[Pausenbrot- und Lunchboxwoche] Welche Box ist die Richtige für mich?

Nachdem wir diese Woche ja schon jede Menge an Tipps und Rezepten für den Inhalt der Pausenbrot- und Lunchboxen gesehen haben, gab es zurecht Fragen: Welche Boxen verwendest du? Hast du Tipps?

Ja, habe ich. Seit Herr M. und ich morgens regelmäßig eine Vesperbox mit in die Arbeit nehmen, haben wir uns einige, verschiedene Boxen zugelegt. Der Grund für “viele” ist die Tatsache, dass wir faul sind. Hätten wir nur eine Box für jeden, müssten wir diese jedes Mal direkt nach dem Nachhausekommen spülen, um sie für den nächsten Tag bereit zu machen. Die Wirklichkeit sieht aber so aus, dass wir sie nur in die Spülmaschine legen und eben dann spülen, wenn die Maschine voll ist. Und damit wären wir schon bei unseren Auswahlkriterien.

Unsere Boxen müssen groß genug sein, um unser Frühstück (Brot plus Obst und Gemüse, manchmal noch Würstchen etc.) zu beherbergen. Ich persönlich mag dafür Boxen mit Einteilungen. Die Box muss insgesamt wasserdicht sein, denn selbst wenn kein Inhalt drin ist, der nass ist, kann immer Feuchtigkeit vom Obst oder Gemüse austreten und die will ich nicht in der Tasche sein. Leider gilt das nicht für alle unserer Boxen. Außerdem muss die Box spülmaschinenfest sein. Wenn Kunststoffboxen mit drin sind, machen wir den Pustegang am Schluß an, dann sind sie nicht mehr patschnass, wenn wir sie aus der Maschine holen. (Ich hoffe, ihr wisst, was ich mit Pustegang meine…..)

Beginnen wir mit der ersten Art Box, die eine einfache Box mit einer Einteilung und einfachem Verschluss ist. Diese Box verwende ich, wenn ich einfache belegte Brote mitnehme. Die Box beinhaltet ungefähr 400ml (Größenangabe für später). Diese Box wurde mir von Donkey Products* zur Verfügung gestellt.

Die nächste Art Box ist die mit Einteilungen. Als Erste haben wir hier eine, die ich erst seit kurzem habe und bei deren Kauf der Mann gleich gejammert hat “Die ist total scheiße für die Spülmaschine!” Na gut, da hat er vielleicht Recht. Aaaaber, er wird die Box zu schätzen wissen, wenn er mal ganz viele Brote mitnehmen muss UND dann im Deckel der Box noch ein bißchen Obst und Mandeln vorfindet.

Die Box, die am häufigsten zum Einsatz kommt, ist Folgende. Sie ist von der Firma L*ock&L*ock, deren Name dafür steht, dass man mit den Flügeln, die sich am Deckel befinden, die Box luft- und wasserdicht verschließen kann. Diese Box beinhaltet ca. 1L und hat drei Einteilungen. Diese kann man mit unterschiedlichen Zutaten füllen, ohne dass sie sich berühren. Wenn ich zum Beispiel fertig geschnittene Nektarinen und Brot mitnehme, will ich nicht, dass diese das Brot durchnässen. Oder ich fülle in eine der Einteilungen Joghurt mit Früchten. Dann darf man die Box jedoch nicht gekippt transportieren, da die Einteilungen untereinander nicht wasserdicht sind. Ich bekomme oft den Tipp, doch lieber bei der Firma E*msa einzukaufen, da diese das gleiche Verschlusssystem haben, aber eben ein deutsches Unternehmen sind. Und die kann man ruhig unterstützen.

Folgende Boxenbilder hat mir Silvia von Volle Lotte zur Verfügung gestellt. Hier erzählt sie euch, wie sie diese findet. Anhand ihrer befüllten Boxen kann ich mir gut vorstellen, dass die Boxeneinteilungen wasserdicht sind.

Die nächste Box war eine recht günstige aus der Nonfood-Abteilung unseres Supermarktes. Obwohl sie sich auch nicht so gut macht in der Spülmaschine, benutzen wir sie recht häufig. Die Einteilung ist recht praktisch mit dem großen Teil links und dem länglichen Teil rechts. Meistens verwenden wir diesen Teil für Würstchen oder auch Obst. Leider ist auch diese Box nicht wasserdicht.

Diese Box habe ich in Vorbereitung auf eine Woche Messe gekauft, zu der ich auf jeden Fall genug gesundes Essen mitnehmen wollte. Diese Box ist von E*msa, mit drei Einteilungen und beinhaltet 1,20L. Diese Box benutze ich, wenn ich ein großes Brot oder Pfannkuchen oder eben auch Waffeln mitnehmen will, die von den Ausmaßen ein bißchen größer sind. Auch hier sind die Einteilungen untereinander nicht wasserdicht.

Die letzte Box mit Einteilung ist neu in meiner Boxenschublade und ich habe sie schon lange bei einigen anderen Bloggern bewundert. Deswegen freue ich mich sehr, dass mir diese Box vom Onlineshop Kivanta* zur Verfügung gestellt wurde. Kivanta ist ein Shop, der sich ganz auf die gesunde und nachhaltige Aufbewahrung von Lebensmitteln eingestellt hat. Ihr bekommt neben den Brotboxen auch Trinkflaschen, Trinkbecher für Kinder und andere Bedarfsartikel für Babies und Kinder. Bei allen Produkten achtet die Shopbetreiberin Nathalie darauf, dass sie keine bedenklichen Materialstoffe beinhalten. Die Boxen und andere “Mitnehmbehälter” sind fast alle aus Edelstahl, kosten damit ein bißchen mehr als ihre Kunststoffbrüder, sind damit aber total unbedenklich für die Mitnahme von Lebensmitteln und eben auch rostfrei, was die Sache mit der Spülmaschine ein bißchen einfacher gestaltet.

Folgende Boxen sind ein bißchen kleiner als die oben gezeigten und beinhalten ungefähr 500ml. Diese Boxen nehme ich immer dann mit, wenn ich für den Nachmittag noch eine Portion Obst oder ein Stück Kuchen mitnehme. Diese beiden Boxen sind von L&L und E*msa.

Die letzten Boxen, die ich euch noch zeige, sind in erster Linie für die Mitnahme von Mittagessen gedacht. Sie beinhalten ca. 2L und ich habe darin schon Nudelsalat, grünen Salat und Tomatensoße für 4 Personen transportiert. (Also nicht alles auf einmal.) Ich empfehle auf jeden Fall so eine mittelgroße Schüssel mit wasserdichtem Verschluss im Haus zu haben. Da geht mehr rein als man denkt. Darin lassen sich natürlich auch super Salate zum Grillen oder Muffins in den Garten mitnehmen. Auch hier haben wir je eine Box von L&L und E*msa. Und ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, die runde Box gehört eventuell meiner Mama …… ;-)

Bestimmt dachtet ihr am Anfang des Artikels “Mensch, diese graue Box mit dem Aufdruck, die wär was für mich/meinem Mann/meine Kids/meine Kollegen!” Den Gedanken hatte ich auch, als ich mir die Seite von Donkey Products* angeschaut. Im Onlineshop von Donkey Products findet ihr Geschenke aller Art. Alle Produkte sind kleine Alltagsverschönerer, viele bunt designt und oft für einen Schmunzler gut. Ich selber stand auch schon in Läden, die Sachen von Donkey Products verkaufen und fand sie einfach nur witzig. Solltet ihr also auf der Sache nach einem netten und originellen Geschenk sein, schaut euch doch mal in dem Onlineshop um.

Wer aber gerne sofort (also ähm, nächste Woche) eine von diesen Brotboxen haben möchte, kann jetzt auch einfach am Giveaway teilnehmen. Ich verschenke diese drei Boxen an drei glückliche Gewinner.

Pausenbrot- und Lunchboxwoche Brotboxen im Vergleich (15)

Die Regeln:

  • Hinterlasse einen Kommentar darüber, ob du derzeit eine Pausenbrot- oder Lunchbox zur Schule, Uni oder Arbeit mitnimmst. Du hast bis Sonntag 28.09.2014 um 22.00 Uhr Zeit, deinen Kommentar zu hinterlassen.
  • Du kannst nur teilnehmen, wenn du 18 oder älter bist.
  • Eine Barauszahlung ist ausgeschlossen.
  • Bitte hinterlasse im E-Mail-Feld eine gültige E-Mail-Adresse, damit ich dich im Falle eines Gewinns benachrichtigen kann.

Und damit sind wir am Ende meiner Pausenbrot- und Lunchboxwoche angekommen und ich freue mich, dass sie euch so gut wie mir gefallen hat. Ich hoffe, dass der eine oder andere von euch sich vielleicht hat inspirieren lassen. Das mit den Boxen ist echt einfach, wenn man es mal in seinen Alltag eingebaut hat.

* Danke auch an meine Sponsoren Kivanta und Donkey Products. Dieser Artikel beinhaltet Werbung.

[Pausenbrot- und Lunchboxwoche] Wie fülle ich meine Lunchbox? inklusive Buchrezension

Ich freue mich sehr, dass meine Themenwoche so gut bei euch ankommt. Meine Gastblogger haben aber auch 1A Rezepte und Tipps mitgebracht, oder? So hab ich meine Gäste gern. Und wir sind noch nicht fertig, denn heute und morgen gibt es von mir nochmal ein bißchen was.

Zum Thema Mittagessen am Arbeitsplatz hatte ich ja schon gesagt, dass ich das Glück habe, dass wir in der Teeküche die Herdplatten und den Ofen benutzen können und uns ab und zu so etwas selber kochen können. Und so bin ich auch ab und zu dran, was mitzubringen. In Vorbereitung auf diese Themenwoche hab ich mal geschaut, ob es Bücher gibt, die sich mit dem Thema beschäftigen. Und natürlich bin ich fündig geworden.

1 Lunchbox - 50 Rezepte

Taschenbuch: 64 Seiten

Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH

Preis: 7,99€

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3833818727

ISBN-13: 978-3833818721

Photocredit: PR-Abteilung Essen und Trinken, GU Verlag

Ich habe mir einige Bücher bestellt, muss aber sagen, dass mir dieses Buch am besten gefallen hat. Andere Bücher wollten mir Butterbrote als Inspiration für meine Lunchbox vorschlagen. Man muss dazu sagen, dass ich als Foodbloggerin mich hobbymäßig mit Rezepten beschäftige, 90% aller Rezepte hier auf dem Blog selbst schreibe und deswegen meine Erwartungshaltung an Koch- und Backbücher recht hoch ist.

Wenn man 1 Lunchbox – 50 Rezepte durchblättert, bleibt man erstmal beim aufklappbaren Cover hängen. Dort werden 10 allgemeine Tipps für eine gute Mittagspause gegeben, wie z.B. öfter mal raus an die frische Luft, lieber Trockenfrüchte und Nüsse als Nachtisch mitnehmen.

Dann geht es weiter zur Rezeptübersicht, die sich in “Salate zum Mitnehmen”, “Sandwiches, Wraps und Co.” und Mal warm, mal kalt” einteilt. Das alles sind Kategorien, die mein Mann und ich sehr mögen, und die sich nach Durchlesen der Rezepte als in den Alltag einbaubar und lecker erwiesen haben.

Eine Seite weiter gibt es ein Lunchbox-Einmaleins über die beste Art, das Mittagessen mitzunehmen. Ein paar Worte zu Boxen, Schraubgläsern und Folien. Gerade Letzteres ist für mich nicht interessant, da wir eine ganze Schublade voller Vesperboxen haben (dazu morgen mehr). Eine Ausnahme mache ich: Wenn wir in den Urlaub fahren und nicht den Platz haben, die Vesperboxen im Auto unterzubringen, packe ich ein Brötchen auch mal in Alufolie oder Butterbrottüte ein.

Und dann gibt’s auch noch Zeitspartricks, die man sich nach und nach angewöhnen kann und mit denen man tatsächlich auch Zeit spart. Glaubt mir, es ist echt easy, wenn man am Abend Nudeln mit Soße hat, einfach mit ein paar frischen Zutaten und Salatsoße einen Salat für den nächsten Tag vorzubereiten. Wer gut plant und vorrausschauend kocht, kann sich das Leben um einiges einfacher und leckerer machen.

Wenn man dann durch die Rezepte blättert, merkt man, dass sich da jemand gute Gedanken gemacht hat. Bei den Salaten finden wir herzhafte und süße Varianten, bei den Sandwiches leckere Kombinationen und bei den mal warm/mal kalt Gerichten alles Mögliche von Schnitzelchen über Tarte bis hin zu süßem Auflauf. Was alle Rezepte gemeinsam haben, ist die Tatsache, dass ich mindestens die Hälfte so noch nicht so oft gesehen habe. Natürlich erfindet keiner das Rad neu, aber wenn ich ein Kochbuch kaufe, möchte ich, dass es mir einen Mehrwert in Form von neuen Ideen bringt. Und das ist hier der Fall.

Und wenn man dann ganz durch ist und denkt, man hat alles gesehen, gibt es noch Rezepte für Brotaufstriche und Salatdressings auf Vorrat und noch ein paar Tipps zum richtigen Einfrieren und wieder Auftauen.

Ihr seht also, dieses Buch hilft euch sicher weiter, wenn ihr auf der Suche nach Inspirationen für die Lunchbox seid. Und damit ihr seht, dass das nicht nur so dahergeredet ist, gibt es jetzt ein Rezept aus dem Buch für euch, das ich tatsächlich für meine Kollegen mit in die Arbeit genommen habe und sogar dort für euch fotografiert habe. Vielen Dank an den GU-Verlag für die Erlaubnis, dass ich das Rezept abtippen darf.

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Krautquiche mit Apfel und Munsterkäse

Für den Teig

  • 110gr Mehl, 1/4 TL Salz
  • 40gr weiche Butter, 1 Ei (M)

Für den Belag

  • 1 Dose Rieslingkraut (350gr Abtropfgewicht)
  • 100gr. Kassler, 75gr Munsterkäse
  • 1 säuerlicher Apfel
  • 100gr Schmand
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer

Außerdem Butter und Semmelbrösel für die Form

Für eine Springform von 16cm im Durchmesser (2 Portionen)

  1.  Den Backofen auf 200Grad vorheizen. Die Springform einfetten und einbröseln. Die Zutaten für den Teig zu einem Mürbteig zusammen kneten.
  2.  Den Teig in der Form verteilen und festdrücken.
  3.  Für den Belag das Rieslingkraut gut ausdrücken. Das Kassler, den Apfel und den Käse in ca. 1cm große Würfel schneiden und mit dem Kraut vermengen. Alles zusammen auf dem Teig verteilen.
  4. Den Schmand mit Ei verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen und über die Krautmischung geben. Die Quiche bei 180Grad ca. 25-30 goldbraun backen.

Wenn ihr die Quiche am nächsten Tag in die Arbeit mitnehmt, könnt ihr sie entweder nochmal aufwärmen (falls ihr einen Ofen habt) oder eben auch kalt essen. Lässt sich auch gut einfrieren, wenn ihr z.B. mal die doppelte Menge backt.

Und das war’s noch nicht, denn ich habe ein weiteres Rezept für euch. Wer schon mal vor einem halbaufgegessenem Sonntagsfrühstück stand, für den ist das folgende Rezept vielleicht ganz interessant. Wir hatten hartgekochte Eier, Käse, Radieschen und Trauben übrig. Und daraus haben wir einen Salat gemacht.

Eiersalat Anna im BackwahnEier-Käse-Salat mit Trauben und Radieschen (2 Portionen als Hauptspeise oder 4 Portionen Beilage, dazu passen z.B. Saitenwürstchen oder Fleisch vom Grill)

  • 4 hartgekochte Eier
  • 200gr Schnittkäse (z.B. Gouda, Butterkäse oä)
  • 1 Handvoll Radieschen (wer mag kann die durch Cornichons ersetzen)
  • 1 Handvoll Trauben
  • 250gr Naturjoghurt
  • 1 Tl mittelscharfen Senf
  • 4EL hellen Essig (z.B. heller Balsamico)
  • Salz, Pfeffer, süßes Paprikapulver
  • 1 Handvoll Schnittlauch

Für den Salat die Eier und den Schnittkäse in Würfel schneiden, die Radieschen und Trauben halbieren. Für die Soße den Naturjoghurt und den Senf verrühren, alle Gewürze und den Essig einrühren. Dann gebt ihr alles zusammen in eine Schüssel und dekoriert mit kleingeschnittenem Schnittlauch.

Falls ihr den Salat ins Büro oder zum Grillen mitnehmen wollt, empfehle ich die Soße erst kurz vor dem Essen unterzumengen, sonst verflüssigt sich die Soße zu sehr. Den Salat würde ich in einer Vesperbox und die Soße in einem kleinen Glas mit Schraubdeckel mitnehmen. Im übrigen ist das auch die Art, wie ich ihn mitgenommen habe. Das fancy Mason Jar habe ich für euch aus meinem Schrank gekramt ;-)

Eiersalat Anna im Backwahn

So, ich hoffe, dieser zweite, sehr ausführliche Artikel heute hat euch auch gefallen und ihr habt ein bißchen Inspiration für eure Lunchbox mitgenommen. Morgen gibt es den letzten Artikel in dieser Themenwoche und es gibt sogar was Kleines zu gewinnen, also einfach wieder vorbei schauen.

 

[Pausenbrot- und Lunchboxwoche] Anna fragt Anna von BerlinMitteMom

Hach, heute ist schon der vorletzte Tag meiner Themenwoche und vielleicht habt ihr bisher so ein bißchen die Sicht einer Mama oder eines Papas vermisst. Keine Angst, denn mit dem Interview, das ich mit Anna von BerlinMitteMom führen durfte, gibt es die geballte Mama-Vesperboxenpower. Um genau zu sein, Bentoboxenpower. Was es damit auf sich hat, erzählt sie euch weiter unten.

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Liebe Anna, in meiner Themenwoche geht es ja um Pausen- und Lunchboxen jeder Art. Packst du deinen Kindern täglich Pausenbrotboxen und gibt es für dich wichtige Unterschiede bei deinen drei Kindern?

Schön, dass ich dabei bin und ein bisschen was zu deiner schönen Themenwoche beisteuern kann – sozusagen aus der Mama-Sicht! Ich bin ein großer Lunchbox-Fan und lege tatsächlich sehr viel Wert darauf, dass meine drei Kinder immer etwas dabei haben, das sie mögen. Vor allem für meine zwei Schulkinder ist mir das sehr wichtig, denn so ein Tag kann lang werden und da ist ein leerer Bauch das letzte, was sie brauchen. Für die Kleinste packe ich eher eine Brotbox, weil sie es verlangt – schließlich kriegen die Großen auch eine. Aber nötig wäre es theoretisch nicht, weil es in ihrer Kita jeden Tag sowohl ein gesundes Obstfrühstück, als auch Mittagessen und einen Nachmittagssnack gibt.

Ihre Box ist also kleiner und nicht so üppig gepackt. Aber auch sonst gibt es große Unterschiede: meine älteste Tochter liebt Nüsse und Rohkost und mag es gerne hübsch. Für sie packe ich also mehr Minitomaten, Gurkenscheiben und Möhren ein und dazu oft Kräuterquark zum Dippen. Der Sohn mag es gern brotlastig und grundsätzlich lieber süß, entsprechend bekommt er ordentlich Stulle und mehr Obst. Und die Kleinste ist sowas wie eine „Natural born Low-Carberin: sie hat den kleinsten Brotanteil in der Box und dafür eher mal Käsewürfel, Nüsse, aber auch Obst und Rohkost.

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Haben sich die Boxen verändert, im Laufe der Jahre?

Abgesehen davon, dass die Menge in der Brotbox sich mit der steigenden Anzahl der außer Haus verbrachten Stunden pro Kind verändert, ändert sich natürlich auch der Inhalt immer mal wieder. Abwechslung ist wichtig, deshalb hüte ich mich vor der ewig gleichen Käsesemmel oder Wurststulle, so wie ich sie als Kind bekommen habe. Ich belege die Brote gerne bunt und packe je nach dem Salat, Tomaten, Gurkenscheiben oder Sprossen mit ins Pausenbrot– da ist also schon mal ein bisschen Varianz drin. Außerdem denke ich mir gerne was Neues aus: Weizentortillas mit dem üblichen Brotbelag gefüllt, dazu Salat und ein bisschen Dressing, zusammengerollt und in Stücke geschnitten in die Brotbox drapiert, isst sich doch gleich viel lieber als immer dieselbe Klappstulle. Und wenn die Tage länger sind, zum Beispiel bei meiner großen Tochter, die nachmittags auch oft länger in der Schule ist, gibt es auch mal eine kleine Portion Bulgursalat, Tomate-Mozzarella oder Minibuelttchen statt des Pausenbrots. Oder eben zusätzlich dazu.

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Hier in Baden-Württemberg sind Tagesschulen ja eher selten (soweit ich weiß). Wie ist das denn bei euch in Berlin? Und wie ist da die Ernährungsfrage geregelt?

Die meisten Grundschulen in Berlin bieten eine Hortbetreuung für die Schüler nach der regulären Unterrichtszeit an – ich kenne kaum welche, wo das nicht so ist. Bis zum Eintritt in die weiterführende Schule ist also eine Betreuung bis 15 Uhr inklusive Mittagessen in der Schule/dem Hort für die meisten Schüler gewährleistet. Dafür gibt es sogenannte Betreuungsgutscheine, die die Bezirksämter ausgeben. Je nach Einkommen zahlt man dann für den Hortplatz unterschiedlich viel. Meine Kinder gehen aber ohnehin auf eine Ganztagsschule, da ist Unterricht bis 15h und sie bekommen dort ein warmes Mittagessen. Die Große kann sogar täglich zwischen zwei Essen wählen (eins davon ist vegetarisch) und hat außerdem ein Salatbüffet, von dem sie zusätzlich nehmen kann. Schmecken tut’s den Kindern natürlich nicht immer, und wenn zum Beispiel der berüchtigte Eintopftag ansteht („Mama, echt, das sieht aus wie KOTZE! Das ess’ ich nicht!“), dann fallen die Brotdosen schon mal üppiger aus…

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 Achtest du beim Befüllen der Boxen eher auf Sattmachen oder gesund oder “muss dem Kind gefallen” – so ganz überschneidet sich das ja nicht immer Und wenn deine Kinder mal gar nicht mögen, was du reingepackt hast?

Ich versuche mich da in einer möglichst ausgewogenen Mischung und hoffe immer, es schmeckt, macht satt und ist nicht ungesund. Dabei gelten aber meine Grundmaximen, was die Ernährung meiner Kinder angeht: 1. Niemand muss essen, was er überhaupt nicht mag. 2. Niemand muss aufessen, wenn er satt ist. 3. Alles ist im Prinzip erlaubt, aber in einem gesunden Verhältnis.

An diese Regeln halte ich mich, sowohl zu Hause als auch für die Brotdosen und meine Kinder wissen das. Kinder verändern sich und entwickeln sich, manchmal rasend schnell, und das heißt automatisch, dass Vorlieben und bevorzugte Mengen sehr variabel sein können. Gerade mochte der Sohn zum Beispiel noch am liebsten den nussigen Müsliriegel, auf einmal ist genau der „bäh“ und wird nicht mehr angerührt. Das ist genau wie bei Erwachsenen: wir mögen ja auch nicht jeden Tag dasselbe essen und unser Geschmack verändert sich oder wir erweitern unser Spektrum dessen, was wir gerne essen. Es gibt in den Snackboxen immer Anpassungen an die momentane Situation und die individuelle Verfassung. Süßigkeiten gebe ich allerdings nur ganz selten oder zu besonderen Gelegenheiten mal mit. In der Vorweihnachtszeit zum Beispiel, landen auch mal Plätzchen in den Boxen. Ansonsten sind Schoki, Gummibärchen oder sonstiger Süßkram in den Boxen tabu. Nur für die Große gibt’s an Prüfungstagen auch mal Nervenfutter in Form von schokolierten Nüssen oder Traubenzucker – das muss dann auch mal drin sein.

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Als Pausenbrotfan bin ich wieder und wieder fasziniert von deinen Bentoboxen. Wie kam es, dass du dich für die Art Box entschieden hast?

Ehrlich gesagt hat das vor allem etwas mit meinem eigenen Spieltrieb zu tun. Essen hübsch zu machen, macht mir Spaß und das lässt sich eben prima auf die Brotdose bzw. Bentobox übertragen. Auslöser war allerdings tatsächlich, dass meine jüngste Tochter eine extreme Mäkel- und Brotverweigerungsphase hatte und zwar ausgerechnet zu einer Zeit, in der die Schul-Cafeteria renoviert wurde und es auch in der Schule nicht wirklich so viel und abwechslungsreiches vollwertiges Essen gab. Also suchte ich nach einem Trick, mit dem ich wenigstens ein bisschen was von dem sattmachenden Brot in das Kind bekäme. Die Lösung lag im Bento-Verfahren: von der Graubrot-Klappstulle die Rinde abgeschnitten, das ganze mit dem Plätzchenausstecher in Herz- und Sternform gebracht und schon aß das Kind begeistert Brot. Nicht viel zunächst, aber immerhin. Ich fing dann an, auch bei den anderen Brotdoseninhalten experimentierfreudiger zu werden und mir Bentoequipment anzuschaffen. Es gab dann ziemlich viele Spießchen (Tomate-Mozzarella, Käsewürfel-Traube, Melone-Erdbeere etc.) und ziemlich viele „geshape-te“ Brote, aber die Kinder waren begeistert. Damit war der Grundstein zu meiner Bentomanie gelegt, die auch nicht abflaut. Sandwichcutter, Eggmolder und Minigefäße für Dips, Saucen und Joghurt füllen meine Bento-Schublade (ja, ich habe eine Bentoschublade, ich Glückliche!), und die tägliche Gestaltung der Boxen meiner Kinder sind für mich zum morgendlichen Zen-Ritual geworden. Und so lange die Kinder mich lassen, werde ich auch daran festhalten, denn so verrückt es klingt: für mein Morgenmufflon-Ich ist das kontemplative Ausstechen von Melonenherzchen ein Ent-Stressungsfaktor.

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 Liebe Anna, vielen Dank für dieses ausführliche Interview und die Einsicht in dein Familienleben. Ich fand es total interessant und bin schon gespannt, wie es später mal bei uns aussehen wird.

Und wer immer noch nicht genug von meiner Themenwoche hat, sollte später nochmal zum Thema Mittagessen reinschauen, denn heute ist ein 2-Artikel-Tag :-)

[Pausenbrot- und Lunchboxwoche] Tina von Lunch for One: Schwäbische Frühlingsrolle und eingelegtes Gemüse

 Mooooment, denkt ihr jetzt. Summer Rolls hatten wir doch diese Woche schon? Jahaaaaa, aber kennt ihr schon schwäbische Frühlingsrollen? Die hat uns nämlich Tina von Lunch for One mitgebracht. Wenn sie nicht gerade auf Reisen ist und uns davon berichtet, gibt es auf ihrem Blog schöne Rezepte, herzhaft und süß. Heute erzählt sie ein bißchen davon, wie sie das ewige Dilemma “gesund und lecker in der Arbeit essen” für sich löst.

Die klassische Vesperdose hatte lange Zeit bei mir ausgedient. In der Schulzeit war ich eindeutig kein Fan von langweiligen Pausenbroten und recht oft landete das Brot im Müll, ein wohl auch heute noch alltägliches Spiel. Und später? Wurde das kalte Vesper durch Kantine oder selbstgekochtem in der Mikrowelle, Salate und co. abgelöst. Bei einem Kühlschrank, Mikrowelle und co. auch gar kein Problem im Büro.

Gefüllte Frühlingsrollen-2

Und heute? Seit ein paar Monaten habe ich den Weg wieder zur Vesperdose gefunden, der Wegfall der Mikrowelle war daran schuld. Das klassische Pausenbrot hat dabei gerade einmal den Weg in die Box gefunden. Lag wohl auch daran, dass mir das füllen im Sommer recht leicht viel, stand doch eine Fülle an frischem Gemüse und Obst zur Verfügung, so dass es eigentlich nie langweilig wurde.

Bisher klappte auch der Versuch, den Inhalt ausgewogen zu gestalten, einen Anteil Sättigung wie Reis, Getreide oder Nudeln bzw. Cracker, viel Gemüse in Rohkostform und etwas Obst oder Nüsse als süssen Abschluss. Ob es im Winter auch noch so leicht fällt? Ich bin gespannt, und werde dann vermutlich wieder öfters auf das gute alte Pausenbrot oder auch Müsli ausweichen.

Oder doch Wraps? Wraps in jeglicher Art sorgen für Abwechslung in der Vesperdose, und mit dem passenden Belag sind sie morgens genauso schnell gerollt wie das klassische Butterbrot bzw. lassen sich auch schon am Vorabend zubereiten. Für die gefüllten Frühlingsrollen aus Reisepapier wurden einfach die Reste des Abendessens verwendet. Zwar gehört zur Frühlingsrolle auch ein Dip, da dies aber in der Vesperdose etwas schwierig wird, bin ich für dieses Rezept auf sauer eingelegtes Gemüse (Mixed Pickles) ausgewichen.

Gefüllte Frühlingsrollen-3

Schwäbische Frühlingsrolle mit Maultaschen und eingelegtem Gemüse

Für 3 gefüllte Frühlingsrollen

Zutaten:

  • 3 Reispapierblätter
  • ½ Gurke
  • 6 El. sauer eingelegtes Gemüse (Karotten, Radiesschen, Gurke) z.B. nach diesem Rezept
  • 1 Maultasche, gekocht
  • 1 Ei, Klasse M
  • Pflanzenöl

Zubereitung:

  1. Die gekochte Maultasche in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Das Ei verquirlen, die Maultaschenscheiben darin wenden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Maultaschen goldgelb von beiden Seiten anbraten. Aus der Pfanne nehmen und abkühlen. Das restliche Ei als Omlett in der Pfanne zubereiten.
  2. Die Gurke halbieren, das Kerngehäuse entfernen und längs in dünne Scheiben schneiden.
  3. In eine flachen Schale oder Schüssel heißes Wasser einfüllen, die Reispapierblätter einzeln für 30 Sekunden hineinlegen. Sofort auf ein Schneidebrett, einzeln legen.
  4. Pro Reispapierblatt 3 Scheiben Maultaschen(bzw. das Omlett halbiert) ca. 5 cm entfernt vom unteren Rand, und mit 2 cm Abstand zur Seite, auf das Reispapier legen. Dann das eingelegte Gemüse darüber verteilen und zum Abschluss die Gurkenscheiben darauf verteilen. Nun vorsichtig von unten aufrollen, dabei die Seitenränder einschlagen und eng aufrollen.

Gefüllte Frühlingsrollen

[Pausenbrot- und Lunchboxwoche] Irina von Lecker macht Laune: Tomaten-Paprika-Aufstrich

Heute freue ich mich, dass Irina von Lecker macht Laune mich mit ihrer Pausenbrotidee besucht. Sie selber hatte bis vor kurzem den Frust, nicht so richtig zu wissen, was sie tagsüber in der Arbeit essen soll. Nun zeigt sie jede Woche eine Rückschau ihrer Boxen, um sich selber und auch ihre Leser zu motivieren. Sie hat mir erzählt, dass es immer eine Mischung aus Frühstück und Mittagessen ist, da sie sich gerne den ganzen Tag über gut versorgt weiß. Für euch hat sie einen leckeren Aufstrich mitgebracht, den ich mir nicht nur toll auf Brot, sondern auch als Soße für Nudeln vorstellen kann.

Hallo liebe Leser von Anna im Backwahn,

Das Thema Lunchbox, Vesper, Brotzeit oder wie auch immer man das mitgenommene Essen bezeichnen mag, beschäftigt mich nämlich seit kurzem auch auf meinem Blog. Und da Anna mich unter anderem mit ihren Vesperbox Fotos auf Instagram dazu inspiriert hat, freut mich dieser Gastpost ganz besonders.

Da ich fast direkt bei uns in der Innenstadt arbeite, gibt es jede Menge Fast Food, Bäcker, Metzger, Chinalokale, Pizza-Dienste und mehr. So liegt es natürlich nahe, sich Mittags was zu holen oder bringen zu lassen. Dass das auf Dauer weder gesund noch günstig ist, brauche ich ja keinem erklären. ;) Und ganz ehrlich: es schmeckt auch nicht immer. Trotzdem war ich die ganze Zeit (nennen wir die Dinge beim Namen) zu faul um mir extra was vorzubereiten und mitzunehmen. Vor ein paar Wochen habe ich endlich den Entschluss gefasst mir immer was mitzunehmen und um mich selbst anzuspornen, zeige ich jeden Sonntag eine Zusammenfassung auf dem Blog. Vielleicht inspiriere ich ja auch jemanden so wie Anna mich ;)

Da wir morgens schon sehr früh los müssen, habe ich auch nie gefrühstückt. Auch das hat sich jetzt geändert. So baut sich bis zum Mittagessen auch kein Heißhunger auf. Ihr seht: ich bin begeistert.

Was nimmt man denn da so mit? Einerseits kann man natürlich etwas extra vorbereiten. Andererseits aber auch einfach am Vorabend etwas mehr kochen und “Reste” mitnehmen.

So sahen zum Beispiel meine letzten Boxen aus:

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Wie man das so als Gast macht, habe ich heute auch etwas mitgebracht: einen Tomaten-Paprika-Aufstrich, der schnell gemacht ist und den Ihr gut auf ein leckeres Brötchen Eurer Wahl schmieren könnt :)

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Zutaten:

  • 200g Doppelrahm-Frischkäse
  • 2 mittelgroße Tomaten
  • 1 rote Paprika
  • 3 TL Tomatenmark
  • 1 TL Zuckerrübensirup, hell
  • Kräutersalz

Zubereitung:

1. Tomaten kreuzweise einschneiden und mit kochendem Wasser übergießen. Nach einer Minute mit kaltem Wasser abschrecken und häuten. Nun vierteln, das flüssige Innere rausnehmen (kann man ja direkt vernaschen) und in feine Würfel schneiden.

2. Paprika mit dem Sparschäler häuten (wenn keiner da ist, dann eben mit Haut verwenden) und ebenfalls fein würfeln.

3. Tomaten- und Paprikawürfel in ein paar Küchentücher legen, möglichst viel Flüssigkeit ausdrücken und die Würfel zum Frischkäse geben. Tomatenmark und Zuckerrübensirup und alles gut verrühren. Mit Kräutersalz abschmecken.

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So, das wars. Ich hoffe Euch schmeckts und bin gespannt was Anna uns diese Woche sonst noch zeigt!

Liebe Grüße,
Irina

[Pausenbrot- und Lunchboxwoche] Kaddi von Kaddis Welt: Pausenbrotlieblinge – Kokos-Brombeer-Scones und Feigen-Ziegenkäse-Brote mit Rosmarin

Heute geht’s weiter mit einer weiteren Lehrerin. Bei Kaddi von Kaddis Welt lese ich schon ein paar Jahre mit. Ich weiß noch, dass einer der ersten Artikel von ihr, die ich gelesen hatte, der über ihre Hochzeit war. Damals fand ich es höchst erstaunlich, dass man als Privatperson über seine Hochzeit bloggt ;-) (hüstel).  Früher hat Kaddi in Stuttgart gewohnt, lebt mittlerweile aber weiter nördlich mit ihrem Mann und hat uns heute gleich zwei sehr herbstliche und leckere Pausenbrotlieblinge mitgebracht.

Hallo liebe Anna im Backwahn-Leser,

ich bin Kaddi und schreibe den DIY- und Food-Blog Kaddiswelt . Im Leben 1.0 bin ich (Neu-)Lehrerin und darf euch heute, hier bei Anna zeigen, was in der großen Pause aus der Vesperbox direkt in meinen Mund wandert.

Dass ich überhaupt eine Vesperbox mit in die Schule nehme, ist noch relativ neu, da ich lange Zeit ein richtiger Pausenbrotmuffel war. Oft hatte ich zu wenig Zeit oder Motivation, mir Brote zu schmieren oder für den nächsten Tag etwas zu backen. Kennt ihr das? Doch mit ein bisschen mehr Berufserfahrung und somit auch Ruhe, sowie der Nachricht, dass ich ein kleines Mädchen unterm Herzen trage, kam die Lust auf Pausensnacks und abwechslungsreiche Vesperboxen. Ich sagte dem blöden Schweinehund also den Kampf an und mit ein bisschen Planung und Vorbereitung ist so ein toller Pausensnack eigentlich ganz schnell gemacht. Hinterher ist man halt immer schlauer, ne?

Heut möchte ich euch zwei meiner aktuellen Lieblingsrezepte zeigen, die passend zur Jahreszeit, ganz laut „Hallo Herbst“ rufen: Kokos-Brombeer-Scones und Feigen-Ziegenkäse-Brote mit Rosmarin.

Das Originalrezept der Scones kommt übrigens von ZuckerzimtundLiebe, ich habe es allerdings jahreszeitlich abgewandelt. Die leckeren Kokos-Brombeer-Scones esse ich am liebsten mit Joghurt, aber auch mit Butter und etwas Marmelade schmecken sie richtig klasse.

Die Feigen-Ziegenkäse-Brote sind mein Frühstückshit, weil ich total auf süß-salzige Rezepte stehe und sie einfach super schnell gemacht sind. Außerdem sind sie was fürs Auge und das ist ja schließlich auch nicht unwichtig, gell?

Aber jetzt genug erzählt, hier kommen die Rezepte:

Kokos-Brombeer-Scones (ca. 8-12 Stück)

  • 350 g Mehl
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 EL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 115 g Butter (kalt)
  • 125 g Brombeeren, halbiert
  • 50 g gehackte Vollmilchschokolade
  • 120 ml Kokosmilch
  • 2 Eier
  • 2 EL Kokosmilch
  • 3 EL brauner Zucker

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Und so gehts:

  1. Den Ofen auf 180° C (Umluft) vorheizen.
  2. Die Schokolade in Stücke hacken bzw. raspeln.
  3. Nun Mehl, Zucker, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel gut vermischen, die Butter stückchenweise hinzugeben und verkneten. Anschließend die Schokoladenstücke unterheben.
  4. Die Eier mit der Kokosmilch verquirlen und zur Mehlmischung geben. Alles zu einem glatten, nicht zu feuchten Teig verkneten. Sollte der Teig zu feucht sein, bitte noch etwas Mehl hinzufü
  5. Den Teig dann mit einem bemehlten Nudelholz vorsichtig ausrollen. (Mein Teig hatte eine Höhe von ca. 4 cm.)
  6. Anschließend Kreise ausstechen und auf das Backblech legen.
  7. Nun werden die Kreise mit der Kokosmilch eingepinselt und mit braunem Zucker bestreut.
  8. Zum Abschluss bitte noch die Brombeeren waschen, halbieren und in die Sconeskreise drücken.
  9. Die Scones nun ca. 15-20 Minuten backen. Fertig.

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Feigen-Ziegenkäse-Brote mit Rosmarin

  • 2 -3 kleine Vollkornbrotscheiben
  • 50 g Ziegenkäserolle
  • 1 Feige, in Scheiben geschnitten
  • Waldhonig, flüssig
  • 1-2 Stängel Rosmarin

Und so gehts:

  1. Den Ziegenkäse auf die Brotscheiben geben.
  2. Die Feige waschen und in dünne Scheiben schneiden. Nun die Feigenscheiben auf das Ziegenkäsebrot geben und vorsichtig andrü
  3. Nun den Waldhonig auf das Brot trö
  4. Anschließend die Rosmarinnadeln zupfen bzw. fein hacken und über das Brot verteilen.
  5. Guten Appetit!

Pausenbrot5

Das waren meine zwei herbstlichen Pausenbrotlieblinge. Ich bin gespannt, ob sie euch gefallen und ob ihr sie vielleicht mal nachmacht. Was esst ihr denn so in euren Pausen ?

Schön wars mit euch!

Liebe Grüße von

Kaddi

[Pausenbrot- und Lunchboxwoche] Miri von Miris Jahrbuch: Summer Rolls

Danke für euer Interesse an meiner Themenwoche. Eure Kommentare hier, auf Facebook und Instagram haben mir gezeigt, dass sich viele von euch dafür interessieren und Inspiration suchen. Heute starten wir hier mit der ersten Gastbloggerin. Miri von Miris Jahrbuch ist angehende Lehrerin, Genussmensch und Lebensfreude auf zwei Beinen. Sie hat euch eines ihrer Lieblingsrezepte mitgebracht, das ihr entweder frisch zu Hause oder eben als Lunchbox mitnehmen könnt.

Hallo liebe Leser von Anna im Backwahn!

Hier schreibt Miri und ich habe noch nie eine Motivtorte gebacken – zum Glück darf ich hier aber trotzdem dabei sein, denn Annas schöne Pausenbrot- und Lunchbox-Aktion interessiert mich schon aus Eigeninteresse sehr und ich bin gespannt, welche Ideen ich im Laufe der Woche hier finden werde.

Sich bei der Arbeit in der Schule oder unterwegs günstig und gut mit Essen zu versorgen ist nicht immer einfach – es sei denn, es gibt eine wirklich gute Kantine, die abwechslungsreich und gut kocht. Diesen Vorteil genießt mein Mann jeden Tag, weil er für eine ziemlich große Firma arbeitet. Bei mir, als Lehrerin, sieht es etwas anders aus – zwar beglückt mich der Schulkiosk bereits morgens vor halb 8 mit dem durchdringenden Geruch von warmen Fleischkäsweckle, die fallen für mich nicht nur wegen der Uhrzeit raus, sondern auch weil ich keinen Weizen essen kann. Die Unverträglichkeit verhindert (zum Glück, möchte ich fast sagen) auch, dass ich mir die tägliche Laugenbrezel beim Bäcker hole. Meine Schüler und viele Kollegen sind da zwar etwas härter im Nehmen und essen vormittags irgendwas vom Bäcker und mittags im Grunde abwechselnd „beim Mäcces“ und „beim Döner“, aber besonders toll ist das nun ja nicht. (Meine Schüler sind übrigens erwachsen und keine kleinen Schulkinder, die halt essen (müssen), was sie von zu Hause mitbringen – das möchte ich hier gerne ergänzen, denn ich weiß, dass bereits an vielen Schulen Eltern und Lehrer sehr darauf achten, was die Kinder essen.)

 

Ich habe heute auch ein einfaches Rezept mitgebracht, das man wunderbar in der Mittagspause essen kann – für die große Pause wäre es mir dann doch etwas zu herzhaft:
Summer Rolls mit Hühnchen und dazu ein leckerer Erdnuss-Dip. Wer mir auf Instagram folgt, weiß ja sicher schon, dass ich eine sehr große Vorliebe für Erdnusssoße habe und der Dip ist einfach nur die kalte Version davon. Da das ganze Gericht kalt ist und nicht erwärmt werden muss, ist es auch für mikrowellenlose Arbeitsplätze und unterwegs geeignet – zuletzt habe ich sie zum Dîner en blanc-Picknick mitgenommen.

Für die Summer Rolls braucht Ihr:

Reispapier
Glasnudeln
Gemüse (Ich habe Salatgurke, Karotte und Frühlingszwiebel genommen.) Salatblätter
Putenbrustfilet
Salz, Pfeffer, Gewürze nach Wunsch für das Fleisch

Das Gemüse und auch das Fleisch könnt Ihr natürlich variieren, es passen auch gut Lachsstreifen oder Garnelen. Bei fischigen Varianten passt auch Avocado super, finde ich. Natürlich kann man das Gericht auch komplett vegetarisch bzw. vegan halten – oder keine bzw. andere Nudeln nehmen etc. Es ist wirklich ein Gericht, das allein Euer Geschmack und ein bisschen der aktuelle Kühlschrankinhalt bestimmt. :)

Zunächst sollten alle Zutaten vorbereitet werden, dann kann man beim Einrollen der Summer Rolls zügig arbeiten und muss nicht zwischendurch nochmal schneiden etc. Das Gemüse schneidet Ihr in feine Streifen, weicht die Glasnudeln in Wasser mit etwas Salz ein (oder bereitet sie nach Packungsanleitung zu), wascht den Salat, würzt und bratet das Fleisch und schneidet es ebenfalls in Streifen. Das Fleisch und die Nudeln sollten abgekühlt sein, wenn Ihr mit dem Einrollen beginnt.

Hierzu werden die Reispapierblätter einzeln in lauwarmes Wasser gelegt, in dem sie nach kurzer Zeit ganz weich werden. Dann werden die Zutaten an das untere Ende des Reispapiers gelegt und fest eingerollt. Das an den Seiten überstehende Reispapier wird einfach nach innen geklappt und die Rolle hält von selbst zusammen. Das Rollen erfordert etwas Übung, aber ist wirklich gut machbar – und aus eigener Erfahrung kann ich Euch versprechen, dass auch unförmige Summer Rolls sehr gut schmecken!

Und das braucht Ihr für den Erdnuss-Dip für eine Portion:

50g Erdnussbutter (mit oder ohne Crunch ist Geschmackssache)
30ml Wasser
1/2 Knoblauchzehe (je nach Größe und Geschmack mehr oder weniger), gepresst oder ganz ganz fein gehackt
1/2 TL brauner Zucker
1 TL ( Sambal Olek (je nach Geschmack und gewünschten Schärfegrad mehr oder weniger- einfach ausprobieren)
1 EL Sojasoße (Ich habe weizen- und glutenfreie genommen, aber geschmacklich macht das keinen Unterschied.)

Hier müsst Ihr einfach nur alle Zutaten miteinander vermischen. Ich würde dazu raten, den Sambal Olek nach und nach einzurühren und hin und wieder mal zu probieren. Ein wenig zieht der Dip auch noch nach, sprich wird schärfer, wenn er aufbewahrt wird.

Die Summer Rolls packe ich einfach in eine Brotdose und nehme sie mit. Sie sind ein bisschen klebrig, aber sie halten es ganz gut aus, wenn man sie zusammen verpackt – wer ganz große Angst hat, dass sie zusammenkleben, kann ein Stück Butterbrotpapier dazwischen legen, dann passiert nichts. Essen kann man sie ganz einfach mit den Fingern, wenn sie schön fest gerollt sind, sonst braucht man vielleicht noch eine Gabel.

Und nun bin ich gespannt, ob Ihr Kuchenfreunde auch herzhafte Summer Rolls mögt – oder direkt mit einer süßen Variante um die Ecke kommt. :)

 

[Pausenbrot- und Lunchboxwoche] Frühstück unterwegs, in der Schule oder am Arbeitsplatz

Wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass mein Mann und ich fast täglich eine Vesperbox (Pausenbrot) mit in die Arbeit nehmen. Da wir es nicht schaffen, daheim zu frühstücken, ist das dann gegen 8:00 Uhr unser Frühstück am Bürotisch. Das ist natürlich nicht so schön und gesund wie daheim, aber besser als nichts dabei zu haben und bis Mittags zu hungern. Um das Ganze abwechslungsreich zu gestalten, denken wir uns jeden Tag neue Kombinationen aus unserem Kühlschrankinhalt aus und unsere Kollegen sind meist recht neidisch :-) Inspiriert hat mich mittlerweile schon vor 1 1/2 Jahren Miss Harrcore, die das Ganze “Harrvesper” nennt und unter deren Hashtag #harrvesper ihr auch alle meine und viele weitere Boxen findet.

Die Idee für diese Pausenbrot- und Lunchboxwoche kam mir, als ich mal wieder über meinen Artikel vom letzten Jahr zur Aktion Pausenbrot gestolpert bin. Wer sich dafür interessiert, wie ich unsere Boxen in die Aspekte Gesundheit, Sattmacher und Budget einteile, sollte da mal noch vorbei schauen. Tatsache ist, dass die Sorge um die Ernährung von Kindern während des Schulalltags immer da ist und deswegen auch dieses Jahr gerne von mir wieder aufgenommen wird. Und wie sich immer wieder in der digitalen Kommunikation mit anderen heraus stellt, liegt es nicht nur mit den Kinderpausenbroten im Argen, sondern auch bei vielen Erwachsenen stellt sich Überdruss nach dem 5. gekauften belegten Brötchen beim Bäcker ein. Bei fast allen läuft es auf die gleichen Argumente raus: “Würde ich mein Pausenbrot oder mein Mittagessen von daheim mitbringen, wäre es günstiger, gesünder und leckerer.” Ich selber habe das Glück, dass wir in der Firma mit den anderen Kollegen zusammen kochen und jeder mal ne Schüssel Tomatensoße oä mitbringt und wir einfach ne Portion Nudeln für jeden dazu machen. Manchmal gehen wir auch essen, sind dann aber recht unzufrieden danach. Und kochen dann wieder für ne Weile selber.

Meine Themenwoche ab heute bis Sonntag wird sich mit den beiden Mahlzeiten Frühstück und Mittagessen beschäftigen. Dazu habe ich mir Verstärkung von Bloggerfreunden geholt, die ein paar Tipps und Tricks, Rezepte und Gedanken zu dem Thema mit euch teilen. Ich selber steuere auch einiges dazu bei und freue mich, dass ich euch auch mal ein paar herzhafte Sachen zeigen kann. Sonst geht es ja doch immer recht süß hier zu :-)

Ich beginne heute mit dem Thema Frühstück und habe dafür ein paar Boxen aus meinem Instagramstream rausgeholt, um euch zu zeigen, wie abwechslungsreich unsere Boxen sind, obwohl wir immer nach dem gleichen Prinzip packen: Das “Hauptding” ist meist ein Brot, Brötchen, Proteinmuffins oder auch eine andere eher sättigende Speise. Dazu gibt es Obst und Gemüse. Meist noch Käse oder Würstchen am Stück und falls noch Platz ist, eine Milchspeise in Form von Joghurt, Quark oder auch Hüttenkäse.

Heute will ich noch zwei weitere Ideen für eine Frühstücksbox zeigen. Das Erste ist ein Muffin, den ich bei Heike von relleomein.de gefunden habe. Das Schöne daran ist, dass der Muffin zuckerfrei gehalten ist und so eine schöner Hauptdarsteller für sowohl Kinder- als auch Erwachsenenboxen ist. Das Rezept findet ihr hier.

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Das Zweite ist eine Eigenkreation von mir und vereint meinen Appetit auf Herbstgerichte mit einer Prise Kindheit und praktischer “Auf-die-Hand”-Größe. Für die Pausenbrotbox habe ich eine Kürbiswaffel gebacken. Das Gericht (so wie die meisten in dieser Woche) kann man entweder als Hauptspeise oder eben nur als Boxeninhalt vorbereiten.

Für 2 Portionen als Hauptspeise oder 4 Portionen als Frühstücksboxeninhalt braucht ihr:

  • Fleisch eines 1/2 Hokaido-Kürbis
  • 60gr brauner Zucker
  • 1 Ei
  • 2 EL Pflanzenöl oder 40gr weiche Butter (wer die Waffel eher knusprig mag)
  • 80gr Mehl (wer mag, noch 2 EL gemahlene Haselnuss)
  • 1/2 TL Backpulver
  • 2 Prisen Zimt, 1 Prise Muskatnuss
  • 30ml Milch
  • Fett fürs Waffeleisen

Den Kürbis habe ich als Erstes überm Dampfsieb gedämpft. Auf die Art und Weise zieht er nicht so viel Wasser wie im kochenden Wasser. Wer kein Dampfsieb hat, kann ihn natürlich auch mit ganz wenig Wasser kochen.

Dann habe ich den Kürbis noch heiß in die Küchenmaschine gegeben und habe ihn mit dem Rührbesen püriert und abkühlen lassen. Ab da ist es recht einfach, denn dann habe ich alle Zutaten einfach nur noch dazu gegeben und umgerührt. Während ich das Waffeleisen aufwärmte, konnte die Stärke im Teig noch ein bißchen ziehen. Dann habe ich den Teig nach und nach verarbeitet.

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Als Hauptspeise kann ich mir die Waffeln ganz toll mit Apfelmus oder Zimt und Zucker vorstellen. Als Boxeninhalt habe ich die Waffeln ganz auskühlen lassen und dann in die Boxen gelegt. Zusammen mit Obst und Gemüse brauche ich eine Doppelwaffel, um ordentlich satt zu werden.

Und so könnten Pausenbrotboxen mit den beiden Frühstücksleckereien aussehen.

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So, ich hoffe, euch hat der Auftakt in die Pausenbrot- und Lunchboxwoche gefallen. Ab morgen geht es hier mit ein paar Gastbeiträgen weiter und ich freue mich schon sehr darauf, euch alles zu zeigen.

[Sponsored Post] Ein wunderbarer Sweet Candy Table von Patisserie Süss und Salzig und Momentini.de – der Blick hinter die Kulissen

Zu Anfang dieses Artikels möchte ich gern noch einmal auf Heikes Artikel auf der Backlinse verweisen, in dem es um Kooperationen geht. Kooperationen sind dazu da, um ein Netzwerk aufzubauen, um sich gegenseitig zu unterstützen und ein tolles Ergebnis durch gute Zusammenarbeit zu erzielen. Natürlich bin ich kein gleichwertiger Hochzeitsdienstleister wie die anderen Kooperationspartner von Heike und es war auch eine kleine Aufwandsentschädigung im Spiel. Trotzdem ist dieser Artikel von Herzen und voller Leidenschaft für Heikes Arbeit.

Jedoch ist Heike eines meiner 20 großen Vorbilder, die ich über’s Netz gefunden habe. Heike kämpft an vorderster Front für Preistransparenz im Tortenbusiness und wann immer ich kann, bin ich dabei und stell mich hin und sage: “Augen auf beim Tortenkauf, liebe Leute!”

Und so ist auch der heutige Post entstanden. Wie euch vielleicht bekannt ist, liefert Heike nicht nur Torten und Gebäck, sondern in Zusammenarbeit mit Steffi, die für die Papeterie zuständig ist, auch ganze Sweet Candy Tables. Manche werden sich vielleicht fragen, wo denn groß der Unterschied ist zwischen Gebäck an sich und Gebäck als Sweet Candy Table liegt. Dieser Unterschied liegt im Aufwand und zwar im Zeit- und Materialaufwand.

Beginnen wir aber von vorne. Letzten Sonntag durfte ich Heike bei der Auslieferung eines Sweet Candy Tables mit meiner Kamera begleiten. Da Herr M., der eigentlich die dritte Kamera bedienen sollte, leider krank wurde, ist Jessi für ihn eingesprungen. Und so machten wir uns Sonntag morgen auf den Weg zu Heike auf die schwäbische Alb. Einladen war auf 10:45 Uhr geplant, der Tisch sollte um 15:00-15:30 Uhr fertig stehen. Ihr seht schon mal, der Sonntag ging für das Projekt ganz drauf.

Bereits beim Einladen dämmerte mir, dass das Ding hier ne ganz große Nummer ist. Jessi und ich quetschten uns durch einen mit Props, bereit zum Verladen, vollgestellten Flur in Heikes Wohnzimmer durch, wo herrlich duftende Zimtschnecken auf uns warteten. Ein kurzes Sitzen, Quatschen, Zimtschneckenmampfen später fanden wir uns auch schon wieder vor dem Haus vor und dann ging es los. An Heikes Seite: ihr Mann, Auto-Tetris-Meister, und Ronja, ihre Tochter und Kuchenassistentin.

Die drei haben Kiste um Kiste rausgetragen. Gekühlte Cupcakes und Kuchen, Tortenplatten, Schüsseln, Leitern, Tabletts, Papeterie, Schürzen, Handschuhe und Ronjas Fotoausrüstung. Denn sie ist am Ende jeden Auftrags für die schönen Fotos zuständig, die ihr auf Heikes Blog oder auch auf ihrer Homepage seht.

Ich selber habe ja schon Torten ausgeliefert und wusste, dass man in Kurven eigentlich nur noch schleichen darf. Und so war es auch. Unsere Fahrt führte uns über Berg und Tal, durch Kurven *aaahhhhh, chhhhh, oh, gut gegangen* und über Kies und Schotter *oh nein, die armen Cupcakes* mitten in die Einöde.

Es ging nach Hayingen auf die Maisenburg, von der ich vorher nur als überirdisch schöne Hochzeitslocation gehört hatte. Und tatsächlich ist es dort ganz wunderbar. Die Aufteilung der Räumlichkeiten, der Blick ins Grüne und weit und breit keine Anwohner, die sich am Partylärm stören könnten. Das Schwärmen dauerte nur kurz, denn es ging direkt los mit dem Aufbau der Köstlichkeiten. Heike und Ronja bekamen eine eigene Küche, in der sie alles aufbauen konnten.

Heike erzählte mir, dass sie nicht immer so viel Glück und Platz haben, man aber eben nimmt, was man bekommt. Tatsächlich musste Heike sich selber ein bißchen ausbremsen, denn das, was sich das Brautpaar wochen- oder auch monatelang gewünscht hatte, ist tatsächlich eingetroffen: Die Sonne scheinte, es war warm mit erhöhter Luftfeuchtigkeit. Schön für eine Hochzeit draußen, aber extrem ungünstig für die Creme auf den Cupcakes. Diese wurden auf Eis in der Kühlbox transportiert und warteten dann geduldig in der Küche auf ihren großen Auftritt. Und es ist wirklich nervenaufreibend, den größten Teil des Candytables bis zum Schluß zurück zu halten, damit er nicht davon fließt. Timing ist das Zauberwort.

Und so wurde alles andere erstmal vorbereitet. Alles ohne Creme wurde auf die Teller verteilt, die Macarons durften ein bißchen später Platz nehmen und zwischen all dem Stress beantwortete Heike dann noch ein paar Fragen. Sie hat zum Beispiel immer mehr Platten, Teller und Schüsseln dabei, als sie braucht.

Sweet Candy Table Making of Patisserie Süss und Salzig (19)So kann sie flexibel austauschen, wenn die Macaronfarbe nicht zum Teller passt.

Oder wenn die Torte doch lieber auf eine niedrige Platte drauf soll. In der Küche wird so lang hin und her geschoben bis alles passt, dann erst verlässt der Teller die Küche und wird auf dem Candy Table platziert.

Das kann dann auch mal so klingen: “Ronja, mach mal die Haselnusscupcakes auf den Teller, ach ne, die Platte ist besser. ne, lieber doch nicht. Warte mal…..jetzt hab ich’s, mach die Macarons auf den, den Naked Cake auf den und die Cupcakes auf den. Ne, lieber auf den.” Und obwohl sich das alles recht durcheinander anhört, hat Heike immer noch den vollen Durchblick. “Jetzt fehlen noch die Blumen, frag mal im Festsaal nach, ob die schon soweit sind.”

Und dann war es irgendwann soweit und alles konnte aufgebaut werden. Ich stand mit meiner Kamera auf dem Stativ bereit, um die Verwandlung des einfachen Hoteltisches in ein Wunderland der Köstlichkeiten zu dokumentieren.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Für mich war besonders interessant, dass Heike kein Gesamtbild vor Augen hatte, sondern eher ein Konzept und dafür die entsprechenden Accessoires dabei hatte.

Vintage, Gold, Lila und ein bißchen rustikal sollte es werden. Alles andere ergab sich aus dem Aufbau selbst. Und Heike stand immer wieder davor und zupfte das Deckchen nochmal zurecht und hängte die Girlande nochmal um. Besonders lachen musste ich, als sie meinte: “Was mach ich denn mit all den Deckchen, wenn Vintage nicht mehr in ist?” Ich glaube, da muss sie sich erstmal keine Gedanken machen.

Ich beobachtete den Aufbau genau und fand auch hier einige der Basisregeln wieder, die ich selber auf meinen letzten Candy Table angewendet hatte: Verschiedene Höhen einbauen, assymetrisch aufbauen, das Ganze durch Details für das Auge interessant gestalten.

Und plötzlich war es 15 Uhr und wir waren fast fertig. Wie schnell die Zeit rum ging und wie viele, viele Stunden Arbeit in so einem Sweet Candy Table stecken. Und wie sehr es sich lohnt! Schaut mal selbst!

Sweet Candy Table Making of Patisserie Süss und Salzig_ (23)

Und das hat Heike alles auf den Tisch gezaubert:

  •  Pfannkuchentorte 3-stöckig mit Grand Marnier und frischen Blau- und Brombeeren
  • Schokoladentassen mit Passionsfruchtmousse und Himbeerkern
  • Mürbteigtarteletts mit frischen Himbeeren und Blaubeeren
  • Schokoladengugelhupf
  • Florentiner-Kirschtörtchen
  • Macarons mit Cassisfüllung
  • Cake Pops (Schokofüllung)
  • Rhabarber-Himbeercrumbl im Weckglas
  • Blaubeermandelcupcakes mit Aprikosenkern und Aprikosentopping
  • Haselnusscupcakes mit Preiselbeeren und Schokoladentopping
  • Rosenkuchen

Und damit wir nicht vergessen, dass das ja auch ein Business ist, hier noch ein paar Fakten für euch:

  • Heikes Aufwand für diesen Sweet Candy Table lag bei einer vollen Arbeitswoche, einschließlich Samstag und Sonntag. Sie konnte in dieser Woche keine anderen Aufträge annehmen.
  • Dieser Sweet Candy Table war für 75 Leute geplant.
  • Heikes Preise für so einen Sweet Candy Table beginnen bei 29€ pro Person bei einer Personenzahl von 100 Personen. Je höher die Personenzahl, desto günstiger wird es pro Person. Die Mindestpersonenzahl liegt bei 50. Wer sich also so einen Table für den Geburtstag der Kinder wünscht, sollte eine große Familie haben.

Die Beteiligten an diesem Sweet Candy Table und am Making Of:

*Sponsor

Meine Freitagsrunde #10

Mensch, mensch, schon wieder ist Freitag. Irgendwie geht jede Woche anders schnell rum, meint ihr nicht auch? Immerhin haben wir uns am Anfang der Woche zu unserem monatlichen Bloggerstammtisch (diesmal in Esslingen) getroffen. Und da wurde ich wieder mal dran erinnert, dass ich euch schon lange was zeigen wollte:

  • Meine Bloggerkollegin Elena von Heute gibt es hat dieses unglaublich ausdauernde 365-Tage-Projekt Eine Portion Glück. Ich bewundere sie sehr dafür und bin dafür, dass ihr euch einfach mal durchlest, was sie schon alles dazu geschrieben hat.
  • Diese Woche hat Fräulein Ordnung eine seltsame Nachricht bekommen und in einem Artikel drauf geantwortet. Es ging darum, dass die Leserin entsetzt darüber sei, wie oberflächlich und kleindimensional die Bloggerwelt das Frauenbild von heute formt: nur Basteln, Backen, Wohnung hübsch machen. Das sei ja wohl so 50er Jahre. Meine Antwort darauf wäre nicht so nett wie die von Denise ausgefallen, mehr so wie hier.
  • A Beautiful Mess lese ich total gerne, es gibt schöne DIY-Geschichten und außergewöhnliche Styles. Hier erzählt Emma (Engl), eine der ABM Schwestern, wie sich ihr Foodfotografie-Stil über die letzten Jahre verbessert und verändert hat. Die Geschichte von ABM ist an sich auch super interessant, da sich dieser Blog zum Magazin gewandelt hat und einige Mitarbeiter hat und die Mädels (soweit ich weiß) auch gut Geld damit verdienen. In der Bloggerszene werden Sie gern als gelungenes Beispiel für Monetarisierung eines Blogs genannt. Ich lese trotzdem noch total gern bei ihnen, weil die Persönlichkeiten der Redakteure schön durchleuchten.
  • Das Leben als Blogger hat auch die Mädels von Since we met ereilt. Die Mama- und Beautybloggerinnen sind beide in einer Phase ihres Privatlebens, in dem sie sich nicht wohl fühlen, alles zu teilen – zumindest nicht so, wie sie es vorher getan haben. Ich verstehe die beiden sehr gut, vor allem, da sie sich wirklich teilweise unverschämte und sehr intime Fragen und Kommentare gefallen lassen mussten. Corinna und Tina haben je einen Artikel zu diesem Thema geschrieben.
  • Ein Artikel, bei dem ich laut lachen musste, war der “Lieber Essen als Sex” Artikel von Gourmetguerilla. Es geht unter anderem darum, ob man lieber eine Woche voll fröhlicher Stunden im Schlafzimmer und dafür schlechtes Fastfood oder lieber auch mal ein paar Tage gar keinen Sex und dafür schöne, selbstgekochte Bioküche auf dem Tisch stehen hat. Normalerweise verlinke ich in der Freitagsrunde selten Artikel, die von Unternehmen unterstützt werden. Hier möchte ich aber eine Ausnahme machen, weil er echt toll geschrieben ist.
  • Der letzte Artikel, den ich euch heute empfehlen möchte, richtet sich eigentlich mehr an die Unternehmen. Und zwar an die Leute, die uns Blogger anschreiben und eine Kooperation aufbauen möchten. Kai Thrun beschreibt ganz gut, wie man es richtig oder eben auch ganz falsch macht. Seit neuestem heißt es auch nicht mehr Bloggerrelation, sondern Influencer-Relations. Blogger sind also in den Status Influencer aufgerückt. Sollten sich manche mal auf der Zunge zergehen lassen.

Das Foto der Woche ist auf dem Bloggerstammtisch am Montag entstanden. Unsere Runde wird von Mal zu Mal netter. Ich glaube, das liegt daran, dass wir uns jetzt ja auch schon ne Weile kennen und es mehr so ein “Na, was gibt’s Neues bei dir?” statt ein “Hallo und was machst du so?” ist.

Stuttgarter Bloggerstammtisch