Das Lieblingsmöbelstück im Haus – mein Tortenschrank

Als Herr M. und ich vor bald zwei Jahren zusammen gezogen sind, konnte ich mein Glück kaum fassen, als er sagte: “Ja, ich dachte der eine Schrank im Wohnzimmer ist für deine Tortensachen reserviert.” Jackpot, würde ich mal sagen :-) Letztes Jahr im November sind wir in eine größere Wohnung gezogen und mussten die 4 Meter Einbauschränke im Wohnzimmer ersetzen. Einbauschränke sind ja Spießertum schlechthin – dachte ich früher immer. Aber dann lebt man allein, studiert so Literatur, häuft Bücher an ohne Ende, ist dann fertig damit, kann sich von keinem der Bücher trennen, beginnt ein neues Hobby “Backen + Motivtorten”, daraus ergibt sich ein weiteres Hobby “Bloggen”, beides gipfelt in Anhäufung von verschiedenen Werkzeugen, Materialien und Fotoaccessoires und -zack- ist das schicke, offene Regal irgendwie nicht mehr so super, eher schon unpraktisch.

Tortenschrank Anna im Backwah

Als wir also in unsere jetzige Wohnung gezogen sind, war alles möglich. Und da ich mittlerweile wirklich vieles für meine verschiedenen Hobbies (Fotografieren kam irgendwo auf dem Weg dazu) besitze und dies gerne so geordnet wie möglich unterbringe, damit ich alles griffbereit habe, musste ein ausgeklügeltes und gleichzeitig hübsches System her. Eines, das sich unauffällig in die “Landschaft” des Wohnzimmers einfügt, und trotzdem genug Stauraum bietet. Für das Wohnzimmer wählten wir als bekennende Möbelschwedenliebhaber ein modulares System mit verschiedenfarbigen Fronten, verschieden großen Schubladen und Tiefen. Die Größe meines Schrankes durfte 180x230cmx40 BxHxT betragen. Und die hab ich voll ausgenutzt, kann ich euch sagen :-)

Eigentlich wollte ich euch meinen Tortenschrank zusammen mit meiner Küche im Rahmen des Events “Behind the Scenes” von Stephanie von Kleiner Kuriositätenladen zeigen, aber ich bin so unzufrieden mit der Küche, dass ich sie nur mit Widerwillen fotografiert habe und sie es dann letztendlich nicht auf den Blog schaffen wird. Ihr solltet euch trotzdem das Event und alle darin erscheinenden Küchen von Bloggern anschauen, es macht wirklich Spaß.

Tortenschrank offen Anna im Backwahn

Nach der Spießigkeit des Stauraumes musste ich mich der Ordnung halber auch noch der Spießigkeit der Aufbewahrungselemente widmen. In unserer alten Wohnung hatte ich einen Tortenschrank mit vielen, auch sehr großen Schubladen. Durch die Besteckeinteilungen fanden viele kleine Sachen super ihren Platz. In diesem Tortenschrank wollte ich nur ganz unten hohe Schubladen haben, da es praktischer ist, von oben hinein zu schauen, als in einen Schrank ganz nach hinten krabbeln zu müssen. Bei einem unserer unzähligen Besuche beim Schweden sind wir dann bei diesem Teil gelandet. Soweit ich weiß, ist es eigentlich dafür gedacht, in eine größere Box integriert zu werden, um den Raum besser auszunutzen. Aber da die Maße wie geschaffen sind für die Korpusse meines Tortenschrankes, habe ich davon einige mitgenommen. Der Griff in der Mitte ist besonders praktisch, wenn ich genau nur diese eine Box in die Küche mitnehmen will.

Für sehr kleine Sachen wie Tüllen, Farben und Masking Tape habe ich mir Boxen mit kleinen Einteilungen geholt. Sie sind ähnlich dieser hier, heißen aber anders. Ihr müsstet in der Abteilung “Waschküche” danach fragen, wenn ihr so eine sucht. Der Vorteil dieser Art Einteilung ist, dass ich durch den durchsichtigen Kunststoff hindurch sehe, was drin ist. Zusätzlich hatte ich geplant (wenn dann mal alles seinen Platz gefunden hat), die einzelnen Boxen mit dem Dymo zu beschriften. Der hat aber vor kurzem die Grätsche gemacht, also muss das noch warten.

Bevor ich gleich los lege, möchte ich noch ein Wort zu der Intention dieses Artikels sagen. Ihr werdet gleich jede Menge Material sehen. Ganz viele Sachen, die ich einfach hübsch finde. Einige brauche ich wöchentlich, manche nur ab und zu. Alles zusammen gehört zu meinem Hobby, das ich mittlerweile seit über vier Jahren verfolge. Ich will mit diesem Artikel weder angeben, noch irgendjemanden neidisch machen. Ich will euch nur zeigen, wie man die Utensilien für ein Hobby, dessen Ausläufer riesig sind, schön unterbringen kann. Natürlich ist das auch nicht die einzige Art und Weise. Sollte jemand eine andere schöne Art Tortenschrank haben und bereits im Blog gezeigt haben, freue ich mich über einen Link im Kommentar.

Und jetzt geht’s los!

Diese beiden Bilder sind ein bißchen irreführend, denn in diesem Haushalt gibt es noch einige mehr Koch- und Backbücher, aber die waren grad in der Küche und in den Workshopunterlagen und so. Aber das sind quasi meine Bücherregale, auf die Leisten kommen immer die Neuesten oder die Liebsten.

Tortenschrank Einteilungen Anna im Backwahn

Im linken Bereich habe ich alles untergebracht, was zum Dekorieren für Torten nötig ist.

Hier im Bild (weiße Tür) oben links: Basiswerkzeug, oben rechts: Schaschlikspieße und Strohhalme zum Stabilisieren und Fixieren von Torten und Figuren, darunter: Foam Board, Mouldingtabletts, und alles für Cake Pops, Mitte links: Streusel aller Art, Mitte rechts: Ausstecher für Blumen, Schmetterlinge, Blätter mit Auswerfer.

(Grüne Tür) Mitte links: Tüllen und Spritzbeutel, Mitte rechts: Masking Tape, darunter: Blossom Sugar Ausstecher, daneben: Farben, darunter: Bastelkram.

Tortenschrank Anna im Backwahn

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Lebensmittelfarben sind immer ein bissel schwierig. Wenn man eine Torte macht, braucht man ja meist mehrere Farben. Und damit ich nicht wegen jeder einzeln laufen muss, habe ich alle zusammen in eine Box gepackt.

Tortenschrank Farben Anna im Backwahn

In den Schubladen im linken Drittel habe ich Verpackungen untergebracht. Zum einen für Muffins oder größere Torten oder Kuchen. Und zum anderen für alles andere: Reste von Salaten, Kekse oder Tiramisu. Ich bin großer Fan der Takeaway Verpackungen. Besonders die chinesischen Boxen mag ich sehr als Geschenkverpackung für Kleingebäck.

Tortenschrank Verpackungen

Tortenschrank Verpackungen

Im mittleren Drittel habe ich direkt unter der Decke die Sachen untergebracht, die ich nicht so oft brauche. Auf dem Schrank: der Drehteller zum Einstreichen von Torten. Und darunter eine Tortenplatte für den Herbst, eine auseinandergebaute Etagere und Glasgeschichten für Smoothies oder Dekorationen oder Kuchen im Glas.

Tortenschrank Gläser Anna im Backwahn

Im Fach darunter habe ich meine Mason Jars aus den USA untergebracht und noch eins weiter unten Cupcakesets und Fondant. Der 7 Kilo Eimer steht im Abstellraum im Regal.

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Darunter (ungefähr auf Brusthöhe) kommen einige Ausstecher für Kekse und Fondant. Die kommen gerade im Winter bzw. vor Weihnachten wieder und wieder zum Einsatz. Ich lege mir jedes Jahr einen oder zwei besondere zu, z.B. einen übergroßen Lebkuchenmann.

Tortenschrank Ausstecher Anna im Backwahn

Ein Fach weiter unten habe ich Kuchenformen aus Papier und Partybesteck untergebracht. Außerdem noch jede Menge Verpackungsmaterial wie kleine Teetüten, Cellophantüten und Candybags aus den USA.

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In den beiden unteren Schubladen sind jede Menge Verpackungen von Ausstechern, für den Fall, dass ich die mal weiter verkaufe.

Im rechten Drittel sind ganz oben Goodies aus Goodiebags und Verpackungen, von denen ich mich nicht trennen mag :-) Darunter stehen meine Bonbon-Gläser für Candy Bars.

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In den zwei Fächern darunter seht ihr meine Props für Foodfotografie inklusive Paper Straws und zwei von, äh, 25 Tortenplatten, da dieser Platz relativ eingeschränkt ist, muss ich mich wirklich sehr zusammen reißen, diesen Teil der Sammlung nicht größer werden zu lassen ;-)

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Und natürlich dürfen in einem Tortenschrank auch Muffinförmchen nicht fehlen. Meine Lieblingsformen sind die Tulpenmuffinförmchen, die könnte ich eigentlich mal wieder verwenden.

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Noch ein Fach weiter unten (bald ist’s vorbei, ich verspreche es) kommen weitere Backformen aus Papier und Servietten. Dazu Tabletts und Platten aus Porzellan, Schiefer und Holz. Habt ihr mit so großen Teilen auch immer Probleme? In der Küche bekomme ich solche großen Teile nie unter.

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In den unteren Schubladen habe ich Cakeboards, zumindest bis 25cm, untergebracht und daneben Textilien für die Foodfotografie.

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Und in der allerletzten Schublade sind meine heißgeliebten Smoothiebecher. Wir mussten für die letzte Aktion das 100er Pack kaufen. Aber so nach und nach brauchen wir sie alle auf. Ich finde die infach perfekt, um Kleinigkeiten zu verschenken.

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Beim Einrichten des Tortenschrankes habe ich versucht, die thematisch zueinandergehörigen Materialien zusammen unterzubringen. Aber wie das so ist, hat man einmal alles untergebracht, kauft man sich was Neues und schon ist die ganze Ordnung dahin. Oder genau das eine Teil ist zu groß für das Regal. Ich weiß, ich weiß, das sind Probleme :-)

Seit ich den Tortenschrank habe, habe ich all meine Materialien im Blick und kann mit einem schnellen Griff alles finden. Das nächste Projekt ist dann also: drei Kisten Backformen genauso übersichtlich unterbringen. Wenn es Ergebnisse dazu gibt, geb ich Bescheid!

Freitagsrunde #7

In meiner siebten Freitagsrunde geht es wieder mehr ums Bloggen und um Neuigkeiten über Neuigkeiten.

  • Bine hat sich schon vor ein paar Wochen dem Thema Zeitmanagement beim Bloggen gewidmet, ich fand es sehr interessant,weil ich auch oft danach gefragt werde und auch im Workshop darüber spreche. Auch Katja hat einen Artikel darüber geschrieben. Und irgendwie sind wir uns alle einig, dass ein bißchen Freiraum schaffen, und es halt auch mal ganz sein lassen, ne gute Mischung ist.
  • Und wenn wir schon beim Tacheles reden sind, haut Clara gleich noch einen Artikel zum heiß diskutierten Thema “Geld verdienen mit dem Blog” raus. Mit diesem Artikel beweist Clara mal wieder, dass sie zu den Großen über uns.
  • Eigentlich mache ich keine Werbung im herkömmlichen Sinne in der Freitagsrunde, aber heute möchte ich euch die Fotografin Mirja Hoechst aus Kiel ans Herz legen. Ihr kennt sie vielleicht besser unter dem Namen Küchenchaotin. Sie hat diese Woche ihr eigenes Business gestartet und wenn ich mir ihre Bilder so anschaue, bin ich richtig traurig, dass einmal die gesamte Republik zwischen uns liegt.
  • Zuletzt gibt es gute Nachrichten für alle Tortenfans in Österreich, ihr bekommt eure eigene Messe mit “Die Kuchenmesse” vom 17.-19. April 2015. Leider gibt es bisher nur eine Facebookseite, allerdings bekommt ihr dort wahrscheinlich die neuesten News.

Das Bild der Woche zeigt meine Freundin Miri auf dem Geburtstag ihres Mannes “Uberhusband”. Wir verleiben uns da gerade ein gemeinsames Lieblingsessen ein: Wurstsalat. Es zeigt ganz wunderbar, was aus “Hi, ich bin Miri, von Miris Jahrbuch” werden kann. Nämlich echte, tiefe Freundschaft. Danke, ihr beiden <3

Miris Jahrbuch

Das Sommertreffen des Stuttgarter Bloggerstammtisches

Stuttgarter Bloggerstammtisch Sommertreffen

Bloggertreffen gehören mittlerweile fest zu meinem Alltag. Ich weiß noch, wie ich Anfang 2013 im Internet Bloggertreffen im ganzen Land verfolgt habe und mir gewünscht habe, man möge mich doch auch einmal zu einem Treffen einladen oder dass zumindest irgendwann mal eins in meiner Nähe stattfinden würde. Irgendwie war alles in Hamburg, Köln und München. Und dann dachte ich mir: “Ach, dann mach ich halt selber eins!”

Daran musste ich kürzlich denken, als ich die Idee zum Sommertreffen in Waldenbuch bei Ritter Sport hatte. Ich hatte mir überlegt, dass es doch ein schöner Auftakt wäre, wenn wir uns zum Frühstück treffen und anschließend durchs Museum oder den Laden schlendern. Und obwohl es ein total heißer Tag war und Waldenbuch als Location ausnahmsweise außerhalb von Stuttgart lag, kamen knapp 25 Leute. Wie schon unser Weihnachtsbrunch war dieses Treffen dazu gedacht, dass auch diejenigen kommen konnten, die Montags unter der Woche nicht dabei sein können oder zu weit weg wohnen und sich ein Trip nach Stuttgart unter der Woche nicht lohnt. Ich freute mich über Blogger aus Stuttgart, Esslingen, Schwäbisch Gmünd und Karlsruhe.

Stuttgarter Bloggerstammtisch Sommertreffen Miris Jahrbuch

Der Morgen begann also um 10:00 Uhr und wir hatten 5 Tische im Café. Zum Glück saßen die meisten “normalen” Gäste auf der sonnigen Terrasse und so beschallten wir ein fast leeres Café, denn mit jedem Tisch, der sich mit unseren Bloggern füllte, stieg der Lärmpegel an. Aber es war ein fröhliches, buntes, “was-gibt’s-Neues-bei-dir”, “habt-ihr-schon-gehört” Kuddelmuddel und vor lauter Quatschen vergisst man auch schon mal das Essen und der Kaffee wird kalt. Aber es macht so viel Spaß und ratz-fatz sind 3 Stunden um.

Stuttgarter Bloggerstammtisch Sommertreffen Goodiebag

Auf 13 Uhr war zufällig ein Flohmarkt auf dem Mitarbeiterparkplatz geplant und so verabschiedeten sich die ersten, nicht ohne vorher ein ganz wunderbares Goodiebag von Ritter Sport in Empfang zu nehmen. Danke an Luxuriafood für die Organisation desselbigen.

Nach einem kurzen Spaziergang über den Flohmarkt widmeten wir uns dem, worauf wir uns alle schon lang gefreut haben: Dem Schokoladen. Um es kurz zu erklären, der Schokoladen vor Ort bietet nicht nur alle Sorten, sondern auch Versuchssorten und Bruchschokolade zu einem tollen Preisleistungsverhältnis. Dazu gibt es jede Menge hübscher Schischiartikel. Ich bin mindestens ein Mal im Jahr bei Ritter Sport und ich hab mich sehr gefreut, dass wir dort einen schönen Tag hatten.

Ein bißchen Wehmut war auch dabei, denn das war die letzte Veranstaltung, die ich für den Bloggerstammtisch geplant habe. In den letzten Monaten hatte ich of Kreislaufprobleme und muss ein bißchen kürzer treten und habe deswegen die Orga dieses Projektes an Jessi von Luxuria abgegeben. Wie gewohnt, erfahrt ihr alle News zu den Treffen auf Facebook oder könnt Jessi auch gerne eine E-mail schreiben.

Stuttgarter Bloggerstammtisch Sommertreffen

Meine Freitagsrunde #6

Diese und letzte Woche habe ich mich wieder viel mit Kuchen und Torten beschäftigt:

  • Immer ein Blick wert ist die Seite Cake Wrecks (Engl). Dort werden Torten gesammelt, bei denen die Macher es nicht so ganz hingekriegt haben. Dieser Artikel ist für mich besonders interessant, weil ich ja auch ab und zu Torten für Freunde mache, die sich sonst nicht mit dem Thema auseinander setzen. Ein “so soll der Kuchen ungefähr aussehen” hilft nur selten, wenn man gleichzeitig trotzdem eine exakte Vorstellung hat. Die Beispiele auf Cake Wrecks zeigen aber dennoch meist Torten aus der Kategorie “gut gemeint”.
  • Eine traurige Nachricht: Das Cupcake-Unternehmen “Crumbs” (USA) musste landesweit seine Läden schließen. Ich erinnere mich, dass ich vor 3 Jahren noch einen Cupcake dort gegessen habe. Allerdings muss ich dem Artikel auf Cupcakes take the Cake (Engl) Recht geben, dass die Cupcakes geschmacklich nicht oberstes Ranking waren.
  • Ich bin auf einen unglaublichen Instagram-Account aufmerksam geworden: Christine McConnell ist Fotografin, Modell und Gruselbäckerin. Ihre Werke sind faszinierend und ich würde gern mal einen Blick in ihren Kopf wagen, wie es da so aussieht.
  • Clara macht Heimaturlaub. Und bestätigt mich wieder mal darin, dass man es überall schön haben kann.

Das Bild der Woche habe ich diese Woche schon auf meinem Instagram-Account gezeigt und dazu gefragt, ob denn Interesse an einem “How to plan a Candy Bar”-Artikel besteht. Falls ja, würde ich nämlich die Entstehung desselbigen für die Hochzeit einer Freundin für euch dokumentieren.

Candy Bar in the making

Meine Freitagsrunde #5

Natürlich fragt ihr zurecht, welche Themen soll es denn neben dem Blogst-Ticket-Krimi und Fußball-WM diese Woche gegeben haben? Das kann ich euch sagen:

  • Nicht immer klappt alles, was man sich als Food-Blogger vornimmt. Entweder es schmeckt nicht oder es sieht nach irgendwas Runtergefallenem aus.  Normalerweise schaffen es diese Gerichte nicht auf den Blog. Uwe hat sich erbarmt und ein Hat’s-nicht-geschafft-Menü für seine Leser zusammengestellt.
  • Manchmal “trifft” man Menschen im Internet, man hat ähnliche Ansichten, stellt ähnliche Projekte auf die Beine und würde sich im realen Leben wahrscheinlich supergut verstehen (würde man nicht 600km auseinander wohnen). So geht es mir mit Sandra von Wortkonfetti . Sie gibt auch Workshops und sieht das ganze Blogbusiness nicht so super streng. Jetzt hat sie zusammen mit Katja von MädchenmitHerz ein Workshop-Projekt auf die Beine gestellt, von dem ich persönlich nur träumen kann. Bloggen-mit-Herz-Workshop auf Borkum! Bäm! Genau so was sucht mein müdes Bloggerherz. Nur “leider” hab ich an dem Wochenende bereits ein Date – 356 Tage Herr und Frau M. müssen gefeiert werden. Wer von euch aber großer Nordsee-Fan ist und schon eine Weile bloggt, der sollte sich das auf jeden Fall mal anschauen. Ps: Der Preis ist auch echt gut!
  • Eigentlich schon von letzter Woche, aber deswegen nicht weniger nachkochenswert: Pulled Pork von Miri. Steht soooohowas von bald im Ofen.
  • Clara, Jeanny und Christian haben echt nen sehr guten Job gemacht, als sie ihre Reise nach Zürich verbloggt haben. Denn was geht mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf? Das Käsefondue-Tuktuk! Zürich steht somit ganz oben auf der Reiseliste.

Mein Bild der Woche stammt vom letzten Samstag, als ich einen weiteren Basis-Tortenkurs bei Silvia von Torten-Art.de geleitet habe. Ich freue mich immer, wenn ich mit Silvia zusammen arbeiten kann, weil die Zusammenarbeit sehr unkompliziert ist und sie ihre Seminarräume vertrauensvoll in meine Hände legt.

Tortenkurs Basistortenkurs Torten-Art.de

Meine Freitagsrunde #4

Uiuiui, diese Woche ging es rund in der Blogosphäre, denn Juli von HeimatPOTTential hat einen Artikel geschriebn, zu dessen Thema so ziemlich jeder Blogger was zu sagen hatte. Es ging um mehr Ehrlichkeit auf Blogs. Und damit meint sie nicht, dass wir weniger lügen sollen, sondern dass wir auch mal über nicht so schöne Seiten in unserem Leben schreiben sollten und sie so was auch gerne mehr lesen möchte.

  • Auch wenn ich im letzten Artikel schon darauf verlinkt habe, schaut euch Julis Artikel ruhig nochmal an und lest auch die vielen Kommentare dazu. Viele stimmen ihr zu, einige sagen, Blogs sind nun mal dazu da, die schönen Dinge zu zeigen. Ich bin selber so ein Mittelding. Beim Backen gibt es oft ja nur die schönen Seiten, weil man ja keine Krumpeltorten zeigen möchte. Mache ich aber ja trotzdem ab und zu und am Montag habe ich noch einen drauf gesetzt und Julis Thema als Anstoß zu einem Artikel über meine Phobie vor Lebensmittelvergiftungen und den Konsequenzen in meinem Essverhalten genommen. Ich habe viele interessante Kommentare dazu bekommen und freue mich, dass ich nicht alleine damit bin. Es war nur ein Kommentar dabei, der meine Ängste nicht nachvollziehen konnte. Gute Quote, oder?
  • Auch Susanne hat auf Texterella ihren Beitrag zu dem Thema geleistet und über die körperlichen Veränderungen jenseits der weiblichen 40 gesprochen. Ich bin zwar erst Anfang 30, aber ich interessiere mich für alle möglichen Themen rund ums Frau sein und deswegen kann ich Susannes Blog nur jeder empfehlen.
  • Und damit wir uns noch ein bißchen in meiner Lieblingsecke – den Motivtorten – aufhalten, empfehle ich dringend das Interview der großartigen Heike mit der ebenso großartigen Betty auf Backlinse.de. Die beiden sind große Vorbilder für mich, jede auf ihre Art und Weise. Zwei tolle, sympathische Frauen, die das machen, wovon viele von uns träumen. Neben dem Interview findet ihr bei Betty auch noch die Anleitung für das supersüße Nilpferd.
  • Und passend zum sommerlichen Grillwetter habe ich auch noch echt goldige Grill-Cupcakes gefunden. (engl. Blog)
  • Auf CarrotsnCake (engl. Blog) bin ich aufmerksam geworden, als sie anfing, ihre wöchentlichen Essenspläne vorzustellen. Ich finde das immer ganz interessant, wie andere das machen.

Und mein Foto der Woche ist heute noch einmal das Logo der Tortenshow, denn meine Vorträge für den 11. und 12. Oktober sind online und können ab jetzt gebucht werden. Lest doch noch mal nach, welche Vorträge ich halte, und vielleicht sehe ich ja ein paar von euch in Hamburg!

Z8_Die Tortenshowtorte_HIGH

Von Juli inspiriert – für mehr Ehrlichkeit auf dem Blog. Und deswegen heute: Meine Angst vor Lebensmitteln.

Juli von HeimatPOTTential hat heute über Ehrlichkeit gesprochen. Und darüber, dass ihr diese manchmal auf ihrem Blog fehlt; dass alles eher recht fröhlich und locker-flockig zugeht; hier ein Blumenstrauß, da ein Sonnenuntergang. Oder um in Backbloggersprache zu sprechen: hier ein Cupcake, da eine Torte. Ich selber sehe das nicht ganz so eng. Mein Blog ist meine Party und auf der zeige ich euch schöne Dinge, über die ich mich freue, die ich geschaffen habe oder die mich ausmachen (sehr privat natürlich: meine Hochzeit). Aber das Motto hat ja auch noch einen zweiten Teil: It’s my party and I cry if I want to! Nämlich! Ab und zu mache ich das hier ja auch und haue mein wimperntuscheverschmiertes Ich raus. Der Grund, warum dies in letzter Zeit nicht so oft vorkam, ist zum einen meine fast schon erschreckende Ausgeglichenheit in den letzten Jahren. Alles, was ich mache, macht mir Spaß; alle Menschen, mit denen ich mich umgebe, tun mir gut; mein Selbstbewusstsein hat seinen Platz gefunden. Ich möchte nicht behaupten, dass mein Mann der Grund dafür ist, aber sein Wesen und unsere Art eine Beziehung zu führen, tragen einen großen Teil dazu bei.

Abgründe gibt es trotzdem genug in meinem Leben, nur lasse ich die nicht mehr so nah an mich rankommen. Von einem möchte ich euch heute erzählen.

Ich habe Angst vor Lebensmittel. Seltsames Geständnis als Foodbloggerin, nicht? Also meine Angst gilt nicht allen Lebensmitteln, sondern denen, die nicht mehr frisch sind – nach meinen Maßstäben. Ein Beispiel: Wir kaufen am Freitag Lyoner für’s Wochenende, es bleibt ein Rest und der Mann will diese auf unsere Vesperbrote am Montag drauf machen. Kann ich nicht, mag ich nicht, ist mir zu lange offen. Ebenso mit Leberwurst in der Dose. Allgemein Wurst und auch Fleisch. Käse ginge noch ein Tag länger. Offene Milchprodukte sind 4-5 Tage okay, wenn es H-Produkte sind. Joghurt, Quark und ähnliches nur 2 Tage. Auch frisch gekochtes Essen kann ich nur 2 Tage lang noch essen. Bolognesesoße vom Freitag am Montag essen? Nicht in meiner Welt. Bei den vielen hundert Kuchen, die ich in meinem Leben schon gebacken habe, habe ich nicht ein Mal die Schüssel ausgeschleckt. Und wenn ich Teig am Finger habe, wasche ich den ab. Rohes Ei? Nicht mit mir!

All das bezieht sich auf Essen in meinem Haus, in meinem Kühlschrank. Da hab ich die Hand drauf, da weiß ich immer, ich wiederhole IMMER, wann etwas geöffnet wurde. Und wenn der Frischkäse dann schon die halbe Woche offen ist, muss der Mann den Rest der Woche Frischkäse auf’s Brot schmieren. Aber das ist ein Opfer, das er gerne bringt.

Schwieriger ist es, wenn ich draußen in der Welt bin. Es gab Jahre, da konnte ich nicht im Restaurant und erst recht nicht in Imbissen essen, da meine – ja, ich nenne es so – Paranoia zu mir sagte “Du weißt nicht, ob die vorher die Hände gewaschen haben; wie die ihr Fleisch kühlen; ob die immer drauf achten, dass das Huhn ganz durch ist:” Viele Jahre habe ich deswegen nur Beilagen im Restaurant gegessen. Niemals Mayonnaise, niemals Tiramisu. Döner gab es jahrelang nicht. Sushi – bereits der Gedanke daran schüttelte mich. Im Urlaub war es dann noch schlimmer. Milchspeiseeis im Süden? Nope! Hot Dogs vom Straßenverkauf? Äh ne?!?! Burger im Diner? Geht’s noch? Und auch Sandwiches konnte ich nicht mehr essen, wenn ich mir vorstellte, dass sie schon den ganzen Tag in dieser Vitrine vor sich hin gammelten.

Mein absoluter Tiefpunkt war, als ich meine Mutter beim Schnitzelkopfen an Weihnachten fragte, wie lange sie das Fleisch schon im Kühlschrank hatte…… Furchtbar, ganz schlimm……

Sicherlich fragt ihr: “Warum? Wovor hast du Angst? Was soll schon groß passieren?” Das kann ich euch sagen: Ich habe RIESIGE Angst vor einer Lebensmittelvergiftung und den damit einhergehenden Symptomen. Da die Symptome für Magen-Darm-Gedöhns ähnlich schlimm sind, gilt das auch dafür. Aber da ich Menschen nicht auf Dauer meiden kann und damit die Ansteckungsgefahr, hat sich hier nie eine Phobie entwickelt. Außer gegen Menschen, die im Wartezimmer beim Arzt ihren eigenen Eimer mitbringen. Ich habe schon von Lebensmittelvergiftungen von Hühnchen, beim Asiaten, vom Burgeressen, von Tiramisu gehört und möchte das einfach nicht. Und wer einmal die ganze Nacht wach war, weil beim Partner vor lauter Dehydrierung das Atmen ausbleiben könnte, der weiß, wovon ich rede.

Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Ich bin nicht zimperlich oder etepetete (kennt jemand den Begriff noch?) oder schleckig/wählerisch (so würde man bei uns sagen). Vielleicht bin ich da ein bissel krank im Kopf, zumindest hat diese Phobie ne eigene Stimme. Und die meldet sich immer.

Tatsache ist: Ich hatte in meinem ganzen Leben noch keine Lebensmittelvergiftung (klopf auf Holz) und auch das letzte Magen-Darm-Ding ist Jahrzehnte her, ehrlich. Wovor habe ich also wirklich Angst? Ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung. Mittlerweile ist es so, dass meine Angewohnheiten daheim nur noch kleine Macken sind. Ab und zu esse ich einen Quark, der schon zwei Tage über dem Verfallsdatum liegt (Wooohooo). Natürlich war er so lange zu. Ich esse Sushi (Applaus!), bin aber vorsichtig und esse nur in Läden, die gut frequentiert sind, da liegt der Fisch nicht so lange. Nachdem ich erkannt habe, dass ich mich durch diese Angst um einiges an Lebensqualität beraube, habe ich mich nach und nach gezwungen, einige Zwangshandlungen oder auch Gedanken zu verbannen. Schwierige Situationen nach wie vor: Buffets allgemein, ungekühlt. Oder auch der mongolische Grill bei unserem Lieblingschinesen ist eine echte Herausforderung: rohes Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte liegen im Buffet (auf Eis) und werden dann ausgewählt, auf dem Teller zum Grill gebracht und frisch durchgebraten. An sich so: Yay, voll toll. Die Stimme in meinem Kopf sagt: Wie lange das da wohl schon liegt? Und guck mal, da an dem Fleisch ist schon so ein Rand….. Und zack hab ich schon nicht mehr so viel Spaß :-( Aber ansonsten hab ich es soweit im Griff. Daheim wird so eingekauft, dass nichts zu lange offen ist bzw. Wurst und Fleisch wird oft auch in Folie abgepackt (jaja, puuuuh, minderwertige Fleischfresserin, puuuh!) gekauft, dann ist es okay, wenn es mal einen Tag länger im Kühlschrank liegt. Und in Herrn M. habe ich einen Partner gefunden, für den das alles nicht so schlimm ist und der mir das niemals vorwerfen würde. Mein Plan für eine spätere Familie ist, mich noch mehr davon zu befreien, um meinen Kindern nicht unnötige Ängste mit auf den Weg zu geben.

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So, ich hoffe, ihr seht mich jetzt nicht als den totalen Megafreak an und könnt weiterhin bei mir mitlesen. Im übrigen beantwortet sich damit ja auch die Frage, die mir oft bei den Vorbereitungen von großen Torten gestellt wird: “Wenn du das heute schon vorbereitest, kann man das dann noch am Sa essen?” Mein Mann und ich schauen uns dann immer belustigt an und er sagt: “Als ob du was aus dem Haus geben würdest, bei dem auch nur der Hauch einer Chance besteht, dass es nicht mehr gut sein könnte :-)”

Und jetzt ihr. Habt ihr auch Macken oder Ängste im Bereich Lebensmittel???? Erzählt sie mir und lasst mich nicht so allein in Freakenhausen!

Meine Freitagsrunde #3

Schon wieder ist eine Woche rum! Und da ich diese Woche nicht so viel zum Schmökern gekommen bin, wie ich es eigentlich gern hätte, gibt es nur drei Links heute für euch.

Aufgrund meiner Workshops und weil es immer gut ist, sich weiter zu bilden, habe ich mich diese Woche in erster Linie mit Metathemen des Bloggens beschäftigt.

Und dann habe ich für euch auch ein Bild der Woche mit ein paar Details aus meinem Garten. Ich bin nämlich ab diesem Jahr Gartengrundstücksbesitzerin und kümmere mich mit meinem jämmerlichen Gartenwissen zusammen mit Herrn M. um 920qm Grün, Grün und nochmal Grün. Das ist auch einer der Gründe, warum ich nicht mehr so oft blogge, das Wlan reicht nicht bis in den Garten rüber, hehe :-) Wer mehr von meinem Garten sehen möchte, kann sich ein paar Bilder auf meinem Instagram-Account unter dem Hastag #annasgarten anschauen.

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Meine erste vierstöckige Hochzeitstorte – wie immer eine nervenaufreibende Woche

Immer, immer, immer, wenn ich eine Hochzeitstorte mache, komme ich an den Punkt, an dem ich die Hände über dem Kopf zusammenschlage und laut denke: “Was hab ich mir denn dabei gedacht? Wie soll das denn klappen?” Egal, ob es besonders heiß ist, ich die Torte unter unmöglichen Umständen anfertigen muss oder ob was schief geht mit dem Dekoteil.

Dieses Jahr haben mich zwei Freunde gefragt, ob ich ihre Hochzeitstorte machen würde. “Ja klar!” Ist für den 24.05. “Äh ja, da hab ich selber Workshop. Aber wenn ihr sie am Tag vorher abholen könnt….” Ja, super. Es kommen 100 Leute! “Öhm, okay. Dann äh machen wir ne 4-Stöckige Torte?”

Zack und schon war die Sache geritzt. Wie immer habe ich mir eine Woche Zeit genommen bzw. die Abende, denn ich hab ja noch nen Vollzeitjob, näch?

Und so sah mein Programm aus:

- Sonntag habe ich die Böden der 1. Etage gebacken. Diese bestand aus Sachertorte nach Oma Buchholtz, mit einer Gesamthöhe von 10 cm. Nach dem Backen habe ich sie mit Läuterzucker eingestrichen.

- Montag habe ich die 1. Etage zurechtgeschnitten, gefüllt und mit Buttercreme eingestrichen.

- Dienstag habe ich die 1. Etage mit Fondant eingedeckt und die Böden der 2. Etage gebacken. Diese waren Vanillerührkuchen. Auch diese Böden habe ich mit Läuterzucker eingestrichen. Die Böden habe ich eingefroren, da ich

- Mittwoch aufgrund eines geschäftlichen Termins Pause machen musste.

- Donnerstag habe ich die Böden der 3. und 4. Etage gebacken. Das waren Biskuitböden, einmal Vanille und einmal Haselnuss. Ich habe die Böden der 2. Etage wieder aufgetaut und mit Maracujabuttercreme und Mangoschnitze gefüllt. Dann habe ich sie mit Buttercreme eingestrichen und bis zum nächsten Tag kalt gestellt.

- Am Freitag habe ich bereits ab Mittags frei und konnte den ganzen Nachmittag durcharbeiten. Ich begann damit die Haselnussböden für die 3. Etage mit einer Karamellbuttercreme zu füllen und dann mit Buttercreme einzustreichen. Diese kam dann auch in den Kühlschrank. Für die 4. Etage habe ich die Vanilleböden mit Zitronenfrischkäsecreme und frischen Himbeeren gefüllt und mit Buttercreme eingestrichen. Diese Etage hat den Platz im Kühlschrank der 2. Etage eingenommen und ich habe die 2. Etage mit Fondant eingedeckt und zu der 1. Etage in den Keller gestellt, wo sie schon die ganze Woche durchgezogen war. Es war ungefähr 15 Uhr und die Torte sollte ab 19 Uhr bereit sein. Also schnell weiter mit der 3. und 4. Etage. Beide habe ich mit Fondant eingedeckt und in den Keller gebracht.

Dann kam der heikle Teil. Wir (ja, mein Mann ist bei fast allen Projekten an meiner Seite) haben die Etagen für’s Stapeln vorbereitet. In die unterste Etage kamen 8 Cocktailstrohhalme als Stützen. An dieser Stelle muss ich zugeben, dass die Strohhalme nicht genug waren. Für die nächste große Torte werden hier Holzdübel eingebracht. Jede Etage war auf einem 10mm Cake Board angebracht, in das wir ein mittiges Loch für die Mittelstütze gebohrt hatten. Diese Cakeboards geben jeder Etage in Zusammenarbeit mit den Stützen in der Etage darunter genug Halt, so dass die obere Etage nicht in die untere sinkt.

Für die Mitte hatten wir einen Holzdübel zurechtgesägt und glatt geschmirgelt. Dieser Dübel war unten angespitzt und 44cm hoch. So ging er durch alle Etagen, bohrte sich ein bissel in das unterste Cakeboard und schaute trotzdem nicht oben raus. Dadurch waren alle Etagen gestützt und miteinander verbunden. Ich habe die Stapeltechnik für kleine, mehrstöckige Torten letztes Jahr schon gezeigt.

Es war 18:30Uhr. Das Brautpaar hatte sich persönlich angemeldet, um die Torte um 20:00 Uhr zu holen. Alles musste also gut aussehen. Wir hatten uns beim Vorgespräch auf Orchideen geeinigt, obwohl ich gesagt hatte, dass ich die nicht aus Zucker machen kann. Also hat die Braut sich künstliche im Internet rausgesucht, die ich dann bestellt habe. Die waren nicht so schlimm, wie ich es erwartet hatte. Normalerweise würde ich keine künstlichen Blumen auf die Torte setzen. Aber es sollten Orchideen sein, also wurden es Orchideen. Bevor die Blumen drauf kamen, habe ich um jede Etage noch ein Satinband in frühlinsgrün als Abschluss gelegt.

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Der Vorteil der künstlichen Blumen war, dass sie nicht brechen konnten beim Aufbau. Ich habe zwei der Zweige vollständig in einer Wasserfallbewegung angebracht, indem ich die Stängel gekürzt hatte und diese in einen mit Fondant gefüllten und abgeschnittenen Strohhalm gesteckt habe. Die restlichen drei Zweige habe ich auseinandergenommen und die einzelnen Blüten ebenfalls in mit Fondant gefüllte Strohhalme gesteckt und damit die abstehenden Teile der großen Zweige festgepinnt.

Dann noch schnell die Torte auf einen Stuhl im Treppenhaus gestellt, um ordentliche Fotos zu machen, und dann waren wir schon auf dem Weg in den Hof, wo gleich die beiden mit dem Auto ankommen sollten. Noch während wir auf dem Weg zur Tür waren, klingelte es und wir liefen quasi gleich weiter zum Auto, wo bereits eine rutschfeste Unterlage und ein großer Karton auf die Torte wartete. So mag ich das :-) Als die beiden vom Hof fuhren, fiel mir ein Stein vom Herzen.

Und hier ist das Prachtstück. Leider scheint Callebaut etwas an seiner Rezeptur verändert zu haben oder es war so warm und die Luftfeuchtigkeit war so hoch, dass der Fondant bereits superweich aus dem Eimer kam. Anders kann ich mir die schlechte Handhabung des Fondants nicht vorstellen, was leider zu einigen Beulen geführt hat.

Vierstöckige Hochzeitstorte mit Orchideen

Geschmacksrichtungen von unten nach oben:

  • Sachertorte
  • Vanillekuchen mit Mango und Maracujacreme
  • Haselnusskuchen mit Karamellbuttercreme
  • Vanillekuchen mit Himbeeren und Zitronencreme

Größe von unten nach oben:

  • 30cm Durchmesser, 10cm Höhe
  • 28cm Durchmesser, 12cm Höhe
  • 25cm Durchmesser, 12cm Höhe
  • 23 cm Durchmesser, 12cm Höhe

Ca. Kosten:

  • Einkauf für Böden, Füllungen und Buttercreme ca. 90€ mit Zutaten als Puffer, falls was schief geht
  • Fondant 4-5 Kilo zu 7€/Kilo
  • Cakeboards 12-15€
  • Orchideen (online) 15-20€
  • Sonstiges wie Band, Strohhalme und Dübel 22-25€

Zeit:

  • 25 Stunden plus Einkaufszeit

Die freudigen Gesichter des Brautpaares: unbezahlbar.

Bitte nehmt diese letzte Aufstellung als kleinen Hinweis darauf, was eure Hochzeitstortenlieferanten leisten, auch wenn es Konditoren und Profis sind und die Abläufe natürlich alle einigermaßen eingespielt sind. Grundsätzlich empfehle ich immer professionelle Dienstleister, die gute Qualität zu einem angemessenen Preis bieten, wie zum Beispiel Heike Krohz von Süß und Salzig. Sie ist und bleibt meine Nummer 1, wenn es eine Torte für den Großraum Stuttgart/Esslingen/Ulm geht.

Gerne könnt ihr euch auch nochmal meinen Artikel zu diesem Thema vom letzten Jahr anschauen: Preis einer Hochzeitstorte

Meine Freitagsrunde #2

Nachdem die Freitagsrunde letzte Woche wohl ganz gut bei euch ankam, gibt es auch diese Woche wieder Links, die ich euch unbedingt ans Herz legen möchte.

  • Dani “Duttfroillein” Klitzeklein erzählt von ihrer ersten Pop up Bakery zusammen mit Törtchenzeit-Jessi. Der Traum schlechthin für Hobbybäckerinnen.
  • Anja war bisher für mich die Nette aus der letzten Reihe bei der Blogst. Jetzt spricht sie über ein sehr privates Thema: Ihr Burnout. Und wie ihr das Bloggerinnensein dabei hilft, wieder Licht zu sehen. Tiefer Respekt Part 1.
  • Heike, Freundin und Bloggerin auf Frauheike, kämpft gegen den Arsch aller Krebse: Brustkrebs. Auf ihrem Blog erzählt sie davon, wie es derzeit so ist. Vielleicht mögt ihr sie mal auf ihrem Twitter-Account besuchen und sie anfeuern. Tiefer Respekt Part 2.
  • Dass Blogger eigene Bücher schreiben, ist ja mittlerweile nichts Neues. Kerstin jedoch macht ein ganz anderes Fass auf, nämlich ein Weinfass! In Zusammenarbeit mit dem Weingut Brendel hat sie ihren eigenen Wein herausgebracht! Herzlichen Glückwunsch dazu!
  • Katja schreibt auf Mädchen mit Herz über ihre Erfahrung und Sichtweise mit Kooperationen – und denkt da ganz ähnlich wie ich.

Und auch diese Woche habe ich noch ein Bild für euch: Draußen herrscht Saharahitze. Alle Welt liegt am See oder im Freibad. Nur ich, ich bin nicht ganz dicht, und koche Marmelade.