine Box in die Küche mitnehmen will.

Für sehr kleine Sachen wie Tüllen, Farben und Masking Tape habe ich mir Boxen mit kleinen Einteilungen geholt. Sie sind ähnlich dieser hier, heißen aber anders. Ihr müsstet in der Abteilung “Waschküche” danach fragen, wenn ihr so eine sucht. Der Vorteil dieser Art Einteilung ist, dass ich durch den durchsichtigen Kunststoff hindurch sehe, was drin ist. Zusätzlich hatte ich geplant (wenn dann mal alles seinen Platz gefunden hat), die einzelnen Boxen mit dem Dymo zu beschriften. Der hat aber vor kurzem die Grätsche gemacht, also muss das noch warten.

Bevor ich gleich los lege, möchte ich noch ein Wort zu der Intention dieses Artikels sagen. Ihr werdet gleich jede Menge Material sehen. Ganz viele Sachen, die ich einfach hübsch finde. Einige brauche ich wöchentlich, manche nur ab und zu. Alles zusammen gehört zu meinem Hobby, das ich mittlerweile seit über vier Jahren verfolge. Ich will mit diesem Artikel weder angeben, noch irgendjemanden neidisch machen. Ich will euch nur zeigen, wie man die Utensilien für ein Hobby, dessen Ausläufer riesig sind, schön unterbringen kann. Natürlich ist das auch nicht die einzige Art und Weise. Sollte jemand eine andere schöne Art Tortenschrank haben und bereits im Blog gezeigt haben, freue ich mich über einen Link im Kommentar.

Und jetzt geht’s los!

Diese beiden Bilder sind ein bißchen irreführend, denn in diesem Haushalt gibt es noch einige mehr Koch- und Backbücher, aber die waren grad in der Küche und in den Workshopunterlagen und so. Aber das sind quasi meine Bücherregale, auf die Leisten kommen immer die Neuesten oder die Liebsten.

Tortenschrank Einteilungen Anna im Backwahn

Im linken Bereich habe ich alles untergebracht, was zum Dekorieren für Torten nötig ist.

Hier im Bild (weiße Tür) oben links: Basiswerkzeug, oben rechts: Schaschlikspieße und Strohhalme zum Stabilisieren und Fixieren von Torten und Figuren, darunter: Foam Board, Mouldingtabletts, und alles für Cake Pops, Mitte links: Streusel aller Art, Mitte rechts: Ausstecher für Blumen, Schmetterlinge, Blätter mit Auswerfer.

(Grüne Tür) Mitte links: Tüllen und Spritzbeutel, Mitte rechts: Masking Tape, darunter: Blossom Sugar Ausstecher, daneben: Farben, darunter: Bastelkram.

Tortenschrank Anna im Backwahn

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Lebensmittelfarben sind immer ein bissel schwierig. Wenn man eine Torte macht, braucht man ja meist mehrere Farben. Und damit ich nicht wegen jeder einzeln laufen muss, habe ich alle zusammen in eine Box gepackt.

Tortenschrank Farben Anna im Backwahn

In den Schubladen im linken Drittel habe ich Verpackungen untergebracht. Zum einen für Muffins oder größere Torten oder Kuchen. Und zum anderen für alles andere: Reste von Salaten, Kekse oder Tiramisu. Ich bin großer Fan der Takeaway Verpackungen. Besonders die chinesischen Boxen mag ich sehr als Geschenkverpackung für Kleingebäck.

Tortenschrank Verpackungen

Tortenschrank Verpackungen

Im mittleren Drittel habe ich direkt unter der Decke die Sachen untergebracht, die ich nicht so oft brauche. Auf dem Schrank: der Drehteller zum Einstreichen von Torten. Und darunter eine Tortenplatte für den Herbst, eine auseinandergebaute Etagere und Glasgeschichten für Smoothies oder Dekorationen oder Kuchen im Glas.

Tortenschrank Gläser Anna im Backwahn

Im Fach darunter habe ich meine Mason Jars aus den USA untergebracht und noch eins weiter unten Cupcakesets und Fondant. Der 7 Kilo Eimer steht im Abstellraum im Regal.

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Darunter (ungefähr auf Brusthöhe) kommen einige Ausstecher für Kekse und Fondant. Die kommen gerade im Winter bzw. vor Weihnachten wieder und wieder zum Einsatz. Ich lege mir jedes Jahr einen oder zwei besondere zu, z.B. einen übergroßen Lebkuchenmann.

Tortenschrank Ausstecher Anna im Backwahn

Ein Fach weiter unten habe ich Kuchenformen aus Papier und Partybesteck untergebracht. Außerdem noch jede Menge Verpackungsmaterial wie kleine Teetüten, Cellophantüten und Candybags aus den USA.

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In den beiden unteren Schubladen sind jede Menge Verpackungen von Ausstechern, für den Fall, dass ich die mal weiter verkaufe.

Im rechten Drittel sind ganz oben Goodies aus Goodiebags und Verpackungen, von denen ich mich nicht trennen mag :-) Darunter stehen meine Bonbon-Gläser für Candy Bars.

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In den zwei Fächern darunter seht ihr meine Props für Foodfotografie inklusive Paper Straws und zwei von, äh, 25 Tortenplatten, da dieser Platz relativ eingeschränkt ist, muss ich mich wirklich sehr zusammen reißen, diesen Teil der Sammlung nicht größer werden zu lassen ;-)

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Und natürlich dürfen in einem Tortenschrank auch Muffinförmchen nicht fehlen. Meine Lieblingsformen sind die Tulpenmuffinförmchen, die könnte ich eigentlich mal wieder verwenden.

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Noch ein Fach weiter unten (bald ist’s vorbei, ich verspreche es) kommen weitere Backformen aus Papier und Servietten. Dazu Tabletts und Platten aus Porzellan, Schiefer und Holz. Habt ihr mit so großen Teilen auch immer Probleme? In der Küche bekomme ich solche großen Teile nie unter.

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In den unteren Schubladen habe ich Cakeboards, zumindest bis 25cm, untergebracht und daneben Textilien für die Foodfotografie.

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Und in der allerletzten Schublade sind meine heißgeliebten Smoothiebecher. Wir mussten für die letzte Aktion das 100er Pack kaufen. Aber so nach und nach brauchen wir sie alle auf. Ich finde die infach perfekt, um Kleinigkeiten zu verschenken.

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Beim Einrichten des Tortenschrankes habe ich versucht, die thematisch zueinandergehörigen Materialien zusammen unterzubringen. Aber wie das so ist, hat man einmal alles untergebracht, kauft man sich was Neues und schon ist die ganze Ordnung dahin. Oder genau das eine Teil ist zu groß für das Regal. Ich weiß, ich weiß, das sind Probleme :-)

Seit ich den Tortenschrank habe, habe ich all meine Materialien im Blick und kann mit einem schnellen Griff alles finden. Das nächste Projekt ist dann also: drei Kisten Backformen genauso übersichtlich unterbringen. Wenn es Ergebnisse dazu gibt, geb ich Bescheid!

Freitagsrunde #7

In meiner siebten Freitagsrunde geht es wieder mehr ums Bloggen und um Neuigkeiten über Neuigkeiten.

  • Bine hat sich schon vor ein paar Wochen dem Thema Zeitmanagement beim Bloggen gewidmet, ich fand es sehr interessant,weil ich auch oft danach gefragt werde und auch im Workshop darüber spreche. Auch Katja hat einen Artikel darüber geschrieben. Und irgendwie sind wir uns alle einig, dass ein bißchen Freiraum schaffen, und es halt auch mal ganz sein lassen, ne gute Mischung ist.
  • Und wenn wir schon beim Tacheles reden sind, haut Clara gleich noch einen Artikel zum heiß diskutierten Thema “Geld verdienen mit dem Blog” raus. Mit diesem Artikel beweist Clara mal wieder, dass sie zu den Großen über uns.
  • Eigentlich mache ich keine Werbung im herkömmlichen Sinne in der Freitagsrunde, aber heute möchte ich euch die Fotografin Mirja Hoechst aus Kiel ans Herz legen. Ihr kennt sie vielleicht besser unter dem Namen Küchenchaotin. Sie hat diese Woche ihr eigenes Business gestartet und wenn ich mir ihre Bilder so anschaue, bin ich richtig traurig, dass einmal die gesamte Republik zwischen uns liegt.
  • Zuletzt gibt es gute Nachrichten für alle Tortenfans in Österreich, ihr bekommt eure eigene Messe mit “Die Kuchenmesse” vom 17.-19. April 2015. Leider gibt es bisher nur eine Facebookseite, allerdings bekommt ihr dort wahrscheinlich die neuesten News.

Das Bild der Woche zeigt meine Freundin Miri auf dem Geburtstag ihres Mannes “Uberhusband”. Wir verleiben uns da gerade ein gemeinsames Lieblingsessen ein: Wurstsalat. Es zeigt ganz wunderbar, was aus “Hi, ich bin Miri, von Miris Jahrbuch” werden kann. Nämlich echte, tiefe Freundschaft. Danke, ihr beiden <3

Miris Jahrbuch